Mann, Frau, Memme – Schlachtvieh?

Bitte nicht zu weiblich! Natürlich darf ein Mann auch mal ein paar Tränchen lassen, wenn es der Anlass denn hergibt. Keine Frage. Aber das heute – doch teilweise anerzogene mimosenhafte Verhalten – ist seiner nun wirklich nicht würdig.

 

Jungs müssen sich hin und wieder mal "buffen", ihre Kräfte "messen" – natürlich sollen sie sich nicht gegenseitig Krankenhausreif schlagen oder gar Schlimmeres. Letzteres ist aber nichts, was die Regel wäre unter Keilereien; es sind Ausnahmen. Dennoch verhält sich die Gesellschaft bei kleineren Rangeleien als wäre sie Erzieher und Richter zugleich. Damit macht die Gesellschaft sich auch zum Täter. Menschen die sich weder durchsetzen, noch bereit sind – aus der Furcht heraus bestraft werden zu können – Kritik zu äußern, werden zu willfährigen Knechten. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen werden unterdrückt und verschwinden mit der Zeit ganz. Eine tumbe Masse die sich so im Gänsemarsch zur Schlachtbank bewegen lässt.

 

Das Gleiche gilt auch für die holde Weiblichkeit. Das heutige Frauenbild ist ein christlich geprägtes. Eine bestimmte Zeit lang nach der Entbindung eines Kindes, hieß es im frühen Christentum, die Frau seie "Unrein". Gleiches galt für das Neugeborene. Dieser Unreinheit konnte man dann durch ein "Münzopfer" "zu Gunsten des Herrn" entgegnen. Ungeachtet der Tatsache das Blut eben auch Leben bedeutet, wurde das also gleich mal "im Namen des Herrn" kapitalisiert. Frauen sind dreckig und haben dem Manne untertänigst zu "dienen". Wenn heute von Emanzipation gesprochen wird, so ist dies – meines Erachtens nach – nur ein weiterer Versuch damit die Geschlechter untereinander gegeneinander auszuspielen. Selbstverständlich sollten Frauen ebenfalls in der Lage sein echtes Selbstwertgefühl und Vertrauen in sich aufzubauen; aber doch nicht in dem sie sich gegen die Männerwelt stellen lassen – als Konkurrenz.

 

So unterschiedlich Männer und Frauen auch sein mögen; die einen werden nie ohne die anderen überleben können – sie brauchen sich gegenseitig. Auch wenn viele Menschen der Meinung sind, dass dies nicht stimmen würde. Auch wenn einige meinen sie müssen einen Kampf dafür kämpfen. Ein solcher Kampf kann keine Gewinner erzeugen. Bestenfalls leben wir irgendwann in einer Welt voller Duckmäuser und Memmen. Nichts wonach ich strebe.

 

Ich will "echte" Männer und Frauen! Menschen zu denen man aufschauen kann!

 

Ég heiti Tilda Braknør
Sjáumst síðar. Bless!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.