Einen habe ich noch – Ökonomen machen Witze

Es ist herrlich. Es ist einzigartig, es ist so dämlich, das es wirklich nur von Ökonomen und Volkswirtschaftlern kommen kann. Das DIW unter Führung von Marcel Fratzscher hat nämlich festgestellt, dass die die staatlichen Mehrausgaben für Flüchtlinge unser Wirtschaftswachstum um 0,3 Prozent erhöht habe. Ein Hoch auf die Milchmädchen und ihre Rechnungen.

Langfristig erhofft sich Fratzscher sogar ein Wachstum auf 0,7 Prozent. Welch heilige Einfalt. Jedem Vollidioten muss klar sein, dass die 20 Milliarden Mehrausgaben für Flüchtlinge, natürlich ein Konjunkturprogramm sind. Das hat sogar Clemens Fuest, der jetzige Prof. Unsinn des Ifo-Institutes kapiert. Aber auch er schwärmt davon, dass dadurch der private Konsum gestärkt werde. 

Ich habe ja noch Karlchen Schiller, Strauß und viele andere Politiker erlebt, die Konjunkturprogramme für ein Allheilmittel hielten. Damals in der schlechte alten Zeit hoher Ölpreise stimmte das sogar noch, weil das Geld viele Runden durch die Wirtschaft machte und damit Arbeitsplätze erzeugte, bevor es auf den Konten der Reichen endgültig verschwand. 

Heute ist das anders. Investitionen sind im wesentlichen abgesagt. Die 20 Milliarden gehen genau einmal durch die Wirtschaft und verschwinden dann in den Spielcasinos der Reichen, die nur noch Idioten als Börsen bezeichnen. Sie sind leider als Konjunkturprogramm völlig wirkungslos. 

Tatsächlich sind es genau diese Ökonomen die immer wieder betonen, dass es keine anständigen Löhne geben dürfe, da dies der Wirtschaft schade. Selbst Mindestlohnerhöhungen von wenigen Cents werden als Weltuntergang von diesen Leuten aufgebauscht. 

In Wirklichkeit würde ein einziges Gesetz, dass in Deutschland den Mindestlohn von 8,50 Euro auf die benötigten 12,50 Euro erhöht und diese Stundenlohnerhöhung von 4 Euro dann für alle anderen Löhne auch festsetzt, wirklich wirken. Damit hätte das reichste Land in Europa zwar auch den höchsten Mindestlohn in Europa, aber das wäre ja nur angemessen und würde dem wirtschaftlichen Gleichgewicht der Staaten Europas beträchtlich helfen. 

Tatsächlich wäre es ein Konjunkturprogramm für Deutschland, das sich selbst bezahlt, da die meisten Menschen, fast alles konsumieren müssen, was sie verdienen. Gleichzeitig würde die Wirtschaft wieder Mut zu Investitionen fassen, weil die Leute ja wieder mehr Waren und Dienstleistungen kaufen könnten. Käme dann noch ein zweiter Punkt in das Gesetz der eine Weiterentwicklung der Löhne in Deutschland anhand der Preissteigerungen eines ehrlichen Warenkorbes als Grundlage wählt, dann wäre die Kaufkraftverbesserung dauerhaft und könnte einen langfristigen Zyklus guter Jahre für alle starten. 

Natürlich würden einige leistungslose Gewinne wegfallen und das Buchgeld der Superreichen etwas schwinden. Aber damit müssen die leben, genau wie die faulen DGB Gewerkschaften, die es nicht einmal geschafft haben das Lohnniveau zu halten und auch gar kein Interesse daran hatten. 

Aber bitte keine Hoffnungen mit dieser Idee verbinden. Ökonomen und Volkswirtschaftler, sind genau so dämlich wie die Politiker die ihren Lügen gerne glauben. Auch diese Chance wird niemand nutzen. 

 

 

8 Kommentare

  1. “Ökonomen und Volkswirtschaftler, sind genau so dämlich wie die Politiker die ihren Lügen gerne glauben. Auch diese Chance wird niemand nutzen.”

    Einspruch, euer Ehren, denn weder sind die meisten Politiker dämlich, noch Ökonomen und Volkswirtschaftler. Deren Aufgabe ist es nämlich, dem Großkapital den Weg freizuforschen bzw. freizuregieren. Deshalb ist das Beschriebene für diese Leute auch keine Chance, sondern eine Gefahr, die sie mit aller Geisteskraft aufhalten. Bildlich geschrieben treiben die das Spiel so lange, bis sie den Bogen überspannt haben. Allerdings verwenden sie viel Geisteskraft darauf, den Bogen so weit zu spannen (die Ausbeutung so weit zu treiben), das er gerade nicht bricht. Das ist ihnen bisher gelungen.

    1. Also dämlich sind die schon.
      Weil der Versuch den Bogen so lange zu spannen bis er kurz vor dem Brechen steht, ist mehr als dumm. Das kann nämlich nicht gelingen, da die Bogenspannern ja Einzellwesen sind und jeder auf Biegen und Brechen seinen möglichst großen Profit heraus schinden will.
      Und somit ist das Brechen unumgänglich, wobei dies bereits passiert ist.
      Bei 22,5% im Niedriglohn und zukünftig 50% in Altersarmut kann man nur noch als Berufszyniker von einer guten Wirtschaftslage sprechen.
      Was machen die Immobilienbesitzer denn demnächst, wenn ihre Wohnungen leer stehen, weil die bisherigen Bewohner sich zwischen Essen und Wohnen entscheiden müssen?
      Die angebliche Mittelschicht, darunter viele Beamte, werden in den nächsten 10 Jahren erleben, wie es sich anfühlt nicht mehr gebraucht zu werden.
      Selbst Richter werden auf kurz oder lang durch Software ersetzt werden.
      Viel preiswerter.
      Nur, ohne “Käufer” kein Umsatz.

    2. Sie sind dämlich und müssen das auch sein, genau so wie einfältig, naiv und machthungrig, um dem Kapital seine Gewinne zuzuschanzen und dabei zu glauben, sie würden Wirtschaftspolitik machen. Nur einigen wenigen wie F. Merz ist es bewusst, was sie machen und sagen, die Mehrheit ist komplett ohne Einblick und Bewusstsein. Da gibt es keine “Geisteskraft”, die angewandt wird, es wird nur Ideologie umgesetzt.

  2. Gibt aber auch die Demenz des grenzenlosen Wirtschaftswachstums in einer begrenzten Welt …

    Unternehmer sind Träumer, die in ihrem betriebswirtschaftlichem Studium fälschlicherweise den Traum stetiger Gewinnmaximierung, den Traum des ewigen Wachstums und den Traum eines unerschöpflichen Absatzmarktes beigebracht bekommen. Nur alle drei Träume sind eine Illusion und Lüge.

    Fakt ist : Gewinne können immer nur dann entstehen, wenn ein Anderer Verluste hat. Und Armut kann nur durch Reichtum entstehen und Reichtum kann nur durch Armut entstehen.

    Und außerdem : Wer das Geheimnis der Geldschöpfung kennt, der weiß auch warum Zins und Wachstumszwang zusammen gehören.

    Frage an die Unternehmer:

    Wenn alle Unternehmer es geschafft haben die menschliche Arbeitskraft durch Roboter aus ihren Unternehmen zu drängen, woher bekommen die Menschen dann das Geld, um sich diese Produkte kaufen zu können?

    Ohne ein Bedingungsloses Grundeinkommen werden alle Unternehmer auf ihren Waren sitzen bleiben müssen. Dann muß der verwirrte Professor einer Franfurter Uni vom Bedingungslosen Grundeinkommen leben, daß er jahrelang als nicht finanzierbar predigte im Auftrage aller wirklichen Sozialschmarotzer – nämlich den Partei-Lobbyisten und ihren Spender-Banken.

    Christoph geh mal richtig arbeiten und beschäftige Dich endlich mal mit der seit dem Jahr 1978 längst überfälligen Ausgleichsabgabe, der Automatisierungs/Roboter-Steuer mit welcher das Bedingungslose Grundeinkommen durchaus finanzierbar wäre und verschone uns mit deinem “Bedingungslosen-Grundeinkommen-Nichtmachbarkeits-Geschwätz.“

    Wenn man ein neues System will muß man das alte System loslassen, ganz besonders dann, wenn beispielsweise die Nahrungsmittelproduktion durch den hohen Grad der Automatisierung eine solche Produktivität erfahren hat, daß die Preise aufgrund des Überangebotes eigentlich fallen müßten und das Leben billiger werden müßte, sprich wir weniger arbeiten bräuchten – Die Preise fallen aber nicht, sondern bleiben konstant oder steigen sogar. Die Nahrungsmittelkonzerne diktieren einfach die Preise, das Gesetz von Angebot und Nachfrage existiert schon lange nicht mehr. Zu beobachten ist auch, daß die Konzerne die Preise ihrer Nahrungsmittelpreise in eine Rate verteuern, die der Inflationsrate entspricht, welche wiederum von der wundersamen „Geld“-Vermehrung per Mausklick der Zentralbanken stammen dürfte.

    Laßt das alte System los und stellt die Bücher in die Bibliothek in das Regal für gescheiterte Wirtschaftswissenschaften.

    Vielleicht werden die Bücher in der Hausbibliothek der Enterprise im 24. Jahrhundert der Ausleih-Renner als Nachtlektüre auf welchem Irrweg die Menschen im 21. Jahrhundert waren.

    „Ja, ich entsinne mich vom Ende der Lohnarbeit auf der Sternenflotten-Akademie gelesen zu haben. Die Lohnarbeit fand Mitte des 21. Jahrhundert durch die schuldgeldbedingte und verzinste hohe Produktivität, weil niemand mehr all den unnützen Plunder konsumieren wollte, ein schnelles Ende und wurde durch das Bedingungslose Grundeinkommen vollständig ersetzt – bevor man später gar kein Geld mehr benötigte“.

    Jean-Luc Picard vom Raumschiff Enterprise im 24. Jahrhundert“

    1. “Wenn alle Unternehmer es geschafft haben die menschliche Arbeitskraft durch Roboter aus ihren Unternehmen zu drängen, woher bekommen die Menschen dann das Geld, um sich diese Produkte kaufen zu können?”

      Menschen braucht dann keine Sau mehr. Androide und Androidinnen bekommen das Geld zum Ausgeben. Schliesslich will der naechste Oelwechsel und Silikonschlauch auch bezahlt sein, sonst gibt die Selbstwert-Routine immer nur Nullen zurueck.

      Btw, ewiges Wachstum ist moeglich, wenn zwischendurch immer mal wieder so gut wie alles kaputt gemacht wird. Oder auf gut deutsch: sozial ist, was Arbeit schafft.

      Mir faellt gerade ein: Das Kanzleramt neu zu bauen, macht doch ne Menge Arbeit, oder?

  3. “Das DIW unter Führung von Marcel Fratzscher hat nämlich festgestellt, dass die die staatlichen Mehrausgaben für Flüchtlinge unser Wirtschaftswachstum um 0,3 Prozent erhöht habe.”

    Oh jeh, wird hier etwa dargestellt, dass der Staat die 0,3 % normalerweise verbrannt haette oder aufgegessen oder zum Mond geschossen?

    Heh, Marcel, wenn du Deine Nase in meinen Arsch steckst, haben wir beide ‘ne Nase im Arsch, aber mir geht es zu 0,3% besser!

    1. Wie groß war denn das Wirtschaftswachstum insgesamt?
      0.3 Prozent liegen wohl eher im Bereich der statistischen Ungenauigkeit/ Abweichung, also dem was man eigentlich nicht erfassen kann.

  4. “… die staatlichen Mehrausgaben für Flüchtlinge unser Wirtschaftswachstum um 0,3 Prozent erhöht habe. …”
    Welches besagt das – König Kunde – der breiten Mittelschicht Arbeitsplätze schafft und erhält, auch wenn das Wachstum bei -0,3% gelegen hätte. Man stelle sich mal vor das die von der Regierung geförderten Flüchtlinge weit mehr Umsetzen könnten.

    Da hat der DGB und diese christlichen Politiker der CDU/CSU-SPD-Grünen-FDP etc. aber die ganzen Jahre mit Hartz IV zum Lohndruck der Mittelschicht um Einkommen, Arbeitsplätze, Rente, GKV und Wohlstand gebracht/betrogen.

    Selbst Unternehmer setzen lieber auf billigen schnellen Pfusch “VW-Abgas Skandal”, Airbus wo bei Zulieferern “D-Teile” (Triebwerksteile) unter Mobbing, Schikanen und Zeitdruck etc. gefertigt werden u.s.w..
    Das ist eben “made in Germany”, welches sich durch fast alle Branchen zieht.

    Die – Würde der Todsünde der Gier – unserer “christlichen” Politiker der CDU/CSU etc.., Richter und Beamten etc.. ist eben unantastbar, und Sie können diese Würde/ihre Gier weder achten noch schützen!
    Selbstverständlich konnte das – keiner – der angeblichen Eliten selbst berechnen oder dessen Wirkung erahnen.

    Innovationen, nein danke. Man muss nachhaltig gelernt haben das man unter diesen Seilschaften von Globalplayer, Politiker, Richter und Beamten etc. – immer – betrogen und enteignet wird.

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