Die Wachstumsidioten

Würde eine Maus so groß wie ein Elefant, dann passte sie nicht mehr ins Mauseloch, würde aufgrund ihres Felles und Fleisches von Menschen gejagt und sehr bald ausgerottet. Deshalb bleibt die Maus so klein wie sie ist und hat einen sicheren Lebensraum, den auch die Miezekatzen nicht ernstlich gefährden können. Wäre ein Elefant so klein wie eine Maus, würde er von jeder Katze gefressen werden, und aufgrund der langen Zeit zwischen Geburt und Zeugungsfähigkeit in der ersten Generation ausgerottet. Äste an den zu viele oder zu dicke Früchte hängen, brechen. Es gibt also Grenzen des Wachstums.
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Gabriel und Brüderle als Sachwalter der Springerpresse

Das unsere Politiker nichts anderes als Marionetten der Medien sind, haben Gabriel und Brüderle vor Ostern mal eben schnell bewiesen. Weil Mathias Döpfner der Obermime von Springer die Gewinne seines Unternehmens lieber von Friede Springer und den anderen Aktionären an der Börse verspielen ließ, anstatt in Innovationen zu investieren, hat er in der FAZ laut um Hilfe gegen dieses böse Google gebrüllt.
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Ich höre immer nur Wachstum und sparen

Wikipedia unterscheidet zwischen vier verschiedenen Arten von Wachstum. Beim Städtewachstum, wachsen die Städte während das Land Bewohner verliert. Das mathematische Wachstum beschreibt ebenfalls einen Wachstumsprozess der durch Abnahme an anderer Stelle genährt wird, während das biologische Wachstum über Wachstum durch stoffliche Umsetzung berichtet. Nur beim Wirtschaftswachstum wird es schwammig. Da geht es lediglich um das Wachstum des Bruttoinlandproduktes. Da Volkswirtschaft aber eher eine Religion als eine Wissenschaft ist, muss man diesen Wachstumsbegriff einfach mal auf das reale Leben herunterbrechen.
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Wachstum durch Wegwerfen?


Gestern abend sendete Phoenix zwei Beiträge, die sich mit dem Wegwerfen befassten. Da kann die Bevölkerung, die sogenannten Verbraucher, jederzeit ansetzen. Aber der Großteil der weggeworfenen Lebensmittel zum Beispiel gelangt gar nicht bis zu den Händen der KäuferInnen, sondern werden schon auf dem Weg vom Ort des Anbaus bis hin zur Verkaufsstelle aussortiert. Nicht Eßbarkeit entscheidet, sondern Verkaufbarkeit. Das entscheidet der Handel.
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Obszön reich

Ich will mich nicht mehr mit der sogenannten Euro-Krise beschäftigen. Manchmal will ich sogar keine aktuellen Tagesnachrichten mehr lesen. Dann mache ich Sudokus. Ich folgere: ich langeweile mich. Selbst mein Sohn, der Hausnerd, möchte keine Nerd mehr sein, glaube ich. Er macht inzwischen so seltsame Sachen wie Zimmer aufräumen und mit Freunden ausgehen. Was ist los bei uns, frage ich mich?

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Qualität kontra Wachstumswahn

Es braust ein Ruf wie Donnerhall durch Europa. Wachstum schreit es von allen Rängen. Wachstum um jeden Preis. Nein, das ist nichts Neues. Das ist schon alt. Älteren Menschen wir mir fällt in dem Zusammenhang sofort die nette Geschichte von Wilhelm Busch über die beiden unartigen jungen Hunde Plisch und Plum ein, deren Namen man dann als Synonym für das Gespann aus Finanzminister Franz-Josef Strauß (CSU) und Wirtschaftsminister Karl Schiller (SPD) verwandte, die in der großen Koalition unter Kurt Georg Kiesinger 1967 die ersten beiden Konjunkturprogramme starteten und dafür insgesamt 7,8 Milliarden DM ausgaben, was damals ungefähr 10 Prozent des Gesamthaushaltes entsprach.
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Wo soll er den herkommen der Aufschwung

Ich war vorgestern mal wieder in der Wirtschaft. Nein, an der Wirtschaft nehme ich nur teil, da bin ich nicht mehr drin. Also ich war in der Kneipe. Der Dackel wollte dahin. Ich selber bin eher froh wenn ich nicht laufen muss, also war ich schon ein paar Monate nicht mehr dort, aber sie haben mich wiedererkannt. Ein paar lesen auch diesen Blog, oder geben zumindest vor lesen zu können. Andere schienen die ewigen Streitgespräche mit mir wirklich vermisst zu haben. Auf jeden Fall ging es hoch her. Alles wurde duchgehechelt. Von Merkel als Wahlkämpferin in Frankreich bis zum Klebekasper Wulff der sogar den eigenen Rücktrittstermin längst versäumt hatte.
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Wachstum in der Rezession

Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker spricht von eine “technischen” Rezession in Europa und fordert gleichzeitig eine “echte Wachstumspolitik”. Auf der einen Seite will er die Haushalte konsolidieren und auf Teufel komm raus sparen und auf der anderen Seite dann Wachstum ohne Dünger generieren. Juncker kann man diesen Schwachsinn verzeihen. Er ist der Sohn eines Hüttenpolizisten, eines Büttels des Kapitals und er muss nicht wissen woher Wachstum kommt.
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Aufgelesen und kommentiert 2012-01-22

Minijobber sitzen in der Niedriglohnfalle
Die LINKE deckt auf: Bundesagentur für Arbeit ignoriert Gerichtsurteile
Schlecker ist pleite
Wirtschaftswachstum kommt nur noch den Reichen zugute
Abgeordnetenbestechung: Politiker pochen auf ihren Sonderstatus
Über ein Drittel aller LINKE-Abgeordneten werden vom Verfassungsschutz bespitzelt
Handydaten unverdächtiger Kunden werden immer öfter abgefragt und ausgewertet
NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) drängt auf Vorratsdatenspeicherung
Tagesthemen-Kommentar zur Neonazi-Datei
Überall Islamisten
FDP hilft den Ärmsten der Armen
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Neues von der Aufschwunglüge

Wenn man der obersten Lügnerin der Nation Mutti Merkel zuhört, hört man immer wieder vom tollen Wachstum und was dieses Wachstum alles positives anrichten würde, wenn es denn endlich käme. Wachstum ist ihr ewiges Mantra und mittlerweile schüttelt man in Deutschland nur noch lächelnd den Kopf wenn sie dieses verkündet. Sie ist ein zweiter Norbert Blüm geworden, bei dem die Rente ja auch immer sicher war. Nur nicht für die Rentner.
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Die kranken Banken – langsam wird es ernst

Es ist sicherlich im Moment noch etwas zu früh von einem Meltdown, einer Kernschmelze zu reden, aber die Lage der Banken in Europa und der Welt gibt größten Anlass zur Sorge. Dabei geht es nicht darum, dass plötzlich höhere Anforderungen an das Eigenkapital der Banken gestellt würden, sondern es geht darum, dass so langsam aber sicher allen am System beteiligten klar wird, das es auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen ein unendliches Wachstum natürlich unmöglich ist. Damit entfällt aber die Grundlage für das rein wachstumsorientierte System des grenzenlosen Kapitalismus und damit die Geschäftsgrundlage der Banken.
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Nun dreht der Wirtschaftsw(e)aisenchef Wolfgang Franz völlig durch

Wirtschaftsweisen-Chef ruft Verbraucher zum Konsum auf berichtet der newsticker.de. Wenn dies das einzige Hilfsmittel ist, mit dem dieser Experte für Wirtschaft, Chef des Sachverständigenrates und Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, die deutsche Wirtschaft kräftigen will, dann ist es an der Zeit ihn als völlig unfähig zu entlassen.

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Aufgelesen und kommentiert 2010-12-14

Hartz-IV-Reform im Bundesrat wohl ohne Mehrheit
Altersarmut: Immer mehr Ältere müssen sich etwas dazuverdienen
XXL-Leiharbeit: Zahl der prekär Beschäftigten steigt weiter an
Bundesarbeitsgericht: Gewerkschaft für Zeitarbeit (CGZP) ist nicht tariffähig
Trotz Aufschwung: Haushaltsdefizit steigt auf 50 Milliarden Euro
DIW für stärkere Abschöpfung von Privatvermögen
Ungarn enteignet Private Rentenversicherungen
ZDF-Dokumentation: Zocken auf Bayerisch – Das Milliardendesaster der BayernLB
40 Millionen Euro-Boni für irische Pleite-Banker
Bankenkrise geht auf institutionalisierten Betrug zurück
Europas Wachstumsmodell ist gescheitert
Wintermärchen
Deutschland feiert neuen Rekord an Waffenexporten
EnBW-Rückkauf unter CDU-Freunden: “Mehr als ein Gschmäckle”
Illegale Parteienfinanzierung: Untersuchungsausschuss gegen CDU Rheinland-Pfalz
#Fail – Eine LINKE Nachbetrachtung zum JMStV
Nach Stockholm-Attentat: Hamburgs OB Ahlhaus (CDU) fordert Vorratsdatenspeicherung
Verdi bleibt dabei: Pro Netzsperren und veraltetes Urheberrecht
Afghanistan: Bundesregierung stellt Fortschrittsbericht vor
Europäischer Haftbefehl: Drei Auslieferungen pro Tag
Schwarz/Gelb wünscht “Frohe Weihnachten”
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Aufgelesen und kommentiert 2010-04-23

Statt Binnennachfrage: FDP-Minister Brüderle setzt weiter voll auf Export
Bundesregierung muss sich von ihren Wirtschaftsberatern trennen
Bankenaufsicht? Schwarz/Gelb blockiert dringende Finanzmarktreformen
Das Ansehen der Banker sinkt dramatisch – eine beispiellose Imagekatastrophe
Die Banken müssen zahlen
Bundestag beschließt Härtefallregelung für Hartz-IV-Empfänger
Dienstwagen-Skandal in Rüttgers CDU
Weitere belastende Dokumente gegen Jürgen Rüttgers (CDU) aufgetaucht
Privatisierungen, Deals und Börsengänge: Geheimnisverrat ist Bürgerpflicht
Kriege – gestern und heute
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Wachstum ist einfach nur ein Wort und Vollbeschäftigung ein Irrtum

Wenn Albrecht Müller auf den Nachdenkseiten einen Artikel von Karl Georg Zinn in Le Monde Diplomatique über “Sättigung oder zwei Grenzen des Wachstums” zerlegt und dafür seinerseits vom Glöckner scharf kritisiert wird, dann zeigt das, dass die politische Diskussion funktioniert. Das schönste aber ist, dass alle drei recht haben.

Überall geistert das Wort von der Vollbeschäftigung als Wirtschaftsziel durch die Hirne und keiner will zugeben, dass Vollbeschäftigung nicht möglich ist und wirtschaftlich betrachtet sogar schädlich wäre. Als in Deutschland das erste Mal die Gefahr einer Vollbeschäftigung drohte, wurden schon fast panikartig Gastarbeiter nach Deutschland geholt. Ohne die Gastarbeiter wären die Lohnforderungen der Arbeitnehmer nicht zu bremsen gewesen und ein weiteres Wachstum der Wirtschaft wäre viel schlanker ausgefallen.
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Wachstum ist kein Schicksal und schon gar keine Lösung

Nun reden sie wieder alle vom Wachstum. Selbst der Altbundeskanzler Schmidt stößt auf dem Evangelischen Kirchentag in das gleiche Horn. Wachstum soll die Wirtschaft und damit das Großkapital und die Banken retten. Selbstverständlich soll dann das Wachstum auch noch weiteres Wachstum erzeugen. Die Wirtschaft soll sich mit Wachstum sozusagen selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen. Eine niedliche Vorstellung.

Nach dem Ende des real existierenden Sozialismus wurde weltweit das Wachstum gepredigt, und alle Marktregeln wurden abgeschafft. Es kam zu Firmenzerschlagungen in großen Mengen, Arbeitsplätze wurden vernichtet oder verlagert, um noch mehr Wachstum zu erzeugen. Zusätzlich wurden die US-Amerikaner dazu animiert, immer mehr Schulden zu machen, um mehr konsumieren zu könne. Das Ergebnis ist bekannt. Die Weltwirtschaftskrise.
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Handeln wie die Schildbürger

“Die Schildbürger, wohnhaft im fiktiven Ort Schilda, sind Hauptakteure einer ganzen Reihe von kurzen märchenhaften Geschichten (Schildbürgerstreichen) und neben der Legende um Till Eulenspiegel die bekannteste Sammlung von Schelmengeschichten in Romanform.” So lesen wir in derWikipedia.

Ich habe das dumpfe Gefühl, dass diese Schildbürger dieser Tage mitten unter uns leben.
5 Billionen, sag ich nur!

Da beschließen die Bürger aus Schilda, in London ein immenses “money package” auf den Markt fliessen zu lassen, um … ja, um wieder der Weltwirtschaftskrise entgegenwirken zu wollen. Hm … denke ich – ob man denen vielleicht mal vor Augen halten soll, dass die letzten Konjunkturpakete irgendwo zwischen Nirvana, Schilda und Schlaraffenland verpufften?

Dann mach ich mich ebenfalls zu einem Bürger Schildas, denn die Idioten – namens Regierungsoberhäupter – wissen das nämlich nur zu gut. Auch wissen sie, dass sie Bären mit Honig bekämpfen … deren Lieblingsspeise im übrigen: Honig, wie soll’s anders sein. Hätten vielleicht einmal öfter Winnie the Pooh im Fernsehen schauen sollen.

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Mein Freund, der Baum

Die Tropenforscher um William Laurance vom Smithsonian Tropical Research Institute in Balboa, Panama, sehen in steigenden Kohlendioxid-Werten in der Atmosphäre den Auslöser für das beschleunigte Wachstum der Bäume.

So hieß es im Jahre 2004 im Medienspiegel von Vistaverde.de.

Mehr CO2 in der Atmosphäre lässt Pflanzen besser wachsen und den Ertrag von Kulturpflanzen steigen – das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Die Qualität der Erträge nimmt im Gegenzug ab.

Das war eine Nachricht vom Juli vergangenen Jahres auf der Webseite des standard.at.

Wir wollen uns aber nicht mit veralteten Verschwörungstheorien abgeben und wenden uns somit den aktuellen Nachrichten zu. Zur Erinnerung: Wir haben weder den 1.April, noch könnten wir sagen "Alles neue macht der Mai".

Auf n-tv.de las ich gestern folgendes:

Bislang unbekannt war, dass die afrikanischen Tropenwälder bis zu 1,2 Milliarden Tonnen CO2 aufnehmen. Mit steigender Tendenz: Von 1968 bis 2007 seien es jedes Jahr 2,2 Tonnen Kohlendioxid pro Hektar mehr gewesen. Wahrscheinlich sei CO2 eine Art Dünger, so dass die Bäume größer werden, vermuten die Forscher. Das Wachstum könne sich jedoch nicht unbegrenzt fortsetzen.

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