Gekauftes und Gekaufte

Ich persönlich finde ich es widerlich wenn selbst um den kleinsten Firlefanz noch mit Propagandabomben, niederträchtigen Lügen und falscher Wissenschaft ein riesiger Aufriss betrieben wird und all die Leute glauben man sei zu doof es zu bemerken. Dabei wissen wir doch alle dass sie uns belügen um uns leichter finanziell ausbluten lassen zu können oder unsere Freiheiten zu nehmen. 

Am lustigsten war am Wochenende die Telekom.Sie hat es wieder einmal geschafft, ihr eigenes Netz lahm zu legen. Während diverse Bundesämter und die Systemmedien noch von einem russischen Angriff  sprechen, und in den sozialen Netzwerken die bezahlten Trolle das untermauern, haben mir zwei Vögelchen unabhängig von einander unter Lachen erzählt, dass die Telekomiker ein geplantes Backup auf ihre billigen Schrottrouter aufspielen wollten, das aber schon aufgrund eines Fehler im Headerbereich zwar hochgeladen aber nicht installiert werden konnte.

Das führte dazu dass die Router intern immer wieder die Verbindung zum Netz lösten um irgendwelche Selbsttests durchzuführen und im Prinzip auf eine Nachinstalltion warteten. Es waren übrigens nur die Schrottrouter betroffen, die ein vernüftiger Mensch bestenfalls als Türstopper verwenden würde. Den Kunden wurde unter anderem was vom defekten Splitter erzählt und dass sie die Router vom Netz nehmen sollten und auch vom Stromnetz, weil sie dann bei einer neuen Verbindung automatisch Softwareupdates suchen. Am Ende gelang es die Software zu installieren und fürs erste ist es gut. Die Telekomiker brauchen keinen Putin um sich lahmzulegen. Das machen die proudly selbst. Ach ja anständige Router wie die Fritzboxen waren nicht betroffen. 

Aber es geht gleich fröhlich weiter. Der Präsident es Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, beklagt bitterlich, dass die heutigen Rentenentscheidungen von den Bürgern bezahlt werden müssen, die zur Zeit noch nicht wählen dürfen oder noch gar nicht geboren sind. Es ist schon echt Scheiße wenn so ein Volkswirtschaftler die Worte Generationenvertrag und umlagenfinanzierte soziale Systeme nicht verstanden hat. Ich frage mich nur, wer dem jeden Morgen die Schuhe bindet. 

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Fuchs und der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung, Carsten Linnemann sind entsetzt über die Kosten der Rente und sie wollen denen die mit ihrer Arbeit so faule Drohnen wie die beiden Herren unterhalten müssen, keine Rente gönnten. Rente soll es nur mit 67 und dann natürlich nur stark gekürzt geben. Es reicht ja dass die beiden die in ihrem Leben noch nie gearbeitet haben, ihre Pensionen bekommen. 

Ganz lustig ist dass sie von einer Rentnenlücke sprechen die immer größer wird. Beide sind zu dämlich um zu begreifen, dass der Staat der Rentenversicherung allerlei Lasten, unter anderem die gesamten Kosten der Wiedervereinigung aufgelastet hat und gleichzeitig dafür sorgt, dass die Reallöhne niedrig bleiben und gedumpt werden, was ebenfalls die Rentenkasse schädiigt. Die Kosten für die Rente steigen nicht wegen der Rentner sondern weil die Herren Fuchs und Linnnemann zusammen mit ihren  politischen Freunden die Arbeitnehmer zugunsten der Abzocker bestohlen haben. Nein, die beiden sind nicht lustig, die sind zum kotzen. 

Niedersachsen Innenminister Boris Pistorius hat eine neue Idee wie die Zensur vereinfacht werden kann. Er möchte staatliche Presseausweise austeilen und die bekommt natürlich nur der, der unsere korrupte Politik lobt und alles was die Abzocker vom Großkapital wollen, gut findet. Im nächsten Schritt darf dann nur noch der schreiben, der so einen Ausweis hat und auf Facebook und Co. ist nur Katzencontent erlaubt. Für den ist das Internet echt Neuland. Aber das ist ja eine Berufskrankheit, dass sie nichts verstehen. 

Ferdinand Dudenhöffer, Professor an der Universität Duisburg-Essen und sein Team CAR-Center Automotive Research sind für mich immer ein Grund zum Lachen. Ich habe von dem Herrn Auftragssforscher und seinem Team in all den Jahren noch nicht einen einzigen vernünftigen Satz gehört. Aber für Vernunft bekommt man ja weder Fremdmittel noch Nebeneinkünfte. Der hat nun auftragsgemäß herausgefunden, dass die Bundesländer Straßenbau einfach nicht können. Seine Auftraggeber vom Kapital können das natürlich viel besser. Bei welcher Autobahn löste sich schon von Anfang an der Belag. Ach das sagen wir ja nicht mehr, die war ja privat gebaut. Der Dudenhöfer sollte noch mal in die Grundschule um das kleine Einmaleins zu lernen. Aber ich glaube das schafft er nicht mehr. 

Der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, hat die Einführung von Jahresarbeitszeitkonten gefordert. Eine klasse Idee. Damit entfallen alle Feiertagszuschläge und Amazon kann Leute in der Vorweihnachtszeit durcharbeiten lassen um sie dann hinterher zu entlassen. Ach die Ohovens. Vielleicht sollte er sich auch mal aufspritzen lassen. Dann hält er wenigstens für eine Zeit sein dummes Maul. 

Ach ja es gibt natürlich eine Folge dieser ganzen Schießfigurenpolitik, die uns alle in Sorge versetzen sollte. Eine Studie des Bundeswirtschaftsministerium hat ergeben dass die Innovation im Mittelstand nachlässt. Das ist zwar nicht neu und hätten wir in den vergangenen 20 Jahren auch einen Wirtschafstminister gehabt, der diesen Namen verdient hätte, brauchten wir heute nicht mehr darüber zu reden. Die Forschungsförderung der EU und des Bundes ist ein tolles Instrument für Unternehmen mit einer eigenen großen Rechtsabteilung, aber nichts für Mittelständler. 

Dazu kommt, dass im neoliberalen Wirtschaftsfaschismus nur in Quartalen gedacht wird, während echte Innovationen Jahre oder gar Jahrzehnte brauchen. Ein Bankster spielt dabei mit. So lange Zeiträume interessieren heute niemanden. Aber selbst wenn ein Mittelständler eine Innovation hat, wird er durch einen Großen genötigt, ihm das Patent billig zu verkaufen, oder er darf nicht mehr liefern. An keinen. Da sind sie sich alle einig. Beim Großunternehmen fliegt das Patent in den Tresor und wird nur rausgeholt um andere Leute mit Ideen zu stoppen 

Es ist als ob unsere Regierung das Schild vor den Laden gehängt hätte: 

Innovationen müssen leider draußen bleiben!

Zumindest dieses Schild hat gewirkt. 

 

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