Tot oder lebendig

Wann ist eine Sache, ein Ding oder gar ein Mensch tot? Über die verschiedenen Definitionen kann man sich etwas heraus suchen. Das ein Mensch tot sein kann obwohl alle lebenserhaltenden Voraussetzungen gegeben sind, darüber machen sich jedoch die Wenigsten Gedanken. Und das der Tod selbst nicht gleichbedeutend mit dem Adjektiv ist.. noch viel Wenigere.

Weiterlesen

Und was ist mit Sex? Ekstase: Make Me Free

Es gibt einen geistigen Zustand der völligen Losgelöstheit und Bereitschaft. Man nennt ihn Ekstase. Mir selbst sind zwei Wege bekannt ihn zu erlangen. Zum einen über den Genuss von bewusstseinserweiternden oder auflockernden Rauschmittel, zum anderen über die sexuelle Aktivität. Letzterer ist bisweilen vielen Menschen nur aus Filmen bekannt und beinahe genauso viele kennen diese Erfahrung persönlich gar nicht.

Weiterlesen

Skål!

Das „zuprosten“ in skandinavischen Sprachen nennt sich „Skål“. Eine, mittlerweile, gebräuchliche Redewendung beim Anstoßen mit alkoholischen Getränken. Dies war nicht immer so. Einst war es sehr viel persönlicher.

Weiterlesen

Am Ende des Tages

Einmal im Jahr herrscht sehr großer Andrang im Jyllande. Abertausende Touristen treffen in Ringkøbing ein, strömen Richtung Fjord und verteilen sich nach und nach in die umliegenden Ortschaften. Grund: Diese dänische Region ist ein riesiges Freilichtmuseum und einmal im Jahr findet dort ein großer Wikingermarkt statt.

Weiterlesen

Der erste Schritt

In meiner Autorenvorstellung „Aus dem Exil“ erzählte ich, dass sich mehr und immer mehr Menschen zu alten Anschauungen und Glaubensinhalten hingezogen fühlen. Heute will ich beschreiben, warum ich Eine von ihnen, Eine von vielen, gleichfalls aber auch „Ich“ bin.

Weiterlesen

Warum Týr, Þór, Óðinn und Freyja nichts für Nazis ist

Die Wenigsten von uns wird man Anhand optischer Projektion auf der Straße erkennen können. Auch unser Verhalten in der Öffentlichkeit gibt keinen Anlass irgendwelche Gruppenzugehörigkeit festmachen zu können. Man kann auch sagen, dass die Meisten von uns ein Schattendasein fristen. Nur gedanklich sind wir unentwegt in anderen Sphären unterwegs.

Wir lieben die Menschen in ihrer Vielfalt. Wir lieben sie wie wir uns selbst lieben. Und genauso pflegen wir sie. So wie wir hin und wieder mit uns selbst auch mal unzufrieden sind, sind wir natürlich auch mal mit anderen unzufrieden. Diese Unzufriedenheit manifestiert sich anderen gegenüber aber nicht, weil wir sie von uns selbst ständig bemüht sind wieder abzuschütteln. Unzufriedenheit fühlt sich nicht gut an und macht krank.

Unser Hauptanliegen ist es das die Natur mit uns leben kann und wir somit von ihr lernen und überleben können, weil sie lebt und wir sie leben lassen. Dazu gehört nicht nur ein verantwortungsvoller Umgang mit der Fauna und Flora, sondern auch ein Verantwortungsbewusstsein dem Menschen gegenüber. Niemand ist allein nur für sich selbst verantwortlich. Jeder Einzelne hat auch die naturgegebene Pflicht allen Seins Respekt zu zollen.

 

Die Natur und alles was kreucht und fleucht zu respektieren und mit ihm verantwortungsvoll umzugehen heißt nicht zwangsläufig, das wir zum Lebenserhalt auf Fleisch verzichten. Das Gegenteil ist tatsächlich zumeist der Fall. Wir lieben Fleisch und ihre natürlichen Lieferanten, mit allem was dazu gehört. Ein Thema welches seit ein paar Jahren vermehrt Kontroversen aufwirft. Tierische Lebensmittel haben den höchsten Eisenanteil und unser menschliche Körper kann nun mal tierisches Eisen besser verwerten. Deswegen werden wir aber nicht zum „nur Fleischesser“, wir ernähren uns „konventionell“ und Fleisch ist nach unserem dafürhalten in Maßen, nicht in Mengen, zu verzehren. Ich liebe zum Beispiel Löwenzahn. Ein immens guter Eisenlieferant. Als Salat, Würzmittel oder als Aufgesetzten. Letzteres ist eine Explosion für die Geschmacksnerven. Nur zu empfehlen.

 

Eisen; damit komme ich zu einem anderen Thema. Weniger Hartgesottene sollten jetzt besser das Lesen einstellen. Es geht um Blut.

Bei jeder Schlachtung fließt auch Blut. Das lässt sich nun mal nicht vermeiden. Blut ist gleichbedeutend mit Leben. Deswegen hat Blut für uns auch einen besonderen Stellenwert. Auch hier steht der hohe Eisenanteil im Vordergrund. Blut als Lebensmittel ist bereits seit der Antike bekannt. Damals hat man sich noch bei Göttern dafür bedankt, dass das Tier und anderes einen ernährt. Heute ist das als Wort „Opferritual“ negativ besetzt. In der Frühzeit des Christentums war der Verzehr sogar untersagt und als „heidnisch“ verschrien. Wenn jemand, der vielleicht sogar getauft ist, heute noch zur Fleischtheke geht und Rotwurst kauft, sollte einen Augenblick darüber nachdenken.

Ein anderer Punkt wäre noch, das Blut einst auch als Farbe genutzt wurde. Rituelle oder Kriegsbemalung. Bekleidung wurde ebenfalls mit Blut eingefärbt. Und wer das alles zu eklig findet, der sollte beim nächsten Einkauf keinen Lippenstift ins Körbchen legen und peinlichst bei Lebensmitteln aller Art darauf achten, dass kein Lebensmittelfarbstoff E 120 enthalten ist. Das ist nichts anderes als Läuseblut.

Wo wir gerade kurz bei dem Wort „Ritual“ waren, sollte ich eine dringende Frage – die mir einst gestellt wurde – beantworten. Sie wurde auch anderen auf Island schon gestellt und taucht in regelmäßigen Abständen immer wieder auf: „Was ist mit Sex?“

Ich versuche mich kurz zu fassen. Strabo, Tacitus, Herodot hatten „gute“ Vorarbeit geliefert, als es um die Beschreibung von Keltenstämmen ging. Wobei „gut“ hier von mir eher ironisch gemeint ist. Diese Beschreibungen hielten sich auch noch, nachdem es „die“ Kelten in dieser Form schon gar nicht mehr gab. Die späteren, meist aus christlicher Feder stammenden, „Überfälle“ der „Nordmannen“ auf zum Beispiel das bekannte Lindisfarne, machten dieses Bild dann nochmal rund, ergänzten sozusagen die Projektion der „wilden“, der „Barbaren“. Alles was noch nicht „romanisiert“ und/oder „christianisiert“ war eingeschlossen. Dabei immer vergessend der eigenen blutigen „Feldzüge“. In dieses „wilde“ Bild fügte sich der „aufgeschlossene“ Sex gut mit ein. Wobei auch da die Römer lange Zeit zumindest „gleichbetrachtet“ werden müssten. Irgendwann ging es dann ins „stille“ Kämmerlein, es folgten Tabus – bis heute. In der Antike gab es so etwas wie Tabus nicht. Auch unter vielen Stämmen bis hin ins 10. Jahrhundert gab es sie nicht. Das begann tatsächlich erst mit der Christianisierung.

 

Alsdann, wir sehen und verstehen uns nicht als „Christen“. Gleichwohl folgen wir Regeln und Pflichten die dem Christentum nicht unähnlich sind. Oder, besser gesagt wäre es eigentlich anders herum: Christen folgen Regeln und Pflichten die den unseren mehr als sehr ähnlich sind – allerdings mit diversen Einschränkungen, manche richtig, wichtig und gut, andere wiederum für uns befremdlich.

 

Eingangs hatte ich beschrieben, das wir der Gesamtheit der Natur mit Respekt begegnen. Wir sind Dankbar für alles was es gibt und ja, wir bedanken uns auch dafür. Nicht indem wir andere oder anderes zerstören, weil wir unzufrieden sind – sondern weil wir ständig bemüht sind alles unter einen Hut zu bekommen, weil dadurch jeder profitiert. Jeder Baum, jeder Wurm, jeder Mensch. DAS unterscheidet uns von Nazis die sich mit Mjølnir, Raben und Götternamen auf der Haut schmücken. Denn sie wissen nicht was sie tun; sie folgen einem – meist von Christen – vorgefertigtem Bild. Ein Bild welches nichts anderes ist. So ist dieser Glaube nichts für sie und wird es auch nicht werden.

Wichtig zu erwähnen ist in diesem Punkt allerdings noch: Nicht jedes Tattoo dieser Art macht einen Menschen zum Nazi – und; nicht jeder Nazi hat ein solches Tattoo. Manche schmücken sich aus ästhetischen Gründen, andere haben keine eindeutige Erklärung dafür. Tief religiös-motivierte Anfertigungen sind eher eine Seltenheit. Und dennoch – auch wenn es vielen schwer fällt so stehen zu lassen – auch Nazis sind Menschen.

Mehr Informationen:

http://www.inreykjavik.is/asatruarfelagid-die-asenglaubensgemeinschaft-islands

Meinung:

http://www.manfrieds-trelleborg.de/articles.php?article_id=102

 

 

Ég heiti Tilda Braknør
Sjáumst síðar. Bless!

Aus dem Exil

Hallo und góðan daginn!

Vor längerer Zeit schon sprach mich Jochen, der Betreiber dieses Weblogs, an und bat mich, hin und wieder mal, für Duckhome Texte zu verfassen. Bisher wich ich immer aus, da es sich bei meinen Texten nicht um "gewöhnliche" Texte handeln würde. Um das etwas genauer zu beschreiben, müsste ich im Grunde schon tief in die Materie eintauchen und würde somit vermutlich schon den einen oder anderen Leser oder gar Stammgast vergraulen. Da dies weder im Sinne des Betreibers ist, geschweige denn in meinem, bemühe ich mich Vorsicht walten zu lassen. Meine Themen umfassen etwas, was weltweit nur mit "glauben" tiefer zu erfassen ist. Und wie das mit dem "glauben" nun einmal so ist, muss man eben entweder glauben, oder es halt lassen.

Weiterlesen