Sei wachsam – Sie machen dich arm

Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: – Halt Du sie dumm, ich halt sie arm.“ so sang einst Reinhard Mey und so wird es auch heute noch gemacht. Dabei wird die Aufgabe die Leute dumm zu halten längst von der Zeitungszarin wahrgenommen, der niemand sagen muss was sie tun soll, denn nur dumme Leute kaufen ihre Blättchen. Der Minister gehört längst wie seine ganze Partei dem Großkapital, aber das Ziel ist immer noch das gleiche, die Menschen arm und in Sorge um ihr tägliches Brot zu halten. Arme Menschen haben nämlich keine Zeit zum Denken und deshalb auch Zeit über Widerstand nachzudenken.

Selbst die Zeitungszarin muss in ihrem Blättchen zugeben dass die abhängig Beschäftigten immer mehr an Lohnsteuer und an die Sozialkassen abführen müssen. Bei angeblich steigenden Löhnen sinken die Realeinkommen. Das betrifft alle, die für ihren Lebensunterhalt bei anderen arbeiten müssen. Aber es betrifft auch die Freiberufler, die kleinen Selbständigen die immer noch glauben, sie seien Mittelschicht, während man ihnen ständig ihre Basis weggräbt.

Aber oh Freude. Nun soll es wenigstens einen Mindestlohn geben der nicht von der Politik sondern von einer Expertenkommission aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern im Rahmen einer „Low Pay Commission“ bestimmt werden soll. Manche entlarven Namen mehr als sie sollen. Low Pay bedeutet nichts anderes als geringe Bezahlung. Es wird also einen Arbeitskreis aus Arbeitgebern und DGB Gewerkschaften geben, der sicherstellt, dass die Menschen nicht von ihrem Lohn leben können.

Bei den Arbeitgebern ist die Interessenlage ja klar. Sie sind Ausbeuter. Bei den DGB Gewerkschaftlern auch. Sie sind willige Helfer der Ausbeuter die nur daran denken ihre Funktionärspöstchen und die vollen Streikkassen zu behalten und immer wieder gerne die Interessen der Arbeitnehmer verraten. Seit mehr als 10 Jahren sinken die Reallöhne und die DGB Gewerkschaften nennen das was sie tun immer noch Gewerkschaftsarbeit und nicht Verarschung wie es eigentlich heißen müsste. Nun wird es also keinen Mindestlohn geben der den Menschen Luft zum Atmen lässt, sondern weiterhin viel Arbeit ohne davon leben zu können. Ursula von der Leyen, die Kaltherzige, hat wieder einmal gewonnen.

Sicherlich kann sie zusammen mit ihren Freunden vom Großkapital und ihrem Bruder dem Glückspielunternehmer auch bald verkünden, dass die Arbeitslosenversicherung nicht mehr gebraucht wird. Denn aufgrund der miesen Bezahlung von Arbeitnehmern und dem ständigen Hire und Fire sowie der Sklavenarbeit rutschen 10 Prozent der Menschen die arbeitslos werden direkt in Hartz IV, also sofort in ein menschenunwürdiges Leben. Das ist übrigens genau das was die Steinmeier und Steinbrück SPD zusammen mit dem Kriminellen Peter Hartz gewollt hat.

Besonders lustig ist in dem Zusammenhang wenn der DGB-Experte Wilhelm Adamy beklagt: „Die soziale Sicherungsfunktion der Arbeitslosenversicherung nimmt stetig ab.„. Wer wird denn da klagen. Es waren doch seine Gewerkschaften die stets die Interessen der Kapitals höher bewerteten als die der Arbeitnehmer. Es waren die DGB Gewerkschaften deren Chefs sich kaufen ließen und dafür dann aber Spartengewerkschaften bekämpften anstatt für anständige Löhne und Arbeitsbedingungen zu sorgen. Aber der Herr Adamy muss ja auch nur sein Pöstchen retten.

Aber keine Sorge. Es bleibt nicht nur bei den miesen Löhnen. Wenn man dann in Hartz IV ist wird man endgültig erledigt. Selbst angebliche Wohltaten wie das Betreuungsgeld, gibt es natürlich nicht für die aus der Gesellschaft ausgestoßenen. Das ist natürlich nur folgerichtig denn wie das Migrantenpack zählen die ja zu den bildungsfernen Schichten, die sollen ihre Kinder, wenn sie sich denn schon vermehren gefälligst in den Kitas abgeben. Und wenn sie kein Geld für den Kindergarten haben, dann sollen sie ihre Kinder eben ohne Beihilfe zu Hause behalten.

Natürlich wird es viele Leser geben, die glauben sie seien nicht betroffen. Aber wer heute noch bei BMW am Band steht, kann schon morgen auch bei BMW als Leiharbeiter oder über einen Werkvertrag am Band stehen. Es gibt keine sicheren Arbeitsplätze mehr in Deutschland. Die FDP will in NRW betriebsbedingte Kündigungen bei den Leuten im öffentlichen Dienst und ein Freiberufler oder Kleinunternehmer der morgen einen Brief von der Bank bekommt, muss stets damit rechnen, dass seine Kredite gekündigt oder doch zumindest sehr weit verengt werden.

Dem Versicherungsvertreter geht es an die Provision, dem niedergelassenen Arzt an die Gebührenordnung – auch und gerade bei Privatpatienten – und mit Rechtsanwälten kann man die Straßen pflastern. Niemand ist sicher. Nicht der Ingenieur in seinem Labor, den schon morgen der Mann aus Indien oder sonstwo ersetzen soll noch der Journalist, dessen Texte rund um die Werbung schon bald irgendwo zu Minilöhnen im Ausland erstellt werden. Niemand ist sicher. Nur die Abzocker und die Superreichen. Deshalb.

Seid wachsam
Wehrt euch endlich


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2 Kommentare

  1. Sicherlich kann sie zusammen mit ihren Freunden vom Großkapital und ihrem Bruder dem Glückspielunternehmer auch bald verkünden, dass die Arbeitslosenversicherung nicht mehr gebraucht wird.

    Na klar, weg damit.

    Außerdem, bei einer Arbeitslosequote die streng in Richtung 0 Prozent läuft, sollten wir gleich alle einst soziale genannte nun als Belastung wir die Wirtschaft wahrgenommene Errungengeschaften abschaffen und stattdessen das BGE einführen.

    Und dann, klar, wer braucht noch Bargeld? Die Bankster jeden falls nicht. Und die Unternehmen auch nicht. Wie will die Zahlschafen bis auf die blanken Knochen durchleuchten, um sie auszunehmen, mit so einem Zahlungsmittel? Weg damit!

    Und wie war das mit den Menschenrechten? Braucht man so etwas in einem Marktsystem?

    Ach, äh, zum BGE gibt es auch andere Meinungen. Aber will die hören? Na gut, hier: http://politikprofiler.blogspot.de/

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