Sagen Sie mal – sind Sie eigentlich Kommunist

Diese Frage kann ich mit einem ganz klaren Jain beantworten. Das ist genau wie die Sache mit diesem Jesus und seiner Bergpredigt. Natürlich wäre ich da gerne dabei. Allerdings haben beide Vereine das gleiche Problem. Nämlich den Menschen. Theoretisch sind Kommunismus und Christentum eine wunderbare Sache. Wenn nur der Mensch nicht wäre. Solange es Menschen gibt, sind sowohl Christentum als auch Kommunismus unmöglich. Sehr schön hat das schon Heinrich Heine im Vorwort zur französischen Ausgabe der „Lutetia“ gesagt:

Dieses Geständniß, daß den Comunisten die Zukunft gehört, machte ich im Tone der größten Angst und Besorgniß, und ach! diese Tonart war keineswegs eine Maske! In der That, nur mit Grauen und Schrecken denke ich an die Zeit wo jene dunklen Iconoklasten zur Herrschaft gelangen werden: mit ihren rohen Fäusten zerschlagen sie als dann alle Marmorbilder meiner geliebten Kunstwelt, sie zertrümern alle jene phantastischen Schnupfeifereyen die dem Poeten so lieb waren; sie hakken mir meine Lorbeerwälder um und pflanzen darauf Kartoffel […] und ach! mein Buch der Lieder wird der Krautkrämer zu Düten verwenden um Kaffe oder Schnupftabak darin zu schütten für die alten Weiber der Zukunft – Ach! das sehe ich alles voraus und eine unsägliche Betrübniß ergreift mich wenn ich an den Untergang denke womit meine Gedichte und die ganze alte Weltordnug von dem Communismus bedroht ist – Und dennoch ich gestehe es freymüthig, übt derselbe auf mein Gemüth einen Zauber, dessen ich mich nicht erwehren kann, in meiner Brust sprechen zwey Stimmen zu seinen Gunsten, die sich nicht zum Schweigen bringen lassen […]. Denn die erste dieser Stimmen ist die der Logik. […] und kann ich der Prämisse nicht widersprechen: »daß alle Menschen das Recht haben zu essen«, so muß ich mich auch allen Folgerungen fügen […]. Die zweite der beiden zwingenden Stimmen von welchen ich rede, ist noch gewaltiger als die erste, denn sie ist die des Hasses, des Hasses den ich jenem gemeinsamen Feinde widme, der den bestimmtesten Gegensatz zu dem Communismus bildet und der sich dem zürnenden Riesen, schon bey seinem ersten Auftreten entgegenstellen wird – ich rede von der Parthey der sogenannten Vertreter der Nazionalität in Deutschland, von jenen falschen Patrioten deren Vaterlandsliebe nur in einem blödsinnigen Widerwillen gegen das Ausland und die Nachbarvölker besteht und die namentlich gegen Frankreich täglich ihre Galle ausgießen.

Heines Entwurf zur Préface für die französische Ausgabe der Lutezia (1855)

Heines Welt zerbrach auch ohne Zutun des Kommunismus, ja der Kommunismus zerbrach längst an den Menschen und die Christen liefern nur das ewige Eiapopeia von der Selbstentsagung und Genügsamkeit. Wir bekommen weder Jesus noch Marx. Anstatt von Kommunismus und Bergpredigt gibt es Niedriglohn und Hartz IV, Bespitzelung, Überwachung, Demokratieabbau, Propaganda und Kulturverlust.

Nein ich bin kein Christ und kein Kommunist. Beides würde bessere Menschen als mich erfordern, aber ich habe eine Lösung parat. Die Menschen wollen den Wettbewerb untereinander und sie wollen sich über den Nächsten erheben. Wenn ich einen Wettbewerb aber nicht ausschließen kann, dann muss ich ihn regulieren. Wir bekommen den Kapitalismus nicht aus der Welt und wahrscheinlich wäre das auch ein Fehler, weil er eine starke Antriebsfeder für Innovation und gesellschaftliche Entwicklung ist.

Das ganze ähnelt dem Umgang mit einem bösen Hund, der aber trotzdem ein guter Wachhund ist. Man muss ihn eingrenzen. Bei einem Hund ist gemein ihn anzuketten, weil man ihn erziehen kann, aber der Kapitalismus muss in Ketten gelegt werden, damit er nicht wie ein räuberisches Tier agiert und alle und jeden auffrisst. Man muss sich einfach darüber im klaren sein, dass der Kapitalismus ein Raubtier ist, das aber schlimmer als andere Raubtiere auch dann weiter frisst, wenn er längst satt sein müsste. Maul und Arsch ohne Verdauungstrakt und ohne Hirn, bestehend aus purer Gier.

Wenn man das akzeptiert wird es einfach. Man muss den Kapitalismus in Ketten legen um ihn kontrollieren zu können. Harte Gesetze und Regeln die ständig kontrolliert und erweitert werden sind die einzige Möglichkeit wie Menschen und der Kapitalismus miteinander in der gleichen Welt leben können. Das bedeutet, dass der Neoliberalismus, der alle Beschränkungen des Kapitalismus aufheben will, genau in die verkehrte Richtung führt, wie ja auch an den sozialen Problemen in der Welt und dem immer weiter klaffenden Riss zwischen Arm und Reich leicht abzulesen ist.

Gebraucht wird also eine politische Bewegung die den Kapitalismus regulieren will. Das geht nur weltweit unter Überwindung der Nationalstaaten. Grundlage der Nationalstaaten ist aber das persönliche Eigentum an Grund und Boden. Tatsächlich sind Grund und Boden aber nicht vermehrbar, sie sind bis auf geringe Ausnahmen auch nicht aus menschlicher Leistung gewonnen worden. Deshalb macht es keinen Sinn Eigentum an Grund und Boden zuzulassen.

Der erste und eigentlich revolutionärste Schritt wäre also die generelle Enteignung von Grund und Boden. So weltbewegend sich das zunächst anhört, so wenig aufwändig ist sie jedoch. In einem ersten Schritt würde alles Grundeigentum enteignet und gleichzeitig für die weitere Nutzung eine Pacht festgelegt, die dem tatsächlichen Wert entspricht. Jede enteignete natürliche Person bekäme automatisch einen Pachtvertrag über 25 Jahren und die aktuelle Pacht wäre für diesen Zeitraum frei. Eventuelle Pachterhöhungen in den Folgejahren müssten natürlich gezahlt werden. Grundsteuern würden in Bodennutzungsteuern umgewandelt, die sich nach dem Ertragswert richten und auch gewollte Nutzungsarten stützen, während sie ungewollte bestrafen.

Im Klartext ändert sich also für die jetzigen Besitzer von Grund und Boden im Laufe der nächsten 25 Jahre nur wenig. Allerdings können Pachtverträge nicht vererbt werden. Bauten, land-, fisch-, und forstwirtschaftliche Güter sind weiterhin frei vererbbar und normalerweise müssen die Erben dann nur einen neuen Pachtvertrag abschließen um die Flächen weiter nutzen zu können. Anders ist das Verfahren bei juristischen Personen. Für diese gilt eine fünfjährige Übergangsfrist in der die Flächen pachtfrei (bis auf eventuelle Erhöhungen) genutzt werden können. Danach muss ein neuer Pachtvertag abgeschlossen und auch bezahlt werden.

Die Laufzeit von Pachtverträgen beträgt maximal 25 Jahre. Die Pachtzahlungen erfolgen monatlich. Pachtrückstände von mehr als 3 Monaten berechtigen zur fristlosen Kündigung des Pachtvertrages und die Fläche muss dann binnen weiterer 3 Monate geräumt werden. Eine Entschädigung für Bauten oder Anpflanzungen gibt es in diesem Fall nicht.

Ein solcher Umbau würde zunächst viele unbenutzte Flächen frei machen, da niemand Pacht für etwas bezahlen wird, was er nicht nutzt. Gleichzeitig wird sich manch einer fragen ob eine Nutzung überhaupt wirtschaftlich sinnvoll ist. Am wichtigsten ist jedoch, dass Grund und Boden nicht mehr beliehen werden können und sich Kreditlinien damit nicht mehr auf Bodenspekulation beziehen können.

Unnötig zu sagen, dass eine solche Regelung weltweit gebraucht wird, aber Deutschland könnte auch alleine damit beginnen ohne seine Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr zu bringen. Im nächsten Schritt müsste die Vergesellschaftung aller Infrastrukturelemente erfolgen, Straßen, Telefonleitungen, Wasser, Abwasser, Stromleitungen und und und.

Man kann den Kapitalismus in Ketten legen ohne ihn zu zerstören. Man muss es nur wollen.

13 comments

  1. FetteBeute says:

    Aber wie wollen Sie den “Kapitalismus” denn regulieren, wenn der Mensch (wie Sie selbst sagen) doch zu asozial, dumm und gierig ist? Ihr regulierender Ansatz würde doch selbst wieder EXPLIZITE Gesellschaftlichkeit, Vernunft und eine gewisse Selbstlosigkeit zur Voraussetzung haben. Die haben Sie doch im Artikel (zu Recht) bestritten. Ihr regulierender und damit hyprider Ansatz setzt ja noch mehr Gesellschaftlichkeit voraus als jegliches sozialistisches System. Denn: Man müsste sowohl die Marktwirtschaft (und ihre Grenzen) SOWIE die notwendigen Hemmungen (die dann auch noch korruptionsfrei funktionieren müssten) kennen und genau definieren können. Genau letzterer Ansatz ist doch grandios gescheitert. In der gesamten westlichen Welt. Und an Regulierungsbehörden mangelt es da wirklich nicht.

    Zum Schluß ihres Artikels fordern Sie noch einen entsprechenden Willen ein. Und an dem fehlt es doch schon in den Parteien (Linkspartei, Piratenpartei inklusive). Die meisten Menschen in diesem Land wissen noch nicht einmal was Marktwirtschaft ist UND wollen das auch garnicht wissen! Hören Sie sich dazu mal in Akademikerkreisen um. Sie werden staunen. Ich hatte neulich mal mit einem 1’er Student (Betriebswirtschaftslehre) geredet. Der wusste nicht mal was Wirtschaften ist! O-Ton: Das ist auch nicht so wichtig. (Recht hat er; denn es geht schließlich nur darum Geld zu machen; der abgefuckte Master-Titel ist dabei nur Mittel zum Zweck)
    Wie soll so jemand denn dann wissen was Marktwirtschaft ist?

    Wolkenkuckucksheim lässt grüßen.

  2. Doed says:

    Achja da fällt mir ein:
    Es wird ständig die Mangelwirtschaft im Sozialismus präsentiert.
    Sind ich denn eigentlich die Leute bewusst, dass der gesamte Ostblock kurz nach dem Zweiten Weltkrieg !JAHRZEHNTE! technologisch und industriell hinterher hing? Wohlstand entsteht nicht von heute auf morgen.

    Zudem provozierte die NATO absichtlich das Wettrüsten, damit Ressourcen im Militärsektor vergeudet werden, um den wachsenden Wohlstand zu bremsen.

    1. Jochen ( User Karma: 0 ) says:

      Die Gründe für die Mangelwirtschaft in der DDR sind hinlänglich bekannt. Zumindest die Anfangsgründe. Dann aber hat sich gezeigt, dass die Planwirtschaft, also der Staatskapitalismus eben auch nicht funktioniert und daraus ist es letztendlich zum Untergang des real existierenen Sozialismus gekommen.

      Niemand hat den Warschauer Pakt gezwungen den Rüstungswahn der Nato mitzumachen. Trotzdem sind sie begeistert auf diesen Irrweg aufgesprungen.

  3. Doed says:

    Bist du dir sicher , dass die Innovation im Kommunismus gehemmt wird? Was verschwindet denn heute nicht alles in Schubladen, die dem Gemeinwohl guttun würden, aber dem Profitinteresse schaden? Ist etwas dran am Ciba-Geigy-Verfahren? Wer weiß…

    Und wer weiß wieviel Technologie uns vorenthalten wird, die nur scheibchenweise zur Verfügung gestellt wird, um auch längstmöglich die Gelder einzufahren, weil es nicht anders im freien Wettbewerb geht.

    Haben Sie mal überlegt ob an diesen Sprüchen überhaupt etwas dran ist? Ich meine sowas wie: “Wettbewerb belebt das Geschäft” etc.
    Weiß eigentlich einer woher das kommt und wie man diese Meinung aufgeschnappt hat? Welche Bahnen gehen diese Propagandaphrasen und wie hat sich diese Meinung in den Köpfen manifestiert?

    1. Jochen ( User Karma: 0 ) says:

      Wettbewerb -> Wettkampf führt eher zu Innovationen. Ein Leben im Kommunismus würde diesen Wettbewerb ausschalten und damti zumindest einen Anreiz für Innovationen wegnehmen. Aber das ist eine theoretische Diskussion, da es weder für den Kommunismus noch für die Bergüredigt geeignete Menschen gibt, der Wettbewerb als bleiben wird.

      1. Umdenker says:

        “Wettbewerb -> Wettkampf führt eher zu Innovationen”. Ich höre diese These seit der Grundschule und verstehe sie mit meinen knapp 30 Jahren immer noch nicht, da sie irgendwie meinem logischen Denken widerspricht. Nehmen wir ein ganz simples Beispiel. Wenn also die Top Ingenieure der drei grossen Automarken (BMW, Audi, Mercedes) miteinander konkurieren, soll das effektiver und innovativer sein, als wenn sie zusammenarbeiten würden? Das will einfach nicht in meinen Kopf. Schon allein der Ressourcenverbrauch, dadurch dass jeder für sich getrennt arbeitet. Ich halte das immer noch für eine bis heute nicht erwiesene These und auch nach aktuellen psychologischen Erkenntnissen ist sie kaum haltbar.

        Zudem ist auch schon im Kapitalismus eher eine Mischform aus Koorperation und Konkurenz üblich und die Koorperation geschieht nicht nur innerhalb eines Unternehmens, siehe z.B. Joint Ventures oder Produktserien, wo man sich z.B. auf gemeinsame Zulieferer für bestimmte Komponenten einigt.

        Überhaupt kann ich dem Artikel hier schon allein deswegen nicht zustimmen, da die -ismen nur a) eine Erfindung der Menschen sind und keine Naturgesetze. Kein Mensch, keine -ismen, fertig. Und b) wer von Systemen spricht (was nur Symptome menschlichen Handels sind), aber sich niemals mit den Ursachen, also der Neurowissenschaft auseinandersetzt, wird eben auch nicht auf die richtigen Fragen kommen, um zukünftige Lösungsansätze zu finden. Wir tümpeln hier noch teils auf dem Niveau des 18/19 Jh. rum. So sehr wir Fortschritte in naturwissenschaftlichen Gebieten gemacht haben, sozialwissenschaftlich hat sich nicht viel getan. Das merkt man schon daran, dass wir pausenlos teils 100 Jahre und mehr alte Systeme miteinander vergleichen, also Kapitalismus, Sozialismus und Kommunismus (die zudem auch niemals so umgesetzt wurden, wie es die Theorie vorgesehen hat), aber den Vorschlag ein komplett neues System wäre vielleicht die Lösung hör ich höchst selten. Als hätte man Angst vor der Zukunft und grösseren Veränderungen.

        Eine höchstwahrscheinlich imaginäre Person (Jesus) sowie Abspaltung/Unterkategorie einer gewissen theologischen Richtung (Christentum) haben zudem in solch einer Thematik ziemlich wenig verloren und taugen auch nicht als Analogie. Man sollte weltliche gesellschaftliche Modelle nicht mit religiösen Anschauungen vermischen.

  4. Ahriman says:

    Ihr könnt den Kapitalismus nicht besiegen weder den Kommunismus.
    Ihr müsst auf das lateinische Wort Mater ( Mutter )
    schauen aus dessen Spalt der Materialismus erst geboren wird. Ich als Marjodomo Lucifers dem lichtbringendem Herrscher der Welt werde aber schon dafür sorgen, dass ihr niemals begreifen werdet worin der Unterschied eines dialektischen naturphilosophischen lamarckischen Materialismus gegenüber einem scholastisch mechanistischem darwinistischem Materialismus besteht. An diese Orte lasse ich euch Menschlein nicht schauen NEIN NEIN NEIN. Denn es wäre doch langweilig wenn ich durch euer Leid und Leiden keine weiteren Energien mehr zugeführt bekommen würde. Ihr sollt Leiden damit es mir weiter gut gehen kann. Nur wenige trinken das Wasser des Lebens ohne Benegesserit zu sein und überleben.

  5. Sepp says:

    An @Hoff – Fragen über Fragen
    „Man kann den Kapitalismus in Ketten legen ohne ihn zu zerstören.“ Wer ist „man“ (wir alle?), was meint „in Ketten legen“ (ist der Kapitalismus sowas wie ein britischer Prisoner – ab nach Tasmanien?), ist die Schumpeter´sche Denkfigur der schöpferischen Zerstörung (Kapitalismus schöpferisch zerstören, um zum Sozialismus zu kommen) unbekannt, kann „ohne (den Kapitalismus) zu zerstören“ aller Logik nach nur bedeutet: ihn zu erhalten (läßt da nicht Siggipop rechtssozialdemokatisch grüßen?) und wurde der Erste Weltkrieg vor 100 Jahren, 1914, realsozialistisch oder realkapitalistisch verursacht?

  6. Karl Hermann Flach says:

    Hallo Herr Hoff

    Das Thema der besitzrechtlichen Verteilung von Gütern und Produktionsmitteln wird in den Freiburger Thesen von mir klar und deutlich.
    Psssttt ich spreche aus dem Jenseits zu ihnen ins Diesseits. Dort können sie dann auch erkennen warum ich 1973 mit noch nicht ganz 50 Jahren nach diesem Werk das Zeitliche segnen musste.

  7. altautonomer ( User Karma: 0 ) says:

    Die dem strukturellen Kapitalismus innewohnende Logik der Profitsteigerung wäre mit der Abschaffung des Eigentuims nicht beseitigt. Außerdem bliebe noch das Konkurrenzprinzip erhalten. Die Frage, wie die Profite verwendet werden, hast Du auch nicht beantwortet. “Der K. erzeugt keine Probleme, er ist das Problem.”

    Zu einer freien Gesellschaft gehört m. E. auch, dass die Widerspruche zwischen Arbeit und Vergnügen und Arbeitszeit und Freizeitn aufgehoben ist.

    Das Thema ist leider zu komplex, um hier Details kontrovers zu diskutieren.

    1. Jochen ( User Karma: 0 ) says:

      Weil das Thema so komplex ist, möchte ich zunächst einmal einen Anfang machen. Mit dem Eigentum an Grund und Boden. Auch ein weiter Weg besteht aus einzelnen Schritten und nur wenn du jeden einzelnen Schritt gegangen bist, wirst du am Ziel ankommen.

  8. Don 1936 says:

    Das es dazu bessere Menschen als uns bedarf, für eine Lösung des Kapitalismus, halte ich für einen Trugschluss, der vor allem von den autoritären Kommunisten vertreten wird.

    Die Lösung sehe ich im antiautoritären Kommunismus, der auch von den Kommunisten als Anarchismus verteufelt wird.

    Dieser antiautoritäre Kommunismus hat am längsten während dem spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 in einigen Regionen verschieden lang funktioniert und wurde nicht nur durch die Faschisten, sondern auch von den westlichen Demokraten und von den Kommunisten unter der Führung von Stalin torpediert.

    Um wenigstens die geistige Oberhand über das denkbar Mögliche zu erlangen, empfehle ich eine geschichtliche Aufarbeitung über den spanischen Bürgerkrieg aus der Sicht und den Erfahrungen der anarchistischen Seite zu erlangen, die auf die geistigen Grundlagen von Michael Bakunin, der Pariser Kommune von 1871 und der Münchener Räterepublik von 1919 erfolgreich aufgebaut war.

    Wie das denkbar Mögliche von Bakunins Gegenspieler Karl Marx mit seinem autoritären Staatskommunismus ausgegangen ist, ist ja allgemein bekannt und wurde von Bakunin schon vorausgesagt. Ein Grund mehr sich mal mit den Schriften von Bakunin, Kropotkin und viele anderen zu befassen, die auch schon ähnliche Bodenreformen wie in diesem Artikel aufweisen. Dazu empfehle ich die österreichische Webseite http://www.anarchismus.at mit ihrer Rubrik „anarchistische Klassiker“ und die „spanische Revolution von 1936“.

    Aber eine Tatsache wird bleiben, jeder, der sich für etwas Besseres hält, auf Macht und Reichtum aus ist, eine große Karriere anstrebt, andere Unterdrücken möchte oder gewollt ein unterwürfiges Leben vorzieht, für den ist der antiautoritäre Kommunismus (Anarchismus) ungeeignet und dass sind zum Glück nur schätzungsweise 15% der Menschheit. Aber weitere 84% der Menschheit hat man mit Erfolg den Anarchismus als Teufelszeug und Absolutes Chaos dargestellt, um die Menschheit auch weiterhin zu Unterdrücken und gegeneinander aufzuhetzen, nur zum Vorteil der oberen Wohlhabenden 10% der Bevölkerung.

    Wissen ist Macht, Unwissenheit macht Machtlos, Führungspersonen machen abhängig weil sie Korrupt oder vom Gegner ausgeschaltet werden können. Meine Empfehlung lautet; opfert etwas von eurer Zeit und informiert euch selbst aus erster Hand über den Anarchismus und entscheidet dann ob es noch bessere Menschen als uns bedarf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.