Gipfelkreuze zu Gipfelhalbmonden

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Nee. Nee. Nich Schwerter zu Pflugscharen, das ist schon lange out. Mit dem real nicht existierenden Sozialismus starb ja auch das alte faschistische Feindbild. Niemand kann mehr zu einem Krieg gegen einen Gegner rüsten den es nicht mehr gibt. Dieser Scheiß-Sowjetstaat, hat einfach die Brocken hingeworfen und spielt nicht mehr mit. All die Millionen die für Waffengeschäfte verballert wurden, waren plötzlich gefährdet. Es gab schon das böse Wort von der Friedensdividende.

Aber keine Sorge. Wer Streit will, findet immer jemanden mit dem er Streit haben kann. Aus Streit kann man jederzeit Krieg machen. Besonders schön ist das immer dann wenn gewissenlose Fundamentalisten aufeinandertreffen. Da werden dann ganze Aktenberge von gegenseitigen Vorwürfen angelegt. Nach dem Motto immer feste druff. Hass und Wut müssen heiß bleiben. Die einen sammeln dann Material und beschimpfen die anderen, einige können nicht gut genug lesen und denken, um Material zu sammeln und lassen sich lieber Hass auf die Finger tätowieren, damit der Gegner auch sieht, aus welchem Ungeist, die Faust stammt, die ihn trifft.

In Deutschland erntet der, der Hass sät meist noch Unterstützung. Solange wir jemanden zum Hassen haben müssen wir uns ja nicht mit den Grundlagen unserer Probleme beschäftigen. Da reicht ja der Hass. Wenn dieser Hass lange genug geschürt wird, dann wird wohl irgendwann daraus Mord wachsen. Ob der welsche Feind dann erschlagen werden muss, oder die Juden, das ist fast egal. Hauptsache es gibt ein Ventil. Natürlich könnte man die Probleme lösen. Aber das würde Verstand erfordern, Arbeit, Einsatz, zähen Willen zum Frieden. Das ist mühsam, da ist es viel einfacher Hass zu säen. Das kann jeder Idiot.

Nun gibt es die unterschiedlichsten Wege, Rassismus und Fremdenhass, auf den Weg zu bringen. Am besten man versucht es mit angeblich wahren Nachrichten. Da dürfen keine Schweine als Sparschweine benutzt werden, weil es den bösen Muslimen nicht gefällt. Da müssen Polizisten fasten weil Ramadan ist und da sind es Moscheebauten, die unsere deutschen Städte verschandeln. Niemand ist in der Lage all diese ständigen Lügen zu widerlegen. Nicht jeder Hass ist völlig dumm. aber manchmal, manchmal das scheint es diesen alten Gott noch zu geben. Den mit Humor, der von hinten durch die kalte Küche kommt und einem hasserfüllten Winzling die goldene Pappnase überreicht.

Solch ein Tag war am Donnerstag dieser Woche, Die Presse.com berichtet:

Halbmond statt Gipfelkreuz: BZÖ verliert Rechtsstreit

Dem Urteil zufolge muss BZÖ-Chef Westenthaler seine Vowürfe gegen Alpenvereins-Vizepräsident Andreas Ermacora öffentlich widerrufen.

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Das Schreiben, in dem Ermacora dem Integrationsbeauftragten der islamischen Glaubensgemeinschaft die Etablierung einer „islamischen Sparte des Österreichischen Alpenvereins“ und „die Anbringung eines Halbmondes an einem Berggipfel der gemeinsamen Wahl“ vorschlägt, war von einer Aktivisten-Gruppe in Umlauf gebracht worden, die nach eigenen Angaben testen wollte, „wie weit populistische Politiker gehen“.
Westenthaler verwendete den Brief beim TV-Duell mit dem SP-Chef Alfred Gusenbauer während des Wahlkampfes 2006. Er wollte „beweisen“, dass der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft, SP-Gemeinderat Omar Al-Rawi, die Gipfelkreuze auf österreichischen Bergen als „ein Herrschaftszeichen des Christentums“ bezeichnet hatte. Al-Rawi dementierte umgehend.
Westenthaler beharrte dennoch auf die Echtheit des Briefes, auf der Homepage des BZÖ kann man das Faksimile zwei Jahre nach dem Zwischenfall immer noch nachlesen.

Ach ja. Felix Austria. Auch wenn es manchmal lange dauert. Es gibt dort noch Recht und Gesetz. Auch wenn gegen dieses Urteil noch Widerspruch eingelegt werden kann, so macht es doch Mut.

Angst macht mir persönlich aber ein Suchergebnis nach Gipfelkreuz und Halbmond bei Contator:

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Wenn diese Entwicklung so weitergeht, werden wir demnächst nur noch die Nachrichten lesen dürfen, die denjenigen genehm sind die ständig unsere Zensurkammern anrufen. Da die stärkste Partei im Deutschen Bundestag, die CDU, selbst ständig mit solchen Leuten kooperiert, ist auf Abhilfe aus Deutschland nicht zu hoffen. Wer die Freiheit des Wortes wieder haben will, wird sich an die europäischen Gerichte und sicher auch an UNO Menschenrechtskommission wenden müssen. die ja z.B. eine bestimmte Art von Schweizer Rassismus, mit sehr deutlichen Worten gerügt hat. Näheres dazu findest sich sicherlich noch in ausländischen Netzen, aber es macht Sinn sich bei Nachforschungen zu beeilen, da niemand weiß, wann alle diese Informationsquellen, dank einer willfährigen deutschen Justiz geschlossen sind.

Trotzdem bleibt ein Lächeln übrig. Die Halbmonde als Gipfelkreuzersatz, sind offiziell und juristisch vom Tisch. Wer sie immer noch bemüht, zeigt, das er bewusst belügen und betrügen will. Aber derjenige kann sich die goldene Pappnase aufsetzen, er hat sie verdient. Mal sehen ob Morgen die Sparschweine an der Reihe sind.

Das Verbot von Schweinefleisch für den menschlichen Verzehr stammt übrigens aus der jüdischen Glaubenslehre. Es ist übrigens ein gutes und richtiges Verbot, wenn sie ohne Kühlmöglichkeiten unter einem Himmel leben, der so um die 30 bis 40 Grad Celsius bietet. Aber auch meine Vorfahren, die ihre Schweine auf eine Art erkennen konnten, die man heute nicht mehr nennen darf, haben nicht im westfälischen Hochsommer geschlachtet. Das Schweinefleisch verdirbt selbst da einfach viel zu schnell.

8 Kommentare

  1. Mal ganz unter uns (hier liest ja zum Glück sonst keiner):
    Was spricht eigentlich gegen einen Halbmond für unsere islamischen Bergbrüder und -schwestern den einen oder anderen Gipfel zieren, neben Davidstern, Buddha-Statue und Stammes-Totem und was man sonst noch so braucht um sich seiner Spiritualität zu versichern.

    Außer vielleicht der Umstand, dass ein grandioses Naturdenkmal wie ein Berg grundsätzlich nicht mit irgendwelchen Symbolen für eine Religion in Besitz genommen werden sollte.
    Nicht einmal und vielleicht sogar erst recht nicht – mit einem Kreuz!

    1. Lach. Das ist das schöne an so kleinen intimen Blogs das da keiner mitliest.

      Übrigens ist das mit den christlichen Zeichen etwas problematisch. Urspünglich wurde ja ein X mit einem P als Christusmonogramm verwandt, das aber nur abgekupfert ist vom alten chaldäischen Himmelsgott. Deshalb wurde es häufig in Kombination mit dem Fisch verwandt.

      Ich hab nette Freunde in Austria schon mal gefragt warum die nicht den Fisch nach oben bringen, aber vielleicht haben die Angst das der anfängt zu riechen. Außerdem lässt der sich schwer aufstellen.

      Blieben noch die Öllampe und das Lamm. Aber wer will schon ständig Öl nach oben schleppen und so ein Lamm alleine in der Kälte. Da blieb den Christen nur das Kreuz.

      Übrigens ganz praktisch. Wenn Papa zu Hause die Nase voll hatte, nahm er sich das Kreuz und kletterte auf den nächsten Berggipfel. Für die Ruhe und als Begründung hat der das Kreuz gerne mitgeschleppt.

      Als Gipfelkreuz ist es übrigens kein Zeichen der Demut, sondern ein Zeichen des Stolzes. Sie her du verdammter Gott, auch diesen deiner Berge habe ich mir unterworfen. Bald bin ich so groß wie du.

      Deshalb werden Muslime, Juden und Hindus sich mit der Symbolik schwer tun. Bei denen ist es einfach nicht üblich, das sie ihrem Gott eine lange Nase zeigen.

      Weißt du übrigens warum auf Kirchtürmen immer ein Hahn und nie eine Henne ist.

      Stell dir mal vor du müsstest ständig die Eier dort runterholen.

  2. Was einem beim Hausputz so alles durch den Kopf geht: Warum haben die tiefgläubigen Amerikaner mit ihrer christlichen Lobby eigentlich die einzigartige Chance bei der ersten Mondlandung (ob Fake oder nicht) verpasst, neben der Flagge noch eine Kreuz aufzustellen?

    1. Gute Frage. Also das die oben waren weiß ich – ich saß vor dem Fernseher und hab zugesehen. Gebannt sage ich dir. 21. Juli 1969. Ich war ja schon so erwachsen. Baujahr 57. Ich wurde mit Sicherheit nicht getäuscht.

      Egal. Die Rechten in den USA haben schon immer gerne das Kreuz in die Fahne gewickelt und dann damit kräftig zugeschlagen. Während bei uns immer das Kreuz vor der Fahne stehen würde, ist es in den USA genau umgekehrt.

      Da gibt es auch bei uns einige Kapellenrutscher die die Fahne vor dem Kreuz sehen, aber die sind zum Glück noch in der Minderheit.

        1. Ich sollte es wirklich nicht mit Humor versuchen. Es gibt Leute die den einfach nicht kapieren.

          Ich hab nicht die Spur einer Ahnung ob ich damals nicht getäuscht wurde. Deshalb erwähnte ich mein Alter. Ich hab fasziniert vor dem Fernseher gesessen und viel später sogar einmal drei Worte mit Armstrong gewechselt.

          Persönlich bin ich überzeugt davon das sie damals oben waren. Das sie oben waren und dort einen Reflektor aufgebaut haben, mit dem man heute noch die Entfernung Erde Mond bestimmen kann, weiß ich allerdings genau.

    1. Oh ja ich hab es gesehen.

      Aber nicht auf dieser Wurzeralm

      http://www.windischgarstnertal.at/bergbahnen/

      Wenn wir da eine Moschee brauchen, dann bauen wir die in Windischgarsten, neben dem Lagerhaus, da ist Platz und der Muezzin darf die Kühe nicht erschrecken. Aber das kriegen wir schon hin.

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