Polens Freiwilligenmiliz und kommende Kriege

Einen echten Titelanwärter auf die Deppen des Jahrzehnts haben wir mit dem polnischem Unterhaus dem Sejm das gerade beschlossen hat eine 50.000 Mann starke Freiwilligenmiliz aufzubauen. Das ist eine der gefährlichsten Idiotien die sich ein so schon geschwächtes und innerlich zerrissenen Land leisten kann. 

Aus einer Freiwilligenmiliz ein oder mehrere Freikorps zu machen ist eine leichte Übung, die wie beim Kapp-Putsch oder in der Weimarer Zeit zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führt. Das Beispiel Schweiz mit seiner langen demokratischen Tradition als Beispiel heranzuziehen ist falsch. 

Die zur Zeit regierende faschistoide Regierung, versucht sich damit neben der Armee einen persönlichen Schutzwall zu schaffen, den sie direkt führen kann. Das aber wird nicht funktionieren, weil sich solche Organisationen immer verselbstständigen. Man könnte das als nur polnisches Problem abtun, aber in Wirklichkeit steckt dahinter eine Gefahr für ganz Europa. 

Polnische Faschisten versuchen schon seit längerer Zeit die ukrainische Minderheit in Ostpolen zu vertreiben und sind dabei durchaus erfolgreich. Gleichzeitig fordert Polen immer noch die Rückgabe der Westukraine, die ja eigentlich polnisches Territorium war. Die deutschen Ostgebiete die sie zum Ausgleich dafür erhalten haben, reichen ihnen nicht. 

Verschärft wird die Situation noch dadurch, dass der ukrainische Machthaber und Putschgewinner Petro Poroschenko, durch die Wahl Trumps nun fürchten muss, dass die Unterstützung für seinen Kampf gegen Russland durch die USA und damit seine Diktatur erledigt ist. Deshalb versucht er sich so schnell es geht unter die Fittiche der EU zu retten. Damit die Polen dieser Entwicklung zustimmen, muss er jedoch anerkennen, dass die Westukraine eben nicht ukrainisches Staatsgebiet ist. 

Auch wenn die US-Geheimdienstgemeinde die Ukraine Gerüchten zufolge bereits verlassen haben sollen, scheint aber ein Spin-Doktor übrig geblieben zu sein, der sowohl dem Herrn Poroschenko, als auch ganz Europa ein dickes Ei auf die Schiene genagelt hat. Das der Schokoladenzar Poroschenko das nicht durchblickt hat ist logisch. Dafür fehlt ihm die Ausbildung. Er ist halt sehr blauäugig und hat den Einflüsterungen anderer stets mehr vertraut, als sich selbst. 

Aber er hat brav gehorcht und Werchowna Rada  das Parlament der Ukraine, verabschiedete am 20. Oktober eine Erklärung der Erinnerung und der Solidarität in der sie erklärte, dass die UdSSR zusammen mit dem Hitler-Deutschland für den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verantwortlich sei und erstmals offiziell anerkannte, dass die Ukraine die westlichen Regionen des Landes illegal erhalten habe, was bedeutet, dass jetzt Polen das Papier hat, das es immer wollte. Zwar hofft Poroschenko, dass der polnische Sejm, auch eine derartige Erklärung abgibt und dann alles beim alten bleiben kann​. Ich teile diese Hoffnung nicht.

Poroschenko hat sich vorgestellt, dass es mit diesem Schnellschuss dazu kommt, dass die Ukraine umgehend in EU und Nato als Vollmitglied aufgenommen wird und man dann feststellt das Russland als Rechtsnachfolger der UDSSR, der einzig verbleibende Schuldige ist, da Deutschland ja bereits Gebiete abgetreten hat und dann die Nato die ehemals ukrainischen Gebiete in Russland zurückerobert und Russland die Umsiedlungskosten zusammen mit Deutschland bezahlen muss. 

Eine geniale Idee. Nur leider etwas blöd. Juncker hat bereits erklärt das es ca. 20-25 Jahre dauern wird bis die Ukraine so weit ist in der EU Vollmitglied zu werden und bei der desolaten Lage der EU kann er gar nicht so blöd sein, seine Meinung zu ändern. Auch die Nato muss sich erst selbst neu erfinden bevor sie wieder handlungsfähig ist. 

Deutschland hat den abgetretenen Gebieten kein Interesse, gibt es doch innerhalb Deutschlands menschenleere Gebiete, in denen es sich kaum noch lohnt, Verwaltung und Straßen aufrechtzuerhalten. 

Tatsächlich wird sich nach dem Rückzug der USA die Ostukraine weitgehend im Rahmen von Volksabstimmungen an Russland anschließen und Polen wird die Rückgabe seiner Gebiete fordern. Es wird unweigerlich zu einem Krieg zwischen Polen und der Westukraine kommen, die diese Auseinandersetzung nicht gewinnen kann, weil ihr das Geld und die Ressourcen fehlen. 

Bei etwas Glück könnte sich die Westukraine dann Polen anschließen, aber es wäre wohl dumm auf ein solches Glück zu hoffen. Es wird ein Brandherd entstehen, der noch auf Jahrzehnte nicht zu löschen ist, da die ukrainischen Bürger der Westukraine von den Polen als Besatzer gesehen werden und sie praktisch nirgendwohin gehen könnten. 

Russland wird sich an ihr Verhalten in der Vergangenheit erinnern und wer sonst sollte sie nehmen. Poroschenkos Unverstand hat also am Ende die Ukraine vernichtet. Seine US-amerikanischen Förderer werden Bücher schreiben und nachweisen, dass nur Poroschenko Schuld war.

Sowohl die Aufstellung der Freikorps, als auch die einseitige Veränderung an den Grenzen durch Poroschenko wird Europa nur Chaos bringen. Es wäre wichtig zumindest auf Polen einzuwirken, diesen Unfug gar nicht erst anzufangen. Aber wer könnte den Polen als glaubwürdiger Ratgeber entgegen treten. Es gibt wohl keinen. Die Chance ist günstig und die Lust auf Rache vorhanden. Es wird nicht gut ausgehen. 

 

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