Hallo Herr Staatsanwalt!

Heute ist die Hauptversammlung von Daimler-Chrysler. Wohl die letzte vor der Scheidung. Auch wenn scheiden in diesem Fall nicht weh tut, kostet es auf jeden Fall Geld. Viel Geld. Aber keine Sorge es kostet nur das Geld des Steuerzahlers und nicht das der Anteilseigner.

Denn der Verlust beim Verkauf der Nissan-Anteile und beim Verkauf der Mitsubishi-Anteile ging einfach in die Kosten der erfolgreichen deutschen Mutter Daimler-Benz. Gut dafür musste ein paar Arbeitern das Gehalt gekürzt und einige rausgeworfen werden. Das nennt man dann Kollateralschaden. Aber den Aktionären passierte nichts.

Dafür durfte der deutsche Steuerzahler bluten. Drei Prozent mehr Mehrwertsteuer, Kürzungen an allen Ecken und Enden, das muss uns Daimler doch wert sein.

In diesem Zusammenhang stellt sich dann doch sofort die Frage: “Cui bono – wem nutzt es?”
Seltsamerweiser oder vielleicht doch typischerweise meldet sich zu diesem Thema der verantwortliche Aufsichtsratsvorsitzende, Mr. Peanuts, Hilmar Kopper im Spiegel um nochmals zu betonen wie sinnvoll, die sichtlich falsche Entscheidung, damals wie heute gewesen sei. Natürlich lieferte er keine Begründung.

Kann er im Zusammenhang mit Daimler und Chrysler auch nicht. Die haben beide nichts davon gehabt. Außer Ärger und Elend. Aber wie sieht das eigentlich bei der Deutschen Bank aus, für die Koppers, und der lebende Kleiderständer Breuer, die deutsche Wirtschaft ständig an den Rand des Ruins führen. Ist der wahre Nutznießer die Deutsche Bank? Da würde doch plötzlich ein Schuh draus.

Wir erinnern uns, das der Schweizer Staatsbürger Ackermann, für den Kunden der Deutschen Bank, Hutchinson Whampoa, sogar gegen geltendes Aktienrecht verstieß, Vorstände und Aufsichtsräte schmierte und dem deutschen Steuerzahler rund 70 Mrd. Euro zusätzliche Steuerlast verpasste, die ohne dieses Geschäft nie aufgetreten wäre.

War es nicht auch bei Mitsubishi so, das sich Hutchinson Whampoa ein wenig verspekuliert hatte und die guten Freunde von der deutschen Bank bat, etwas zu unternehmen? Denn es ist schon seltsam, das Daimler plötzlich die gute und wirtschaftlich erfolgreiche Verbindung zu Nissan aufgeben musste, um sich mit dem Looser Mitsubishi zu verbrüdern.

Naturgemäß werden enge Zusammenhänge zwischen Kirk Kerkorian, Hutchinson Whampoa und der deutschen Bank nicht sehr breit getreten und schon gar nicht in deutscher Sprache. Aber das es sie gibt, wird von niemandem bestritten.

Einem deutschen Staatsanwalt dürfte es allerdings ein leichtes sein, ein Ermittlungsverfahren gegen die Deutsche Bank einzuleiten. Getreu der Bibel: “Suchet so werdet ihr finden.” könnte es da auch hilfreich sein, nochmals den Auftritt des Hutchinson Whampoa Beauftragten bei dem letzten Gespräch zwischen Ackermann und Esser, als es um die Ablösesumme ging, zu untersuchen und mit ein paar Daimler-Mitarbeitern zu sprechen, denen erklärt wurde, warum man nicht mehr mit Nissan zusammenarbeiten will.

Natürlich wird nichts passieren. Ein deutscher Staatsanwalt der den Mut hat, in dieses Wespennest zu stechen, wurde bisher noch nicht geboren. Aber selbst wenn es ihn gibt, wird Michel Glos ihm erklären, das im Ausland viel weniger untersucht wird und ihn notfalls ausbremsen. Das ist eben Deutschland.

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