Siechmar Gabriel hat eine Prärogative

Das hat der verdiente Europaclown, Martin Schulz festgestellt, den sie jetzt endlich aus seiner Clownsrolle rausgeworfen haben und den wir nun in Berlin, als Außenministerdarsteller und vermutlichen Vizekanzlerkandidaten ertragen sollen. Schade dass es keine Götter gibt, die solche Nackenschläge für Berlin verhindern könnten. Aber kommen wir zurück zu dem Befund von Dr. hab keine Ahnung Schulz. 

Der gute Gabriel hat also die Prärogative. Mein erster Gedanke war natürlich, das hab ich doch gewusst. Der Typ muss ernstlich krank sein. Der zweite Gedanke war ob das ansteckend ist. Ich bin ein schlechter Mensch ich weiß. Ich hatte die Hoffnung die anderen im Bundestag kriegen das auch und wir werden sie alle auf einen Schlag los. Vielleicht müssen sie auch gekeult werden wie die armen Hühner bei der Vogelgrippe oder die Rinder bei BSE. Aber nichts da. Schon wieder falsche Hoffnungen.

Eine Prärogative ist gar keine Krankheit, obwohl es sich so anhört. Eine Prärogative ist laut Wikipedia ein staatsrechtlicher Vorzug oder ein solches Vorrecht, das im Zusammenhang mit der Monarchie zu sehen ist. Nun ist mir nicht bekannt, das dat Siechmar zum König von irgendwas berufen würde und deshalb hat er auch keine Prärogative. Obwohl der Monarchfalter 8 – 12 cm groß wird, fällt es mir schwer unseren sehr verehrten Herrn Wirtschaftsminister als Schmetterling zu betrachten. Aber selbst wenn er morgen anfängt seine prächtigen Farben zu zeigen und mit den Flügeln zu schlagen, wäre er dann immer noch kein Monarch im staatsrechtlichen Sinne, sondern nur der größte und dickste Schmetterling der Welt, der trotzdem keine Prärogative hat. 

Was also – wenn er überhaupt denkt – hat sich Martin Schulz dabei gedacht, als er in Bezug auf die Vizekanzlerkandidatur von einem prärogativen Vorrecht Gabriels sprach. Nun ja er meinte das Gabriel als Parteivorsitzender das Vorrecht auf die Vizekanzlerkandidatur hat. Auch wenn die immer von einer Kanzlerkandidatur sprechen, ist das natürlich nur ein Wunschtraum. Mehr wie Fizzelchenkanzler ist nicht drin und auch nicht gewollt. Tatsächlich will Gabriel es wohl auch gar nicht versuchen. Er ist sich selbst Niederlage genug und braucht nicht noch die schriftliche Bestätigung durch eine Wahl. 

Warum also tritt dat Schulzeken dann also mit solchen Fremdworten auf. Ich muss da etwas weiter ausholen. Ich habe meinen Kindern wenn sie anfingen Sprache zu lernen gerne komplizierte Worte beigebracht. Geburtenrückgang, Radioastronomie und eine Menge anderen Unsinn und mich köstlich gefreut, wenn sie beim plappern solche Worte dann einbrachten die natürlich gar keinen Zusammenhang zu ihrem Satz hatten. Zumindest aufs Maul gefallen sind sie alle nicht. 

Ich vermute also das irgendjemand dem Schulz dieses Wort eingetrichtert hat und der Schulz wie meine Kinder damals sich darüber freut ein oder zwei Worte haben, die sonst niemand verwendet, den er kennt. Und da war dann ein Mikrophon und er wollte doch unbedingt etwas schönes und tolles sagen und schlau erscheinen und  Prärogative hört sich doch stark an. Er hätte sicher auch Errektionsstörung gesagt, aber das sagen ja alle. 

Nein er ist nicht wirklich blöd. Er ist nur in einer sehr frühen kindlichen Phase, zumindest teilweise, stecken geblieben. Und seien wir doch mal ehrlich, Wer den Oettinger Englisch sprechen gehört hat, oder das was Oettinger für Englisch hält, der kann vor Lachen dem Schulz gar nichts mehr vorwerfen. 

Der Schulz wird ein toller Außenminister und Vizekanzler oder doch zumindest ein Oppositionspolitiker der uns immer wieder erheitern wird, Wenn ich an die Flintenuschi denke die dauernd Krieg machen will, dann ist mir Schulzes Martin viel lieber. Es gibt so wenig zu lachen in dieser Welt. 

 

One comment

  1. Derweg says:

    Schade, dass du dich über den wirklichen Skandal nicht aufregst, aber das ist wohl die Gewohnheit, weil man es gar nicht anders kennt. Zum ersten läuft es in ALLEN Parteien so, aber das macht es nicht besser. Nämlich die Art und Weise der innerparteilichen Krönung, die eben nicht demokratisch von Statten geht, sondern das Ergebnis einer Hinterzimmerkungelei ist. Genauso gut könnte man das Verfahren bei der Linken kritisieren. Wer hat Bartsch und Wagenknecht auf den Schild gehoben? Waren es die ca. 60 000 Linkemitglieder. Nein, es war der Parteivorstand und es gibt nicht einmal sowas wie ein Abstimmungsergebnis.

    Gleiches gilt im Folgenden für die ganzen Kandidaten und da kann man gerade sehen was los ist. Während der Wahltermin noch nicht einmal feststeht und ganz Deutschland schläft, ist nämlich derzeit in allen Parteien bereits das Hauen und Stechen um gute Listenplätze im Gang. Witzigerweise stehen, von ein zwei Ausnahmen abgesehen, alle vorderen Listenkandidaten zusätzlich noch in den Wahlkreisen, aber die sind ja irrelevant so lang man zu den Top 5 auf den Listenplätzen zählt.

    Deswegen bemüht sich auch keiner noch etwas zu tun, denn mit einem sicheren Listenplatz kann man die Füsse hochlegen. Wahlkampfarbeiten dürfen dann die, welche in 10 oder 20 Jahren einen sicheren Listenplatz haben wollen. Der letzte SPD-Kanzlerkandidat hat nicht einmal seinen Wahlkreis gewonnen, aber mit Listenplatz 1 musste er das auch nicht. Der wäre selbst mit Null stimmen im Bundestag gelandet. Ein tolles Wahlrecht. Darüber lohnte es sich zu echauffieren und nicht welche Drohne die SPD diemal zur Begattung der Königin losschickt.

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