Ersoffene Träume von Rot-Rot-Grün

Ich habe keine Ahnung warum Herr Bartsch von der "LINKEN" nun ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt und in einem Interview mit der rheinischen Pest, den Satz: "Herr Gabriel könnte nächste Woche Kanzler sein, wenn er und die SPD wollten" prägte. Würde ich ihn nicht als postengeilen Verräter jeder linken Idee kennen, müsste ich annehmen, dass er mit diesem Vorschlag, die rot-rot-grüne Koalition endgültig erledigen wollte. Aber vermutlich wollte er nur mal wieder in die Systemmedien.

Was auch immer seine Motivation gewesen sein möge, die Linken in Deutschland in und außerhalb der "LINKEN" müssen ihm dankbar sein. Denn prompt zeigte sich, dass es gar keine Chance für eine rot-rot-grüne Koalition gibt. Anton Hofreiter, der gerne mit seinen ungewaschenen fettigen Haaren zeigt, das er ein Seifenrebell ist, schüttelte entsetzt das Fett aus seinen Haaren. Wie konnte der Bartsch nur erwähnen, das Merkel vom ersten Tag nach der letzten Bundestagswahl bis heute, jederzeit durch eine rot-rot-grüne Mehrheit hätte abgelöst werden können und wenn man das Geschwätz von SPD. Grünen und der LINKEN ernst nehmen würde, schon lange Pensionistin sein müsste. 

Hofreiters, Anton hat also brav abgewinkt und klar gemacht, dass die LINKE sich erst richtig kaufen lassen muss, wie es die Grünen getan haben, bevor man ihnen traut. Vor allem aber verlangt der Demokrat Hofreiter im Prinzip den Ausschluss von Frau Wagenknecht aus der LINKEN damit er mit realistischen Verrätern wie Bartsch regieren könne. Der arme Anton kann sich nicht einmal vorstellen, das Frau Wagenknecht und Herr Bartsch in der gleichen Partei sind. Wenn ich mir die grünen Faschisten von heute ansehe, dann verstehe ich was er meint. Die Grünen sind wie ein Zäpfchen auf Linie gebracht worden und bieten sich in angenehmster Form dar. Welche Meinungen die Grünen haben bestimmen die US-Kriegstreiber.

Für die SPD musste der Hauptdarsteller eines linken Sozialdemoköters ran, der ehrenwerte stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner, dessen berühmtes Lächeln, selbst Eis noch mal gefrieren lässt. Mit genau diesem Lächeln verkündete diese linke Urgesteinsmehl der SPD dass er nicht an einen Sturz von Frau Merkle glaubt. Ich meine niemand wollte mit über seinen Glauben diskutieren. Jede Diskussion mit ihm ist ja schon unappetitlich genug, wenn man sich auf die Tatsachen beschränkt. Aber er setzte noch einen oben drauf in dem er sagte: "Und übermorgen könnte die SPD die absolute Mehrheit haben." Ja natürlich hat er das ironisch gemeint. 

Die SPD darf nur immer dann an die Regierung wenn sie für das Kapital die Kohlen aus dem Feuer holen soll. Brand sollte sich für die Nazis aus der Wirtschaft im Osten entschuldigen und Schröder musste das deutsche Sozialsystem zerstören um regieren zu dürfen. Ansonsten werden wir von schwarzbraun, mal mit kackegelb, mal mit der SPD, vielleicht sogar mal mit den Grünen die ja die neue FDP sind, aber ganz sicher demnächst mit den braunen die sich blau angestrichen haben, regiert und unsere Systemmedien sagen uns wen wir gerade als zweiten Sieger zu wählen haben. 

Aber Stegner weiß auch, dass in der SPD, in der ja tatsächlich an der Basis sogar noch Linke gibt, niemals eine Mehrheit für rot-rot-grün im Bund zu finden sein wird. Weil die SPD ja längst die Positionen der CDU voll inhaltlich übernommen hat. Eher wäre es vorstellbar, dass die SPD mit der AfD koaliert. 

Es ist also klar das es keine rot-rot-grüne Koalition geben wird, ohne eine Selbstaufgabe der LINKEN. Tatsächlich wäre es doch jetzt ein guter Zeitpunkt, einen endgültigen Strich zu ziehen. Die LINKE so wie sie sich heute darstellt, ist genauso unwählbar wie die Systemparteien. Wenn ich einen Typen wie Bartsch, also eine inhaltslose Marionette will, dann kann ich problemlos die SPD wählen. Möchte ich noch ein bisschen Faschismus dazu wähle ich die Grünen, für mehr Faschismus und Rassismus die CDU/CSU und wenn ich eine braune Diktatur will, kann ich mir die AfD aussuchen. 

Eine von Leuten wie Bartsch oder Lederer geführte LINKE hat keine Existenzberechtigung. Eine rot-rot-grüne Koalition im Bund ist nur für diejenigen erstrebenswert, die alles so schlecht lassen wollen wie es ist. Aber dafür braucht man eben keine weitere Partei. Eine sozialistische oder auch auch nur sozialdemokratische LINKE ist mit Barsch und Co. aber nicht zu machen, die ja nur auch dem Kapital dienen wollen um belohnt zu werden. Selbstverständlich wird es zu keiner Entscheidung kommen. Die LINKE wird weiter vor sich hin dümpeln und irgendwann versickern. 

Die Frage ob wir etwas ändern können und wollen zwingt uns zu einer Beantwortung der Frage ob wir nicht eigentlich eine linke Partei in Deutschland brauchen würden. Meiner Meinung nach brauchen wie sie dringend. Man könnte mit Masseneintritten die LINKE umkrempeln oder eine neue Partei gründen. Für beides fehlt mir der Optimismus. Aber vielleicht haben ja meine Leser Ideen und Mut. 

 

 

7 Kommentare

  1. Am schlimmsten fand ich etwas ganz anderes. Auf die Frage:
    Das hieße: Abschied von der Agenda 2010?

    antwortete Bartsch
    Das ist zu einfach. Nicht alles an der Agenda 2010 war schlecht. Aber es gibt zentrale Elemente, die den sozialen Zusammenhalt in Deutschland zerstört oder gefährdet haben, und da muss man ran. Die ganze prekäre Beschäftigung, das demütigende Hartz-System zum Beispiel. Hier sind Veränderungen dringend nötig. Je eher, desto besser für Deutschland.

    Natürlich sagte er nicht, was an der Agenda 2010 nicht schlecht war und der Interviewer vermied es ebenso mal nachzufragen.

    alles was oben zur SPD steht, kann man auch zur Linken schreiben. Die Mitglieder sollen ja in Berlin abstimmen dürfen und ich hege keinen Zweifel, dass es völlig irrelevant ist, was im Koalitionsvertrag steht… die Mitglieder werden zustimmen, denn wirklich Linke hätten Leute wie Liebich, Lederer oder Wawzyniak doch längst rausgeschmissen, denn schliesslich geht es ja nicht um linke Politik, sondern darum an die Fleischtöpfe zu kommen, die dann für die Verteilung von Geldern an Vereine zuständig sind. Deswegen machen die statt Wahlkampf bvei den Menschen auch lieber Wahlkampf bei Vereinen, damit die dann ihre Mitglieder auffordern die Partei zu wählen.

    1. Hihi der Bartsch macht die Herrmann. “Bei Adolf war ja auch nicht alles schlecht.” Ja natürlich hast du recht mit dem was du den LINKEN in Berlin vorwirfst. Da ist die Säuberung der Partei von linken Elementen schon sehr erfolgreich gewesen.

    2. Derweg: “….demütigende Hartz-System zum Beispiel. Hier sind Veränderungen dringend nötig.” Heute heißt es nur noch Veränderungen. Früher gingen die LINKEN mit der Forderung “Weg mit H4” in den Wahlkampf. Was Veränderungen bedeuten kann ich mir gut vorstellen. Die radikalste wäre die 99. Petition zur Abschaffung der Sanktionen.

      Jochen: Eine alte, auf historischen Erfahrungen basierende Weisheit lautet: Niemand erhält in diesem System Regierungsvollmacht, der nicht vorher sein authentisches Bekenntnis zum System abgegeben hat.

      Beim jetzt eröffneten Run auf die Futtertröge, Minister- und Staatssekretärpöstchen läuft so manchem linksliberalen
      Schleimer schon jetzt das Wasser im Munde zusammen, in der Hoffnung, das der Sog ihn schon mitreißen wird..

  2. Ich hoffe das der Bartsch und leider auch Gysi und noch so ein Atlantiker mit Ihren
    Einstellungen in der Linken nicht durch kommen,
    denn dann werde ich aus der Linken austreten, schweren Herzens, denn Deutschland
    braucht einen starken linken Flügel und keine Realos die mit jedem ins Bett hüpfen.

    Hoddl.

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