Gesundheitsminister Bahr und Prof. Oberender beschaffen Organe für die Eliten

Selbstverständlich ist Organspende eine gute Sache und der Autor ist stolz darauf schon seit Jahren einen Organspendeausweis mit sich herum zu tragen und hat sich auch schon grundsätzlich mit Gedanken beschäftigt, wie er über eine Organspende beim Tod eines seiner Kinder entscheiden würde. Aber das ist eine freiwillige und bewusste Entscheidung. Er kann den Organspendeausweis jederzeit zerreißen und seine Angehörigen über den Meinungswechsel informieren. Das will der neoliberale Politiker und Menschenverächter Daniel Bahr sehr grundsätzlich ändern:

FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr will angesichts des enormen Mangels an gespendeten Organen gesetzlich Versicherte Organspende anregen.

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Wie das Bundesministerium am Montag bestätigte, sollen Krankenkassen verpflichtet werden bei der bevorstehenden Ausgabe der neuen elektronischen Gesundheitskarte über die Organspende zu informieren und Versicherte zu ihrer Spendenbereitschaft zu befragen. Die Entscheidung der Versicherten wird anschließend in einem, Organspendeausweis gespeichert. Versicherte haben die Möglichkeit einer Spende zuzustimmen, sie abzulehnen oder aber sich später zu entscheiden.

Schnelle Leser werden sich fragen, was denn daran auszusetzen sei. Schnelle Leser lesen eben oft nicht sehr genau. Herr Bahr möchte nicht, das alle Deutschen Organe spenden, sondern er möchte das nur die gesetzlich krankenversicherten Menschen zu Organquellen werden. Damit soll ein Druck auf die normalen Menschen ausgeübt werden, eine Entscheidung schnell und ohne Nachdenken zu treffen. Gleichzeitig steht Bahr aber auch dafür, die Gesundheitskosten in der gesetzlichen Krankenkasse zu senken und damit Organspenden für gesetzlich Versicherte auf Dauer unmöglich zu machen. Damit bekommt er auf kaltem Wege genügend Organe um die Menschen seiner Klasse mit Zweit-, Dritt-, oder gar Viertorganen auszustatten, was wohl auch sein Ziel sein dürfte.

Den Anfang für diese Entwicklung machte ja schon sein neoliberaler Gesinnungsgenosse, der INSM Botschafter der Unmenschlichkeit, das Mitglied des bayrischen Éthikrates, der unsägliche Prof. Oberender:

So forderte Prof. Peter Oberender im Auftrag der INSM schon im “Spiegel Online” vom 12.05.2004:

Jeder Mensch soll aus freien Erwägungen entscheiden, ob die Vorteile eines Organkaufs oder -verkaufs für ihn in einem opportunen Verhältnis zu den möglichen Nachteilen stehen.

..

Natürlich wird es sich nicht vermeiden lassen, dass Organe oft aus ärmeren Ländern stammen, wo Menschen durch ihre Lebensumstände eher bereit sind, zur Lösung ihrer existenziellen Probleme ein Organ zu verkaufen, als in reichen Industrieländern.

Damit sie auch aus den reichen Industrieländern möglichst viele Spenden bekommen, versuchen sie ja hier in Deutschland die Situation so zu verschlechtern das die Menschen keine Wahl mehr haben. Die Methode ist ja bekannt.

Dann stehen die Neoliberalen an den Rampen unserer Zeit und sortieren. Arbeitsfähig, darf erwachsen werden, Organspender. Natürlich alles unter völliger Berücksichtigung des freien Willens.

“Schau mal mein Junge, ihr seid vier Brüder und zwei Schwestern zuhause. Die Schwestern können wir für den Sex gebrauchen, zwei deiner Brüder arbeiten, aber der Dritte hat Kinder und wie du keine Arbeit und da ist auch noch deine Mutter. Sei ein guter Junge opfere du dich für sie. Wir legen für das jüngste Kind deines Bruders auch noch zwei Lebensjahre oben drauf.”

Natürlich wird der Junge sich freiwillig entscheiden, weil sonst alle nichts zu essen mehr bekämen. Zumindest schafft es dieses System uns gesunde Eliten zu bewahren, die nicht einmal mehr auf ihren eigenen Körper Rücksicht nehmen müssen, nachdem sie die Verantwortung für sich und ihre Taten schon lange abgelegt haben.

Oberender ist Mitglied der Bayerischen Bioethik-Kommission. Das sagt sehr viel über Bayern aus aber es macht klar welche Gefahr Deutschland von solchen Menschen und ihren Vorgesetzten bei der INSM droht.

Natürlich wird die FDP als politischer Arm der Neoliberalen und des Großkapitals noch weiter versuchen, die Situation für die Menschen in Deutschland zu verschlechtern und die von ihnen und Großkapital benannten Eliten zu fördern. Da hilft nur dem Bahr seine Gesundheitskarte einfach zu verweigern und sich auch nicht auf diesem Wege zum Organspender machen zu lassen. Bahr hat der freiwilligen Organspende einen schweren Schaden zugefügt, weil es ihm nur darum geht seine Freunde mit Organen zu versorgen und die Menschen zu übertölpeln. Wie Bahr und sein Pack über die Menschen denken, macht die verächtliche Aussage des Frankfurter FDP-Chefs Dirk Pfeil mehr als überdeutlich:

Doch der Frankfurter FDP-Chef Dirk Pfeil hat eine ganz andere Erklärung für die Probleme seiner Partei: Der Wähler ist einfach zu dumm. “Es ist schlimm, dass die Mehrheit der Bevölkerung keine politische Bildung genossen hat. Die Masse ist meinungslos, sprachlos”, sagte er der “Frankfurter Neuen Presse”.

Journalist Günter Murr hakte nach: “Also sind die Wähler zu ungebildet, um die Botschaft der FDP zu verstehen?” Pfeils Antwort: “Die Masse, ja.” Darum werde die FDP nie eine Volkspartei sein. “Liberal zu sein, ist keine Massenmeinung.”

Ja, die Bürger sind alle doof. Schlau sind nur die Verbrecher und Abzocker von der FDP. Aber in Wirklichkeit wird umgekehrt ein Schuh daraus. Die Menschen haben die Drecks-FDP sehr genau durchschaut und selbst das Großkapital begreift, dass man auf dem Weg der FDP eher eine Revolution als brauchbare Ergebnisse erzeugt. Es ist die FDP die einfach zu überheblich, zu doof und zu ungebildet ist um zu verstehen, dass die Menschen sich nicht länger verarschen lassen.

Selbst in der bundesdeutschen Politik ist der Irrweg der FDP längst erkannt und CDU/CSU und SPD planen bereits einen Gruppenantrag zur Organspende der es ermöglicht den Wahnsinn der FDP und ihres Gesundheitsministers einfach zu umgehen. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, wirft Bahr vor:

Herr Bahr rennt einem fahrenden Zug in der Hoffnung hinterher, noch aufspringen zu können.

Damit liegt Lauterbach wie üblich zu kurz. Natürlich würde die FDP auf jeden Zug aufspringen der ihr die Mandate und den Einfluss rettet, aber bei der Organspende geht es den Neoliberalen schon seit langem darum, möglichst billig normale Menschen ausschlachten zu können, um ihre eigenen Leute mit einem praktisch fast ewigem Leben auszustatten, damit sie auch über den verdienten Tod hinaus noch weiter abzocken und betrügen können. Dieser Plan von Kannegießer und der INSM wurde nie aufgegeben.

Es nützt übrigens auch nicht, darauf zu verweisen, dass die aktuellen gesetzlichen Regelungen zur Organspende praktisch jeden Missbrauch verhindern. Es gab in Deutschland schon viele gute Gesetze. Beginnend mit dem Grundgesetz, das von Schäuble gefälscht wurde, wurden sie alle in ihr Gegenteil verkehrt, wenn es den Herrschenden nützte oder der Politik Bestechungsgelder brachte. Es gibt keine gesetzliche Sicherheit in Deutschland, weil Recht und Gesetz längst zur Verfügungsmasse der Herrschenden verkommen sind und den Parteien insgesamt nicht zu trauen ist.

Hilfreich ist dabei die grundsätzliche Aussage voh Rudolf Henke, dem Chef der Ärztevereinigung Marburger Bund, zur Organspene:

Die Menschen dürfen nicht das Gefühl haben, zu einer Entscheidung über die Organspendebereitschaft gedrängt zu werden. Deshalb ist die Idee einer Befragung, bei der man nicht nur ja oder nein, sondern auch “weiß nicht” angeben kann, grundsätzlich zu unterstützen. Es muss auch die Möglichkeit geben, die Entscheidung jederzeit zu revidieren. Diese persönliche Entscheidung muss vertraulich bleiben, deshalb ist ein Vermerk im Führerschein, den man vorzeigt, oder Personalausweis ungeeignet. Alternativ wäre eine Erklärung in der Patientenverfügung sinnvoll, wenn sie verlässlich beim Notar hinterlegt wurde.

Im Grunde plädiert er damit dafür, den alten und bewährten Organspendeausweis beizubehalten und behutsam zu erweitern, ohne eine Zwangsfrage daraus zu machen. Vor allem darf sich eine Zwangsbefragung nicht auf die gesetzlich Versicherten alleine stützen, sonst müssen die Hartz IV Empfänger morgen beim Jobcenter zur Organentnahme antreten, oder doch zumindest in der Eingliederungsvereinbarung unterschreiben, dass sie jederzeit zum Ausschlachten bereit stehen. Denn so sieht die Welt aus, die sich die FDP erhofft.


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18 comments

  1. ich denke manchmal ein bisschen sind wir auch selber schuld, oder? einen starken gegener bringt man respekt entgegen. aber sind wir denn starke gegner? wir sind wie willige schafe, die vielleicht hier und da ein bisschen herumblöken, aber die hufe zur gegenwehr und im zusammenschluss einfach nicht hoch bekommen. wie sagt heinz rudolf kunze: “gewogen und zu leicht befunden”. die können uns verarschen und manipulieren und wir bekommen keinen generalstreik hin.

    1. Brigitte ( User Karma: 0 ) says:

      Einen Generalstreik können nur die Berufstätigen in Solidarität mit den “Übeflüssigen” hinkriegen und dafür haben sie schon zu viel Angst!

      Die Angst gefeuert zu werden, die Angst einer Lohnkürzung und die Angst vor Ausgrenzung. Die reichen und besserverdienenden, die juckt das gar nicht, ob ein Generalstreik ist oder nicht.

      Und was sollten H4 Empfänger schon bestreiken? Demos gibt und gab es zu Hauf und was bringt es, nichts? Friedlich durch die Strassen zu laufen mit Schildern in der Hand bringt nichts mehr.

      1. reni says:

        Deshalb sollte für H4´ler gelten: Saufen und rauchen, dann können “sie” Herz, Lunge, Leber schon mal abhaken…

        Sarkasmus!

        Der Witz ist das Erdgeschoss des Humors, die Satire der erste Stock, die Ironie der zweite, der Sarkasmus das Mansardenstübchen.
        Autor : Werner Krauß

  2. zdago says:

    Prof. Peter Oberender – ich wußte doch, daß ich den Namen kenne.

    Er hat schon früher den Vorschlag des sozial erzwungenen Organverkaufs gemacht – mit diesem Argument:

    “Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit zu einem geregelten Verkauf von Organen haben.”

    Ich nehme an, damit sind die H4-Opfer und ähnlich abhängige gemeint – also die 100-Prozent-Sklaverei. In Griechenland – dem Land, in dem nicht nur Demokratie, sondern auch Sklaverei selbstverständlich war – hätte man ihn mit diesen Ansprüchen damals gesteinigt.
    Aber in der Finanz-Modernen sind jedwegliche Grenzen gebrochen bei diesen – kann man das noch Menschen nennen ? Sie entsprechen ja nicht mehr allen Ansprüchen an die Definition des Menschen !
    Da fällt mir ein – Oberender und die Uni Bayreuth – war da nicht auch ein gewisser herr Guttenberg einen gewissen Titel “erhalten”?

    Irgendwie scheint sich auch da ein gewisses Muster abzuzeichnen!
    mfg zdago

    1. Norbert says:

      Hallo und guten Tag,

      hat der Herr Oberender irgendwas mit dem Herr Marsaille zu tun? Könnte doch sein?
      Ich hab vor Jahren einmal einen Klasse Chirurg (Prof.Dr.) kennengelernt, der mich zusammengeflickt hat. Seine Aussage über sich selbst – ich bin Metzger mit Abitur. Also es gibt oder gab auch Akademiker in dieser Sparte mit Humor.
      Wenn hier nur neue Pfründe aufgemacht werden für irgendwelche Berufsgruppen, dann muß ich darüber nachdenken, eine neue Sparte zu gründen.
      Gruß aus Baden.

  3. Rudolf Fritz says:

    _das Mitglied des bayrischen Ethikrates, der unsägliche Prof. Oberender:_

    Wie ich vorhin schon vermutete, gibt es sehr enge Beziehungen zwischen Medienkonzernen (Propagandisten für die Organspende), natürlich kostenlos, den Rhön-Kliniken und Prof. Peter Oberender.

    Oberender ist zugleich Seniorpartner bei Oberender & Partner, einer Unternehmensberatungsfirma im Bereich Gesundheitswesen, die u.a. die RKA (Rhön Klinikum AG – RF), Siemens Medical Solutions, Sana Kliniken, Roche Diagnostics und Novartis Pharma beräht. Zuvor war Oberender als Gutachter u. a. für das Bundesministerium für Gesundheit tätig.

    http://www.ungesundleben.org/privatisierung/index.php/Rh%C3%B6n#Prof._Dr._Dr._h.c._Peter_Oberender

    Ferner sitzt er im Beirat der Techniker Krankenkasse.

    http://www.oberender-online.de/index.php?id=59

    “Der Volkswirtschaftler verlangte außerdem volle Transparenz in Bezug auf *Preis und Qualität der Organe.* Wer sein Organ verkaufen wolle, müsse, ähnlich wie heute ein Blutspender, bestimmte Eignungstests durchlaufen. Die Kosten dafür müssten auf den Preis für das Organ aufgeschlagen werden. Der Organhandel soll nach Oberenders Vorstellungen im Internet stattfinden und den Charakter einer Auktion erhalten.”

    http://www.freitag.de/community/blogs/thinktankgirl/unappetitliches-aus-bayreuth

    Jetzt wisst ihr, weshalb dem Hartzer der Schnaps gestrichen wird.

    Das hätten Dr. Mengele und Konsorten nicht besser machen können.
    Der Mann ist rührig, alle Achtung!

    Mit der Beteiligung an der HR Medico AG wurde ergänzend zum bestehenden Angebot im Aus-/Fort-/Weiterbildungssegment von Professor Oberender ein *neues Standbein in der Personalvermittlung aufgebaut.* Im Rahmen qualitätsgesicherter Auswahl-/Akkreditierungs- und Vermittlungsprozesse können hier dem deutschen Arbeitsmarkt *medizinische Fachkräfte aus Osteuropa zur Verfügung gestellt und betreut werden.*

    http://www.oberender-online.de/index.php?id=104

    Leute, wenn ihr arbeitet verdient der Prof. Geld.

  4. Brigitte ( User Karma: 0 ) says:

    Die Organspendeausweise, wie sie jetzt sind, sind völlig OK. Man hat mehrere Möglichkeiten, die man auswählen kann. Und so soll das auch bleiben, wenn es nach mir geht.

    Bei Speicherung auf einer elektronischen Karte kann man das nicht mal eben so ändern. Ich habe seit Jahren einen Organspendeausweis, erwäge aber, ein NEIN anzukreuzen und ihn zu ändern.

    @swaantje janke
    die H4 Empfänger sollen für alles herhalten, auch wenn man sie ansonsten wie Dreck behandelt, sollen sie ihre Organe geben. Manchmal frage ich mich, ob sie einen ausräuchern wollen um dann kostenlos an die Organe zu kommen, damit so Politspacken und Reiche länger leben. Es ist ohnehin die Frage, ob da alles mit rechten Dingen zugeht und wir haben keinen Einfluss darauf, wer die Organe bekommt.
    Auf der ganzen Welt wird mit Organen gehandelt, das ist ja nichts neues. Und wer Geld hat, kommt auch eher dran.

    Mittlerweile bin ich auf dem Stand, das dieser Staat von mir nichts mehr bekommt- zumindest nicht freiwillig.
    Nicht mal Arztbehandlungen können wir uns leisten, extrem Zahnbehandlungen.

    Die Geschichte mit der elektronischen Karte ist wieder mal auf dem Mist der EU gewachsen, soll ja alles einheitlich gemacht werden.

  5. ich spende nicht. es sei denn mein sohn stellt fest, dass alles menschenmögliche getan wurde für mich. (und lass dich nicht vera…). Und meine organe sollte dann kein reicher sack bekommen, auch keine reiche säckin.

    hat nicht vor ein paar jahren so ein hohlei von politiker gefordert alle hartz4 rer sollen organspender werden, damit sie noch zu etwas taugen…???
    in einer derart korrupten welt wäre man blöd wie die fdp, um auf vertrauen zu bauen.

  6. Ellen says:

    Eine Sauerei, dass nicht jeder einen Organspendeausweis hat wie ich. Aber das ist kein Wunder bei diesen unfähigen, verantwortungslosen und korrupten Politikern. Die mit dieser “Lösung” falls es nicht durch die ebenfalls korrupten Privatmedien vertuscht würde, wieder keiner Spenden will.

    Man könnte sich 1000 gute, d.h. gerechte Lösungen einfallen lassen und diese umsetzen.

    Z.B. fände ich das sehr dumm dass cih einen Spenderausweis habe, aber deshalb nicht bevorzugt ein Ersatzorgan bekomme, falls ich mal eins brauchen sollte. Wie gesagt – 1000 Möglichkeiten zum Anreiz und gerechten Gestaltung wären möglich, wenn nicht die Politikerkaste von den finanzkräftigen Interessensgruppen manipulierbar wäre.

    1. Brigitte ( User Karma: 0 ) says:

      Hallo Ellen,
      meinst Du das generell mit der “Sauerei” das nicht alle Organe spenden- oder wäre es auch ok, wenn jemand NEIN sagt- aber eben den Ausweis hat?

  7. Lösung says:

    Zitat:
    Gleichzeitig steht Bahr aber auch dafür, die Gesundheitskosten in der gesetzlichen Krankenkasse zu senken und damit Organspenden für gesetzlich Versicherte auf Dauer unmöglich zu machen.
    /Zitat

    Bewaffnet die Angehörigen, dann gibt es bald genug totes Fleisch.

  8. insmler says:

    Der Mensch macht es den Nutztieren gleich.
    Seit Jahrtausenden hat er Übung darin, Tiere per Schlachtung zu verwerten.

    Jetzt hat er sich selbst in kommerziellem Still entdeckt.

    Wer die Welt so verlassen will, wie er sie betreten hat, nämlich nicht auf der Schlachtbank und ohne Blutvergiessen, wird dieses Geschäft in jeder Hinsicht ablehnen.
    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.bayern-firma-aus-bayern:-ekel-geschaefte-mit-leichenteilen.3120aa64-d2d9-4b56-8d99-90ff5bd43eb1.html
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-66567980.html
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/makabrer-handel-geschaeft-mit-leichenteilen-1.154055.

    Das Geschäft ist allerdings ein ganz grosses und in der heutigen Zeit des Aufschwungs für alle hoch erwünscht.
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,739346,00.html

    Bayern will hier Vorreiter werden.
    http://www.merkur-online.de/lokales/nachrichten/organspende-soll-optimiert-werden-769093.html

    Um mit einem Vorurteil aufzuräumen, niemand muss sterben weil es zu wenig Organspender gibt, vielmehr weil er an einer tödlichen Krankheit leidet.
    Um zehntausende von Menschenleben zu retten reicht schon einfaches Händewaschen.
    http://www.welt.de/wirtschaft/article13360660/30-000-Tote-pro-Jahr-durch-Krankenhaus-Infektionen.html
    http://www.welt.de/wirtschaft/article12091318/Resistente-Keime-Kliniken-sparen-Patienten-krank.html

    Händewaschen wirkt zu 100 Prozent, während die Organverpflanzung und die damit verbundenen menschlichen und materiellen Probleme keine Heilung oftmals nur eine ganz kurzzeitige Linderung verspricht.
    http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/?em_cnt=2655840&em_loc=1739

    Wer bewusstlos, zumindest nicht kommunikationsfähig auf der Bank liegt, kann nicht verhindern was mit ihm passiert, egal was in seinem Führerschein steht oder in seinem Personalausweis oder irgendwo anders. Wer in seinen Einzelteilen mehr als 250000 Euro Wert ist, hat als Hilfloser keine Möglichkeit mehr seine Bestimmung zu beeinflussen.
    http://www.fr-online.de/wissenschaft/-der-hirntote-ist-keine-leiche-/-/1472788/4604422/-/index.html
    http://www.faz.net/s/Rub5C2BFD49230B472BA96E0B2CF9FAB88C/Doc~E13B649EB805E435289260895F7361C0D~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article9282425/Aerzte-sehen-Neuregelung-von-Organspenden-skeptisch.html

    In diesem Zusammenhang von Spende zu sprechen, erscheint mir höchst realitätsfremd gar zynisch.
    Wer als Hirntoter wegdefiniert wird aus dieser Welt, kann sich gegen alles weitere nicht wehren, auch wenn er noch llebt.
    http://www.fr-online.de/kultur/debatte/welche-medizin-wollen-wir-/-/1473340/4777580/-/index.html
    http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/neue-zweifel-am-hirntod/
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33580/1.html

    Egal wie man sich entscheidet, die letzlich entscheidende Entscheidung treffen andere nach eigenen Vorstellungen.
    Dabei spielt es keinerlei Rolle, was man zu Lebzeiten irgendwo festgelegt hat. Niemand weiß, was in einer Datenbank zum entscheidenden Zeitpukt steht und wie es übermittelt und schlussendlich verstanden wird.

  9. Anonymous says:

    Interessant ist auch, dass die umstrittene Gesundheitskarte nun doch kommt. Obwohl die datenschutz Situation überhaupt noch nicht geklärt ist. Früher hatte ich auch einen Ausweis. Fand das menschlich und total hilfsbereit. Irgendwie ist es mir auch egal, was nach meinem Tod kommt. Heute habe ich den Ausweis weggeschmissen. Nicht, dass ich nicht bereit wäre, meine Organe den Menschen zu spenden, die es nötig hätten. Doch als ich die Hilfe der Gesellschaft brauchte, erntete ich nur Spott und Hohn, warum also sollte ich dann meinen Körper noch als Ersatzteillager bereitstellen? Was sollte mich dazu motivieren?
    Würde meine Familie stellvertretend noch ein Dankeschön von den Empfängern bekommen? Ich glaube kaum. Dank ist in dieser Gesellschaft nicht zu erwarten. Und die Fragen der Krankenversicherung werde ich ignorieren. Wäre die Kälte in dieser Gesellschaft nicht so groß, wären vielmehr Menschen zur Freiwilligkeit bereit. Der Körper ist die letzte Bastion, über die ich noch selbst bestimmen kann. Die Freiheitspartei FDP bleibt also bei der Gesundheitskarte. Gut, dass sich die Piraten dagegen aussprechen. Wieder ein Feld, was diese null Prozent Partei frei gibt. Wann kapieren die endlich, dass die Mehrheit der Gesellschaft gar nicht möchte, dass alles über sie gespeichert wird, dass wir nicht gläsern sein möchten?

    1. Brigitte ( User Karma: 0 ) says:

      Es gab ja Aktionen “gegen” diese Karte, aber die waren nicht effektiv genug. Vielleicht auch, weil wir immer zu spät von solchen Aktionen der Politik erfahren. Die FDP will sehr schnell die Organspende haben- haben sie etwa wieder selbst eine Spende bekommen?

      Hier mal was für Fotomuffel, die werden evtl. nicht behandelt, wenn sie nicht zustimmen.
      http://www.banktip.de/News/26664/gesundheitskarte-schlechte-karten-fuer-fotomuffel.html

      Ich habe noch keine Post von meiner Kranken..öhm Gesundheitskasse. ( ich frag mich nur, warum die so heisst? )

      http://www.presseportal.de/pm/72083/2119477/digitalen-transrapid-elektronische-gesundheitskarte-auf-das-abstellgleis-schieben

  10. Rudolf Fritz says:

    _aber bei der Organspende…, möglichst billig normale Menschen ausschlachten zu können, *um ihre eigenen* Leute mit einem praktisch fast *ewigem Leben auszustatten,*_

    Ich glaube, die denken da viel profaner.

    Der Sponsor der FDP ist z.B. Arzt. Facharzt.
    Er ist spezialisiert auf Transplantatationsmedizin.
    Er arbeitet in einem privatisierten Klinikum.
    Spezialisiert auf Organtransplantation.

    Denen verschafft die FDP kostenloses Material für die Ausübung ihres Handwerks.

    Die Spezialisten werden einigermaßen ordentlich entlohnt. Die Klinik wirft fantasctische Gewinne ab.

    Dem gemeinen Bürger wird suggeriert, eine Transplantation mit allen netten Nebenwirkungen ist das Non Plus Ultra.

    Da trifft es sich doch gut, wenn Medienkonzerne ihre Anteile auch in Gesungheitskonzernen angelegt haben und mittels ihrer Reichweite für Nachschub an Spendern und Empfängern sorgen können.

    http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/cms/dkd_2/deu/download/Pressetext_Sommerfest_KMT_Zentrum.PDF

    Mitglied des AR-Rhönklinikum

    Brigitte Mohn (Bertelsmann)
    Lauterbach (SPD)
    http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/cms/rka_2/deu/download/AR-Bericht_de.pdf

    Und wenn nach ca. 15 Jahren bei angepasster Lebensweise das Organ wieder versagt, dann muss ein neues her.

    Leute, nehmt zur Kenntnis: Der Mensch ist sterblich!
    Auf jeden Fall!
    Schlagt den Ausweidern ein Schnippchen!

  11. reni says:

    … von mir gibt es nichts! Außer für die Familie.

    Ich habe gelernt, jeder ist sich selbst der Nächste.

    Merke: In Situationen der Krankheit gibt es keinen Unterschied zwischen “BESSERVERDIENENDEN” und dem “ABGEHÄNGTEN PREKARIAT”.
    UND DAS IST AUCH GUT SO!!!

  12. Norbert says:

    Hallo Jochen,

    lobenswert. Meine Ersatzteile kann haben wer möchte – aber er bezahlt meine Verbrennung und die Asche wird da ausgestreut wo ich es sage.
    Geschäft. Natürlich. Damit wird Geschäft gemacht. Ein Geschäft bedeutet aber immer, es gibt von beiden Geschäftspartnern etwas. Genau so leben die Eliten mit uns.
    Das ich meiner Niere z.B. sagen werde “wenn Du in einem Kadaver von einem der Mächtigen arbeiten sollst, dann mach dessen Galle sauer” ist wohl selbstverständlich.
    Mit einem breiten Grinsen aus Baden,

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