Wen erschlagen wir denn nun zuerst?

Wie sie sind gegen das Erschlagen an sich. Gut. Aber irgendwas müssen wir doch tun, wenn wir der neuen Studie von Oxfam glauben. Das eine Prozent der Reichen besitzt mehr als 99 Prozent aller Menschen zusammen. Was könnte man da außer weinen oder erschlagen noch tun?

Selbstverständlich ist erschlagen verboten und das ist auch gut so. Erstens ist es Arbeit und zweitens würde es ja nicht wirklich etwas ändern. Aber was ist zu tun, wenn in Deutschland 36 Milliardäre soviel besitzen wie alle anderen Deutschen. Vielleicht doch erschlagen?

Nein. Spaß. Es würde nichts nützen und vielleicht gibt es da Vermögen die durchaus ehrlich erworben wurden. Die beiden Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit konkurrieren um den Ertrag der daraus entstehenden Produkte und Dienstleistungen. Aber nur die Arbeit wird wirklich ernsthaft besteuert. 

Wenn wir Kapital und Arbeit gleichermaßen besteuern und selbstverständlich auch gleich für die Beträge der Sozialversicherungen in Haftung nehmen, dann brauchen wir niemanden zu erschlagen. Im nächsten Schritt könnte man noch über eine zusätzliche Abgabe wie die Vermögenssteuer reden, die dann aber allein dem Abbau der Staatsschulden dienen sollte. 

Es wäre so einfach die Dinge gerecht und ruhig zu ändern ohne irgendjemandem weh zu tun und weiteren Hass zu schüren. Ach ja. Wenn in dieser Gegend nicht bald etwas geschieht, könnte es sein dass die Dinge aus dem Ruder laufen und dann werden ganz sicher Menschen getötet.

Den New Deal den Trump gerade in den USA versucht, den brauchen wir auf unsere Art auch in Europa. Wenn es für das Kapital mehr Sinn macht sein Geld in innovative Unternehmen in Deutschland zu stecken, als es in den Spielcasinos der Börsen zu verzocken, dann wird es genau das tun. 

Zur Zeit haben wir mit viel Subventionen einen Markt geschaffen, der das Kapital aus dem Land und in zweifelhafte Investitionen treibt. Mit ein paar wenigen Gesetzen und einer sehr harten Durchführung dieser Gesetze ist es ein Leichen, alle am Erfolg teilhaben zu lassen und Erträge wie auch Aufwand fair zu verteilen. 

Wir müssen nur anfangen. Nicht mehr ärgern sondern ändern. 

 

 

4 comments

  1. quantux says:

    ” Deutschland 36 Milliardäre soviel besitzen wie alle anderen Deutschen ”

    Vor ein paar Jahren waren es so ungefähr 60 – 90 Milliardäre. Der Kreis wird also immer kleiner. Und da kann man doch auch mal ein bißchen Mitleid haben ….. ;-)

    1. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

      Der Kreis wird nur optisch/ gefühlt kleiner.
      Wer vor ein paar Jahren bereits Milliardär war, ist vielleicht heute nicht mehr reich genug um heute in dieser Liste geführt zu werden, aber auf Hartz IV ist der sicherlich nicht abgefallen.
      Zumal ja seit der Aussetzung der Vermögenssteuer anno 1995 der Staat auch keinerlei Erkenntnis zu den Vermögen der Vermögenden mehr hat. Und selbst wenn der Staat die Steuer ab morgen wieder erheben wollte, waren die knapp 21 Jahre ein ausreichend lange Zeitspanne um viel Geld zu waschen und seine Besitzverhältnisse zu verschleiern. Eine Neueinstieg wird also nicht wirklich einfach.

  2. K!A.o.S. ( User Karma: 0 ) says:

    Man könnte ja noch als kleine Schwester der Arbeit den Produktionsfaktor Roh- und Metadatenerzeugung andenken. Ob die Daten aus Arbeit oder Freizeit heraus entstehen, scheert Hier das Kapital überhaupt nicht, sondern nur das in der ‘Big-Data’-Industrie erzielbare Profitpotential. Die Produktionsmittel Selber liegen dabei zwar [zu hohem Anteil] in der Hand des Einzelnen, erbringen neben der Notwendigkeit einer Vorfinanzierung jedoch Nicht die üblichen Vorteile des Besitzes klassischer Produktionsmittel, welche weiterhin nur dem Kapital offen stehen. Eine Beteiligung an den Erträgen der Datenverwertung wird in geltender Rechtslage von vielen ‘Big-Data’-Unternehmen zudem Vertraglich zunehmend ausgeschlossen.

    Doch reicht eine vertragliche Regelung tatsächlich aus, um Hier Rechtssicherheit zu schaffen? Das Wirtschaftsrecht deckt ein wirtschaftstragendes Produktionsmittel, welches durch bloße Nutzung bereits Produkte [-> Roh- und Metadaten] erzeugt an Sich noch überhaupt Nicht wirklich ab. Allein die Vorleistungsparagraphen ließen sich heranziehen, decken jedoch ebenfalls weder Art noch Ausmaß der vorliegenden Vorleistungsstellung auch nur Annähernd zureichend ab. In anderen Rechtsbereichen ließe sich bei dieser Produktionsform hingegen dem Urheberrechtsbereich eine Gültigkeit beimessen.

  3. Hoddl says:

    Zitat:
    Mit ein paar wenigen Gesetzen und einer sehr harten Durchführung dieser Gesetze ist es ein Leichen, alle am Erfolg teilhaben zu lassen und Erträge wie auch Aufwand fair zu verteilen.
    Freudsche Fehlleistung……
    Schönen Tag noch Hoddl.

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