Krieg gegen den Terror

Solange Politik und Medien in Deutschland jede ernsthafte Diskussion darüber vermeiden, was Terror eigentlich ist, werden die Terroranschläge in Deutschland und Europa zunehmen.


Man kann es nicht oft genug wiederholen: Terrorismus ist nach dem deutschen Gesetz der „rechtswidrige“ Einsatz von „Gewalt als Mittel zur Durchsetzung international ausgerichteter politischer oder religiöser Belange“.
Seit vielen Jahrzehnten führt die „westliche Wertegemeinschaft“ Öl- und Gaskriege im Vorderen Orient, setzt also rechtswidrig Gewalt ein zur Durchsetzung politischer Belange, und terrorisiert die muslimische Welt. Ein historisches Datum ist dabei der Sturz des demokratisch gewählten iranischen Ministerpräsidenten Mohammad Mossadegh 1953. Und der Islamische Staat ist ein Produkt des rechtswidrigen Irak-Krieges von Bush und Blair.
In den Ländern des Nahen Ostens ist der Terror Alltag: In Bagdad kamen Mitte Oktober allein bei zwei Anschlägen innerhalb von drei Tagen insgesamt mindestens 44 Menschen ums Leben. In Syrien riss Anfang Oktober ein Selbstmordattentäter auf einer Hochzeitsfeier 20 Menschen mit in den Tod. Im Bombenhagel in Aleppo sind in den letzten Monaten über 1000 Zivilisten getötet worden. Ende September kamen bei einem US-Drohnenangriff in der afghanischen Provinz Nangarhar mindestens 15 Zivilisten ums Leben. Im November wurden bei einem Luftangriff der Nato in der nordafghanischen Provinz Kunduz 30 Zivilisten getötet. Bei einem Anschlag im Tel Aviver Vergnügungsviertel wurden vor einigen Monaten drei Israelis erschossen. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Der sogenannte „Krieg gegen den Terror“, an dem auch Deutschland beteiligt ist (Afghanistan, Syrien, Mali…), hat in den vergangenen 15 Jahren mehr als 1,5 Millionen Menschenleben gefordert.
Quelle: Oskar Lafontaine via Facebook

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