Strafzölle und Protektionismus

Strafzölle als Endpunkt der Globalisierung. Ehrlichgesagt kann ich mir bei der ganzen Diskussion zu dieses Thema ein innerliches Grinsen nicht verkneifen. Denn tatsächlich wurde der gesamte Handel stets mit Zöllen reguliert. Heute in Großeuropa nennen wir es nur nicht Zoll sondern mokieren uns über den falschen Krümmungsgrad einer Gurke oder bemängeln die Nichteinhaltung unserer Normen. Die neueste Idee ist den Handel mit der Rücknahme von Flüchtlingen zu verknüpfen.

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Was machen wir denn nun mit Russland und diesem Putin

Unabhängig von dem was Donald Trump als Präsident der USA nun wirklich tun wird, scheint klar zu sein, dass die USA schon aus wirtschaftlichen Gründen ihre weltweiten Kriege nicht mehr durchziehen kann und es dort auch keine große Begeisterung mehr für den Krieg gibt. Gleichzeitig ist klar, dass die Globalisierung gescheitert ist und sich aufgrund neuer Produktionstechniken Billiglohnländer nicht mehr lohnen. 

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Volkswirtschaft – nichts als ein fauler Zauber

Mein Freund Elmar Benninghaus der nicht nur ein Künstler ist der mir liegt, sondern auch Duckhome Autor hat auf Facebook eine Diskussion über die menschliche Rationalität bei gleichzeitiger menschlicher Irrationalität angefangen der ich nicht widerstehen konnte. Dabei brachte Elmar den Begriff vom: "sozioökonomisch-naturwissenschaftlichem Messer am Hals" der Menschen. Dieses Messer fühlen zur Zeit viele Menschen und es macht sie fertig. Mir gab es ein Stichwort. 

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Die Zukunft der Arbeit und die Gesellschaft

Fremdbestimmte Erwerbsarbeit hat in unserer Gesellschaft keine Zukunft mehr. Das liegt nicht etwas daran das, die neoliberale und wirtschaftsfaschistische Ausbeutervariante des Raubtierkapitalismus bereits tot ist, hat aber die gleichen Ursachen. Leute mit schwachen Nerven sollten an dieser Stelle nicht weiterlesen, denn es wird wirklich nicht schön. 

Tatsächlich sind wir als Gesellschaft ja an sehr hohe Arbeitslosenzahlen bereits seit Jahren gewöhnt. Nach der bisherigen Lesart des neoliberarlen Wirtschaftsfaschismus, waren die Arbeitslosen an ihrer Situation selbst schuld. Entweder konnten sie zu wenig, waren zu teuer, zu faul, und und und ,,,, Es wurde sogar extra ein faschistisches Terror und Unterdrückungssystem (Hartz IV) geschaffen um die Arbeitslosen öffentlich zu quälen und zu brandmarken und denen die noch Arbeit, wenn auch häufig schon prekäre Arbeit hatten ein besseres Gefühl zu geben, sie über die Hartz IV Opfer zu erheben um sie ruhig und duldsam zu halten. Teile und herrsche in seiner klassischen Form. Trotzdem musste bei den offiziellen Arbeitslosenzahlen mit allen Mitteln getrickst werden um die Bevölkerung ruhig zu halten. 

Tatsächlich konnten die Arbeitslosen am wenigsten dafür dass sie arbeitslos waren. Denn natürlich kann ein Land mit der Kostenstruktur von Deutschland nicht im Lohnwettbewerb zu Chinas Gefängnisfabriken stehen. Die logische Folge war die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland. Ohne auch nur einigermaßen annehmbare Umweltstandards und Arbeitsbedingungen zu Hungerlöhnen der Dritten Welt kann man zwar billiger produzieren und leichter exportieren, aber man senkt natürlich die Kaufkraft im eigenen Land und erhöht die Kosten für Sozialausgaben.

Die neolberalen und wirtschaftsfaschistischen Milchmädchen hatten für sich eine genauso so blöde wie unwirkliche Rechnung aufgemacht. Die Globalisierung sollte überall mehr Gewinne bringen. Das tat sie auch. Aber die Gewinne landeten nur in den Taschen wenigen, während die Mehrheit verlor. Da die Erde ein geschlossenes System ist, in dem Rohstoffe und ähnliches nur in begrenzter Form vorkommen, ist das Wachstum natürlich begrenzt. Unbegrenztes Wachstum in einem geschlossenen System ist unmöglich. Es konnte lediglich durch Verlagerungen von Arbeit kurzfristig Scheinwachstum an anderer Stelle erzielt werden. Es macht ein Dach nicht dicht, wenn man die Dachpfannen dauernd umdeckt, das Loch ist nur an einer anderen Stelle. 

Tatsächlich ist aber auch das schon Geschichte. Durch den immensen Fortschritt in der Robotik, der nichts mit künstlicher Intelligenz, sondern nur mit besseren Greifhänden, klügerer Programmierung und leistungsfähigeren aber billigen Steuerungssystemen und Sensoren zu tun hat, ist die vollautomatisierte Fabrik, Realität geworden. Adidas hat Teile seiner Schuhfertigung bereits nach Deutschland geholt. In vollautomatisierten Fabriken werden komplexeste Handlung von Maschinen unermüdlich und mit immer gleicher Präzision ohne jede Ermüdung vollautomatisch erledigt. Schneller automatischer Werkzeugwechsel minimiert Rüstzeiten und die Reparatur einzelner Maschinen stoppt nicht wie früher am Fließband, das ganze Band. Sieht man mal von ein paar Hilfsarbeitern zum Materialtransport, ein paar Werkzeugmachern, Schlossern, Elektronikern und Programmierern ab, bleibt die menschenlose Fertigung in immer gleicher und immer hoher Qualität.

Das kann man nicht aufhalten. In jedem Warenhaus können wir heute Staubsauger kaufen die unermüdlich durch die Wohnung fahren und  sogar wissen wo am häufigsten Dreck liegt. Keine Minna mehr die leise fluchend mit dem Besen und im Winter mit dem Aufnehmer, den Dreck in der Eingangszone beseitigt. Natürlich machen diese Robotstaubsauer und Wischer noch Probleme. Akkulaufzeiten und nicht programmierte Treppen, oder rundgewischte Ecken sind ihr Problem. Aber ein Ende dieser Probleme ist bereits in Sicht. Sogar die Katze hat ihren Spaß wenn sie sich spazieren fahren lässt. 

Arbeitsplätze werden zu einer sehr begrenzten Mangelware. Wenn wirkliche alle arbeitsfähigen Deutschen um die paar verbleibenden Arbeitsstellen prügeln sollen, liegt der Lohn bald sogar unter Null und man muss Geld mitbringen um arbeiten zu dürfen. Münteferings Kombilohn war schon etwas in dieser Richtung. 

Anstatt von Vollbeschäftigung reden wir in Zukunft von 6 bis 10  Prozent der arbeitsfähigen Deutschen die noch einen Job haben. Selbstfahrende Fahrzeuge. Wir finden sie heute schon auf jedem Acker und bald werden sie jeden Taxi- oder LKW-Fahrer ersetzen. Mit jedem Tag beschleunigt sich diese Entwicklung. Wer sich moderne gutgeplante Baustellen ansieht, der stellt fest, das fertige Badezimmer und Küchen vom Lastwagen direkt in die Bauwagen eingesetzt werden. Selbst auf dem Bau wird die Automatisierung den größten Teil aller Arbeitsplätze vernichten. 

Wie aber will eine Gesellschaft leben, in der praktisch 90 Prozent aller Beschäftigten nicht mehr gebraucht werden? 

Norbert Wiersbin

" (…) Wissen Sie eigentlich, was das Wort „trash“ bedeutet? Übersetzt? Ganz einfach: Müll. Man kann das in Deutschland inzwischen wieder einfach so schreiben (siehe Welt), ohne dass es einen Sturm der Entrüstung gibt. (…) Und was macht man mit Müll? Nun – wir Deutschen wissen das: man trennt ihn. In Mülltrennung waren wir schon immer Weltmeister. Wir haben Menschen für den gelben Mülleimer, die noch verwertbar sind, Menschen für den grünen Mülleimer, die man noch kompostieren kann und Menschen für den grauen Müll, die einfach nur noch weg gehören: Hauptschüler, Arbeitslose, Kinder von Arbeitlosen, Behinderte und Alte (es sein denn, sie sind reich): die Liste jener, die auf den Müll müssen, um einer immer kleineren Zahl von Menschen einen immer größeren Luxus zu garantieren, ist lang. Das ist Deutschland 2016 (…)"

via Meike Deutschmann

Auch ein Land wie Deutschland ist im Prinzip ein geschlossenes System. Zwar kann man Waren einführen und im begrenzten Umfang können Menschen weggehen oder herkommen. Aber wenn in einem Land nur noch 10 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung die Kosten für die restlichen 90 Prozent erwirtschaften müssen, dann ist das unmöglich. Damit das klar ist. Politiker, Beamte, Dienstleister von der Putzfrau bis zum Bankster erzeugen keine exportieren Produkte und zählen deshalb genauso wenig wie Polizei, Krankenschwestern, Ärzte und Altenpfleger. Es geht nicht um eine moralische oder ethische, sondern um eine rein wirtschaftliche Rechnung.

Im Prinzip wird sich die gleiche Situation in allen Nationalstaaten ähnlich wiederfinden lassen. Deshalb macht es auch keinen Sinn mehr die von Adidas gefertigten Schuhe irgendwohin zu exportieren. Es gibt keine Kunde mehr. Nein stop. Es gibt zu wenig Kunden um die vollautomatisierte Fabrik wirtschaftlich am laufen halten zu können. Märkte brauchen Kunden und der neoliberale Wirtschaftsfaschismus, die Globalisierung und der damit verbundene Raubtierkapitalismus haben die eigene Kundschaft arm gemacht. Ohne Kunden kein Markt, keine Produktion und keine Wirtschaft mehr.

Da nützt es auch nichts neue Märkte mit kriegerischer Gewalt zu erobern. Selbst wenn man die Rohstoffe dann umsonst bekommt, gibt es ja nicht mehr Kunden, weil die ja noch immer kein Geld haben. Das einzige Ziel was Kriege für den neoliberalen Wirtschaftfaschismus erreichen, ist, das Menschen getötet werden, die man dann nicht mehr ernähren muss und die auch keine Rente mehr verlange.

Der Plan von Frau Nahles die Rente an die Lebenserwartung zu knüpfen ist so ein Vernichtungsprogramm wie ein Krieg. Die Lebenserwartung steigt für die Reichen und sinkt bereits jetzt massiv für die Armen. Die Differenz beträgt im Moment 10 Jahre. Je härter jemand arbeiten muss, desto früher stirbt er oder sie. Menschen in der Hartz IV Falle sterben noch schneller, da sie sich selbst verordnete Medikamente nicht dauerhaft leisten können.

Natürlich hat man auch für die Armen die medizinische Hilfe limitiert, keine Zähne, keine Brillen und am Ende kein gar nichts mehr. Keine Hüftgelenke für Alte und Pflegeheime in denen sie wie Tiere angekettte und behandelt werden. Da läuft bei heute ca. 10 bis 12 Prozent realer Arbeitslosigkeit schon ein Vernichtungsfeldzug auf vollen Touren. Überträgt man das auf eine Arbeitslosigkeit von 90 Prozent, dann muss viel schneller vernichtet werden. Das geht jedoch nicht ohne Aufstände. Wahrscheinlicher ist eine Lösung wie sie in dem Film "Soylent Green" wo eine hauchdünne Oberschicht die gesamte Menschheit beherrscht.  Ja das meine ich ernst. Bin aber jedem der eine bessere Lösung auf dem bisherigen Weg findet, stets dankbar. Ich hab im Netz nur eine englische Version gefunden, aber im Prinzip ist das ganze nicht so schwer zu verstehen: 

 
Watch Soylent Green (1973, Richard Fleischer) in Entertainment | View More Free Videos Online at Veoh.com

Mit den bisherigen Methoden wird es für 90 Prozent der Menschheit unerträglich, einem Prozent wird es sehr gut gehen und der Rest kämpft gegen den Absturz in die 90 Prozent. So wie jetzt auch die meisten gegen den Abstieg in Hartz IV kämpfen und sich unten angekommen noch lange einzureden versuchen, dass es einen Ausweg geben würde. So leid es mir tut, aus diesem Szenario gibt es keinen Ausstieg. Keine Chance. 

Wir hier in Deutschland haben einen kleinen Zeitkorridor bis zur Bundestagswahl in dem wir das Ruder noch herumreißen können. Das geht aber nur, wenn mir per Wahl den größten Teil der bisherigen Politiker und vor allem die führenden Verräter loswerden können, ohne sie durch die AfD-Nazis zu ersetzem. Die AfD ist eine neoliberale wirtschaftsfaschistische Partei und mir ihr würde sich der Weg in den Untergang nur noch beschleunigen. Ihr Programm heißt Menschenverachtung und Ausgrenzung. 

Nur damit es nicht unerwähnt bleibt. Die Führung der PdL fälschlicherweise auch LINKE genannt will Pöstchen und keine Politik machen. Sie würde zusammen mit SPD und Grünen uns genau in den gleichen Untergang stürzten wie die CDU / CSU mit der FDP. Nur würde uns rot-rot-grün mit freundlicheren Worten opfern als die schwarzbraunen. Ich muss aber sagen, dass mir mein Grabgesang völlig egal ist. Ich will Verbesserungen. 

Ich persönlich bin dafür überall wo es eben möglich ist Parteilose zu wählen. Nicht weil das die besseren oder kompetenteren Menschen sein werden. Das kann man so pauschalisiert nicht einmal leise flüstern, sondern weil sie unverbraucht und nicht ins System eingebunden sind. Dieses Land braucht freie offene Geister anstelle von Parteisoldaten, egal welcher Farbe. Außerdem kann man die Parteilosen nicht so leicht kaufen. Da es keine Strukturen gibt. 

Schaffen wir es dann noch den Banken die Geldschöpfung wegzunehmen, aus Geld das nicht investiert ist Schwundgeld zu machen und alle Einkommen aller natürlichen und juristischen Personen auf Basis des EBITDA ohne jede Beitragsbemessungsgrenze an den sozialen Lasten zu beteiligen, können wir einen dunklen Zukunft noch entgehen. Schaffen wir das nicht, sind wir am Ende alle fertig mit dieser Welt. 

Es ist unsere Welt. Wir sollten ihre Gestaltung endlich wider in unsere Hände nehmen. 

 

Vorgezogene Leichenrede auf Globalisierung und neoliberalen Wirtschaftsfaschismus

Damit der Name an prominenter Stelle einmal gefallen ist, sage ich hier einmal Trump. Aber wir kommen später in einem Nebensatz noch einmal auf ihn zurück. Der Todeskampf der Globalisierung und des neoliberalen Wirtschaftsfaschismus begann eigentlich mit den Betrügereien der Bankster und der Anleihefuzzis, die in der Subprimekrise feststellen mussten, dass es eben nichts ändert, wenn man Scheiße bündelt und hübsch verpackt. Es bleibt trotzdem Scheiße. Wir kennen das Ganze als Finanzkrise, wo die arbeitenden Menschen, die Bankster wie Ackermann und Co. retten durften und dafür von diesen Vögeln auch noch verachtet wurden. 

Die Politik, die stets den Einflüsterungen der sogenannten Wirtschaft gerne gefolgt ist, hat keine eigenen Schlüsse gezogen, sondern brav das getan was ihr sogenannte Volkswirtschaftler und Ökonomen geraten haben. Bei den Politikern ist das verständlich. Die wollen wiedergewählt werden und wenn Friede Springer und Liz Mohn das nicht wollen, dann werden sie nicht wiedergewählt, oder mitten im Lauf aus dem Rennen genommen. Wie Edathy und Wulff, die zwar beide nicht unschuldig sind, aber eben ohne echte Beweise ans Kreuz genagelt wurden. Besonders der Springer Konzern mordet ja gerne mal Menschen und deren Karrieren, nur um in Übung zu bleiben. Echte Tote werden da lächelnd als Zusatzerfolg mitgenommen, wie all die toten Hartz IV Opfer. 

Die Wissenschaftler die weiter exzellent bleiben wollen, müssen brav das Lied der Bertelsmannstiftung singen bei dem Text und Musik von Liz Mohn kommt. Da die Wissenschaft immer mehr auf Drittmittel angewiesen ist, singt sie brav das vermeintliche Lied des Großkapitals und die Reichen werden immer reicher. An dieser Stelle erfolgt ein Einschub den ich für sehr wichtig halte: 

Es sind nicht die Reichen deren Wünsche sich in der Globalisierung und im Neoliberalismus wiederfinden. Selbstverständlich wollen die Reichen Erträge sehen, aber ab einem gewißen Punkt interessieren sich nur noch ein paar Bekloppte für die Größe ihres Reichtums:

Es bleibt als einziges Unterscheidungsmerkmal. Der Platz auf der Forbes Liste und da gibt es dann Leute wie der saudischer Prinz Alwalid bin Talal, der mit Listenplatz 26 nicht zufrieden war und gegen Forbes auf einen bessern Platz klagen wollte.

All dieses Unglück all diese Kriege, all die Arbeitslosigkeit, die Not, der Hunger auf dieser Welt, nur damit Prinz Alwalid bin Talal einen besseren Platz auf der Forbes Liste bekommt oder andere ihren behalten können. Das Kapital ist kein scheues Reh, es sind Exhibitionisten beim gegenseiten Gliedvorzeigen die wir Vollidioten auch noch bewundern.

Es sind die Handlanger der Reichen die ihren Herren beweisen wollen, dass sie die besten Handlanger sind, um ein wenig mehr Belohnung zu bekommen oder Handlanger bei einem noch reicheren zu werden. Es ist im wesentlichen der Kapitalismus der Knechte, nicht der der Herren. Ja die Knechte überbieten sich gegenseitig an Gemeinheiten, bis runter zum kleinen Professor oder Journalisten und Jobcentermitarbeiter. Ende des Einschubs. 

Und nun haben wir einen Zustand erreicht, bei dem klar wird, dass es kein weiteres Wachstum oder wirkliche Innovationen gibt. Keine Käufer, wenn die Arbeitnehmer immer weniger Geld verdienen, keinen Markt ohne Kunden. Selbst wenn TTIP und CETA problemlos durchgekommen wären, wie so viele andere Gemeinheiten, hätte das nichts geändert. Die Zinsen sind ja nicht umsonst unter Null. Die Zentralbanken wollten die Inflation anheizen, um die Schulden weg zu inflationieren, aber tatsächlich muss selbst das Bundesamt für Lügen zugeben, dass die Erzeugerpreise ständig sinken. Die Preise werden weiter nachgeben müssen, da die Reallöhne in Bezug auf den konsumierbaren Teil ständig sinken. Das gilt auf Dauer auch für Mieten. Das Betongold ist bestenfalls noch Katzengold. Schön anzusehen, aber schon jetzt häufig nicht einmal mehr nennenswerte Bruchteile der Kredite wert die darauf liegen. 

In den USA sind Studien- aber auch Hauskredite wieder einmal kaum noch bedienbar. Die einzigen Gewinne bringen die Zockereien an den Börse, aber tatsächlich sind das natürlich auch nur Buchgewinne. Die Aktienpreise haben mit den Unternehmenswerten nichts mehr zu tun. Überall Blasen, die zwangsläufig platzen werden. Der gesamte Derivatehandel ist nur noch ein Irrenhaus von Zockern. Würde man an die Banken mit normalen Maßstäben herangehen, müssten ungefähr 40 Prozent der Institute sofort schließen, was dann vermutlich noch weitere 40 Prozent und praktisch den gesamten Immobilienmarkt, aber auch weite Teile des Gewerbes mit sich reißen würden. 

Vorsichtige Ökonomen die nicht gerne rückwärts an Wände gehen wollen, wenn der große Knall kommt, sind bereits seit einiger Zeit dabei, die Globalisierung als Fehler zu brandmarken. Der britische Wirtschaftswissenschaftler Simon Evenett, Professor an der Universität St. Gallen hat festgestellt, dass der öffentlich angebetete Freihandel in Wirklichkeit durch jede Menge von Protektionismus, auf dem Rückzug ist und sieht das Scheitern von TTIP nur als ein Symptom. Selbst der eigentliche unbelehrbare Thomas Straubhaar hält den Güterhandel generell für ein Auslaufmodell. 

Der renommierte US-Ökonom Jagdish Bhagwati, Wirtschaftsprofessor an der Universität Columbia ist besonders ehrlich und betont dass auch er zum Beispiel TTIP nicht verstand und nicht durchschauen konnten und moniert die strikte Geheimhaltung. Von anderen hört man, dass TTIP Forderung erfüllte, die nie jemand gestellt hat. Das ist so ähnlich wie bei CETA wo Kanada ja keine und schon gar keine geheimen Schiedsgerichte wollte, und die EU in vorauseilendem Gehorsam gegenüber den möglichen Forderung des Großkapitals darauf bestand. Leon Podkaminer vom Wiener Instituts WIIW, das im Vorjahr als fünftbeste wirtschaftliche Denkfabrik der Welt ausgezeichnet wurde, hat in einer neuen Studie sehr überzeugend nachgewiesen, dass die hemmungslose Globalisierung, die Kaufkraft in den meisten Ländern geschwächt hat und im wesentlichen vor allem China nützte, das mit seinen Gefängnisfabriken und den sonstigen miesen Löhnen und Arbeitsbedingungen natürlich konkurrenzlos in Sachen Arbeitskosten war. 

Selbst Bertelsmann hat erkannt dass die Globalisierung praktisch zum Stillstand gekommen ist. Die wirtschaftliche Basis des neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Denkens, war aber ein Wachstum durch Export, dank der Globalisierung. Die Voraussetzung dafür waren niedrige Löhne und damit meist der Export von Arbeitsplätzen ins Ausland. Häufig waren die unterschiedlichen Management und Qualitätskulturen gar nicht in der Lage vernünftig miteinander zu arbeiten. Aber auch das ist schon Geschichte. Zum einen steigen die Löhne auch in China, zum anderen machen wir gerade den nächsten Schritt in Sachen Automatisierung. 

Adidas holt gerade die Fertigung von Schuhen nach Deutschland zurück, weil Roboter, die lediglich Reparaturkräfte und ein paar Programmierer brauchen Schuhe hier günstiger fertigen können, als das sonst irgendwo auf der Welt möglich ist. Gut ausgebildete deutsche Werkezeugmacher und Programmierer gibt es relativ billig und damit gibt es keinen Grund mehr im Ausland zu fertigen und sich all die Probleme mit Fertigung, Qualität, Rohware, Umwelt und Transport aufzuhalsen. 

Straubhaar hat recht. Der Verkauf von Gütern marginalisiert sich. Für die Leute die noch ausreichend Einkommen haben, zeigt sich auch ein Trendwechsel. Immer lauter wird der Ruf der Ruf nach Qualität. Ehrliche Arbeit mit besten Materialien, die durch Automatisierung sogar zu ähnlichen Kosten hergestellt werden kann wie der Billigdreck. Manufactum statt KiK. Endloses Wachstum würde endlose Ressourcen voraussetzen die es aber auf einem endlichen Planeten eben nicht unendlich geben kann. Zurück zur haltbaren, ja vererbbaren Qualität ist die Lösung. 

Natürlich steckt in jeder Form von Handelsbeschränkung / Protektion ein großer Anteil an Nationalismus, Isolationismus und damit eine Gefahr. Es macht natürlich keinen Sinn von der einen Übertreibung in die andere zu fallen, aber Trump hat mit seinem offenen und deutlichem "Amerika first" eigentlich nur das deutlich gesagt, was immer schon Fakt war. Allerdings hat er damit allen Tor und Tür geöffnet die zum Beispiel sagen Europa first. Auch wenn ein paar AfD-Nazis in Deutschland Morgenluft für einen neuen Nationalstaat wittern, ist das natürlich Blödsinn. Ein so winziges exportorientiertes Land wie Deutschland kann alleine keine Stärke repräsentieren, müsste also in alte kriegerische Fehler zurückfallen. 

Deshalb muss es Europa first heißen weil dieser Wirtschaftsraum so stark ist, dass er seine Interessen ohne Gewaltandrohung gut vertreten kann. Natürlich werden am Ende von neuen Verhandlungen auf Augenhöhe auch Kompromisse stehen, die eben alle nicht so recht befriedigen. Aber das ist eigentlich immer das Ergebnis von Verhandlungen. Wenn man die dazu offen und ehrlich führt, werden die Menschen auch gerne mitgehen. 

Natürlich greinen, weinen und wüten heute noch alle die ihre Ehre für den neoliberalen Wirtschaftsfaschismus verloren haben. Vor Wut kotzende Journaille, betrügerische Wissenschaftler, die Propagandaleute an den Spitzen der Systemmedien und da vor allem die öffentlich Unrechten, aber eben auch die Politiker, die alles verraten haben für das sie mal Eide schworen. Für die ist die Globalisierung und der neoliberale Wirtschaftsfaschismus noch nicht tot. Sie werden alles tun um ihn wenigstens scheinbar am Leben zu erhalten. Aber es macht wirklich keinen Sinn ein totes Pferd zu satteln. 

Wer das nicht schnell und hart realisiert, dem bleibt nur der Ausweg wie Frau Harms von den braungrünen Faschisten weiter für einen Krieg gegen Russland zu werben. Sie stellt zwar selbst fest, dass die USA wohl nicht mehr mitspielen werden, lehnt gleichzeitig eine europäische Armee ab, weil ja ET vielleicht doch wieder zurückkommt und will trotzdem den Krieg. Wenn sie ihn bekommt, sind wir alle tot, wie das unter Killary Clinton schon geplant war.  Ich glaube nicht das Frau Harm noch klug wird, es wäre besser wenn sie und all diejenigen die wie sie denken – das sind übrigens mehr als wir wahrhaben wollen – nun die Staatsbürgerschaft der Ukraine annehmen und für die Ukraine an der Seite der dortigen Faschisten kämpfen, die sie ja schon so lange umarmen und hätscheln. 

Ja, es ist noch ein wenig früh für die Leichenrede. Aber eines ist sicher. Die Leich ist tot. Und gestunken hat sie schon lange. 

 

Warum ich Faschisten als Faschisten bezeichne

Ich habe in letzter Zeit angefangen die Leute, die eindeutig faschistisches oder rassistisches Gedankengut verbreiten, auch als Faschisten und Rassisten zu bezeichnen. Natürlich wird das Prozesse zur Folge haben, die ich, wie ich unser Rechtssystem kenne, verlieren werde. Aber es hilft ja nichts. Wir befinden uns als Deutsche und Europäer gerade mal wieder an einem Punkt, wo es um Krieg oder Frieden geht. Gleichzeitig sollen wir mit allerlei "Freihandelsabkommen", die man besser als Unterwerfungsabkommen bezeichnet, um die letzten demokratischen Rechte gebracht werden.

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China – das Ende der billigen Arbeit

China ist wirklich schnell. Gerade war das Land noch in einer Art Steinzeitsozialismus diktatorischer Prägung gefangen und hat dann mit Höchstgeschwindigkeit in einen ebenso steinzeitlichen Staatskapitalismus in der Art des schlimmsten Manchester-Kapitalismus umgeschaltet. Billigste Lohnsklaven in Form von rechtlosen Wanderarbeitern und totale Ausbeutung bzw. Verschmutzung der Umwelt. Diesmal gab es aber anders als beim normalen Kapitalismus sogar eine Idee dahinter. Mit den Einnahmen des rigorosen Kapitalismus sollte das Land nach vorne gebracht werden. Tatsächlich klappte das natürlich nicht.
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Bürokratiefrust

Habe ich jemals für Steuerehrlichkeit und ähnliches plädiert? Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil, denn ich habe akuten Bürokratiefrust.

Mit einem Bein steht man als arbeitender Mensch immer schon im Gefängnis, weil man irgendwelche Vorschriften nicht kennt bzw. beachtet. Das andere Bein hat man dann frei, um Geld ranzuklotzen, damit man alle Abgaben, Gebühren, Steuern und wie sie auch immer heißen, die Gelder, die der Staat einkassiert, pünktlich bereit halten kann. Also wirklich.

Ein Bekannter, selbständiger Handwerker, muß seitenweise Sicherheitsvorschriften dokumentieren, – z.B. ob er seinen Mitarbeitern erklärt hat, wie man sicher auf eine Leiter steigt, oder so ähnlich. Eine andere Bekannte, Kleingewerbetreibende, hat einen derartig komplizierten Steuerbescheid bekommen, den selbst die Beamten nicht zu verstehen scheinen. Nimmt sie jetzt auch noch einen Steuerberater in Anspruch, bleibt ihr nicht mehr genug Geld zum Leben. Und was macht der Finne, der hier 6 Monate lebt und der Krankenvesicherungspflicht unterliegt, – na? Der muß erstmal einen Strafbeitrag nachzahlen, weil er ein paar Monate unversichert war. Da staunt er, der freundliche Finne. Und der Nachbar, der seine Freundin aus dem schönen Baltikum zu sich nach Deutschland kommen ließ, auch!

Aber über allem thront die deutsche Bürokratie. Die läßt sich auch von der Globalisierung nicht kleinkriegen!

Aufgelesen und kommentiert 2010-09-17

Von der Leyen: “Wir kürzen nur in Bereichen, wo das Geld kaum Wirkung habe”
Hartz macht echt Spass (ironie off)
Gesundheitsreform: Krankenkassen-Zusatzbeiträge ohne Deckelung
Gesundheitsreform: Kassenrabatt für Gutverdiener
Gesundheitsreform: Nun doch Zusatzbeiträge auch für Arbeitslose
Krise? Nicht für die Reichen
Die Schweine und der Wettbewerb
Onlineshop Discount-Zeitarbeit.de
Skandale bei Burger King: Acht Stunden mit der Zahnbürste das Klo putzen
Die Gier der Nichtbanken
Ex-Arbeitsminister Scholz (SPD) und seine Mindestlohnkommission: Ein Rohrkrepierer
Atommüll? Ist doch gar nicht so schlimm!
CDU plant Rotation von Soldaten zwischen Kaserne und öffentlichem Dienst
SPIEGEL-Propaganda: Nur Jubelmeldungen über 175 Jahre Bertelsmann
Von der Leyens Sozialpolitik
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Aufgelesen und kommentiert 2010-08-20

Die Renten-Lüge
Rentendebatte: Franz Müntefering sorgt sich um die Glaubwürdigkeit der SPD
Berufsüberblick: Wer arbeitet eigentlich noch im Alter 60 Jahre?
Die Rente ist sicher – für die, die keine nötig haben
Früher haben wir Brillen für Bangladesh gesammelt – heute für Bedürftige in Deutschland
Dramatisch gesunkene Löhne: US-Callcenter inzwischen billiger als indische
ARD-Video: Die Arbeitswirklichkeit hinter der neuen Fassade von Schlecker
Arbeitgeberverbände fordern Urlaubsverzicht: “Vier Wochen reichen”
Lehrer darf trotz Kinderporno-Besitz weiter Beamter bleiben
Brandbrief: Manager meutern gegen Merkels Atompolitik
Schwarz/Gelb weiter ohne schnelle Einigung bei Vorratsdatenspeicherung
Afghanistan macht Fortschritte
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Aufgelesen und kommentiert 2010-04-25

Menschenkette gegen schwarz-gelbe Atompolitik: Die Anti-Atomkraft-Bewegung lebt
Hamburger GRÜNE geben KEINE (!) Unterstützung für die Anti-AKW-Menschenkette
NRW-Wahl: GRÜNE kündigen Verhandlungen mit der CDU an
Die CSU und die BayernLB
Deutschland und die Griechenlandkrise
Pleite Griechenlands – Eine zarte Versuchung
Krisengewinner 2009: Rekordzuwächse für Superreiche
Abstiegsangst der Bürger wächst
Minus 7,6 Prozent: Zahl der Ausbildungsverträge ist 2009 zurückgegangen
Wie viel ist die Würde eines Niedriglohnarbeiters wert?
Deutschland drängt auf europaweite Datei für Globalisierungskritiker
Wenn der eigene Sohn nach Afghanistan muss
Video: Gregor Gysi zur Kriegserklärung von Merkel
NRW-Wahl wird zum Prüfstein der Piratenpartei
Clement und Merz mischen sich in den NRW-Wahlkampf ein
NDR-Video: Wie Konzernwerbung als angebliche Nachrichtenbeiträge im deutschen Fernsehen landet
Jobberatung nach Rücktritt: Was kann Bischof Mixa jetzt machen?
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China – Globalisierung und Qualität

Eginhard Vietz ist ein Konvertit und gleichzeitig Inhaber und Geschäftsführer der Firmengruppe Vietz die viele Produkte rund um den Pipelinebau, darunter im wesentlichen Schweißtechnik herstellt und vertreibt. Aber Vietz ist ein Mehrfachkonvertit, was den Fall besonders spannend macht. Zuerst setzte Vietz wie viele andere vor und nach ihm voll auf die chinesische Karte:

Sechs Jahre ist es her, da stand Eginhard Vietz wie ein kleiner Kaiser in seiner brandneuen Pekinger Niederlassung und proklamierte: »China ist die Zukunft.« Gerade war er in das dreistöckige Eckgebäude mit der grünen, runden Glasfassade eingezogen. Vier Säulen schmückten den Eingang, die private Vorfahrt erinnerte an die eines Luxushotels, und draußen im Wind flatterten eine deutsche Fahne, eine chinesische Fahne und eine mit dem gelb-blauen Vietz-Firmenlogo. Die Welt sollte sehen: Hier residiert ein Schweißraupenhersteller aus Hannover, der der Globalisierung mit offenen Armen entgegenläuft.

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Innenminister Schäuble zu Gast am KIT – Öffentlicher Vortrag im „Colloquium Fundamentale“ zum 60-jährigen Bestehen des Grundgesetzes

Christa Zemke, Stabsabteilung Presse, Kommunikation und Marketing
Karlsruher Institut für Technologie 22.01.2009

Am Donnerstag, den 29. Januar 2009 ist Dr. Wolfgang Schäuble, MdB und Bundesminister des Innern, zu Gast am Karlsruher Institut für Technologie. Sein Vortrag "60 Jahre Grundgesetz: Verfassungsanspruch und Wirklichkeit" beschließt die Veranstaltungsreihe "Colloquium Fundamentale" des ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale der Universität Karlsruhe (TH). Der Vortrag beginnt um 17.00 Uhr (Einlass ab 16.30 Uhr) und ist öffentlich. Veranstaltungsort ist das Audimax der Universität (Straße am Forum 1, Geb. 30.95). Der Eintritt ist frei.

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Belgien verzögert seine Gaza-Mission aufgrund der anhaltenden Kämpfe

Belgium delays Gaza mission as evacuee flow stops


BRUSSELS, Jan 12 (Reuters) – Belgium has postponed a humanitarian mission to treat and transport injured Palestinian children from Gaza because security conditions are hampering their evacuation, the foreign ministry said on Monday.

Belgien verzögert seine Gaza-Mission, da die Flut der zu Evakuierenden gestoppt wurde.

Freie und gekürzte Übersetzung aus dem Englischen

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Breaking news: Chemical Ali das zweite Mal zum Tode verurteilt – und Bush findet, dass der Irak-Krieg ein Fehler war:

Die Verurteilungs- und Hinrichtungspraxis im Irak finde ich interessant. Während Saddam Hussein ja blitzartig für ein – gemessen an dem, was man ihm sonst vorwarf – relativ geringes Verbrechen verurteilt und um die Ecke gebrachthingerichtet wurde, gibt man sich bei Chemical Ali offensichtlich richtig Mühe. Ein Lehrstück für die, die jetzt versuchen, an die iranische Weihnachtsbombe zu glauben und Veranstaltungen wie "Stop The Bomb" hinterherrennen.

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Obama ist Präsident und Teile der Neocons verlassen das sinkende Schiff

Gott, was isses schön! Daß ich das noch erleben darf! Obama ist Präsident, aber es gibt noch bessere Nachrichten:

Teile der US-Neocons setzen sich von Bush und vom Irak-Krieg ab und behaupten, sie sind es nicht gewesen. Bush wird jetzt der alleinige Buhmann, was “wir” ja von 1945 kennen. Da war es auch der Adolf alleine.
Aber das heisst nicht, dass die Neoconnerie als Ganzes jetzt Geschichte ist, denn andere Teile drehen auf und finden sich in den Reihen von McCain. Von diesen stellen einige aus meiner Sicht das Bindeglied zu einem Teil unserer vernetzten europäischen Rechten dar, denn einige von ihnen wohnen in Brüssel, sei es, weil sie Funktionen bei der NATO haben, sei es, weil sie ihre Ehepartner dorthin begleiten, sei es, weil es in “Old Europe”, dem “irrelevant museum” doch angenehmer zu sein scheint als in der Heimat.

Daß sie McCain nichts genützt haben, hat man ja jetzt gesehen – aber ist das solch ein Grund zum Jubeln?

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Condi’s Krieg oder Scheisse am Hacken

Tja, wir werden uns weiter mit der Neoconnerie, den US-Neocons beschäftigen, die uns diese Woche richtig viel Arbeit machen, sei es, weil sie jetzt alle im Chor begehren, nicht schuld zu sein, sei es, weil sie den bedrängten Freunden vom Vlaams Belang helfen müssen (denn nach Elfmeter-Bart hat jetzt auch Frank Vanhecke einige Probleme, denen ich mich unten schon gewidmet habe), sei es, daß sie weiter fleissig gegen Europa hetzen müssen. Da ist es vielleicht hilfreich, sich mal zu erinnern, wie munter sie noch im Jahr 2006 waren, und nach “Ist das der neue Nahe Osten” fische ich einen Beitrag aus meinem Archiv, den ich 2006 auf mein persönliches Blog gestellt habe, mit dem Hauptteil aus einer Übersetzung aus “de Groene Amsterdammer”:

Scheisse am Hacken, oder: da ist was los…
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Watchblog revisited: Englisch lernen mit den Neocons

Ich habe den Artikel zwar schon mal im alten watchblog gepostet, aber jetzt noch mal überarbeitet, denn ich ich finde, er ist eine entspannende Sonntagslektüre und führt ersteinmal in eine Namensliste ein, die man schon im Hinterkopf haben sollte:

Freunde kennenlernen mit Big Berta.
Auf das thumbnail klicken.

Es fing alles damit an, dass ich mir auf dem Köln-Bonner Flughafen ein Sprachenmagazin gekauft hatte, ein ganz entspanntes für relative Anfänger und was sah ich da? Eine veritable Neocon-Riege: Niall Ferguson,(Foto rechts, auf das thumbnail klicken)
der beim American Enterprise Institute publiziert, die Familie Kagan von denen Frederick zur Zeit auch Fellow am AEI ist, Robert, laut einer Besprechung seines neuesten Buches in der “Zeit”

der drittberühmteste Großdeuter der Weltpolitik,

über den in dieser Besprechung steht:

Der Verfasser gehört zum außenpolitischen Beraterkreis von John McCain – nicht auszuschließen, dass sich in diesem Band das Weltbild der nächsten US-Präsidentschaft spiegelt. Kagan ist ein Anti-Fukuyama.

und Schwiegertochter Kimberly,und das Klärchen Berlinski haut auf den Putz.

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Aufgelesen: 64

• Anklage gegen den Leiter eines Jobcenters wg. des Einsatzes von 1 €-Jobbern in einem Altenheim
• Vom Leben und Tauschen im Untergrund
• Mit Biden als Vize hat Obama seine Basis verraten
• Neoliberalismus: Eigentum als oberste Direktive
• Trendumkehr bei der Globalisierung
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Die Produktion kommt zurück

Es gab ja schon lange ein Rumoren unter den Firmen die sich auf Anraten ihrer tollen Berater mit ihren Produktionen ins Ausland begeben hatten und teilweise auf genau so dämliche Ratschläge hin ihre Produktion aufgaben. Aber Outsourcing war eben über lange Zeit das Wort, mit dem jeder Unternehmensberater bei seinen Kunden auftauchte und wahre Wunder versprach. Für den Berater bedeutete Outsourcing immer eine lange Beratungsdauer, da er ja den gesamten Weg begleiten musste.

Die zweite tolle Idee war die Produktion im Ausland. Egal ob gleich hinter der Deutschen Grenze oder im weit entfernten China. Im Verhältnis zu Deutschland kostet Arbeitskraft bis heute dort nicht viel, aber auch diese Kosten steigen. Die Firmen die hinter die tschechische Grenze gezogen sind, müssen heute Leute aus Deutschland einstellen, weil die teilweise schon billiger als die Tschechen sind. Facharbeiter sind hinter mancher Grenze schon Mangelware.

Die Polen haben England verlassen, weil es sich nicht lohnt dort zu arbeiten und auf den deutschen Spargelfeldern sind jetzt die Leute aus Rumänien, weil Polen oder Ungarn schon lange nicht mehr kommen. Aber auch die Rumänen werden bald zu Hause bleiben. Der Staat zahlt schon Prämien an Heimkehrer.

Aber nicht nur die Lohnkosten sondern auch die Qualität wird immer mehr zum Thema. Meist fällt China auf. Die Rückrufaktionen von Spielzeug soll den Hersteller Matell über 100 Millionen Dollar gekostet haben, der Imageverlust seiner Marken ist ein vielfaches davon. Natürlich sind auch andere Hersteller betroffen. Die Palette umfasst alle nur denkbaren Umweltgifte und reicht bis zur atomaren Verseuchung von Stahl, weil im chinesischen oder indischen Stahlwerk eben nicht die Standards herrschen von denen man in Europa ausgehen kann.

Es sind auch nicht nur die oft hochbelasteten Materialien die Probleme bereit, genauso häufig wird einfach ein Material durch ein billigeres aber nicht gleichwertiges ersetzt ohne das der Auftraggeber informiert wird. Das kann erheblichen Einfluss auf die Betriebssicherheit haben. Überbrückte Thermosicherungen an Kaffeemaschinen sind da nur ein Teil des Problems.

Natürlich müssen die Haftungsrisiken in die Produktionskosten eingerechnet werden. Ein weiteres Problem ist der geistige Diebstahl. Wer für eine Marke Schuhe fertigt, verfügt auch über das Wissen gleichzeitig jede Menge Plagiate herzustellen. Häufig laufen der Originalschuh und die Kopie auf der gleichen Fertigungsstrecke nacheinander.

Dazu kommt der immer größer werdende Bedarf an Kommunikation. Es ist viel schwieriger in der Ukraine oder in China einen Betrieb zu führen und mit anderen Fertigungsstätten zu koordinieren, als all dies vor der eigenen Haustür zu haben. So ist auch der aktuelle Schritt von Lego, das Outsourcing der Produktion zu beenden und die Werke in denen gefertigt wird zu kaufen, nur der erste Schritt. Lego wird schon bald den zweiten Schritt tun müssen und die Arbeit zurück nach Dänemark holen.

Die Firma Steiff ist da schon einen Schritt weiter. Sie holt ihre gesamte Fertigung aus China nach Deutschland zurück und begründet das damit, dass Qualitätsprobleme und Lieferzeiten die Produktion der hochwertigen Steiff-Produkte in Fernost einfach nicht kalkulierbar machten. Das gilt eigentlich schon jetzt für viele Produkte. Auch andere Marken werden folgen müssen.

Hersteller die aufgrund des Preisdrucks meinen die Fertigung nicht zurückholen können, werden viel Geld in die Hand nehmen müssen um durch aktive und nachträgliche Qualitiätskontrolle die Risiken klein zu halten. Dabei stellt sich sehr schnell die Frage ob diese Kosten für Kontrolle nicht höher sind, als gleich hier zu fertigen.

Für innovative Firmen die wie der Maschinenbau sehr auftragsbezogen oder nur in Kleinserien fertigen stellt sich diese Frage überhaupt nicht. Entwicklung und Produktion eng beieinander zu halten, ist die Voraussetzung für den Erfolg.

Es macht übrigens wenig Sinn über Länder wie Indien und China zu schimpfen. Der Preisvorteil bestand ja vor allem darin, das weder Umweltschutz noch Arbeitsbedingungen ein Thema waren. Anstatt also nur unsere Maschinen und die Tätigkeiten dort hin zu bringen, hätten wir auch unsere Standards exportieren müssen. Unsere Standards sind aber zu diesen Preisen und Bedingungen auch in China nicht zu haben.

China und Indien können sich keine gerechte Marktteilnahme erarbeiten, wenn sie nur als verlängerte Werkbank für geringen Lohn, miese Arbeitsbedingungen und mit großer Umweltverschmutzung genutzt werden. Das wird gerade für China noch schwieriger weil selbst die im inneren so teuer bezahlten Exporterfolge meist Erfolge in Dollar sind. Einem Dollar der mit wachsender Geschwindigkeit schmilzt.

Natürlich macht der sterbende Dollar es für manche Glücksritter noch interessanter sich aus China mit Waren zu versorgen, aber der sinkende Dollar treibt auch dort die Kosten für Energie und Nahrungsmittel und damit die Löhne. Der Vorteil wird nur kurz vorhanden sein. Wer dauerhaft mit hoher Qualität schnell liefern will, kommt nicht darum herum dem Beispiel Steiff, und einiger Mittelständler zu folgen und die Arbeit zurück nach Deutschland zu holen.

Siemens will den anderen Weg gehen und sich dabei als Weltkonzern auch im Vorstand und dann im Aufsichtsrat international aufzustellen. Dagegen ist nichts zu sagen. Bei Siemens sind die Kosten für Kommunikationsprobleme schon jetzt in einer Größenordnung, das ihr Ansteigen gar nicht mehr bemerkt wird. Effizienz ist in solchen Weltkonzernen mit sehr gemischter Produktpalette häufig kein Unternehmensziel mehr, weil sie sich nicht mehr erreichen lässt.

Kleinere Unternehmen sollten aber immer abwägen ob die Verluste die durch schlechte Kommunikation entstehen nicht eventuell höher sind, als die Gewinne die mit billigen Standorten gemacht werden können. Insbesondere die schnelle Umsetzung von Produktideen oder Produktvarianten ist häufig nach der Auslagerung nicht mehr möglich.

Wer also jetzt zurückkehrt gehorcht der wirtschaftlichen Vernunft. Es macht überhaupt keinen Sinn diese Firmen mit Vorwürfen zu belegen. Meist waren die Auslöser sogenannte Unternehmensberater die meist keine Erfahrung in der Produktion von Gütern und Dienstleistungen haben und fast immer die Bedeutung des internen Zusammenspiels unterschätzen.

Unternehmensberater glauben an Unterlagen wie Arbeitspläne oder Stellenbeschreibungen. Stellenbeschreibung sind in Deutschland meist der pure Hohn, weil sie von Leuten angefertigt wurden, die den Arbeitsplatz um den es geht nie gesehen haben. Da wird der Hilfsarbeiter im Bereich Transport entlassen, weil die Gabelstabler schneller fahren können, aber niemand hat daran gedacht, das dieser Hilfsarbeiter die Bereitstellung für die Arbeitsfolge an verschieden Arbeitsplätzen erledigte und der Gabelstabler die kleinen Behälter gar nicht transportieren kann.

Das gleiche passiert auf der Ebene der Arbeitspläne. Es ist eben keine Ausnahme, das eine Fertigung gar nicht auf der Maschine läuft, die im Arbeitsplan steht. Es ist leicht denkbar das es diese Maschine schon seit Jahren nicht mehr gibt. Normalerweise verlässt man sich im Alltag auf die Arbeitsvorbreitung durch den Meister, während sich die eigentliche Arbeitsvorbereitung meist nur mit neuen Produkten oder mi Kostensenkungen für Einzelprodukte beschäftigt.

Wer also nur theoretisch mit falschen Unterlagen und ohne jede Kenntnisse des Unternehmens plant, wie es viele Unternehmensberater machen, der kann nur zu falschen Ergebnissen kommen. Unternehmensberater sind häufig wie die vielen Trainer an deutschen Tresen. Sie wissen vortreffliches zu sagen über Dinge von denen sie leider nichts verstehen.

Die Wirtschaft brauchte also Unternehmensberater, die ein Unternehmen bei der Auswahl eines Unternehmensberaters beraten. Man kann allerdings auch den eigenen wirtschaftlichen Sachverstand der im Unternehmen ist benutzen und seine eigenen Entscheidungen treffen. Wenn es zum Schwur kommt, ist der Unternehmensberater schon lange weg und selbst wenn man ihn fragt, wird er mit vielen schönen Worten aufzeigen, das man einfach schon längst hätte weiterziehen müssen mit seinem Betrieb.

Betriebe brauchen aber Ruhe und Kontinuität um hohe Leistung zu erbringen. Die Firmen die jetzt vor der Entscheidung stehen wieder nach Deutschland zurückzukehren, sollten dies erhobenen Hauptes tun. Sie wurden falsch beraten und im Prinzip weiß das jeder. Anders als die Politik die auf eben diese Berater auch herein gefallen ist, haben Unternehmer etwas zu verteidigen. Einen Fehler zuzugeben und zu korrigieren ist immer noch besser als den Fehler solange zu verneinen bis es zur Katastrophe, dem Firmenzusammenbruch kommt.

Die Politik wird nie zur Verantwortung gezogen und darf deshalb verantwortungslos handeln, genau wie viele dieser Berater. Ein Unternehmer oder Manager der seinen Gesellschaftern oder Aktionären noch direkt verantwortlich ist, wird die Verantwortung immer übernehmen müssen. Nur die ganz Großen, die DAX-Unternehmen und ihre Vorstände sind nicht mehr zur Verantwortung zu ziehen, weil sie sich gegenseitig abdecken und von Politik und Justiz geschont werden.

Natürlich kostet die Rückkehr nach Deutschland Geld und die Lohnkosten sind hoch. Andererseits ist es aber auch eine Chance durch effizientere Produktion und größere Produktvielfalt und mehr Varianten diese Kostensteigerung nicht nur auszugleichen, sondern sogar mehr Gewinn zu erwirtschaften.

Die Globalisierung geht fröhlich weiter

Nein, ich bin wirklich und ganz ehrlich nicht schadenfroh. Die betroffenen Menschen tun mir leid. Sie sind an der Situation nicht schuld. Aber so langsam aber sicher, beginnt mir die Sache mit der Globalisierung Spaß zu machen. Der Tagesanzeiger aus der Schweiz bringt einen Bericht den Susan Fenton für Reuters geschrieben hat:

Arbeit ist in Südchina bereits zu teuer

Die Goldgräberstimmung in der Boom-Region Guangdong ist verflogen. Der Provinz droht eine Abwanderungswelle von Tausenden Investoren.

Ärmere Provinzen im Reich der Mitte und das aufstrebende Nachbarland Vietnam machten dem südchinesischen Gebiet zunehmend Investoren abspenstig. Guangdong habe in diesem Standort-Wettbewerb schlechte Karten, meint er Präsident des Chinesischen Gewerbeverbandes von Hongkong, Paul Yin: «Die Kosten sind in einigen Fabriken in den vergangenen Jahren um 30 bis 50 Prozent gestiegen – in manchen sogar um 100 Prozent.»

In den vergangenen Monaten hat sich der Kostendruck durch ein neues Arbeitsgesetz und steigende Rohstoffpreise weiter verschärft. Auch weil der Staat nun nicht mehr so üppige Steuerrabatte auf Exportwaren gewährt, kommen die Firmen zunehmend in die Bredouille. Wenn die Landeswährung Yuan wie erwartet dieses Jahr noch um 8 bis 9 Prozent weiter aufwertet, wird das Ausfuhrgeschäft für die Firmen noch schwieriger werden, meinen Experten.

Insgesamt seien 60’000 bis 70’000 Werke im Perlfluss-Deltagebiet im Besitz von Firmen aus Hongkong. Rund 10’000 Werken drohe bereits in den kommenden Monaten die Schliessung oder zumindest ein Zusammengehen mit anderen Standorten. Manche Investoren denken offenbar über einen Umzug nach Zentralchina oder in die Nachbarprovinz Guangxi nach. Dort sind die Löhne niedriger und der Wettbewerb um Arbeitskräfte noch nicht so ausgeprägt.

Noch einmal die Arbeiter die jetzt und in der nächsten Zeit dort ihren Arbeitsplatz verlieren, können uns nur leid tun. Sie sind extra zu den Arbeitslplätzen gezogen, sehen über Jahre ihre Familien nicht und leben unter menschenunwürdigen Zuständen in Gemeinschaftseinrichtungen, bei schlechter Verpflegung und auch für dortige Lebenverhältnisse, beschissener Entlohnung.

Aber nun reicht auch das nicht mehr. Schon zieht die Horde weiter. Was machen aber diese Ausbeuter wenn es in China, Laos, Vietnam, Indien und Kambodscha niemanden billigeres mehr gibt. Was soll passieren wenn die Produkte einfach nicht mehr billiger werden können und die Menschen gleichzeitig kein Geld mehr haben, diese Produkte zu kaufen. Wahrscheinlich bilden sich erst immer größere Einheiten um die Löhne zu drücken. Aber das wird auch nicht ewig gehen.

Was passiert dann. Sklaverei. Ganz offen. Oder Eroberungskriege der Firmenriesen um Arbeiter und Abnehmer. Wollen wir diesem Wahnsinn weiter zusehen. Das dieser ganze Quatsch völlig unvernünftig ist, kann man sich von einem Dreijährigen erklären lassen. Gut der hat auch mehr Verstand als unsere Politiker, unsere sogenannten Wirtschaftswissenschaftler und das ganze verbrecherische, neoliberale Pack von Wirtschaftsfaschisten. Natürlich hätte auch eine Dreijährige mehr Verstand als diese Vögel.

Wenn wir der Wirtschaft erlauben verantwortungslos zu sein und zu handeln, dann können wir nicht erwarten, das diese Art von Wirtschaftsfachleuten und Managern etwas anderes als ihre kriminelle Energie offenbart. Wir müssen der Wirtschaft und dem Kapital harte Regeln verpassen. Wir müssen die Verbrechen der Wirtschaft, mit dem Einzug der Hilfsmittel mit denen die Verbrechen begangen wurden, bestrafen.

Wer seine Firma benutzt um Verbrechen zu begehen, dem muss man die Firma nehmen, wer seine Medien zur Demagogie und zum Lügen benutzt, dem müssen sie genommen werden. Wer mit seiner Bank betrügt, dem muss sie genommen werden. Den Managern ist Berufsverbot zu erteilen, die Kapitalanleger verlieren ihr Geld und müssen zusätzlich den Schaden ersetzen. Nein. Ich bin eben nicht für Staatswirtschaft oder Sozialismus. Die eingezogenen Firmen müssen sofort über die Börse wieder veräußert werden. Der Staat taugt nichts als Firmenlenker.

Wir brauchen die Freiheit des Autofahrens, aber wir alle wissen, das wir Gesetze brauchen, die diese Freiheit zum Schutz anderer begrenzen. Genau die gleichen Gesetze brauchen wir für die Freiheit des Kapitals. Wir waren eine zeitlang auf einem guten Weg. Der dicke Kohl, der bis heute nicht zugab, wer ihn bestach, hat diesen Weg zerstört. Das heute ein Schäuble bei uns Innenminister sein kann, das ein Lambsdorff Ehrenvorsitzender der FDP ist, sind die Zeichen dafür, wie weit wir uns von der Vernunft, der Wahrheit und der Gerechtigkeit entfernt haben.

Aber die Ungerechtigkeit zeugt nicht einmal Arbeitsplätze. Sie schafft auch keine Gewinne. Sie verbrennt nur Geld. So als würde man beim Autofahren immer Gas geben und gleichzeitig bremsen. Es kann so nicht weiter gehen.

Tragisch! Tragisch!

Die Welt berichtet:

Volksmusik-Star Marianne brach zusammen

Die Lage an der Volksmusikfront wird immer dramatischer. Volksmusik-Star Marianne brach nach der letzten Ausstrahlung der TV-Show “Die lustigen Musikanten” zusammen. Ihr Ehemann Michael ist sich sicher: Das Ende der Show brach ihr das Herz.

Selbst Heino konnte diesen Tiefpunkt der Volkstümlei nicht mehr retten. Wie man aus uninformierten Kreisen nicht hören konnte, soll die gesamte Produktion von Trallala im Rahmen der Globalisierung nach Bollywood ausgelagert werden. Die gleichen Kreise teilten uns auch nicht mit, das es in bereits Ausschreitungen im indischen Mumbai (früher Bombay) gibt, weil ständig aus allen Ecken. “Im Frühtau zu Berge” und “Oh du schöner Westerwelle” erschallt. Jodeln soll auf die Zeit zwischen 9 und 12 Uhr sowie 16 und 20 Uhr begrenzt werden und muss mit Abbruchhämmern begleitet werden.

Juhi Chawla soll für eine Neuverfilmung der Geierwally vorgesehen sein und Takeo Ischi, der japanische Jodlerkönig soll ihren stürmischen Liebhaber geben. Für die Fans des Trallala ändert sich nur wenig, aber es wird billiger. Marianne du musst nun wieder aufstehen, der Platz wird für die neuen Stars gebraucht. Michael trag doch mal die Marianne raus.

Globalisierungsgegner

271000 Einträge hat Google zum Thema Globalisierungsgegner. Nun gut. Fragen wir also mal Wikipedia, wie immer, wenn wir Antworten suchen:

Globalisierungskritik ist ein Sammelbegriff für die Anliegen der verschiedensten politischen Positionen, die die Globalisierung ganz oder in ihrer aktuellen, von ihnen als neoliberal kritisierten Form, ablehnen. Die (seltenen) Positionen, die Globalisierung vollständig ablehnen und die globale Verflechtung reduzieren wollen, werden als Globalisierungsgegner bezeichnet. Die häufigere Position ist die der Globalisierungskritik im engeren Sinn, die sich für eine andere Globalisierung einsetzt (daher auch französisch altermondialisation und englisch alter-globalization von alter = anders). Im allgemeinen Sprachgebrauch und auch in den Medien werden die Globalisierungskritiker teilweise unzutreffend als Globalisierungsgegner bezeichnet.

Wir haben also wieder einmal das, was unsere Medien und die gekauften Politclowns am besten können, einen Etikettenschwindel. Globalisierungskritiker werden als Globalisierungsgegner bezeichnet. Das macht durchaus Sinn. Selbst Lieschem Müller weiß, das sie auf einem kugelförmigen Globus lebt. Wer also gegen Globalisierung ist, will aus dem Ding eine Scheibe oder einen Würfel machen. Der muss also falsch liegen.

Der Begriff Globalisierungsgegner ist auf jeden Fall diskriminierend gemeint und man sollte sich dagegen wehren.

Aber unter dem ganzen liegt noch eine weitere Lüge der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten. Es geht nämlich gar nicht um Globalisierung. Es geht nur darum, das ungefähr 7 Prozent der Weltbevölkerung einen Trick brauchten, um die Arbeitserträge der anderen 93 Prozent, für sich reklamieren zu können. Deshalb wurde das Schlagwort Globalisierung erfunden, das eigentlich nur sagen soll, das, wenn es irgendwo Tageslöhne von einem Euro gibt, es überall Tageslöhne von einen Euro geben muss.

Ein guter Trick, aber natürlich Blödsinn. Schon Karl Marx hatte Schwierigkeiten damit, Arbeit vergleichbar zu machen und er musste sich nicht mit den riesigen Unterschieden der heutigen Zeit beschäftigen. Arbeit ist nämlich nur im Kontext der nationalen Wirtschaft und der individuellen Fähigkeiten in Zusammenhang mit der Produktivität zu bewerten. Praktisch also kaum vergleichbar.

Weiterhin ist es grober Unfug so zu tun, als ob man auf einem Billiglohnmarkt auf Dauer Produkte für einen Hochlohnmarkt mit Hochlohnpreisen fertigen könne und gleichzeitig die Arbeitsplätze auf dem Hochlohnmarkt abbauen, bzw. die Löhne drücken könne. Das funktioniert eben nicht. Die Löhne eines Marktes und die auf diesem Markt erzielbaren Preise, hängen nämlich eng zusammen.

Die Profite die durch Produktionserlagerung in Billiglohnmärkte entstehen, werden durch Kostenverlagerung auf die Allgemeinheit in den Hochlohnmärkten bezahlt und führen letztendlich dazu, das nur Billiglohnmärkte exisitieren, die gleichzeitig auch nur Billigpreismärkte sind. Es ist also eine kurzfristige und dumme Vorgehensweise, die nur Sinn macht, wenn man das Denken auf Quartale oder nur wenige Jahre beschränkt.

Die gesamte Globalisierungsfrage stellt sich also gar nicht. Sie ist nur Augenwischerei, die verhindern soll, das die wirklichen Probleme benannt werden.

Welteke, Esser, Ackermann, Pierer und Kumpane

Also mal ganz ehrlich. Die 7.661,20 Euro die Ernst Welteke mit seiner Familie, auf Kosten der Dresdner Bank, im Berliner Hotel Adlon ausgegeben hat um den Euro zu feiern sind doch wirklich nicht der Rede wert. Peanuts. Ein durchschnittlicher Arbeitsloser kriegt das in acht Monaten an Stütze ausbezahlt und selbst ein Sozialhilfeempfänger bekommt diese Summe in 26 Monaten als großzügiges Geschenk vom Staat. Das ist doch alles nur blanker Sozialneid.

Das Gleiche bei dem armen Herrn Esser. Was sind schon dreißig Millionen Abfindung? Will er seinen Kindern die Summe vererben, muss er das Geld für kümmerliche sechs Prozent anlegen und kann dann im Monat lediglich 150.000 Euro ausgeben. Das reicht kaum für die Brötchen. Es ist geradezu bösartig ihm vorzurechnen, dass mit diesem Geld 154 Arbeitslose oder 515 Sozialhilfeempfänger versorgt werden könnten.

Zum Glück sind wir in Deutschland. Da wird einer zurückgetreten, der andere bleibt und selbst die Ermittlungen einer erstaunlicherweise übereifrigen Staatsanwaltschaft enden in einem Rechtsgespräch. Wie bitte, bei Ihrer letzten Verurteilung gab es kein Rechtsgespräch?
Sie wurden einfach verdonnert? Das muss an Ihrem Billiganwalt liegen. Solche Rechtsgespräche sind durchaus üblich.

Schließlich handelt es sich um Manager. Das sind laut Brockhaus mit weitgehender Verfügungs- und Entscheidungsbefugnis ausgestattete Führungskräfte in einem Unternehmen.
Da denkt man doch gleich an Loriots Pferderennen und fragt sich, wo führen sie den hin und was entscheiden sie denn. Also, der Herr Pierer entlässt jetzt mal eben 10.000 Leute, damit Siemens die nicht mehr bezahlen muss. Die bezahlt dann der Steuerzahler. Das macht im ersten Jahr eine Mehrbelastung von 116 Millionen Euro für alle Steuerzahler. Wenn Siemens dann gleichzeitig noch richtig Subventionen abgreift, dann steigt sogar der Aktienkurs. Das ist Führung und Entscheidung und dabei verfügt er mal eben über das Geld aller anderen.

Der Esser hat auch den Aktienkurs nach oben gebracht und die Arbeiter von Mannesmann dem Steuerzahler überlassen. Weg damit. Neun Monate derartig erfolgreicher Führungstätigkeit wurden dann ja auch mit mehr als 3 Millionen Euro je Monat zusätzlich vergütet. Der Ackermann hat das auch so gesehen, sonst hätte er ja nicht zugestimmt.

Natürlich hat sein Hauptberuf bei der Deutschen Bank nichts mit dieser Sache zu tun. Selbstverständlich hat die Bank nichts daran verdient. Natürlich fließen die Informationen aus Aufsichtsratsmandaten nicht in Eigengeschäfte der Bank, das wäre doch verbotener Insiderhandel. Die Deutsche Bank handelt selbstlos.

Das alles ist nur eine Frage der Globalisierung. Pierer entlässt ja nur, weil er den gleichen Kram woanders billiger produzieren kann. Bei einem Handy machen die Lohnkosten vier Prozent der Kosten aus. Wenn er die halbiert, steigt sein Gewinn. Das ist Führungsqualität.

Den Ackermann anzugreifen ist übrigens hochgradig kontraproduktiv. Das hat er selbst gesagt. Wenn man gegen Ackermann ermittelt, kommen nämlich keine Investoren mehr nach Deutschland.

Es gibt auch gar keinen Grund unsere Manager anzugreifen. Das Lexikon der Psychologie verrät uns nämlich, dass in der angelsächsischen Terminologie alle Firmenmitglieder, die Vorgesetztenfunktion wahrnehmen, als Manager bezeichnet werden. Der Antreiber von drei unwilligen Aushilfsputzkräften ist demnach ein Manager. Dafür hatten wir in Deutschland eigentlich das Wort Vorarbeiter, wobei dieses aber auch nicht stimmt, da es voraussetzt, dass da jemand etwas vormachen könnte. Obwohl, eigentlich machen sie uns ja eine ganze Menge vor.

Es ist unser Fehler, dass wir Manager mit Unternehmern verwechseln.

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