USA/Türkei: Arschkriechen auf Kosten Anderer

3 Worte: richtig, falsch, naja. Man kann die Kehrtwende Amerikas im Falle Syriens gut heissen oder nicht – aber man sollte auch langfristig planen.

Joe Biden traf sich mit Recep Tayyip Erdogan und sicherte ihm Luftunterstützung bei der am Donnerstag geplanten Offensive in Nordsyrien zu. Welch Sinneswandel. Kurdische Verbündete wurden von Amerika aufgefordert sich auf das Ostufer des Euphrats zurück zu ziehen. Man ist offensichtlich nicht mehr auf ihre Hilfe angewiesen.

Hatte man sie zuvor noch jahrelang unterstützt, mit Waffen ausgerüstet und strategische Orte von ihnen zurück erkämpfen lassen, so stösst man jene Willigen jetzt vor den Kopf. Und alle sind damit scheinbar einverstanden. Die ISIS, aber auch alle anderen terroristischen Splittergruppen, lachen sich ins Fäustchen.

Scheinbar sind sie die Einzigen denen just in diesem Moment der Gedanke kommt, die gekränkten Kurden könnten ja vielleicht später auf Rache sinnen und dafür gibt es nichts wertvolleres als jene Gekränkten die in der Türkei selbst leben..oder zumindest versuchen dort zu überleben. Aber wer weiss.., vielleicht sehen wir ja auch vorher noch eine ethnische Säuberung. Pietätlos wer über Wetten nachdenkt.

Halten wir fest: Die westliche Welt hat die Kurden mit Waffen beliefert und nun "unehrenhaft" des Schlachtfeldes verwiesen.

Die USA hatten zuletzt massive Kritik am Vorgehen Recep Tayyip Erdogans geäussert – ob nun wegen der Art und Weise wie er mit den Kurden umgeht oder auch wie er den misslungenen Putsch behandelte. Der Rest des Westens – stramm in der Meinung – hat sich den USA angeschlossen. Und nun versteht die Bevölkerung nur noch mehr Bahnhof.

Russland, Amerika und die Türkei in trauter Gemeinsamkeit, einig über das Vorgehen in Syrien… Mein Automatismus lässt die Frage nach dem Deal unbeantwortet. 

Man muss das weder gut noch schlecht finden. Man kann auch "naja" sagen. Naja… Deutsche Politiker werden so oder so ihr Fähnlein nicht vom Westen wegdrehn und weiter stramm an der Seite Amerikas stehen. Schliesslich meint man ja immer noch sie seien unsere Retter.

Man sollte unseren Politikern mal die Weltkarte unter die Nase halten und um ein Worst-Case Szenario bitten. Die Montagsmaler-Kinder würden das vermutlich besser hinbekommen.

 

Update – Dazu passt:
Eilmeldung von Freitag 26.08.2016 ca. 08:17

Hurriyet: Bei einer detonierten Autobombe in der Stadt Cizre sind bislang 8 Menschen ums Leben gekommen, 45 Menschen seien verletzt.

Cizre

Update:

Cizra liegt im Südosten der Türkei, an der Grenze zu Syrien. Die Türkei vermutet hinter dem Anschlag die kurdische PKK.

Update:

Wenn ich die Übersetzung richtig verstanden habe, wurde den Medien ein vorrübergehendes Publikationsverbot erteilt. Die Anzahl der Verletzten ist auf 70 gestiegen; 4 Schwerverletzte; 8 Tote.
Während dieses Updates ist die Zahl der Verstorbenen Menschen auf 11 gestiegen. Laut Hurriyet handelt es sich bei den Toten um Polizeikräfte.

Nato-Partner Türkei schießt in Syrien russisches Kampfflugzeug ab, das die IS bekämpft

Endlich habe ich verstanden warum die gute Angela Merkel so heftig Wahlwerbung für Recep Tayyip Erdoğan und seine komische Partei gemacht hat. IM Erika als Vertreterin der USA hat mit Erdogan ein kleines Geschäft gemacht. Er darf Kurden foltern, quälen und ermorden so lange es ihm Spaß macht, wenn er dafür ein russisches Kampfflugzeug über Syrien abschießt. Sie meinen das macht keinen Sinn und wie das Sinn macht.
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CSU will Hessen aus Deutschland ausschließen

Nachdem der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und sein Innenminister Boris Rhein (beide CDU) durch ihre Anweisungen für einen überaus brutalen Polizeieinsatz mit über 200 Verletzten bei einer friedlichen Demonstration gegen die europäische Finanzpolitik, die stets nur den Armen nimmt um den Reichen zu geben, sogar dafür gesorgt hatten das über 900 Demonstranten über Stunden lang eingekesselt waren und selbst die Rechte von Abgeordneten bewusst missachtet wurden, hat Stefan Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU im Bundestag, reagiert und den sofortigen Ausschluss Hessens aus Deutschland gefordert. Äh nein, wohl doch nicht. Da muss ich etwas missverstanden haben.
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MERKEL ENTSCHULDIGT SICH – Brutale Polizeigewalt in Frankfurt rund um die EZB

Von unserem Gastautoren U. Gellermann ursprünglich auf Rationalgalerie veröffentlicht:

Angela Merkel: “Ich entschuldige mich für den überharten Polizei-Einsatz gegen die Blockupy-Proteste in Frankfurt.” Angela Merkel? Keineswegs. Es war der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan, der sich für den Einsatz der Polizei gegen Protestierende rund um den Taksim-Platz in Istanbul entschuldigt hat. Die Polizeibrutalität in Frankfurt ist weder der Bundesregierung, noch der hessischen Landesregierung oder dem Frankfurter Polizeipräsidenten auch nur eine Silbe wert. Während der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), für die Polizeibrutalität in der Türkei Worte des Protestes findet: Die Härte der Polizei sei “völlig unangemessen”, und während die Führungsfigur der GRÜNEN, Claudia Roth, ihren Protest anmeldet: “Die Gewaltexzesse der Istanbuler Polizei gegen die Demonstranten müssen sofort beendet werden”, schweigen die Offiziellen in Berlin und Brüssel zu den Exzessen in Frankfurt.
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Türkeiwahl – Gebührenjournalismus in seiner schlechtesten Form

17,98 Euro im Monat, kostet die Zwangsbeglückung eines deutschen Haushalts mit öffentlichen rechtlichen Sendungen. Wenn man sich die allgemeine Qualität anschaut, dann müssten diese Sender eigentlich Schmerzengeld für den Schwachsinn bezahlen, den sie da so täglich verzapfen. Ein hervorragendes Beispiel lieferte gestern Michael Schramm in den Tagesthemen der ARD zur Verfassung der Türkei als er folgenden Satz zu Erdogans Wunsch einer Verfassungsänderung abließ:
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Aufgelesen 97

– Verdächtigt
– Wer Sicherheit in Deutschland liebt, muss diesem Gesetz zustimmen
– Gute Reise, Opa Edi!
– Zeitarbeit
– Die idealtypische Marktwirtschaft des Friedrich Merz
– Erdogan verlässt aus Protest die Bühne- Türkei feiert
– Ermittlungen gegen US-Kardinal wegen Deckung pädophiler Taten

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