News aus Braunschweig – Mahnwache am Gen-Mais-Versuchsfeld

@ll zur Information,
gerade hat Aigner (CSU) den Anbau der Pharma-Kartoffeln erlaubt.
Bereits vor zwei Tagen haben Aktivisten in Braunschweig ein Gen-Mais-Versuchsfeld besetzt.
Seit Freitag Nacht/Morgen ist nun ein GVO-Versuchsfeld in Braunschweig
(ehemaliges FAL-Gelände) mit 10m-Holzturm und Beton-Ankett-Pyramide
besetzt. Die Stimmung ist gut und das Wetter (bisher) sonnig und heiter.
Weitere Aktionen wie eine Mahnwache laufen derzeit.

Mitmachen kann jede/r:

Alleine oder mit anderen zusammen.
Ob hier am Feld, an der Mahnwache oder bei euch vor der Tür im/am Supermarkt oder am
Campact-Aktion: Dienstag 28. April um 9.30, spätestens 10.00 Uhr
am Verwaltungsgericht Braunschweig, Am Wendentor 7
.

Informiert andere über diese Geschehenisse und mobilisiert weiter.
Schreibt offene Briefe (auch mit euren Vereinen oder Initiativen)
an das
„Johann Heinrich von Thünen-Institut“,
Bundesstraße 50 in 38116 Braunschweig“
und zugleich an die braunschweigerische Presse.

Sach- und finanzielle Spenden sind natürlich
auch immer gerne willkommen.
Es gibt vieles was ihr tun könnt und alles
was ihr macht ist toll!

Hier aktuelle Berichte und Infos aus dem Camp …
B•I•BS-Forum

Aktionstelefon am Feld: 01522-9990199
Kontakttelefon an der Mahnwache: 0163-9019891
Aktuelle Termine: http://www.gentech-weg.de.vu

Aufgelesen 102

– Mit Boshaftigkeit und Irrationalität gegen den Iran
– Kurs – Richtung Iran: Bis zum bitteren Ende
– Der Kopftuchstreit zwischen Parlamenten und Gerichten
– Briten üben sich im Nationalsozialismus
– Die Saat des Bösen
– Die weithin unbekannte Vergangenheit Israels – Teil 1
– Wer stillt gesünder den Welthunger?

Weiterlesen

Schöne Bescherung: Cholera zum Fest in Deutschland

Pressemeldung des Umweltinstitutes München

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts München,

schöne Bescherung! Die Universität Rostock will von 2009 bis 2012 einen Freilandversuch mit genmanipulierten Kartoffeln in Ostdeutschland durchführen. Die Pflanzen sollen Arzneimittel produzieren, weshalb sie unter anderem Teile des Cholera-Bakteriums enthalten. Simbabwe kämpft gegen die Cholera, und bei uns sollen Pflanzen mit Genen des Erregers auf den Acker! Weitere Linien der manipulierten Kartoffeln sollen z.B. einen Impfstoff gegen die Kaninchenseuche RHD herstellen.

Heute, einen Tag vor Weihnachten, hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) den Antrag der Universität Rostock zur Einsichtnahme ausgelegt. Rund 80 Prozent der Bundesbürger wollen keine Gentechnik auf dem Acker, und schon gar keine Pharma-Pflanzen. Der Zeitpunkt, zu dem das gentechnikfreundliche BVL den Antrag auslegt, ist eindeutig dazu geeignet, diese kritische Öffentlichkeit möglichst zu umgehen. Denn so liegt ein großer Teil der knappen Zeit, der für Einwendungen gegen das gefährliche Experiment bleibt, in den Weihnachtsferien.

Gentechnisch manipulierte Pflanzen lassen sich im Freiland nicht kontrollieren. Das gilt auch für Pharma-Pflanzen. Es droht eine Kontamination der Nahrungskette mit Arzneimitteln aus transgenen Pflanzen.

Das Umweltinstitut München ruft alle Verbraucherinnen und Verbraucher auf, Protest-E-Mails gegen den geplanten Anbau der genmanipulierten Kartoffeln an die Bundesministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner (CSU), zu schicken. Wir haben eine Muster-E-Mail an die Ministerin auf unsere Homepage gestellt, die Sie nach Belieben auch ändern können.

Zum Download gibt es zudem eine Mustereinwendung gegen den geplanten Versuch zum Ausdrucken. Sie können die Einwendung – gern auch in größerer Stückzahl – bei uns bestellen (Versand ab 7. Januar). Schicken Sie uns die ausgefüllten Einwendungslisten bis spätestens 19. Februar zurück. Wir übergeben sie dann gesammelt der Zulassungsbehörde.

Alle Informationen und die Materialien gibt es hier:
http://www.umweltinstitut.org/cholerakartoffel

Unsere Pressemitteilung:
http://www.umweltinstitut.org/pressemitteilungen/2008/2008_12_23-662.html

Wir wünschen trotzdem schöne Weihnachtstage, kommen Sie gut ins neue Jahr, und bleiben Sie gesund, kritisch, mutig und engagiert!

Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Harald Nestler
Vorstand

Europlant und Bundessortenamt verweigern sich Linda

"Linda ist eine festkochende Kartoffel mit tiefgelbem Knolleninneren, die als besonders aromatisch gilt. Sie hatte im Jahr 2004 einen Marktanteil von etwa 1,4 % in Deutschland. Beim Direktverkauf von ökologisch wirtschaftenden Landwirten ist sie jedoch eine wichtige Sorte. Um die Verlängerung der deutschen Sortenprüfung ist derzeit ein Rechtsstreit anhängig.

"Europlant argumentiert, dass Linda sehr anfällig gegen Krautfäule, Knollenfäule und Virusnekrosen sowie nicht resistent gegen Nematoden und Krebserkrankungen sei. Deshalb benötige sie unnötig viel Pflanzenschutzmittel. Des weiteren sei ihre Kocheigenschaft oftmals nicht stabil, das heißt, sie verändere diese während der Lagerperiode von fest- zu mehligkochend. Im Interesse des Umwelt- und Verbraucherschutzes empfehle sie deshalb andere Sorten.

Befürworter der Linda verweisen auf die ökologische Landwirtschaft, die Pflanzenschutzmittel gegenüber den ohnehin niedrigen gesetzlichen Grenzwerten weiter beschränke, sodass eine Gefährdung der Umwelt und der Verbraucher vernachlässigbar sei." [Quelle]

Weiterlesen