Hurra – Berlin und Hamburg wollen Olympia

Das hat zumindest das Forsa Institut im Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) herausgefunden. Demnach sind 53 Przent der Berliner und sogar 60 Prozent der Hamburger so dämlich, ihre Stadtstaaten noch weiter zu verschulden um ein paar Sportfunktionären und Politprolls das Schauspiel internationaler Dopingwettbewerb, auch Olympia genannt, zu bieten. Aber halt. Forsa hat vorsichtshalber in Berlin und Hamburg nur jeweils 1600 Leute befragt und diese Rohdaten dann den Wünschen des DOSB, der natürlich für Olympia ist, entsprechend gewichtet.
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Die Dopingmeisterschaften von Sotschi

Zwei lange traurige Jahre ist es her, in denen sich die besten Dopingärzte dieser Welt kaum international messen konnten. Sicher gab es die Tour de France, aber Radfahrer kann nun schließlich jeder dopen, das ist doch kein ernsthafter Wettbewerb mehr. Auch die diversen Leichtathletiktreffen sind kein wirklicher Vergleich, sondern bessere Gurkenfeste genau wie die Veranstaltungen im Schnee. Pferdedoping ist auch nur ein halbes Vergnügen und bei Boxern, mein Gott, wen interessiert es? Aber nun ist wieder Olympia, zwar nur im Winter, aber jetzt gilt es.
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Ringerlösung

Ringerlösung
ist eine wässrige Infusionslösung und wird bei isotonerDehydratation (Austrocknung) als Flüssigkeitsersatz bei extrazellulärem Flüssigkeitsverlust verwendet.Aber um die geht es hier nicht.

Ringen soll aus Olympia-Programm gestrichen werden

Lausanne (dpa) – Die IOC-Exekutive hat beschlossen, dass Ringen aus dem Programm der Olympischen Spiele 2020 gestrichen werden soll.Die traditionsreiche Sportart, die bereits seit 1896 Teil der Sommerspiele ist, würde damit bei Olympia 2016 in Rio de Janeiro ihre Abschiedsvorstellung geben. Die Entscheidung der Exekutiv-Kommission m Dienstag in Lausanne muss von der IOC-Vollversammlung im September in Buenos Aires noch bestätigt werden. Dieser Schritt gilt aber als reine Formalie.
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Aufgelesen und kommentiert 2010-09-28

Hartz-IV-Regelsätze: So hat die Bundesregierung getrickst
Hartz IV als moralische Besserungsanstalt
Interview mit Sozialrichter Jürgen Borchert
Neue Hartz-IV-Berechnung bestätigt: Kinderarmut viel größer als von Politik bisher zugegeben
Guido Westerwelle (FDP) findet Hartz-IV-Erhöhung von fünf Euro gerecht
Schwarz/Gelb will höhere Hinzuverdienstmöglichkeiten für Hartz-IV-Empfänger
Besucherzahl der Essener Tafel nahezu verdoppelt: Generation Elend
Milliardenskandal BayernLB: CSU-Granden müssen vor das Tribunal
Bankgehälter: Auch bei der staatlich gestützten WestLB wird wieder kräftig kassiert
Börsengezocke: Eigenständig handelnde Computer mischen die Aktienmärkte auf
Regierung steht Bonuszahlungen machtlos gegenüber
Olympiabewerbung 2018: München macht drei Milliarden Euro locker
Der halbe Neuanfang der SPD
Kurt Beck (SPD): Widerstand im Bundesrat gegen Hartz-IV-Regelung noch nicht sicher
Christian Wulff – Ein Bundespräsident im Knast?
Stuttgart 21: Man wird sich ja noch mal irren dürfen
Leiharbeit steigt wieder massiv an
Saft statt Schnittblumen: Eine kommentierte Hartz-IV-Lektüre
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Der Tanz auf dem Totenbett -Winterspiele 2010

Neben den verbalen Polemikkünsten eines Guido Ws. begleiteten die Öffentlichkeit in diesen Tagen die Winterspiele 2010.
Begonnen haben die Wettkämpfe mit der Ernüchterung eines Todesfalles. Jener georgische Schlittenfahrer kehrt ein in die Ruhmeshalle Olympia, nicht durch seine Leistung, sondern durch die Vollendung seines Lebens an den Banden eines hochmodernen Eiskanals.
Gescheitert an den Bedingungen eines von Menschenhand erschaffenen Beschleunigungskonstrukts.

Der Tanz auf dem Totenbett- Winterspiele 2010
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Das war das Jahr 2008

Zum Jahresende kommt’s nochmal ganz dicke.
Nicht nur das BKA-Gesetz wurde heute für durchsetzungswürdig gehalten, auch der Rundfunk-Staatsvertrag strich sanft die Köpfe der Abgeordneten. Beides zum neuen Jahr – das BKA-Gesetz zum Neujahrstag, der Rundfunk-Staatsvertrag muss nach Gegenzeichnung dann am Tag der Arbeit (1. Mai) von uns toleriert werden.
Letzterer besagt, dass Onlinemedien wie Videos in Mediatheken nur noch für 2 Tage gespeichert werden dürfen und danach zu verschwinden haben. Und weil uns nun nichts anderes übrig bleibt, … hängen wir den restlichen Müll des Jahres einfach als Video (vom ZDF zugeschnitten) auf YouTube hinten dran:

Film ab (bitte vorladen lassen):

Da wir das ganz toll finden, was das ZDF da gemacht hat, bitten wir den Leser an dieser Stelle, durch einen Besuch auf den Seiten des ZDF dies entsprechend zu honorieren.

Versuch eines Frontberichtes

Die schönsten Kriegsgeschichten entstehen immer in der Etappe, viele Frontberichte auch. Das ist gut so, das rettet manchem Autor von Kriegsgeschichten und vielen Frontberichterstattern das Leben. Außerdem hat man in der Etappe die bessere Übersicht, die Hose nicht voll und wird nicht von dieser ganzen Schießerei völlig verrückt gemacht. Mehr Etappe als Berlin kann es wohl kaum geben.
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Kurzkommentar 2008-07-24

• Mitarbeiter in Atomanlage radioaktiv verstrahlt
• EZB spurt nicht – Sarko macht Druck
• Aktionäre kaum interessiert – Kein Geld für HBOS
• Drei Tote bei mehreren Busexplosionen in China
• Robbe für dauerhafte Verlegung des Gelöbnisses vor Reichstag
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Tibet, China, Medien und die unauffindbare Wahrheit

Viele Dinge auf dieser Welt, sind ja bekanntermaßen nicht das, als was sie erscheinen. Manchmal ist das braune Pferd einfach nur grün angestrichen worden und die lila Kuh hat aus unerfindlichen Gründen Schwimmflossen. In der Politik sind immer die Wehrlosen, Armen und Entrechteten schuld, während die Abzocker, Diebe und Mörder Ehrennadeln und Medaillen bekommen. Unsere Medien mischen dabei fröhlich mit.

Bei unseren Medien liegt auch unser Hauptproblem wie Stefan Niggemeier vielleicht unabsichtlich, aber um so deutlicher aufzeigt. Die Medien, die mit falschen Bildern lügen, werden auch mit ihren Worten nicht die Wahrheit sagen. Mit Bildern zu lügen, ist nämlich weitaus gefährlicher als mit Worten. Heute wo fast jeder Winkel der Welt von uns besucht und auf Videos oder Fotos festgehalten wurde, ist es eben nicht mehr möglich uns ein Nepal für ein Tibet vorzumachen.

Werden die Medienmacher dabei erwischt, sind sie wütend. So kam natürlich auch bei Niggemeier der Vorwurf der Nestbeschmutzung. Aber das ist Sache der Medien unter sich, meine Haltung in dieser Sache, ist hier schon oft thematisiert worden und es schwingt immer noch ein wenig Traurigkeit dabei mit.

Wenn wir aber unseren Medien nicht glauben können, wem dann. Augenzeugenberichte, oder schlimmer noch angebliche Augenzeugenberichte, kennen wir alle. Am schlimmsten sind sie Abends in der Kneipe, wenn der Verkehrsunfall vom Vormittag nochmal in schillernden Farben ausgemalt wird und Heinz, der zur Zeit des Unfalls nachweislich auf Arbeit in seiner Druckerei in Brandenburg war, uns erzählt, was vor unserer Haustür passierte. Da hilft es auch nicht ihm zu erklären, das man mit dem Erste-Hilfe-Kasten als zweiter am Unfallort war und alle überlebt haben. Er schwelgt in seinem Traumblut.

Da alle ausländischen Journalisten aus Tibet rausgeflogen sind und es mir als verlässlich bekannte Blogger dort nicht gibt, wissen wir nichts. Sechs Chinesinnen sollen in ihrem Laden von Tibetern verbrannt worden sein, aber die chinesische Regierung benutzt das nicht um Propaganda damit zu machen. Dann wird es wahrscheinlich nicht passiert sein. Etliche Tibeter wurden getötet. Mag sein. Aber keine Namen, keine Zusammenhänge. Chinesen verurteilen gerne und schnell. Warum hätten die nicht offiziell töten sollen?

Wir wissen nichts. Also müssen wir erst einmal hinterfragen worum es überhaupt gehen könnte. Was ist dieses Tibet eigentlich. Ziemlich sicher ist, das Tibet weniger einen Staat als eine Region bezeichnet in der schon immer unterschiedliche Völker gelebt haben. Staatlichkeit im Sinne einer selbständigen Regierung gab es wohl nie. Über lange Zeit haben die Mongolen das Land nominell beherrscht, was aber nicht viel besagen will, da es keinen Grund gab in dieser schwer zugänglichen und menschenleeren Bergwelt Macht auszuüben.

Als die Mongolen ein Machtvakuum hinterließen und es Unruhen gab, bildete China 1720 ein Protektorat, beließ es aber bei der praktischen Autonomie der Tibeter. Was hätten sie zu der Zeit auch dort gesollt. Es reichte den theoretischen Machtbereich bis zum Himalaya auszudenen um selber ein besseres Aufmarschgebiet, aber auch einen besseres Vorfeld für künftige Kriege zu haben.

Wie immer können andere nicht in Frieden leben, wenn es dem Imperialisten nicht in seine Pläne passt. So dürfen wir es als gesichert annehmen, das die Engländer ab 1905 zusammen mit dem dreizehntem Dalai Lama. Thubten Gyatso die tibetanische Seperationskarte spielten um in China mehr Geld mit dem Verkauf von Opium und sonstigem Betrug zu verdienen.

Der dreizehnte Dalai Lama. Thubten Gyatso, hat wie schon so viele vor ihm auf die falsche Karte gesetzt und alles verloren. Allerdings nicht nur für sich und seine Amtszeit sondern grundsätzlich für den gesamten tibetischen Lamaismus und den tibetischen Buddhismus soweit es die Beziehung zu China angeht. Das er selbst nur Karte und nicht Spieler war, konnte er zwar nicht erkennen und es bleibt zu würdigen, das er diese Rolle erst einnahm, als bewaffnete britische Truppen Tibet eroberten.

Wikipedia sieht in ihm den genialen Poltiker, ich sehe in ihm eher eine Marionette, die zwar vielleicht das beste gewollt hat, aber selbst die Unabhängigkeit Tibets 1912 war kein Sieg, da diese Unabhängigkeit selbst im eigenen Land von der wesentlich einflussreicheren Gelug-Schule nicht für wichtig erachtet wurde und es deshalb keine Bestrebungen gab, sie international anerkennen zu lassen.

Ich behaupte nicht mich in den Feinheiten der tibetanischen Religionsschulen auszukennen, ziehe aber für mich den Schluss, das lediglich der Lamaismus nach weltlicher Macht strebte und bis heute strebt, während die anderen Denkschulen andere Ziele verfolgten. Innerhalb des alten Tibet war dieses Machtstreben und die Ausübung von Macht relativ bedeutungslos, weil Befehle die nicht kontrolliert werden können, ruhig als nicht gegeben zu betrachten sind.

Die Chinesen haben den Tibetern die Zusammenarbeit mit den Langnasen und Rundaugen, wie sie die Europäer bezeichnen, nie verziehen. Sie sind in solchen Zusammenhängen ziemlich simpel gestrickt und sagen sich:

Der Freund meines Feindes, ist mein Feind

Dazu kommt das die Kriege gegen die Europäer für die Chinesen etwas sehr traumatisches hatten, was in unserem Geschichtsverständnis noch gar nicht angekommen ist. Tibet ist also ein stets präsenter Ersatzfeind. Der Dalai Lama und die anderen Lama sind die Führung dieses Feindes. Die weitere Entwicklung ist logisch, genau wie es logisch ist, das der Dalai Lama im Westen als Faustpfand gegen China hoch geehrt wird. Er ist eine ständige Drohung an China, die Karte Tibet erneut zu spielen.

Allerdings wurde China selbst im Laufe der Zeit immer wichtiger. Damals noch nicht als Hersteller von giftigem Kinderspielzeug sondern als Büttel der westlichen Welt, der quasi immer bereit ist, den Knüppel aus dem Sack zu nehmen und die kommunistischen Russen zu schlagen. Um den Chinesen dergestalt verwenden zu können, bedurfte es gar nicht viel. Man entzog Taiwan ein wenig die Liebe, stellte den Dalai Lama für ein Weilchen in den Schrank und sprach von Gemeinsamkeiten.

China hoffte irgendwann wirklich zuschlagen zu dürfen um an die Rohstoffgebiete Sibiriens zu kommen, die auch Japan im zweiten Weltkrieg schon auf dem Zettel gehabt hatte. Die USA konnten Russland jederzeit damit drohen die Chinesen im Osten von der Kette zu lassen und gleichzeitig im Westen anzugreifen, was zu einem tödlichen Zweifrontenkrieg geführt hätte. Damit China aber wirklich nicht auf dumme Ideen kommt, wurde Indien und Pakistan die Atiombombe ums Eck herum erlaubt, was zudem noch den Vorteil hat Australien auf amerikanischen Kurs zu zwingen, da dieser Kontinent das Ziel der indischen Begierden ist.

Der Büttel China ist nun aber nicht blöd. Sondern eher ein rechtes Schlitzohr, wie es auch die Büttel des Mittelalters waren. Die Schlitzohren bekamen sie daher, das ihnen beim Ausstoß aus ihrer Zunft der Zunftohrring herausgerissen wurde, was meist die Strafe für allzu clevere Auslegung der Zunftregeln war. Genauso clever ging und geht China mit den Regeln um. Es bleibt ein kommunistischer Staat mit kapitalistischen Auswüchsen, die geduldet werden, aber nicht ein wirkliches Recht darstellen. Eine Sonderzone ist eine Sonderzone, bis das Wort “Sonder” gestrichen wird und eine Zone übrig bleibt in der China machen kann und machen wird, was es will.

Natürlich haben die Chinesen, Händler wie sie von Natur aus sind, längst begriffen wie das Spiel ist und spielen es sehr erfolgreich mit. Macao und Hongkong sind wieder China, Taiwan wird fallen, vielleicht sogar freiwillig. Nun ist es an der Zeit die anderen Punkte zu erledigen. 1989 und der Platz des himmlischen Friedens ist mittlerweile fast 20 Jahre vorbei und war im westlichen Aufwand viel mehr ein Aufreger als in China selbst.

Der chinesische Kommunismus hatte seine Zähne gezeigt, das Volk auf dem Land kannte die Botschaft und der Rest musste sie zähneknirschend akzeptieren. Der Westen hat geredet aber nichts getan. Das Signal des Westens hat die chinesische Bevölkerung sehr genau verstanden. Sie wissen das sie alleine stehen, wie die anderen Völker auf dieser Welt auch. Demokratie ist ja eher etwas was in allen Ländern abgebaut wird, um die Herrschenden und das Kapital nicht zu beunruhigen.

Wenn die Kräfte des Volkes sich aber nicht auf eine bessere Demokratie oder mehr Teilhabe an der Wirtschaft konzentrieren können wird es gefährlich. Besonders in einem Vielvölkerstaat wie es China nun einmal ist. Die Arbeitsbedingungen in China sind grausam und schon jetzt nicht mehr billig genug.

Menschen werden wie Vieh in winzigen Buden bei jämmerlicher Verpflegung gehalten und wer nicht durch Fehlernährung oder zu viel Arbeit krank wird, wird es durch eine unvorstellbare Umweltverschmutzung. Die verbrauchten Invaliden kehren mit leeren Händen in ihre Geburtsheimat zurück und brauchen nicht zu agitieren, sondern nur die Wahrheit zu erzählen.

Dazu kommt eine rigerose Ein-Kind-Politik die dazu führt, das ein Kind zwei Eltern ernähren muss, also für drei arbeitet. Da niemand offen die völlig verfehlte Politik des menschenverachtenden Neoliberalismus in kommunistischer Uniform kritisieren kann, zeigt sich der Unmut in der Lobpreisung nationaler Eigenheiten, womit auch natürlich auch religiöse Eigenheiten gemeint sind, aber in einem sehr streng laizistischem Staat wird Religion schlauerweise nicht erwähnt.

Tatsächlich spüren die Machthaber überall in China diesen Druck. Für die eigentlich muslimischen Bereiche wie Uigurien, werden ausländische Experten ins Land geholt, bei denen es reicht ihre Argumentationen aus Büchern und Websites in deren Heimatland auf die chinesische Situation zu übertragen um jede Handlungsfreiheit für Völkermord zu haben. Dabei muss auch nicht allzu viel interpretiert werden.

Natürlich streben auch die Gewinner aus den Sonderwirtschaftszonen nach mehr Freiheit und Unabhängigkeit und möchten dem Gott Mammon leichter frönen können. Die Mongolen, die Sonderwirtschaftler, bestimmte Nord- oder Südchinesen sind aber große Happen, die man schon aus wirtschaftlichen aber auch aus politischen Gründen nicht mal eben so angreifen kann. Ganz anders sieht es da mit Tibet aus.

Tibet steckt voller Bodenschätze, wie die chinesische Botschaft in Deutschland ja praktisch selbst sagt:

Tibet verfügt über 90 Arten von Bodenschätzen. Von den 26 Arten bekannter Bodenschatzreserven nehmen 11 Arten den 1 bis 5. Platz des Landes ein. Chromeisenerz kommt auf einer Fläche von 2500 qkm vor, konzentriert im Gebiet von Bagon-See in Nordtibet bis zum Fluß Nujiang und zum Yarlung Zangbo. Der festgestellte Vorrat nimmt den ersten Platz des Landes ein. Das Grubenfeld Norbusa im Bezirk Lhoka ist eine wichtige Basis für die Gewinnung von Chromeisenerz. Der geschätzte Vorrat an Lithium ist einer der größten der Welt. Der geschätzte Vorrat an Kupfer nimmt den zweiten Platz des Landes ein. Die festgestellten Reserven von Borax, Magnesit, Schwerspat und Arsen belegen den dritten Platz des Landes, die Reserven von Kaliglimmer und Torf den vierten Platz und die Reserven von Gips und Porzellanerde den zweiten bzw. den fünften Platz. Weitere wichtige Bodenschätze sind Speisesalz, Soda, Glaubersalz, Schwefel, Phosphor, Kalium, Kieselgur, Doppelspat, Korund, Kristalle und Achat.

Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Die internationale Wirtschaft will die Doping-Olympiade von Peking und wird so ziemlich jede Kröte fressen um Werbung und Geschäft machen zu können. Die von der Wirtschaft abhängigen Regierungen der restlichen Welt, werden sich dem nicht widersetzen und die olympische Idee wurde längst durch das goldene Kalb ersetzt.

Es ist also völlig gleichgültig ob drei zornige junge Tibeter angefangen haben, ob sie meinten das dem Dalai Lama schuldig zu sein, oder nicht. Selbst wenn der Dalai Lama sie aufgefordert hat, war es trotzdem völlig gleichgültig. Es geht nämlich nicht um Tibet. Es geht auch nicht um die tibetischen Rohstoffe, obwohl die eine Rolle spielen möge. Es geht um China. Die neu erbaute Eisenbahnstrecke macht es komfortabel dort Truppen hinzubringen und Bodenschätze abzutransportieren.

Während die Welt auf Olympia starrt kann China für alle Provinzen Chinas ein Zeichen setzen. Seht her, wir haben die langnasigen und rundäugigen ausländischen Teufel aus Tibet geworfen und regeln unsere Sachen dort, wie wir es für richtig halten. Mögen die ausländischen Teufel auch vor Wut toben, sie können uns nichts tun. Wenn sie uns aber schon dann nichts tun können wenn es um die Interessen ihres geliebten Dalai Lamas geht, was glaubt ihr können sie tun, wenn wir Uigurien platt machen oder ein paar Wirtschaftsbosse in Hongkong erledigen. Nichts.

Was wir also meiner Meinung nach sehen, ist in erster Linie eine innenpolitische Machtdemonstration, die durch unsere ambivalente Haltung gestützt wird. Aber mal andersherum gefragt. Wollen wir eigentlich ein unabhängiges Tibet. Könnte das wirtschaftlich überleben oder hätten wir ein neues Feuerchen am Brennen, das wir nicht löschen können mit einem Krieg den niemand gewinnen kann.

Zur Zeit und aus der Vergangenheit heraus gibt es kein unabhängiges Tibet. Wir könnten eins schaffen, müssten uns aber zugleich fragen, wie wir es verteidigen können. Solange wir dazu keine Antwort haben, müssen wir schweigen. Wir könnten allerdings etwas ganz anderes tun. Wir könnten den Chinesen klar machen, das sie Autonomie nicht nur für Wirtschaft, sondern auch für ethnische und religiöse Gruppen schaffen müssen, ohne ihren Staat aufzugeben.

Das allerdings wäre Arbeit, würde dem internationalen Großkapital nicht gefallen, weil ja Krieg und Völkermord viel schneller Geld in die Kassen schaufelt und weil wir China nur mit Exporthemmnissen zwingen könnten Föderalismus einzuführen. Natürlich wäre Föderalismus die beste Lösung, aber leider geht es darum nicht.

Wir werden also zusehen, wie Tibet und nach Tibet andere Gebiete Chinas unterworfen werden, bis die erste Region sich erfolgreich wehrt. Die Turkvölker wie Uigurien sind da immer für eine Überraschung gut, zumal das neue Russland diese Karte spielen muss, um die Chinesen zu beschäftigen und von einem Krieg in Sibirien abzuhalten.

Unsere Medien werden uns zu all diesen Hintergründen nichts sagen. Sie sind ja nicht für die Wahrheit zuständig, sondern für die Verbreitung von Propaganda. Wer sie bezahlt hat ihre Stimme und die Wahrheit ist ein schlechter Zahler.

Ich weiß nicht ob das was ich hier beschrieben habe, in letzter Konsequenz die Wahrheit ist. Ich bin viel zu weit weg. Ich vermute und ziehe Schlüsse aufgrund von Fakten. Aber ich bin Blogger, kein Qualitätsjournalist und mich kann hier jeder, der es besser weiß gerne verbessern. Damit ich und andere lernen. Vielleicht können wir so unsere verbliebene Restfreiheit sicherer machen.

Man müsste mal was zu Tibet sagen

“Hallo Tibet”, wäre das erste was mir so einfällt. Ich hab da irgendwo noch Burma im Ohr.

Zu China fällt mir viel mehr ein. Auf meinem Blog gibt es 40 Einträge die das Thema China behandeln. Man findet sie indem man im Suchfenster China eingibt. China ist eine Diktatur. Deshalb fühlen sich Frau Merkel und ihr Berater von Pierer sowie das gesamte wirtschaftsfaschistische neoliberale Dreckspack ja auch immer genötigt unsere Arbeit noch billiger zu machen, damit wir angeblich mit China konkurrieren können. Sie lieben alles was uns quält und Frau Merkel ist gerne in China genau wie Herr von Pierer. Nur bleiben wollen sie beide dort nicht.

Das mag daran liegen, das große Teile Chinas heute viel schlimmer aussehen, als es zu den schlimmsten Zeiten im Ruhrgebiet war. Die Flüsse sterben, die Luft ist kaum atembar, die Nahrungsmittel sind vergiftet. China ist eine Diktatur. Das was Wolfgang Schäuble und die Arbeitgeberchefs für Deutschland auch so gerne möchten.

China ist ein Vielvölkerstaat, ähnlich wie das frühere Jugoslawien, der nur durch die pure Gewalt der Diktatur zusammengehalten werden kann. China hat kaum eigene Bodenschätze und schaut schon seit Jahren begehrlich auf die nördlichen Rohstoffgebiete und meint damit Sibirien. Diese Kriegsgefahr nützt den USA und wird deshalb von den amerikanischen Regierungen immer wieder neu angefacht. Dabei sind die USA gerne bereit jede Menschenrechtsverletzung und jeden Völkermord in China zu vergessen oder gelangweilt gut zu heißen.

Was die Amerikaner tun ist gut getan, sagen Merkel und Steinmeier und loben eifrig China. Gut für Herrn Steinmeier sind Menschenrechte etwas völlig unbekanntes und Frau Merkel war Politruk in der DDR und somit auch nicht für Menschenrechte zuständig. Die chinesische Führung weiß natürlich genau, das sie den Druck im Kessel ständig erhöhen muss. Dazu braucht es einen starken inneren Feind. Wie üblich sind das zur Zeit die Muslime. Deshalb werden auch ausländische Experten ins Land geholt um die eigene Meinung bestätigen zu lassen.

Übrigens ich befürchte das es Uigurien demnächst einen systematischen Völkermord an den Uiguren geben wird, den die chinesische Junta unter anderem mit den Aussagen Ulfkottes begründen wird. Unabhängig von dem, was der wirklich gesagt hat. Die suchen sich ihre Experten schon so, das sie das tun können, was sie tun wollen.

Wenn denen die Experten nicht nahe genug nach dem Mund geredet haben, werden sie einfach auf deren Bücher zurückgreifen. Das Spiel ist ja bekannt. “Die Juden sind unser Unglück!” hat Heinrich von Treitschke schon 1879 in seinem Aufsatz “Unsere Ansichten” gesagt. Treitschke war schon 31 Jahre tot als Julius Streicher diesen Satz in die Kopfzeile des Stürmers einfügte.

Sätze sind Waffen und in den Händen dummer oder bösartiger Menschen, sind Waffen immer eine Gefahr. Wer die Dummen und die Bösartigen bewaffnet trägt zumindest die Mitschuld für deren Handeln.

Wir werden es mit den muslimischen Chinesen erleben und keiner soll sagen er habe es nicht gewusst. Was das mit Tibet zu tun hat. Tibet hat das, was auch Sibirien hat Bodenschätze. Martina Kausch hat das sehr schön ausgeführt:

Ich hätte für diese Info aber gar nicht Wikipedia bemühen müssen, denn es steht beinahe alles auf der Seite der Chinesischen Botschaft:
Bodenschätze Tibet verfügt über 90 Arten von Bodenschätzen. Von den 26 Arten bekannter Bodenschatzreserven nehmen 11 Arten den 1 bis 5. Platz des Landes ein. Chromeisenerz kommt auf einer Fläche von 2500 qkm vor, konzentriert im Gebiet von Bagon-See in Nordtibet bis zum Fluß Nujiang und zum Yarlung Zangbo. Der festgestellte Vorrat nimmt den ersten Platz des Landes ein. Das Grubenfeld Norbusa im Bezirk Lhoka ist eine wichtige Basis für die Gewinnung von Chromeisenerz. Der geschätzte Vorrat an Lithium ist einer der größten der Welt. Der geschätzte Vorrat an Kupfer nimmt den zweiten Platz des Landes ein. Die festgestellten Reserven von Borax, Magnesit, Schwerspat und Arsen belegen den dritten Platz des Landes, die Reserven von Kaliglimmer und Torf den vierten Platz und die Reserven von Gips und Porzellanerde den zweiten bzw. den fünften Platz. Weitere wichtige Bodenschätze sind Speisesalz, Soda, Glaubersalz, Schwefel, Phosphor, Kalium, Kieselgur, Doppelspat, Korund, Kristalle und Achat.

Dieser Reichtum ist es wohl, der 1950 die Chinesische Regierung zum Einmarsch veranlasste. Gerade ein Land, das unter einem enormen Energiehunger leidet, das ein Bevölkerungswachstum hat, das manch anderen Kontinent erbleichen lässt, das einen wirtschaftlichen Nachholbedarf hat, der alles bislang Dagewesene in den Schatten stellt, “darf” sowas natürlich.

Damit wissen wir warum China in Tibet ist. Falsch liegt Martina allerdings meiner Meinung nach damit, dass die Chinesen wirklich Druck gegen den Besuch des Dalai Lama bei Frau Merkel ausgeübt hätten. Das sind politische Tanzschritte. Flamenco. Sie stößt ihn zurück um ihn kurze Zeit später nur um so heftiger an sich zu reißen. Großes Theater. Die sind sich schon einig. Die verarschen schließlich beide ihre Völker.

Ich kann den Dalai Lama nicht einordnen. Ich habe mich viel zu wenig mit ihm beschäftigt. Seine religiösen Gedanken fand ich früher beim kiffen recht lustig, politisch halte ich ihn für eine Hure die mit jedem in die Kiste steigt, der das politische Ziel vorwärts bringen könnte. Wie bei echten Huren sind das aber meist die falschen. Diejenigen die nach dem Geschlechtsverkehr fragen, ob die Hure ihnen noch einen Euro für die U-Bahn leihen kann. Er wird benutzt und lässt sich benutzen. Seine Ziele sind allen egal, aber er sorgt für schicke Fotos.

Dieser Aufstand jetzt. Der ist gewollt. Die NGOs fliegen raus, es gibt ein paar Todesurteile und die chinesische Presse wird breit darüber berichten. Vielleicht sogar die Hinrichtungen zeigen. Da mus die CIA nichts fördern und der Dalai Lama keine Leute losjagen. Das machen die Chinesen ganz alleine. Nach dem Bau der Bahnstrecke kann ihnen dort nichts mehr anbrennen. Aber sie können ein Exempel statuieren. Chinesen schaut auf dieses Tibet. Wenn ihr den Kopf aus der Deckung nehmt während Olymipia, dann hauen wir ihn euch ab. Einfache Botschaft. Leicht zu verstehen.

Mag sein, dass sie auch noch eine andere Volksgruppe vor den Spielen rund machen. Aber dann herrscht Ruhe. Friedhofsruhe. Genau das was Olympia braucht. Ob die nun Peking in Doping umbennen oder nicht, es werden fröhliche und unbeschwerte Spiele für das IOC. Die bekommen bestimmt auch genügend kleine Chinesinnen geliefert um die entsprechenden Gelüste zu befriedigen und notfalls auch noch eine neue Niere oder Leber. Alles ist machbar.

Könnt Ihr Euch noch an den Olympia-Boykott erinnern? Ward Ihr da schon auf der Welt?

Es war 1980, als die Olympischen Spiele in Moskau stattfanden. Einige Monate vorher hatte die UDSSR Afghanistan überfallen. Der damalige US-Präsident Jimmy Carter rief deshalb zu einem Boykott auf, dem sich auch das NOK anschloss und die deutschen Teilnehmer an den Friedensspielen ausschloss.

Und heute?

In diesem Sommer sollen die Olympischen Spiele in China stattfinden, einem Land, das auch noch die Todesstrafe praktiziert und dies nicht zu wenig. Ein Land, das schon seit langem ein “kleines” Problem mit einem okkupierten Landstrich in den Bergen hat – dem Tibet.

Natürlich sollten wir dieses Olympia boykottieren. Aber wird werden hingehen. Als Land. Wir müssen dabei sein. China ist gut für uns. Es hilft unsere Arbeitnehmer zu erpressen.

Sochi als Wintersportort?

Der Stoibär und Frank Helmschrott haben schon genug über die Vergabepraxis der olympischen Arzneimittelvergleichswettbewerbe gesagt.

Aber in einem Punkt liegt der Stoibär völlig falsch und auch Helmschrott nur teilweise richtig. Das Skigebiet existiert schon lange und wurde in den letzten Jahren auch schon teilweise ausgebaut. Mit 1.500 Metern über dem Meeresspiegel und dem üblichen Winterklima, ist die Schneesicherheit sogar größer als in meinem geliebten Salzburg und Umgebung.

Putin hat sich übrigens mal wieder als schlauer Fuchs gezeigt. Mit den Spielen zeigt er wo Russland dann steht und schafft gleichzeitig mehrere Wintersportorte, die auf Dauer den Drang zu Auslandsreisen im Wintersport dämmen und eben auch normalen Russen ein Ziel bieten sollen. Das Gazprom den Sponsor macht, ist in Putins Kontext vollständig richtig. Er will das die Gelder die aus russischem Erdgas und russischem Öl stammen, möglichst in Rußland bleiben, oder aber zumindest für russische Zwecke eingesetzt werden .

Der Mann ist glühender Nationalist und verfolgt ziemlich stringent Ziele, die er als gut für Rußland erachtet. Damit hebt er sich von den Kreisen seiner Hauptkritiker ab, die in erster Linie, ihre persönlichen Gewinne maximieren wollen. Er ist mit Sicherheit nicht sehr demokratisch, was aber in noch viel stärkerem Maße auf seine Gegner zutrifft. Ich persönlich halte das was der Mann macht für einen sehr gefährlichen Drahtseilakt, der schnell in einer Diktatur oder aber in einem Aufstand enden könnte. Erst wenn der anstehende Machtwechsel vollzogen, oder eben nicht vollzogen ist, wird eine endgültige Bewertung möglich sein.