Ein Tänzchen mit Sebastian Edathy kann mir doch keiner verwehren

Ich arbeite ja immer nach einem geheimen Geheimplan. Dessen Grundlage ist, das ich jedem anderem das zubillige, was ich selbst ständig mache, nämlich Fehler. Ja ich bremse auch für Politiker. Die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen behauptet zwar immer, dass ich nur bremse um dann zurückzufahren und mich zu vergewissern, das ich auch richtig getroffen habe, aber das ist eine bodenlose Gemeinheit. So bin ich einfach nicht, oder will ich nur nicht so sein. Egal.

Meistens haben wir es in Deutschland ja eh mit Hinterbänklern zu tun. Jedes Eichhörnchen das rund um den Tiergarten gesichtet wird ist wichtiger. Wenn mir solche Strategen unterkommen, gibt es eine meiner freundlichen Mails, mit denen ich mein Missfallen kund tue. Sebastian Edathy mag ich sich ja selbst für wichtig halten, aber er ist es nicht. Ein Schäubleabnicker mehr. Ab und an ein Rülpser aus der hinteren Reihe, nicht für Bedeutung für das Land. Wenn er uns nicht verrät, hat die SPD auf Anhieb 300 andere die es tun. Er ist also nicht wichtig.

Aber auch nicht wichtigen Leuten sollte man schreiben, wenn sie Mist bauen. Privat. Dieses tat ich mit folgender privaten Mail ohne Kopie an Verfassungsschutz oder den BND. Wenn die eine haben, haben die sie selber gemacht:

Umgang mit Susanne Härpfer
Von: Jochen Hoff
An: sebastian.edathy@bundestag.de
Datum: 2008-04-16 13:59

Sehr geehrter Herr Edathy,

nun sind Sie prominent. Zumindest in der deutschen Blogwelt. Das ist ein
Vorteil. Man wird sie dort nicht vergessen. Immer wenn ihr Name in Zukunft
auftaucht wird irgendjemand daraufhinweisen das Edathy doch der SPD Mann ist
der es geschafft hat eine freie Journalistin um Lohn und Brot zu bringen.

Nein natürlich beeindruckt sie das nicht. Sie sind ja Mitglied des Deutschen
Bundestages. Sie stehen ja über dem Volk. Sie stehen über der Wahrheit, sind
nur Peter Struck verpfichtet, weil der Ihren kleinen Arsch in Minuten aus der
deutschen Politik treten kann. Sie sind ein Herr, solange Sie die Aufgaben
erfüllen die Ihnen Ihre neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen
Auftraggeber übertragen. Im Grunde müssen sie nur an den richtigen Stellen
nicken.

Zwei Bitten hätte ich an Sie. Sagen Sie nicht das Sie Sozialdemokrat sind. Sie
sind in der SPD. Sozialdemokraten gibt es dort nicht mehr. Die zweite Bitte
ist sehr einfach. Machen sie so weiter wie bisher. Leute wie Sie helfen dabei
selbst so friedliche deutsche Lampenputzer wie wir es nun einmal sind in die
Revolution zu treiben.

Ach ja. Genießen Sie bitte jetzt die Aufmerksamkeit. Nach einem Systemwechsel
werden wir zwar eine saubere Zelle für sie finden, allerdings wird es Ihnen
nach ihrem Gerichtsverfahren, dort an Aufmerksamkeit doch eher fehlen.

Nein ich verachte Sie nicht. Das sind Sie mir nicht wert.


Mit unfreundlichen Grüßen
Jochen Hoff

http://www.duckhome.de

Und oh Wunder für einen deutschen Abgeordneten, er kann sogar lesen, schreiben und das Internet bedienen. Ich bin sehr beeindruckt. Traut man denen gar nicht zu, wenn man ihre Entscheidungen so sieht. Aber Herr Edathy kann es, und er antwortete mir:

Ihre Email v. 16.04.2008
Von: „MdB Sebastian Edathy, Laptop-Adresse“ (Deutscher Bundestag)
An: jochen@duckhome.de
Datum: Samstag 01:40:29 19.04.2008

Sehr geehrter Herr Hoff,
Ihre Aussage „Genießen Sie bitte jetzt die Aufmerksamkeit. Nach einem Systemwechsel werden wir zwar eine saubere Zelle für Sie finden, allerdings wird es Ihnen nach Ihrem Gerichtsverfahren dort an Aufmerksamkeit doch eher fehlen.“ reicht zwar bereits für eine Strafanzeige aus, die ich auch stellen werde, vielleicht könnten Sie Ihre Ausführungen aber noch ein wenig konkretisieren bzw. illustrieren, damit ich der Staatsanwaltschaft ggf. ergänzende Informationen übermitteln kann.

Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Edathy


Sebastian Edathy
Mitglied des Deutschen Bundestages
Vorsitzender des Innenausschusses
Abgeordneter für den Wahlkreis Nienburg-Schaumburg

Ich mag das, wenn man mich mit dem Staatsanwalt erpressen will. Er glaubte wohl er hätte irgendwelche Zeitungsmacher vor sich bei denen er nur einmal rülpsen muss, um die Existenz eines Menschen zu zerstören. Hat er aber nicht. Wenn er mir ans Bein pinkeln will, kann er das haben. Die Staatsanwälte, zumindest die politischen haben mich eh gefressen. Da kommt es auf einen Edathy zusätzlich nun wirklich nicht mehr an. Also bekam er das was er verdiente. Meine Antwort:

Re: Ihre Email v. 16.04.2008
Von: Jochen Hoff
An: edathy@edathy.de
Datum: Samstag 07:49:45

Am Samstag 19 April 2008 01:40:29 schrieb MdB Sebastian Edathy,

> Sehr geehrter Herr Hoff,
> Ihre Aussage „/Genießen Sie bitte jetzt die Aufmerksamkeit. Nach einem
> Systemwechsel werden wir zwar eine saubere Zelle für Sie finden,
> allerdings wird es Ihnen nach Ihrem Gerichtsverfahren dort an
> Aufmerksamkeit doch eher fehlen.“/ reicht zwar bereits für eine
> Strafanzeige aus, die ich auch stellen werde, vielleicht könnten Sie
> Ihre Ausführungen aber noch ein wenig konkretisieren bzw. illustrieren,
> damit ich der Staatsanwaltschaft ggf. ergänzende Informationen
> übermitteln kann.

Kein Problem Herr Edathy,

Politiker, die wie Sie Ihre politische Macht dazu missbrauchen, um in einem
Klüngel von Beziehungen die Pressefreiheit einschränken, machen sich
normalerweise strafbar. In jedem denkbaren System, außer in Diktaturen. Es
gibt jetzt eine Journalistin wengier, weil sie nicht über die gleiche Macht
wie Herr Edathy verfügt.

Dies ist in bei uns leider in fast allen politischen und wirtschaftlichen
Fragen der Fall. Teile unserer Politik rühmen sich sogar noch, wenn sie gegen
den Wählerwillen handeln. Dies ist eine Entwicklung die nicht mehr lange gut
gehen wird. Sie können aus Ihrer Position heraus das Grummeln des Volkes
natürlich nicht mehr wahrnehmen, sie fühlen sich ja in Sicherheit. Da geht es
Ihnen und Ihren Kollegen wie den Politikern in der DDR. Die haben auch erst
gemerkt das der Zug abgefahren ist, als die letzten Schienen und das
Bahnhofsgebäude schon verkauft und abgebaut waren.

Vielleicht ist das ein typisches Problem der herrschenden Klasse. Ähnlich wie
in der DDR lässt sich auch in diesem Deutschland durch Wahlen nichts mehr
ändern. Einen Herrn Steinbrück und einen Herrn Gabriel kann man abwählen
solange man will. Über Listenplätze, sichere Wahlkreise und ähnliches tauchen
sie immer wieder auf.

Bisher wurde das deutsche Volk meist müde und hat aufgegeben. Aber jetzt haben
wir das Beispiel der DDR. Zwar gab es zum Zeitpunkt ihres Falles noch ein
weiteres Deutschland, das Sicherheit bot, aber jetzt gibt es vor Leuten wie
Ihnen, der Politik die sie machen und den Interessen für die sie wirklich
stehen, keine Sicherheit mehr. Für niemanden.

Sie kennen das Problem. Ein an sich friedliches Tier, wie ein Reh, wird
versuchen Sie zu überrennen, wenn Sie es in die Ecke gedrängt haben. Genau
das wird in diesem Land passieren. Sie jagen das Volk in Panik. Sie lassen
keine Fluchtmöglichkeit mehr. Nicht einmal in die Datsche oder in sonstige
Formen der inneren Emigration. Das führt unweigerlich zum Aufstand. Ob sie es
wahrhaben wollen oder nicht.

Selbst wenn Sie und Ihre Kollegen es bis dahin geschafft haben, die Bundeswehr
im Inneren einzusetzen, nützt das nichts mehr. Wir kennen die Bilder aus
Rußland, als das Militär sich auf die Seiten des Volkes schlug und wir wissen
das selbst die Spezialtruppen in der DDR ihren Vorgesetzten klar gemacht
haben, dass sie nicht schießen werden.

Bei einem solchen Aufstand gibt es nur zwei denkbare Szenarien. Die eine ist
die übliche, nämliche schnelle harte körperliche Gewalt gegen die Bedränger,
was eine Revolution jeder Art sofort wieder mit einem Geburtsmakel behaftet.
Die andere Möglichkeit ist die Täter einzusperren und nach geltendem Recht zu
bestrafen.

Allerdings und an der Stelle kommt ihr Freund der Herr Staatsanwalt zum
tragen, ist es natürlich nicht möglich Ihre persönlichen Taten nach dem
aktuell geltenden Recht zu verfolgen, da Leute wie Sie, die Gesetze ja
dahingehend konstruiert haben, dass Sie und ihre Freunde nicht verfolgt
werden können. Deshalb wird ersatzweise ein Schnitt durch das internationale
Recht zum Einsatz kommen müssen.

Sie würden also nach Gesetzen verurteilt, die zu dem Zeitpunkt Ihrer und
anderer Taten zwar nicht offiziell in Deutschland galten, aber als
international gemeinsame Rechtsansicht eben hätten gelten müssen. Ein
Schönheitsfehler meines Konstruktes, der leider an diesem Punkt nicht
grundgesetzkonform ist, aber ich finde Sie und und andere im Gefängnis viel
netter, als an irgendwelchen Straßenbäumen hängend. Gefängnis kann man
revidieren, ja in gewisser Weise wieder gut machen. An Toten funktioniert das
nicht.

Ich brauche Ihnen sicher nicht zu erklären, dass ein Volk in Aufstandsstimmung
immer gerne zu nicht reversiblen Maßnahmen greift. Was Ihre Drohung mit dem
Staatsanwalt angeht, so werden Sie die sicherlich wahr machen. Ich habe auch
gar keine Sorge, das Sie es nicht schaffen könnten, mich verurteilen zu
lassen. Sie haben die Macht.

Im Grunde genommen ist es eine gute Idee gewesen, das zu tun. Ich schreibe
ihnen eine private Mail und sie schicken Ihren Staatsanwalt. Das sagt
eigentlich alles über ihr Politikverständnis und ihr Verhältnis zum Bürger
aus. Der Wahlkreis 040 Nienburg II – Schaumburg ist eine Bastion, aber Sie
würden vermutlich auch den richtigen Listenplatz von Herrn Struck bekommen.

Ich bin nur heilfroh, das ich im wesentlichen schon lange mit der SPD
abgeschlossen habe, wenn ich sehe mit welchem Stil sie Karriere machen
konnten. Ich empfehle Ihnen einen alten Text von mir:

http://www.duckhome.de/tb/pages/freund.html

Seien Sie aber bitte nicht beleidigt wenn Sie sich irgendwo wiedererkennen.
Das ist natürlich unbeabsichtigt und der Text ist tatsächlich schon steinalt.
Ich bin ja auch 12 Jahre älter als Sie. Stamme sozusagen aus der Zeit als es
noch Sozialdemokraten gab.

Gut nun haben Sie es noch einmal ausführlich, was sie doch so gerne wissen
wollten. Kommen wir also zu Ihrem Staatsanwalt. Den bin ich gewohnt. Meist
sind es allerdings die Faschisten die gegen mich vorgehen. Mal mit
Morddrohungen, mal haben die sogar Anwälte, Staatsanwälte und Richter. Das
ist mein Risiko. Aber ich wusste ja vorher das es nicht gut geht.

Ob mich nun auch noch Herr Sebastian Edathy mit seinem Staatsanwalt jagt, ist
Nebensache. Natürlich werden Sie es schaffen mir zwischen 100 und 200 Tagen
Knast verpassen zu lassen. Ja und. Sie haben es nicht verstanden. Sie können
mir nichts mehr wegnehmen. Sie können mich auch nicht mehr bedrohen. Ich
lache über Leute wie Sie und es ist ein zorniges Lachen.

Sollte ich bis Mittwoch Abend 24 Uhr nicht gehört haben, das Sie mich lieber
doch nicht verfolgen wollen, tragen wir beide dieses Spielchen auf der großen
Bühne aus. Ich werde in meinem Blog darüber schreiben, meine Mails und Ihre
veröffentlichen und dann schauen wir mal wem die Öffentlichkeit recht gibt.

Ach ja die Mails befinden sich sofort nachdem Sie hier abgegangen sind auf
Servern im Ausland. Es nützt Ihnen also nichts mir die Tür eintreten und die
Rechner meiner Familie zerstören zu lassen. Wenn jemand meine kleinen Kinder
in Angst und Schrecken versetzt, nehme ich das übrigens persönlich. Sehr
persönlich. Schließlich kenne ich Ihre Auffassung von Rechtsstaat. Natürlich
können Sie Kraft ihres Amtes meinen Server schließen.

Kein Problem, Ich fahre ihn innerhalb von weniger als einer halben Stunde
irgendwo im Ausland wieder hoch. Nehmen Sie alle ihre Repressionskünste
zusammen. Es nützt Ihnen nichts. Ich habe Ihnen ja direkt gemailt, weil Sie
sich in Ihrer Klasse ja nicht für Blogs interessieren, aber es haben sich
bestimmt 40 Blogs mit dem Verhalten des Sebastian Edathy beschäftigt. Ihr
Angriff auf mich und ihre Drohung mit Ihrem Staatsanwalt, sowie jede Maßnahme
gegen mich, wird das Thema mit Sicherheit noch mal kräftig hochpumpen.

Am Ende der Schlacht werden die Toten gezählt. Ich gehe einfach mal davon aus
das Sie am kürzeren Hebel sitzen. Ihre Wähler sind nämlich nicht dumm. Die
wissen, dass Ihr Vorgehen gegen mich, genau das wieder gibt, was Sie sind.

Pech gehabt mein Lieber. Ich bin nicht erpressbar, zumal ich ausnahmsweise
wirklich unschuldig bin und nicht wie so oft, doch wieder mal zu weit
überzogen habe. Deshalb hoffe ich für Sie auf eine anständige saubere Zelle
und ein ordentliches Gerichtsverfahren und gute Anwälte. Ich möchte, dass Sie
es besser haben als ich. Ich möchte nämlich ein besseres, vor allen Dingen
ehrlicheres System.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und sehe Ihrer baldigen Antwort gerne
entgegen.


Mit freundlichen Grüßen
Jochen Hoff

http://www.duckhome.de

Natürlich nahm er mich nicht ernst. Warum auch. Er ist ein deutscher Politiker, die müssen das Volk nicht ernst nehmen. Mal sehen wann mir die politische Polizei schreibt, das ich Herrn Edathy beleidigt habe. Wahrscheinlich bekomme ich wieder gleich den Strafbefehl, oder eine Vorladung, bei der ich nicht wissen darf worum es geht. Egal. Tanzen wir halt. Schneewalzer am Rand der Hölle. Und ich bin bestimmt kein Schneeflöckchen. Eher der Elefant im Porzellandladen.

39 Kommentare

  1. Guten morgen Jochen,

    ohne irgendwen Bestimmtes besonders herausheben zu wollen (dazu gibt es einfach genug davon), macht es bisweilen auch richtig Spaß Kleingeistern bei der Arbeit zuzusehen – sie sind ja so berechenbar. Mich wundert nur immer diese allgegenwärtige Dünnhäutigkeit mit sofortigen Gewimmer nach dem großen Bruder mit der (juristischen) Keule (die waren schon in der Schule die Pest). Wenn man schon Souverän sein will anstatt des Volkes, dann sollte man auch ein wenig souverän SEIN. Sonst ist auch der größte Pupmatz im Parlament nichts als ein kleiner Spießer mit zuviel Macht – und die sind wegen mangelndem Selbstwertgefühl mit Kompensationszwang am gefährlichsten, wie wir vorzeiten ja schon mal kennengelernt haben.

    Was hätte ich getan, wenn ich als – räusper – „Politiker“ eine solche Mail von Dir bekommen hätte? Wahrscheinlich erst mal herzhaft gelacht! Dann die Mail ausgedruckt, und in meinem Büro an die Wand zu den anderen gehängt. Dann hätte ich die Mail beantwortet und Dir zu Deinem Scharfsinn gratuliert, Dir erklärt, warum es aus meiner Sicht notwendig ist, als Politiker ein Arschloch zu sein und Dir einen schönen Tag gewünscht. Vielleicht hätte ich mir damit sogar einen Hauch von Achtung erworben. Aber dazu hätte „ich“ zunächst souverän sein müssen…

    1. Nein, die sind nicht souverän. Die haben Angst. Diese Dünnhäutigkeit ist nichts anderes als Angst vor dem Volk. Denn natürlich hören die das Grummeln. Noch wollen sie nicht glauben das die Stampede kommt, aber wenn die Herde solche Geräusche macht, wird es gefährlich.

      Es ist Angst.

      1. Ja Jochen, es ist Angst. Angst das die Menschen „draussen“ aufwachen und merken, wie sie tagtäglich „verarscht“, manipuliert und betrogen werden.

        Jochen, auch wenn Du Dir dafür nix kaufen kannst:

        Meinen Respekt, meine besten Wünsche und meine Solidarität bei allem, was (nun) auf Dich zukommen mag…

        1. und aus dem Grunde wird heute über die neue tolle EU-Verfassung abgestimmt, die Merkel etc. als Stärkung für Deutschland abfeiern und in der sich solche Sachen finden lassen:
          „Artikel 2 Absatz 2 EMRK:
          Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels (Abschaffung der Todesstrafe, ecc) betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um

          a.(….)

          b.(….)

          c. einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen.“

          Ja, man könnte es Angst nennen, dass Problem ist nur, dass niemande außer den Schweinen an den Fleischtöpfen diese bekommen sollte, alle anderen können sie höchstens verlieren…

  2. Wow, also das war jetzt erstmal sehr viel Input so früh am Morgen.

    Ich finde es ziemlich mutig, ihm mal die Meinung zu schreiben und auch dazu zu stehen. Man merkt, dass Sie wirklich Ahnung haben von dem, was Sie geschrieben haben.

    Vor allem erkenne ich vieles in der E-Mail wieder, was auch ich schonmal gedacht habe. Genauso, wie einige Textabschnitte mich doch zum Nachdenken gebracht haben.

    Ich bin ziemlich gespannt darauf, was der Herr Edathy auf Ihre letzte E-Mail antworten wird.

  3. Meinen Respekt Herr Hoff. So sieht in meinen Augen Zivilcourage aus (oder auch ein Kerl mit A**** in der Hose ;o).

    „Das ist der Weisheit letzter Schluss:
    Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
    Der täglich sie erobern muss.“ – Johann Wolfgang v. Goethe

    Es lebe die Pressefreiheit!

  4. Eins mal vorweg: Der gute Herr Edathy hat sich absolut lächerlich gemacht – sowohl mit seiner Aufregung über die Zeit-/Telepolis-Journalistin als auch mit dem RBB-Interview. Das steht völlig außer Frage, dafür soll er auch ordentlich Schelte kriegen.

    Aber, lieber Herr Hoff, in Ihrer E-Mail gehen Sie eindeutig einen Schritt zu weit. Beleidigungen und ein Schwadronieren von Systemwechsel sind sowas von daneben, dass Sie sich selbst nicht nur einen Batzen juristischer Probleme einhandeln, sondern vor allem auch eines erreichen: Dass Politiker wie Edathy es leicht haben, Kommentare aus der Blogwelt als das Geschwätz verwirrter Köpfe abzutun. So leicht sollten wir es diesen Leute nicht machen.

    1. Womit bitte schon beleidige ich den Herrn denn? Natürlich wollen wir einen Systemwechsel. Zumindest die Leute die heutzutage noch einigermaßen bei Verstand sind. So kann es doch wohl nicht weiter gehen?

    2. Man sollte schon unterscheiden können zwischen den Begriffen „politisches System“ und „herrschende Wirtschaftsordnung“ …

      Wo bitte schön steht z.B. im Grundgesetz, das eine kapitalistische Wirtschaftsordnung für die Bundesrepublik Ewigkeitsgaratie hat?

    3. Um jemaden überhaupt beleidigen zu können muß es sich ja zumindest um eine natürliche Person handeln. Ob das auf den Herrn E. zutrifft? Ich weiß nicht…

        1. Nun, Spitzfindigkeit hin oder her. Ich sehe da schon einen Unterschied zwischen Ürivatperson und Mandatsträger. Der ist mir auch deshalb wichtig, weil mögliche Vergehen/Verbrechen einer Privatperson anders behandelt werden, als wenn dazu noch der Mißbrauch eines Amtes/Mandats hinzukommt.
          Und umgekehrt stellt sich für mich durchaus die Frage, ob ich überhaupt jemanden beleidigen kann, wenn ich ihn in seiner Eigenschaft als Mandtsträger/Funktionionär angehe und nicht als Privatperson.
          Es ist nicht so, daß ich darauf stehe, auf diese Feinheiten, aber ich möchte versuchen, was möglich ist, um diese Herren angehen zu können, manchmal ist der formaljuristische Weg dabei nicht der Schlechteste.

  5. Systemwechsel wär OK. Ich hab gehört, da gibt’s eine Idee namens „Demokratie“. Könnte man doch mal ausprobieren, vielleicht funktionierts ja. Vielleicht auch nicht, aber wir werdens nie erfahren, wenn wirs nie probieren.

    1. Eh, mach nicht so einen Scheiß, Demokratie, da wären doch die Menschen gleich. So vor dem Gesetz auch. Geht doch gar nicht. Gleiche Menschen mit gleichen Rechten und gleichen Pflichten. Unvorstellbar. Da müssten die Mohns prozentual soviel Steuern zahlen wie andere auch. Da müssten die Firmen, die keine Leute beschäftigen auch in die Sozialsysteme einzahlen. Da würden die Kosten für die Kranken und Schwachen auf jede Einkommensart verteilt.

      Geht doch gar nicht. Das wäre ja gerecht. Ne. Sowas kannste nicht machen. Das wäre ja Revolution.

      1. och :-(

        Ach, das ist eh nur wieder so eine spinnerte Utopie, das funktioniert doch eh nicht. Ich mein, mal ehrlich: am Ende müssen sich Politiker noch vor dem Volk rechtfertigen, weil dieses sie als ihrer Vertreter begreift und nicht als ihre Chefs, deren Untertanen sie sind – wo kommen wir da hin

  6. Na da zieh ich doch den Hut, vor so viel Rückgrad…:-)
    Leider kann ich nur beide Daumen drücken, das die Geschichte nicht ganz so teuer wird.

    Grüße aus Hessen,
    Mike B.

  7. Bin gegenüber diesem Blog zwar recht kritisch eingestellt (Breitschwert etc. pp.), aber hierfür einen Applaus:
    Vielen Dank. Großartige Aktion.

    1. Ich habe ja auch nie behauptet, dass, das Breitschwert die richtige Waffe ist. Nur leider kann ich meist mit dem Degen nicht umgehen. Schon gar nicht wenn ich wütend bin. Ein Edathy macht mir keine Angst,

      Aber ich habe in fast jedem KZ gestanden, das es zu unserer Zeit noch gab, mit Menschen geredet, die es erlebt und erlitten haben. Mir machen die Leute die das, was die Nazis mit den Juden taten, heute mit den Muslimen machen, richtig Angst.

      Nein wir sind noch nicht wieder bei den KZs, aber da wollen wir doch wohl alle nicht wieder hin. Es hat 31 Jahre gedauert bis Heinrich von Treitschkes Satz „Die Juden sind unser Unglück!“ in der Kopfzeile des Stürmers auftauchte. Wie lange es von 1927 bis zu den Gaskammern gedauert hat brauche ich wohl hoffentlich niemandem vorzurechnen.

      Ich weiß nicht wie der Ablauf diesmal sein wird, und wo wir auf der Zeitachse stehen. Sind wir noch vor 1927 oder schon näher an 1933. Können wir noch etwas ändern, oder sagen uns bestimmte Gerichtsurteile, wobei ich nicht an meine denke, das es schon zu spät ist.

      Ich gebe offen zu ich habe Angst. Angst um meine muslimischen Freunde, aber auch Angst um meine jüdischen Freunde, um meine linken Freunde und um die rothaarigen oder Schwulen und auch um all meine Feinde die betroffen sein könnten.

      Es mag sein, das ich zu hart zu deutlich und was auch immer bin. Aber wir hatten es schon einmal. Ich sage immer noch „Nie wieder“. Ich hoffe sie sind wenitgsten da mit mir einer Meinung.

  8. Auch mir wurde dieser Tage der Strafbefehl zugestellt, nachdem ich die Vorladung zur Polizei in dem Moment ignoriert habe, als die mir auf telefonische Nachfrage nicht sagen wollten, worum es überhaupt gehen soll.

    Ich bezeichnete Justizminister Geert Mackenroth ob seiner Äußerungen zum Missbrauchsfall Stephanie aus Dresden als das was er in meinen Augen ist, nämlich ein einäugiges Etwas mit zwei dicken Backen drum herum, das nicht gucken, aber übel riechen kann. (Google helps)

    Mal sehen, ob ich aus der Nummer wieder rauskomme, ohne einzufahren…

    1. Widerspruch einlegen ist das einig richtige und sollte schnell gemacht werden. Wenn etwas Geld da ist empfehle ich einen Rechtsanwalt zu nehmen, wenn nicht, ist es etwas schwieriger. Ich hab den Mackenroth nicht verfolgt, aber das ist eine Beleidigung. Unzweifelhaft. Könnte von mir sein.

      Allerdings muss das Gericht berücksichtigen, das die Menschen in ihrer Verzweifelung über diese Mackenroths auch wütend werden. Wenn man einem Amtsrichter diese Wut und Verzweifelung schildert könnte der die Sache vom Strafmaß her ganz anders sehen.

  9. Meine Argumentation ist ja eher, dass ich praktisch den Mackenroth spiegele, respektive übersetze. Er beleidigt verschwurbelt die Menschen und ich mach den Simultandolmetscher. Bin der Klartext zu seiner rhetorischen Diarrhoe.

  10. @Jochen (#8.1):

    Es mag sein, das ich zu hart zu deutlich und was auch immer bin.

    Nein, zu hart würde ich nicht sagen. Ich finde Dich in der Tonart Deinen Argumentationsgegnern manchmal zu ähnlich. Wohlgemerkt, was den Klang betrifft, nicht den Inhalt. Das macht es für manche Zuschauer, die diese Auseinandersetzungen rund um den Islam noch etwas aus der Distanz beobachten, vielleicht schwierig den Frontverlauf klar zu erkennen. Ich weiß nicht recht, wie ich dieses gelegentlich flaue Gefühl in der Magengegend auf den Punkt bringen soll. Ich versuch’s mal so:
    Der Volksmund sagt: „Wer schreit hat Unrecht“. Doch was ist, wenn alle schreien?

    Trotzdem lese ich dieses Blog jetzt schon eine ganze Weile gern und regelmäßig. Denn ich verfolge diese Blog-Diskussionen zu den Themen Muslime und Zuwanderer (die man m.E. allzu oft gar nicht mehr als solche bezeichnen kann, sondern eher hemmungslose Verbalschlachten nennen müsste) schon lange aus kurzer Distanz und beteilige mich auch häufig selbst daran. Von daher teile ich Deine Sorge um unsere muslimischen Mitmenschen und Zuwanderer bzw. Menschen mit neudeutsch sogenanntem Migrationshintergrund und verstehe Deinen Zorn … auch weil ich viel zu oft genauso zornig bin.

    Das hat aber mit dem hier angesprochenen Thema imo nichts zu tun. Hier hab‘ ich persönlich auch an der Tonart nichts auszusetzen. Die finde ich in diesem Fall angemessen deutlich.

  11. Es war die richtige Art, Leute wie E. anzugehen. Denn ganz egal, wie (finanziell) gut es einem in diesem Land auch geht, diese vorsätzlich asoziale und bewußt die Bürgerrechte verletzende Politik ist einfach nicht mehr auszuhalten. Insofern war auch der DDR-Vergleich nicht völlig abwegig. Ich wünschen Ihnen einen sehr großen Rückhalt.

    1. Besonders verkommen finde ich, wenn manche Politiker es als Erfolg verkaufen wollen, dass sie „brutalstmöglich“ gegen den Willen und die Interessen des Volkes regieren. Das hat von Demokratie nicht mehr viel, real haben wir eh mehr eine feudalistische Kleptokratie und Korruptokratie in Deutschland.

      Gruß

      Alex

  12. Der Typ ist in der Lage, alle die sich hier zustimmend geäußert haben als Sympatisanten gleich mitanzuzeigen, darum stimme ich nicht zu.

  13. Auch meinen Respekt will ich hiermit zollen

    Bitte halte uns weiter auf dem Laufenden, vielleicht läßt es sich einrichten, dem Schauprozeß beizuwohnen und Dich zu unterstützen.

    *verneig*

  14. Warum geht der Inder Edathy eigentlich nicht nach Indien, um dort seine Wurzeln zu finden und diese auch zu leben. Allerdings könnte er mit seinem Volk dort nicht so umgehen, denn die würden ihn sofort an den nächsten Baum hängen. Das ist wohl auch der Grund, warum der Kleinstadt-Dorf-Heini sich so wichtig macht und in Deutschland bleibt, denn hier darf er die Menschen per Gesetz nach Lust und Laune beleidigen und verfolgen.

  15. Edathy ist Deutscher. Zwar ist er kein Netter, aber das ist kein Grund auf seinen Wurzeln rumzuhacken. Er soll und darf hier leben und das Gericht in Berlin hat ja mittlerweile bestätigt, dass er meine Kritik aushalten muss.

    Da er sich gerade wieder in anderer Sache kräftig blamiert hat, liegt es doch einfach nur an den Wählern ihn nicht mehr zu wählen und seine Partei auch nicht.

  16. Jochen,

    …… liegt es doch einfach nur an den Wählern ihn nicht mehr zu wählen.

    Genau das ist aber das Dilemma. Das deutsche Volk ist durch rund um die Uhr Gehirnwäsche dermaßen verblödet, daß es die tägliche Folter, durch Leute wie Edathy offenbar nicht mehr spürt und täglich nach weiterer Folter verlangt. Anders ist es nicht zu erklären, wenn etablierte Parteien immer wieder gewählt werden. Die Krönung der Blödheit machten nun die Berlin-Wahlen deutlich, wo die Hartz IV Empfänger gewannen. Ich glaube dazu erübrigt sich jeder Kommentar, genau wie über Baden-Württemberg. Die Menschen in Deutschland, bis auf einige Wenige, wählen ihre Schlächter selbst. Wie heißt es doch so treffend,
    „Gegen Dummheit kämpfen selbst Götter vergebens.“ Dummheit ist leider nicht auszurotten, sie ist ein Krebsgeschwür, das auch vor Ländergrenzen nicht Halt macht. Sie sollte aber mit Gefängnis nicht unter 5 Jahren bestraft werden, weil Dummheit jede Gesellschaftsordnung zerstört, denn mit Vernunft ist diesen Leuten nicht beizukommen.

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