Problem Banken

Heute leben Banken von einer Vielzahl von Geschäften. Mit der Geldschöpfung vergeben sie Kredite, für real zum Teil nicht vorhandenes Geld und steuern damit die wirtschaftlichen Möglichkeiten von Einzelpersonen und Wirtschaft im allgemeinen. Sie liefern die Werkzeuge für unsinnige Wetten an den Börsen und verdienen an diesen Wetten und wickeln auch die Zahlungen von Wirtschaft und Privatpersonen ab, was aber nur zu einem geringen Teil ihrer Einnahmen beiträgt, aber Kundenkontakte schafft.

Allerdings müssen wir an dieser Stelle bereits die bisherige Struktur der Problemartikel beenden, da es keinen Sinn macht die Banken im Istzustand weiter zu behandeln, wenn längst klar ist, dass sie in dieser Form nicht mehr gebraucht werden. Ohne das Recht zur Geldschöpfung, können sie sich zwar von den Zentralbanken Geld leihen und dieses zu einem höheren Zins an Wirtschaft und Privatkunden weiterreichen. Aber es steht zu vermuten, das mittelfristig die Nationalbanken zumindest die politisch und gesellschaftlich gewollten Kredite selbst ausreichen und abwickeln oder über die Regionen und Kommunen ausreichen lassen und zum anderen die Unternehmen sich über Anleihen und Beteiligungen auch selbst ohne Hilfe der Banken finanzieren.

Wenn die Wetten an der Börse dem Glücksspielgesetz unterliegen und deshalb eine Spielbankenabgabe erhoben wird, ist auch das was wir heute als Investmentbanking kennen, wohl schnell erledigt.

Bliebe noch die Kontoführung, die aber bei der Zentralbank auch besser aufgehoben wäre, weil es Sinn macht für Steuern, Abgaben, Zuschüsse, Kindergeld und Bürgergeld ein zentrales Konto zu haben, das über das Internet und mobile Zahlungssysteme allen Komfort bietet. Zu diesem Zweck könnte aus dem allgemeinen Konkurs der Banken zum Beispiel die Postbank übernommen und mit bereits vorhandenen anderen Systemen zusammengefasst werden und es könnten auch die Bankautomaten am Leben erhalten werden.

Natürlich muss an dieser Stelle der Einwand erfolgen, dass über die Zentralbank, die Regierung alles über die Bürger weiß und einzelne finanziell angreifen und mundtot machen könnte. Diese Gefahr besteht, aber sie besteht auch heute. In Zukunft würde aber eine andere Haftung greifen und eine freie Justiz, die haftbar ist, wenn sie nicht den Gesetzen entsprechend handelt, werden diesem Problem die Spitze nehmen, aber es nicht gänzlich beseitigen können.

Aber auch wenn man an diesem Punkt noch viel Arbeit investieren muss, ist grundsätzlich klar, dass die Banken nicht mehr gebraucht werden. Das gilt übrigens nicht für die meisten Mitarbeiter der Banken. Die werden sogar dringend gebraucht um möglichst nah am Kunden, in enger Bindung mit dem Kunden und langfristig Konzepte zu entwickeln die dem Kunden helfen und gleichzeitig dem Allgemeinwohl dienen.

Verlierer sind die Besitzer der Banken, die aber in der Vergangenheit ohne Haftung und ohne dem Gemeinwohl zu dienen exorbitante Gewinne gemacht haben und die Leute, die andere zu Spekulationen animiert und bei Spekulationen unterstützt haben. Diese werden sich neue oder überhaupt zum ersten mal Arbeit suchen müssen.

One comment

  1. Carlo says:

    Meiner Meinung nach stellen Banken (für sich gesehen), Banker und deren Eigentümer kein Problem dar. Ihre Geschäftsmodelle sind nur nicht am Gemeinwohl orientiert. Das ist das Problem und dies ist änderbar.

    Warum schreibe ich es so? Weil ich es nicht befürworte, dass man mit dem Finger auf andere zeigt und den “Schwarzen Peter” von sich weist. Bei aller Kritik zum System muss es trotzdem darum gehen, alle Menschen mitzunehmen und keine neuen Spannungen zu erzeugen. Ein Geschäftsmodell läst sich ändern und Banken müssen nicht allgemein in Konkurs gehen. Mit so einer Aussage fordert man die Existensangst der gegenwärtigen Mitarbeiter und ihrer Familien heraus. Das kann nicht im Sinne notwendiger Veränderungen sein.

    Ob nun eine Zentralbank, die auch noch mit einer Regierung zusammenarbeitet, das Non-Plus-Ultra ist, darüber ließe sich trefflich diskutieren. (So lange man Wirtschaft in Geld denkt)

    Ich möchte an dieser Stelle auf Geschäftsmodelle von Banken verweisen, die in meinen Augen eine andere Entwicklungsstufe erreicht haben und deshalb vielleicht Orientierungspunkte darstellen könnten.

    http://www.wir.ch/ (WIR Bank, Schweiz)
    https://www.jak.se/international (JAK Mitgliederbank, Schweden)
    https://www.werebank.com/ (WeRe Bank, Irland)
    Zu den beiden letzteren gibt es deutsche Erklärungen im Netz.

    Es gibt viele weitere Modelle. Wer sich interessiert und auf die Suche macht, wird darauf stoßen.

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