Fernsehgelder – Thomas Treß (BVB) im Auftrag der Bayern unterwegs

Es ist schon seltsam welche dummen Allianzen Geldgier und Unverstand schaffen. Thomas Treß der bei der Rettung von Borussia Dortmund erhebliche Verdienste erworben hat, setzt diese nun aufs Spiel um den Bayernbossen zu gefallen zu sein. Er fordert dass die Fernsehgelder nicht mehr “nach dem Gießkannenprinzip” verteilt werden, was sie in Wirklichkeit nie wurden, sondern nach anderen Kriterien.

So spricht er davon, das nicht nur die sportliche Ergebnissen der Vereine, sondern auch andere Faktoren – etwa die Zahl der Auswärts-Fans oder Sympathiewerte – eine mögliche neue Basis für die Verteilung der Fernsehgelder bilden. Si tacuisses, philosophus mansisses, wie die Lateiner sagen. Wenn er die Schnauze gehalten hätte, hätte man ihn als Philosophen durchgehen lassen können, so aber ist er ein Quatschkopf, was er auch noch mit dem Satz: “Die Zugpferde der Bundesliga müssen genug Fett haben, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen” geradezu doppelt unterstreicht.

Wer aber ist das Zugpferd der Bundesliga. Der BVB? Gut wenn man die richtigen Drogen nimmt, kann man sogar in Augsburg das Zugpferd der Bundesliga sehen. Tatsächlich machen aber die Systemmedien, feige Schiedsrichter und der DFB die Bayern zum alleinigen Star und Zugpferd der Bundesliga. Der ganze Ansatz von Treß führt also ausschließlich dazu den Bayern noch mehr Geld in den Rachen zu werfen.

Natürlich wird es hintenherum Absprachen zwischen den Bayern und dem BVB geben, die dem BVB formal auch einen kleinen Vorteil sichern sollen, weil er so dumm ist für die Bayern den Dannemann zu machen und die Drecksarbeit zu erledigen. Am Ende wird der BVB der Dumme sein und die Fans des Fußballs allgemein.

Natürlich könnte man die Verteilung der Fernsehgelder an vernünftigen Kriterien festmachen. Anzahl der Spieler aus der eigenen Region oder gar aus eigener Nachwuchsförderung. Anzahl der Spieler in der Liga die man aus seinem Nachwuchs geliefert hat und ähnliches. Aber Fußball ist in Deutschland heute so etwas wie Wrestling in den USA. Alle geben sich Mühe und am Ende haben die Schiedsrichter so zu pfeifen, dass die Bayern gewinnen. Gute Spieler können auf der Bank verrecken solange sie dem potentiellen Gegner nichts nützen, weil einfach das Geld da ist. Fußball ist zur vorhersagbaren Show verkommen.

Dies kann man gesellschaftlich nur beantworten, indem man den Profifußball komplett von den Amateuren trennt. Dazu kann man den Showvereinen die Kosten für ihre Spiele inklusive aller polizeilichen Maßnahmen und für die Zerstörungen durch Fans anlasten. Man kann und darf alle Einnahmen inklusive sämtlicher Ablösesummen und Fernsehgelder mit 50 Prozent besteuern und den vollen Mehrwertsteuersatz für Eintrittsgelder einziehen, wenn man das Geld sofort wieder in den Amateurfußball steckt.

Das würde interessanten Fußball in Deutschland bringen und die Frage aller Verteilungen von Geldern unter den Showvereinen dem Spiel des freien Marktes überlassen, bis die sich alle selbst kanibalisiert haben. Wenn das der Fußball ist den Thomas Treß will, dann kann er ihn bekommen. Wenn er das nicht will, soll er mit dem dummen Geschwätz aufhören. Es reicht wenn die Bayern ständig solchen Mist absondern.

Ein Kommentar

  1. Fussball ist sowieso nur was für “Pussys”: 1 x in der Woche arbeiten, und dann nur 90 Minuten. Umgeben von randalierenden Fans, die ihren Millionären gegen hohes Entgelt bei der “Arbeit” zusehen dürfen. Bezüglich der physischen Leistung, der Zahl der Aktiven, und der Zuschauer eine Randsportart.

    Die Spitzenläufer beim Marathon sind ununterbrochen knapp über 2 Std. in Bewegung und von randalierendem Publikum hab ich noch nie etwas gelesen. Nur die ersten drei Läufer erhalten eine Prämie in max. fünfstelliger Höhe. Der Veranstalter gibt z. B. die Zahl der (entspannt friedlichen)Zuschauer beim Berlin-Marathon mit 1 Mio an. Damit wären gut 20 Fussball-Stadien gefüllt.

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