Problem Euro

Beim Euro ist es wie bei Europa. Er wird zum Sündenbock für Dinge gemacht, für die er gar nichts kann. Tatsächlich wollten die Politiker und das hinter den Politikern stehende Großkapital von Anfang an zu viel von dem Euro. Er sollte der Nachfolger der DM werden und als harte Währung auf den Weltmärkten den Dollar bekämpfen. Eigentlich eine gute Idee.

Dummerweise war aber Deutschland das einzige Land in dieser Eurozone, dass eine derartig harte Währung vertragen konnte. Die griechische Drachme, die italienische Lira und auch der französische Franc waren wie die meisten anderen europäischen Währungen extrem weich, um sich den jeweiligen wirtschaftlichen Anforderungen anpassen zu können.

Natürlich hatte man gehofft den Handel innerhalb Europas ankurbeln zu können, aber tatsächlich hatte dieser Handel auch schon zu Zeiten getrennter Währungen gut funktioniert, weil die Leute Währungen umrechnen konnten. Es waren ja nicht alles Politiker.

Nun hatten Länder die eigentlich eine weiche Währung gebraucht hätten, plötzlich den harten Euro und konnten nur mithalten indem sie sich verschuldeten. Da es aber rigerose Obergrenzen für Schulden gab, wurden mehr oder weniger offen Schattenhaushalte gebildet in denen die Schulden versteckt wurden. Tatsächlich nahm der innereuropäische Handel Fahrt auf.

Panzer an Griechenland, Haubitzen für Frankreich. Militärhubschrauber Flugzeuge die bis heute nicht fliegen und Konsumgüter. Das alles mehr oder weniger auf Kredit. Um noch mehr zu verkaufen wurden die Löhne gedrückt und die Binnenkaufkraft gleichermaßen.

Deutsche Facharbeiter konkurieren im Lohn mit chinesischen Gefängnisfabriken und in Spanien wird die Ernte von rechtlosen Illegalen eingebracht, weil die Spanier zu teuer sind. Frankreichs Kapitalisten spielen an den Börsen der Welt und haben längst aufgehört in ihre nicht mehr konkurrenzfähigen Fabriken zu investieren.

Die Schulden konnten nicht weginflationiert werden, weil es mangels Nachfrage viel zu geringe Inflationsraten gibt und die, die entstehen tun das ausgerechnet bei Lebensmitteln und fressen so die restliche Kaufkraft.

Die Antwort darauf war eigentlich richtig. Man hat den Euro billig gemacht und damit gleich weite Teile der Schweizer Industrie erledigt. Aber das Geld floss eben nicht in die Realwirtschaft sondern in die Casinos die höflich Börsen genannt werden.

Aber auch die Börsenspielchen machen kein Spaß mehr. Die Rohstoffe sind im Keller, die Wachstumschancen weltweit unter Null und all die tollen Aktien sinken im Wert, weil es keine Kunden gibt, die sich die Produkte leisten könnten.

Aber wie gesagt. Dafür kann der Euro nichts. Ein tolles Auto wird ja auch nicht dadurch wertlos dass ein Idiot am Steuer sitzt. Wenn man den Idioten vom Steuer wegnimmt und einen der Autofahren kann ans Steuer setzt, hat man wieder ein tolles Auto.

Der Euro braucht nur ein Umfeld, das sich auf das Gemeinwohl ausrichtet und ist dann automatisch eine gute, ja eine tolle Währung. In den Problemartikeln ist beschrieben worden, was geändert werden muss, um überhaupt erst mal wieder in die Spur zu kommen. Die Maßnahmen sind einfach und viele sind schon jetzt mehrheitsfähig.

Ein zurück zu nationalen Währungen ist eine völlig dusselige Idee. Wir wollen nicht unseren Kaiser Wilhelm oder die DM wieder haben, sondern müssen eine Zukunft gestalten, die allen Menschen nützt.

17 comments

  1. Alles nur Satire ( User Karma: 0 ) says:

    Das größte, viel zu oft gesehene, Problem einiger Leser ist, Texte nicht vollständig zu lesen, dazu sich nicht auf die vorgestellten Aussagen und Ideen des Verfassers einlassen zu können, ODER mangels Phantasie und Vorstellungskraft nicht darauf einlassen wollen, UND/ODER die eigenen Vorstellungen, das seinerzeit Erlernte, als EINZIG gültige Meinung und Wahrheit anzusehen und verteidigen zu müssen.

    Mit EIN Grund dafür, das dieses neoliberale System immer noch und mit ungebrochener Kraft weiterhin bestehen kann…

    Bei Negativkommentaren zu Alternativen zum Kapitalismus und bei neoliberaler Kritik unterscheide ich, für mich persönlich, eigentlich nur noch zwischen 2 Gruppen.

    Die „WISSENDEN”, eben jene Leute die um das System wissen, es kapiert haben und auch davon profitieren können.

    Die „GLAUBENDEN, GLÄUBIGEN”, die die weitaus größere Gruppe darstellen, die “glauben” müssen, weil sie nicht “wissen“, daher die “Opfer” des Systems sind, nicht profitieren können, u. a. auch glauben: “Alles gut”.

    Dagegen kann man wenig bis gar nichts ausrichten.

    Der Appell, sich zu informieren, verhallt im Nirgendwo der Bequemlichkeit und Arroganz.

    Wenn ich Sinn-Anhänger von “Funktionsweise der Währungen” faseln höre, dann merke ich sofort, das hier mit Absicht die Tatsache negiert wird, das Währungen Waffen sind und als solche eingesetzt werden, jede Sekunde (High-Frequency-Trading).

    1. Carlo says:

      @ Alles nur Satire
      Du hast sicherlich recht. Trotzdem sollte es so sein, dass wenigstens die Analyse des Problems stimmig ist, bevor man versucht eine Lösung zu finden.
      In diesem Beitrag kam ich schon ins Grübeln als ich die ersten beiden Absätze las.
      Wenn die EZB ca. 80% ihrer “Reserven” in US-Dollar hält, sehe ich dass der Euro überhaupt nicht dazu angelegt ist, gegen den Dollar zu kämpfen.
      Genau so hat Deutschland nicht vom “harten” Euro profitiert, sondern davon, dass der Euro softer entwickelte als die DM – eben durch den Zusammenschluss mit den schwächeren Währungen. Für andere Länder wurde er tatsächlich “härter”.

      Die Leute, die den Euro einführten kannten sicherlich Mundells (Vater des Euros) “Theorie optimaler Währungsräume” (dafür gabs sogar mal einen Wirtschftsnobelpreis). Der Euro wurde wider besseren Wissens eingeführt. Warum, zu wessen Nutzen?

      Schau Dir den Beitrag unter den genannten Aspekten noch einmal an.

      1. Alles nur Satire ( User Karma: 0 ) says:

        Hallo Carlo, und danke für Deine Antwort.
        Du bist ein scharfer Beobachter, dein Kommentar #5 zeigt mir das, wiewohl deine anderen Kommentare hier und in anderen Blogs.

        Ich bin kein ausgewiesener Fachmann für Wirtschaftstheorien. Was ich beobachte und versuche zu verstehen, zu analysieren, sind die Auswirkungen geschaffener Tatsachen im wirtschaftlichen, politischen und im Finanzsektor.

        Wer schuf was, was wurde öffentlich dazu propagiert, was sind die Auswirkungen auf die große Masse der Bürger, die damit leben und umgehen müssen, aber keine Einflussmöglichkeiten in Änderungen, gar Abschaffungen haben. Wer gewinnt, durch was und wie und WER verliert?

        Ich las auf „Voltairenet.org“ einen Beitrag des mexikanischen Professors Jalife-Rahme betitelt: http://www.voltairenet.org/article190089.html“Fed dekretiert Devisen-Krieg und (er?) würgt Latein-Amerika“.

        Währungen sind Waffen. Der Euro wurde u. a. auch deshalb eingeführt, um diesen europäischen Währungsraum in den Kreis der alles bestimmenden FED, Weltbank und IMF, den „Dollarkriegern“ zu hieven, so am Dollarkrieg der USA auch Europäer teilhaben zu lassen. (Nur meine Meinung)

        BRICS versucht ja auch schon seit geraumer Zeit, den Dollar als Weltleitwährung zu kippen. Was die USA verhindern müssen, sonst ist die US-Party „gecrashed“.

        Ich bin davon überzeugt, das fachliche Diskussionen, wie man innerhalb des „Systems Neoliberal“ Änderungen herbei führen kann, nicht ausreichend sind. Das „neoliberale“ System muss weg.
        Das was an dessen Stelle treten kann, interessiert mich brennend.

        „Kapitalismus“ ist im Menschen verankert, nur die unterschiedlich ausgeprägte Gier, Egoismus, die diametral zu Humanismus, sozialer Verantwortung, Empathiefähigkeit stehen, lassen Auswüchse wie neoliberal o.ä. entstehen.

        Meiner bescheidenen Meinung nach ist es nicht möglich, kapitalistisches Denken und Handeln aus der Spezies Mensch heraus zu bekommen, Wettbewerb ist Teil unserer DNA.

        Ich denke gerne über effektive Möglichkeiten nach, wie die Gier weniger Menschen kontrolliert und unter Kontrolle gehalten werden kann, damit eine große Mehrheit weniger gieriger Menschen keine allzu großen Nachteile erdulden müssen.

        Ein System zu schaffen, das nachhaltig dafür Sorge trägt, das gierige und weniger gierige, intelligente und weniger intelligente, robuste und schwache Menschen neben- und miteinander, ohne Benachteiligungen zu fürchten und gegenwärtigen müssen, miteinander leben können. Im Neoliberalismus sicher nicht. Das geht natürlich in den Bereich der Philosophie, aber auch der hat seine Berechtigung.

        Ich bin mir sicher, wenn man ein umfassendes Kontroll- und Zwangsinstrument wie HARTZ IV schaffen kann, dann kann man auch Möglichkeiten zur wirksamen Kontrolle von Gier, Egoismus, Ausbeutung, Betrug schaffen.
        Vermutlich hast Du etwas anderes von mir erwartet. Aber ich bin mir sicher, Du verstehst meine Intentionen.

        Und ja du hast Recht bezgl. Analysen, durch unterschiedliche Betrachtungsweisen kann ich z. B. nur lernen. Wozu ich Kommentare wie: „Lern erst mal…, Versteh erst mal…“ usw. nicht zähle. Ich denke Du ebenso wenig.

        1. Carlo says:

          @ Alles nur Satire
          Ich erlaube mir zwei kleine Anmerkungen. Ich möchte an dieser Stelle auf einen interessanten Artikel (mit informativen Links) verweisen: http://www.theguardian.com/commentisfree/2012/jun/26/robert-mundell-evil-genius-euro

          “„Kapitalismus“ ist im Menschen verankert, nur die unterschiedlich ausgeprägte Gier, Egoismus, die diametral zu Humanismus, sozialer Verantwortung, Empathiefähigkeit stehen, lassen Auswüchse wie neoliberal o.ä. entstehen.
          Meiner bescheidenen Meinung nach ist es nicht möglich, kapitalistisches Denken und Handeln aus der Spezies Mensch heraus zu bekommen, Wettbewerb ist Teil unserer DNA.”

          Ganz sicher sind Menschen gierig, feige, egoistisch, ja sogar mörderisch. Sie sind aber auch das Gegenteil. In Abhängigkeit von Lebensbedingungen und zwischenmenschlichen Beziehungen treten einzelne Eigenschaften und Motivationen stärker oder schwächer zum Vorschein. Die Menschen können für sich, wenn sie die Probleme erkannt haben, optimale Lebensbedingungen schaffen. Sie werden auch lernen in welchen Lebensbereichen der Wettbewerb nützlich und in welchen er schädlich ist.

          Ansonsten – es geht mir nicht darum, dass Deine Meinung meinen Erwartungen entspricht. Jeder soll seine Meinung haben. Das kann für alle nur gut sein und es regt es zum Nachdenken an. Ich denke, dass ich Deine Beiträge verstehe (ich würde sonst nachfragen).

          1. Alles nur Satire ( User Karma: 0 ) says:

            Hallo Carlo,
            deinen Link zum “guardian” habe ich heute morgen gelesen. Nochmals Danke dafür, denn der Artikel aus 2012 ist informativ, in einfachen Worten gehalten, ohne “Finanzwirtschaft-Wissenschaftliches” Nebelkerzengeschwurbel auf den Punkt gekommen.

            Er bestätigt meine Meinung zum Neoliberalismus, zu “Währungswaffen”, die vollständige Zerstörung altbekannter gesellschaftlicher und originär politischer Aufgaben aus der vor-Neolib-Ära.

            Und weiter gedacht, der Artikel des “guardian” stützt doch auch Jochens Eingangsmeinung: “Der Euro braucht nur ein Umfeld der sich am Allgemeinwohl ausrichtet…”

            Das sehe ich genauso, was aber bedeutet: neoliberale EZB-Entscheidungen durch Ideen aus dem demokratischen Sozialismus (oder anderen praktikablen Gesellschaftsformen) ersetzen zu lassen, was voraus setzt das neolib-Politiker aus der regierenden Politik verschwinden müssen, nicht wieder gewählt werden. Wenn ich beim demokratischen Prozess des Wählens bleibe.

            Die Ausrichtung des Euro diametral zu verändern, bedeutet auch die neolib Politik diametral zu verändern.
            Ob das die 70% bis 80% CxU, spd, FDP, Grüne und neuerdings auch AfD-Wähler begreifen werden, wage ich stark zu bezweifeln.

          2. Alles nur Satire ( User Karma: 0 ) says:

            Hallo Carlo,

            danke für deine offene Antwort und deine Meinung.Den Link werde ich mir morgen anschauen.

            Ich denke auch, auf einer fairen offenen Basis kann man sich über alles austauschen, nachdenken, Gesagtes überdenken.

        2. Bernd Engelking says:

          Das lässt sich evolutionbiologisch in keinster Weise begründen. Der Mensch hat immer während seiner Entwicklung in Gemeinschaften gelebt und ist an diese 100% angepasst, auch heute noch, und auch wenn er sich im Westen heute eine viel schädlichere Lebensweise angeeignet hat. Ohne Kooperation unter Zurückstellung des Egoismus hätte er nicht überlebt, das betrifft genauso auch das Handeln im Wettbewerb.

          Anders herum wird ein Schuh draus. Der Kapitalismus ist eine Erfindung einiger Menschen, die es geschafft haben, dieses System allen anderen über zu stülpen. Anschließend haben die Menschen sich an das System angepasst, größtenteils zu ihrem Schaden. Wirtschaft und Geld hat mit den Genen nichts zu tun.

          Diese Argumentation wird verwendet und gewünscht von den Kapitalbesitzern, um den einfachen Menschen die Verantwortung für ihr Handeln zuzuschieben. Sie plündern die Welt mit allen Mittel zugunsten des Profits und der einfache Mensch fühlt sich schuldig für die globalen Zerstörungen.

  2. CISCO says:

    “Der Euro braucht nur ein Umfeld, das sich auf das Gemeinwohl ausrichtet und ist dann automatisch eine gute, ja eine tolle Währung.”

    Träumen Sie mal schön weiter.

    Solange Geld aus dem NICHTS geschaffen wird
    (Zinsgeldsystem) kann kein Geldsystem überleben.

    Da macht auch Ihr toller Euro keine Ausnahme.

    …verstehen Sie erstmal das Geldsystem!

    1. Jochen ( User Karma: 1 ) says:

      Können sie Lesen. Nein. Ol. Das macht nichts. Ansonstens hätten sie gelesen das in einem anderen Artikel dieser Reihe die Geldschöpfung längt den Privatbanken entzogen ist. Aber das macht ja nichts, sie haben ja mal eben den Blog vollgekotzt.

      Wie ich solche Pfeifen hasse.

      1. Bernd Engelking says:

        Dass ist für mich jetzt besonders interessant: Da ich denke, wenn die “Geldschöpfung aus dem Nichts” abgeschafft worden wäre, dann wüsste ich das.
        Ich habe ihren Artikel dazu nicht gelesen, aber das muss man auch nicht, denn es stimmt einfach nicht. Wie auch Prof. Thorsten Polleit auf Rottmeyer.de aktuell ausführlich darlegt, funktioniert die Geldschöpfung wie eh und je, es sei denn die Kreditvergabe “klemmt” gerade.

        Wie sollte man dies auch abschaffen? Unser Kreditgeldsystem mit Zinses-Zins funktioniert nun mal nicht ohne diese Form der Geldschöpfung. Da spart niemand durch Konsumverzicht, das ist lange als Märchen unters Volk gestreut worden, um die Skandalösität dieses Vorgangs zu vertuschen. Denn dadurch haben die Banken kein Risiko, da sie das Geld was sie verleihen nicht besessen haben und trotzdem Zugriff auf die Sicherheiten des Kreditnehmers bekommen.

        Das heißt: Sie besitzen die Sicherheit bis der letzte Cent des Kredits abgezahlt ist, ohne Risiko. Daher kommt auch der Zwang zum Schuldenwachstum und der Wachstumszwang generell. Der Zins wird zu den Banken und ihren Besitzern umverteilt, während er in der Realwirtschaft erwirtschaftet werden muss.

        Ich wäre aber interessiert zu erfahren wie die eventuelle Abschaffung begründet wird und dankbar für diesbezügliche Belehrung.

  3. Bernd Engelking says:

    Es ist nicht mein Ansatz es “ihnen zu geben”. Ich bezeichne andere Ansätze nicht als Blödsinn.
    Währungen stehen im Wettbewerb zu anderen Währungen, aber das ist ja gar kein Problem. Das war noch nie in der Geschichte ein Problem.
    Wirtschaften stehen auch im Wettbewerb, seit wann ist Wettbewerb ein Problem? Gerade dafür gibt es Schutzmechanismen, die im Zusammenhang stehen mit Grenzen. Nur wenn die Grenzen und damit die Schutzmechanismen aufgeweicht werden, wird es ein Problem. Und damit ist die Globalisierung das Problem.
    Die Schweiz hat ihre Währung und ihre Wirtschaft nicht geschützt. Sehen sie sich an, wie regionale Währungen und Wirtschaften funktioniert haben und funktionieren. Mit festen Schutzmechanismen.
    Leider gibt es in ihrem Aufsatz keine Problemlösungen für eine bessere Zukunft, außer vielleicht für Besserverdienende, Großkonzerne und Investoren. Gerade für die sind ihre Ansätze interessant, da diese daran interessiert sind, dass das “Problem” weiter in die Zukunft verschoben wird, wie es alle Problemlösungen vorher getan haben.
    Ich rate allen, die die Bedrohung dieses Systems nicht sehen wollen, welche uns in 2 Weltkriege zumindest “begleitet” haben, sich mit den Grundlagen der Regeln des Geldes zu beschäftigen.
    Dann würde deutlich, dass es keine Rettung dieses Systems geben kann, da es einem logisch festen Ablauf zum “Finale” gibt. Denn niemand weiß, wohin noch gewachsen werden soll und wie dann noch die steigenden Renditen für die Reichen aufgebracht werden sollen. Ein richtig konzipiertes Wirtschaftssystem auf der Basis der Regeln regionaler Währungen wäre eine wirklich Verbesserung für die einfachen Menschen.
    Wie viel wollen wir noch bauen, ausbeuten und zerstören? Ich warne alle davor, nicht dass mit zu betrachten, was wir, die “Westliche Wertegemeinschaft”, bereits auf der Welt angerichtet haben, und zu glauben, irgendetwas davon sollten wir weiter so machen.

  4. Bernd Engelking says:

    Euro und Gemeinwohl? Nicht zurück, Zukunft gestalten? Schulden weg inflationieren? Sie scheinen vom Geldsystem wirklich nichts zu wissen, oder wollen sie provozieren oder lobbyieren?

    Ist Ihnen bekannt, dass noch nie eine Währungsunion längere Zeit stabil funktionierend überdauert hat? Weder Deutschland noch die USA funktionieren als Währungsunion, denn in Fachkreisen gibt es eine Regel: Eine Währung funktioniert umso besser, je homogener der Wirtschaftsraum ist. Und ein Wirtschaftsraum ist umso homogener, je kleiner er ist oder je einheitlicher seine Regionen sind. Das gilt natürlich auch umgekehrt.

    Wissen sie denn, dass die Währungsunion Euroraum gar nicht die Ursache für sein Scheitern ist, sondern nur ein Beschleuniger aus oben genanntem Gründen?
    Unser Geld- und Wirtschaftssystem ist der Grund, dass es ein unumgängliches Ablaufdatum hat und dass jede Währung und jede Union scheitern muss und wird. Das was da als EU oder Euroraum konstruiert wurde, ist ein Projekt der Eliten und Großkonzerne, die einen besseren Ansatz haben wollen, der Bürgerwillen auszuhebeln und durch Korruption der Regierenden die Demokratie abzuschaffen. Das gleiche gilt übrigens für die Globalisierung generell. Kein einfacher Mensch hat etwas davon, sie dient ausschließlich den Reichen, wie man an den ganzen Problemen erkennt. Man möge sich nur die Schuldenstände ansehen.
    Sie wollen sich einfacher bereichern indem sie ungehinderten Zugang zu den Geldern der Bürger haben wollen. Jetzt steht das System am Abgrund und die Eliten der Großkonzerne und ihre Komplizen wollen ihre Köpfe retten, wofür alle Mittel recht sind.

    Die Abschaffung von wirtschaftlichen Grenzen ist keine Lösung, sondern ein Problem. Es beschleunigt den Geldtransfer zu den Reichen und damit den Weg in den Abgrund. Wir brauche ein anderes System.

    1. Jochen ( User Karma: 1 ) says:

      Jetzt haben sie es mir aber gegeben. Ich sinke in den Staub.

      Ach ja. Dieser Artikel ist Teil einer Reihe in der Problemlösungen für eine bessere Zukunft vorgestellt werden und in denen zum Wirtschaftssystem und zum Geld schon ausdrücklich Stellung genommen wurde.

      Die Theorie das ein möglichst homogenes Wirtschaftsgebiet eine gute Währung bringt ist übrigens Blödsinn. Währungen stehen im Wettbewerb zu anderen Währungen, je kleiner das Währungsgebiet desto gefährdeter die Währung. Ja, das gilt insbesondere für die Schweiz, die ja nur überleben konnte weil sie das Geld der Kriminellen ins Land geholt und praktisch nicht verzinst hat. Seit dem das endet, ist auch die Schweiz gefährlich am wackeln.

  5. Franz P. says:

    02.07.2002:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/bizarre-britische-humorattacke-ein-volk-ein-reich-ein-euro-a-203615.html

    16.02.2012:
    Die alten Bilder sind wieder da
    Der Ausfall Papoulias’ ist symptomatisch für die Stimmung in Teilen Europas. Die Krise um den Euro führt zu Reaktionen, die man längst für überwunden hielt. Deutsche Fahnen werden in Athen verbrannt, Merkel wird als Hitler auf Demonstrationen und in Zeitungen karikiert. Dabei glaubten sich viele in Europa noch bis vor kurzem weiter. Allenfalls in britischen Boulevardmedien schien sich noch eisenhart das Stereotyp von deutschen Panzern zu halten, die im Fußball alles überrollen.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/griechen-vs-deutsche-erniedrigte-und-beleidigte-a-815670.html

    10.08.1944:
    Hotel Rotes Haus in Strassbourg: Der Bormann-Plan:
    http://www.bibliotecapleyades.net/sociopolitica/reichblacksun/chapter15.htm
    http://recentr.com/2011/07/nazi-grosen-planten-4-reich-das-der-struktur-der-eu-entspricht/

  6. Albert says:

    Hallo Herr Hoff, Sie schreiben: “Ein tolles Auto wird ja auch nicht dadurch wertlos dass ein Idiot am Steuer sitzt. Wenn man den Idioten vom Steuer wegnimmt und einen der Autofahren kann ans Steuer setzt, hat man wieder ein tolles Auto.”

    Und im Ausblick: “Wir wollen nicht unseren Kaiser Wilhelm oder die DM wieder haben, sondern müssen eine Zukunft gestalten, die allen Menschen nützt.”

    Wer soll Ihr “Wir” sein?

    Daß der €uro nicht das Problem ist klar. Das Problem, auch Ihres, ist, daß Sie Illusionen verbreiten: Wie soll das denn gehn, Ihre Zukunftsgestaltung, die “allen” nützt. Nein, Herr Hoff: Nicht allen. Den Vielen. Und nicht den Wenigen da Oben, den Millardäros und Millionarios. Oder allgemeiner: *Wer nicht mal zwischen Oben und Unten differenzieren kann, sollte als Kapitalismuskritiker schweigen …*

    Gruß, Albert

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