Engholm: Gabriel “ist unser natürlicher Kanzlerkandidat”

Ja, ich hab auch gelacht. Aber dann fiel mir plötzlich ein: "Was ist wenn der Engholm das ernst meint?" Erhard Eppler ist sogar für eine Kanzlerkandidatur von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Engholm und Eppler waren doch beide mal sehr vernünftige Menschen? Ist es das Alter?

Kann eigentlich nicht sein. Ich hab von beiden erst vor kurzem vernünftige Sachen gehört. Also doch ein Witz. Sarkasmus. Fangen wir doch mal anders an um die Dinge zu verstehen? Die SPD wird vermutlich bei der Bundestagswahl irgendwas um die 20 Prozent erreichen und hat wenn man ehrlich ist außer der CDU, den Grünen und der AfD keinen Koalitionspartner, es sei denn die FDP taucht wieder auf. 

Die LINKEN können am Ende nicht mit der SPD und den Grünen koalieren wenn sie sich nicht selbst zerlegen wollen. Einige würden das für ein Pöstchen sicher tun, aber die Mehrheit wohl eher nicht. 

Es gibt also keinen Grund überhaupt einen Kanzlerkandidaten zu ernennen. Es ist wie damals bei all den anderen Kandidaten der SPD, Steinbrück, Müntefering, Steinmeier und wie sie alle heißen, die nur antraten um Fizzelchenkanzler zu werden. Fizzelchen sind in Westfalen so kleine Dinge, wie Fusseln. Bedeutungslos wie ein Vizekanzler aber eben doch störend. 

Es geht also gar nicht um einen Kanzlerkandidaten sondern um einen Vizekanzlerkandidaten und genau genommen wird es auch dafür wohl kaum noch reichen. Vermutlich werden CDU/CSU und AfD koalieren, notfalls mit den Grünen und der FDP und die SPD wird Opposition. 

Es hätte also völlig ausgereicht einen Spitzenkandidaten zu benennen. Aber schon beim Schreiben dieses Wortes überkommt mich wieder ein Lachflash. Was bitte schön soll denn an dieser SPD Spitze sein? Gabriel oder Steinmeier als die Speerspitze der sozialen Revolution. Fatty Mc FatFat ist keinesfalls eine Spitze und seine lügende Grämlichkeit auch nicht. 

Ja. Spitzenkandidat geht gar nicht. An und in der SPD ist nichts mehr Spitze. Und wenn sich der Frank Walter nicht noch auf den Posten eines Bundespräsidenten zurückziehen kann, was mehr als unwahrscheinlich ist, dann bleiben auch nur die beiden als mögliche Kandidaten. Wer von den beiden die SPD in ihren letzten großen Untergang an der Wahlurne führt, ist dabei egal. 

Vermutlich wollen Engholm und Eppler dem Schrecken nun einfach ein Ende bereiten. Ernennt einen Kanzlerkandidaten, macht den Rücken gerade und marschiert aufrecht in den Untergang. 

Das ist richtig. Vernünftige Leute würden ihren Laden zumachen ohne sich nochmal zu blamieren, aber Vernunft und SPD haben ja schon lange nichts mehr miteinander zu tun. 

 

 

7 comments

  1. Doed says:

    An den Untergang der SPD glaube ich nicht. Vor allem nicht nach der großen Zustimmung beim Parteitag zu CETA. Die SPD erholt sich derzeit auch wieder in den Umfragen und regelmäßig vor der Bundestagswahl scheint dem Wähler die Muffe zu gehen und setzt sein Kreuz wieder bei dieser verlogenen Partei. Die Ergebnisse waren immer ein Stück weit besser, als noch in den Umfragen.

  2. Jörg Fuhrmann ( User Karma: 0 ) says:

    Sigmar Gabriel als solches ist doch wie die SPD.

    Allein schon dieser Mann, mit diesem Namen. Sigmar heisst so viel wie siegreich und sagenhaft. Dazu noch die Bedeutung von Gabriel. Da kommt was von Kraft, Heldentum und Gott vor. Was bitte hat dieser Mann mit den Attributen, seines Namens zu tun?
    Genau, NICHTS.
    Womit er absolut deckungsgleich mit seiner Partei ist. Die hat ja bekanntlich mit einer sozialen Demokratie auch wenig gemein.

    Also ist es doch nur folgerichtig wenn er auch diese Partei vertritt. Das eine solch billige Kausalität auch dem Engholm klar geworden ist, verwundert mich nicht.

  3. Derweg says:

    Die entscheidente Frage ist die selbe wie bei den vergangenen Landtagswahlen:
    Warum bekommt die SPD immer noch so viele Prozente?

    Ich verstehe dass es Menschen gibt, die CDU wählen, denn da wo es viele Verlierer gibt muss es auch Gewinner geben. Ich verstehe auch, dass es Unternehmer gibt, die FDP wählen und dass die ganzen Staatsbediensteten die im Parallekuniversum leben Grün wählen. Ich verstehe sogar, dass Menschen aus reiner verzweifelter Wut die Arschgeigen von der afd wählen, aber ich kann beim besten Wissen nicht verstehen, wie jemand allen Ernstes noch SPD wählen kann.

    Wenn die 20% bekommen, dann sind das bei der zuerwartenden Wahlbeteiligung wieder 10 Mio Menschen. So viele können doch gar nicht Alzheimer haben.

    1. tre says:

      “Warum bekommt die SPD immer noch so viele Prozente?”

      Na wie bei CDU, FDP, Grünen etc. auch – weil so viele in ihrer naiven Hoffnung das nach eigenem Ermessen vemutete “kleinere Übel” wählen. Was denn sonst? Und was sollen sie denn sonst wählen?

      Ich wäre für die Gründung einer Partei, die den Teufel selbst vertritt. Mit dem Wahlslogan, “Wieso sollte man sich mit wenig zufrieden geben? Wenn schon ein Übel, dann zumindest richtig!”. Kann man dann auch noch als deutsche Gründlichkeit verkaufen ;)

  4. Thilo ( User Karma: 0 ) says:

    Tja dass es Engholm noch gibt, das war mir auch neu. Wunder gibt es immer wieder… :) Aber im Ernst: Gabriel und Frankie W. gehören zu dieser Hannover-Bonzen-Sozi-Clique. Denen sind die Menschen, die einfachen braven Leute vollkommen egal. Es geht nur um Karriere und Posten, das ist verfilzt bis in die Wirtschaft, wo die sogenannten Genossen in Aufsichtsräten, Vorstandsetagen usw. sitzen und “gestalten”, nämlich alles nach ihrem Gusto. Das ist zwar bei Union, Flachpfeifen Dummen Perversen, AfD und Grünen genauso, aber die kommen auch nicht mit dem Anspruch, sozial zu sein. Zwar stülpt sich die AfD diese Maske über, aber niemand wählt die, weil er Arbeit braucht. Die werden gewählt, weil ihre Anhänger Angst davor habe, dass sie ab morgen 5 mal am Tag gen Osten beten müssen, dass nachts Gizzmos von Aldebaran kommen und an ihnen herumspielen, weil sie Ausländer hassen und weil sie Polen auslöschen wollen. Und die Grünen sind das gleiche, nur eben vegan. Bei den Grünen sind viele Lehrer, die möchten gern belehren und verbieten. Mit anderen Worten: in den anderen Parteien sind Arschlöcher, Nazis und Menschenhasser, wie zum Beispiel der rollende Sparschiß aus dem Ländle. Niemand zweifelt daran. Aber bei den Sozis, besonders bei dem freundlichen, aufgeschlossenen Freund der Armen, Gabriel (@Jochen Fatty McFat ist der Hammer :) ) ist es so, dass sich der Mythos von der Partei für die Arbeiter hält. Und das unverdientermaßen. Am besten, sie machen gar keinen Wahlkampf und benennen keinen Kandidaten. Ich wünsche denen ein einstelliges Ergebnis und dass mal mit den fetten Posten Ende ist. Eine Partei, in der so ein Flachwi… (freiwillige Selbstzensur) wie Müntefehring, der heilige Christenmensch, alle, die nicht arbeiten können verhungern lassen will (so wie es die Nazischweine mit den KZ-Inhaftierten gemacht haben) in der Hierarchie ganz oben ist, in der sich jemand wie Millionär Steinbrück als “sozial” selbstdarstellt, der Wünsche ich ihr Ende. Je schlechter bei der BTW ihr Ergebnis ist, desto mehr lasse ich für eine Sozi-Untergangsfete steigen, die ich mit Kumpels abhalten werde. Ein Kumpel sagte: sei nicht so, die sind immer noch besser als die NSAfD. Nein mein Freund, ich bin nicht für ein kleineres Übel. Übel bleibt übel, ob klein oder groß, geht beides nicht. Übrigens geht das Bonzentum der Sozis bis in die kommunalen Ebenen, ich kenne da so ein paar Bürgermeister in niedersächsischen Dörfern, ohne die geht gar nichts.

  5. Testostheron says:

    “Vermutlich werden CDU/CSU und AfD koalieren…”

    Es kann meiner Meinung nach auch so sein, dass solange gewählt wird, bis das Ergebnis passt, siehe Spanien (seit Jahresbeginn keine Regierung nach 2 bereits erfolgten Wahlen), oder es kommt zum Anzweifeln des Wahlergebnisses überhaupt, siehe Österreich, oder … oder … oder …

    Aber eigentlich ist das uninteressant, mir persönlich wäre ein leerer Bundestag am Liebsten.

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