Schluss ist, wenn der Schiri pfeift, ihr HONKS!

Angesichts der großen Aufregung über den vergangenen Spieltag der Bundesliga wird es höchste Zeit für ein paar Klarstellungen von kompetenter Seite, also von mir.

1.) Bayern München hat gegen Hertha BSE hat am Sonnabend in der letzten Sekunde der Nachspiel-Nachspielzeit den Ausgleich erzielt. Das ist zweifellos bitter, kommt aber vor.

2.) Die ursprüngliche Nachspielzeit von fünf Minuten war vollkommen berechtigt, da in der Schlussviertelstunde mehrere Herthaner mit Krämpfen auf dem Spielfeld behandelt werden mussten und Herthas Torwart bei Abstößen bereits wegen Spielverzögerung ermahnt wurde..

3.) Während der Nachspielzeit hat Hertha im Minutentakt drei Auswechselungen vorgenommen, um Zeit zu gewinnen. Das gibt dem Schiedsrichter natürlich das Recht, auch diese Zeit noch nachspielen zu lassen.

4.) Kurz nach Anbruch der sechsten Minute der Nachspielzeit, wurde ein Bayern-Spieler kurz vor dem Strafraum gefoult, was der Schiedsrichtier sofort gepfiffen hat Dann ist es quasi zwingend, dass der entsprechende Freistoß auch noch ausgeführt wird.

 

Die Lösung dieser des öfteren auftretenden Problematik wäre die Einführung einer „effektiven Spielzeit“, wie sie auch beim Handball und beim Basketball, Hockey, Eishockey, Handball und , Wasserball gilt. Das würde beim Fußball bedeuten, dass die Uhr angehalten wird, wenn sich der Ball nicht im laufenden Spiel befindet, also z.B. bei Verletzungen, Auswechselungen, vor Torsabstößen und Einwürfen. Nach Ablauf der effektiven Spielzeit wäre dann definitiv Schluss. Aber auch dann würde ein bereits gepfiffener Freistoß noch ausgeführt werden. Eine entsprechende Neuregelung würde aber nur Sinn machen, wenn sie international umgesetzt würde, daher ist in absehbarer Zeit nicht damit zu rechnen.

Ansonsten geht in der Liga alles seinen Gang. Bayern wird Meister werden, vor Leipzig und Dortmund. Für den 4. Platz hat wohl Hoffenheim die besten Karten. Allerdings könnten noch mehrere Mannschaften mitmischen, vor allem Frankfurt Hertha und Köln. Diese drei haben allerdings in der Hinrunde eher über ihren Verhältnissen gespielt und sind recht schwach in die Rückrunde gestartet. Daher ist auch nicht auszuschließen, dass auch die allmählich zu ihrer „Normalform“ findenden Teams von Leverkusen und Schalke noch in den Kampf um die europäischen Fleischtöpfe eingreifen.

Überspringen wir mal die Abstiegszone, sowie 2. und 3. Liga und begeben uns in die Niederungen der 4.Spielklasse, Abteilung Nordost. Mein Moabiter Heimatclub BAK 07 ist nach etlichen witterungsbedingten Spielabsagen endlich in die Rückrunde gestartet, mit einem Auswärtssieg bei Meuselwitz. Zwar konnte damit der 3. Tabellenplatz in der Regionallige und der Status als „3.Kraft“ im Berliner Fußball (hinter Hertha und Union) gefestigt werden, doch Jena und Cottbus sind bereits ziemlich enteilt. Wird wohl wieder nichts mit dem ersehnten Aufstieg in die 3. Bundesliga. Und das ist – neben dem Fehlstart vom ruhmreichen, göttlichen SChalke 04 – das eigentliche Drama dieser Spielzeit

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