Doping als politische Waffe

Wir Menschen nehmen alle viel zu viele Medikamente. Wir sind es gewohnt mit einer Pille alle möglichen Wehwechen abzustellen oder erträglicher zu machen. Vieles davon ist sicherlich Blödsinn, einiges sehr schädlich oder gar tödlich. An jeder Universität beginnt vor den Prüfungen ein schwunghafter Handel mit allerlei Pillen die den Geist besser machen sollen. Einige fressen derartiges Zeug andauernd. Manager brauchen Drogen um den Stress abzubauen und Koks um aktiver und schneller zu sein. Die breite Masse kippt sich mit Alkohol zu, um wenigstens für ein paar Stunden das Elend zu vergessen. Alle Welt dopt.

Aber daneben gibt es die heile Welt des Sportes in der natürlich nicht gedopt werden soll. Letztlich habe ich mit einem sehr guten Sportschützen gefachsimpelt. Was der so alles nimmt für die ruhige Hand und das sichere Auge. In meiner Zeit gab es einen Schnaps und dann los. Aber heute verlangen wir von einem Durchschnittssportler schon Leistungen die früher den Hochleistungssportlern zugeordnet wurden. Und jedes Gurkenfest in irgendeinem Stadion soll neue Rekorde bringen.

Ein Baum wird so groß wie ein Baum und ein Elefant nur so groß wie ein Elefant und die Geschwindigkeit von Geparden entwickelt sich auch nicht weiter. Nur beim Menschen soll das anders sein. Der wird immer schneller, kraftvoller und besser. Sicherlich kann man Menschen wie auch Windhunde trainieren und beim Menschen noch den persönlichen Ehrgeiz oben drauf packen. Aber das ist endlich. Die Rekorde aber gehen weiter.

Nun können wir uns noch über Trainingsmethoden unterhalten, aber da bewegen wir uns in einem kaum messbaren Bereich und der erklärt die Leistungszuwächse nicht. Also können wir das ganze Gerede einstellen und sagen das selbstverständlich gedopt wird. Überall und vor allem im Sport. Nur zugeben will das, aus mir völlig unverständlichen Gründen, niemand.

Deshalb werden viele Funktionäre mit der angeblichen Bekämpfung von Doping beschäftigt und es wird viel Geld für Untersuchungen ausgegeben. Einige dieser Funktionäre und "Wissenschaftler" machen daraus eine Religion und gehen auf richtige Kreuzzüge, nur weil sie nicht bereit sind mit der Wahrheit zu leben. Huhu Herr Franke.

Tatsächlich geht es nur um die Wahrung eines schönen Scheins. Wer heute im Hochleistungssport an der Spitze sein will, muss dopen, oder als Kind in den Zaubertrank gefallen sein.

Aktuell ist Olympia und da geht es neben den tollen Werbegeschäften mit Siegern natürlich auch um Nationalstolz. Welches Land hat die meisten Medaillen bekommen. Und da freuen sich Länder wie die USA, Russland oder Deutschland wenn sie mehr von den Dingern haben als andere Länder. Die Blödzeitung und der Rest der Systemmedien veröffentlichen Medaillenspiegel.

Wie alle nationalistischen Aussagen bedeutet auch die Anzahl an Medaillen gar nichts. Wenn überhaupt müsste man die Anzahl der Medaillen auf die Bevölkerungszahl umlegen.Aber auch das ist Blödsinn. Eddy the Eagle oder ein neuseeländisches Bobteam sind eben normalerweise nicht konkurrenzfähig zu Wintersportnationen bei denen ganze Universitäten im wesentlichen an der optimalen Ausrüstung und dem Sportler feilen.

Nun aber geht der nationalistische Schabernack noch eine Runde weiter. Er wird politisch. Um es noch einmal zu sagen. Alle dopen, die Frage ist nur wer erwischt wird.

Das lettischen Pharmaunternehmen Grindeks produziert das Medikament Meldonium  welches bei Angina pectoris und Herzinfarkt verschrieben wird. Es wurde nie in Deutschland oder den USA zugelassen und ist deshalb ein reines Problem des ehemaligen Ostblocks. Laut Ansicht der Wada wirkt Meldonium ähnlich wie Insulin leistungssteigernd bei der Blutversorgung und soll die Ausdauer erhöhen.

Kann sein, kann auch nicht sein. Ist aber eigentlich auch egal. Auf jeden Fall haben Sportler aus dem ehemaligen Ostblock dieses Medikament genommen und einige wohl auch in der Absicht zu dopen. Die Wada hat Meldonium auf ihre Beobachtungsliste gesetzt. Normalerweise finden dann weitere Untersuchungen statt, die Nachweismöglichkeiten werden untersucht und es wird festgelegt ab welchen Mengen das Medikament im Körper als Doping zu betrachten ist. Darüber kann man normalerweise kräftig streiten und so dauert es meist ungefähr so lange, bis ein Mittel verboten ist, dass in der Zwischenzeit zwei neue entwickelt werden konnten.

Wie wir aber heute wissen, gab es bei Meldonium einen Beschleuniger. Jack Robertson der als Agent der DEA im Fall der Arellano-Brüdern schon eine seltsam undurchschaubare Rolle gespielt hatte und als "devoutly Christian" bezeichnet wird, was nicht unbedingt ein Lob ist, da die andächtigen Christen in den USA teilweise als Sekten angesehen werden, auf jeden Fall aber meist am äußersten rechten Rand agieren und nicht nur fremdenfeindlich sonder oft offen rassistisch sind.

Dieser Jack Robertson hatte schon bei der DEA sich immer wieder über seine Vorgesetzten beklagt, die ihm nicht scharf genug vorgingen und irgendwann wurde er dann entweder zur Wada abeschoben oder aufgrund seiner Fähigkeit zu absolutem Gehorsam hin befördert. Ich tendiere zur letzteren Ansicht. Dort begann das alte Spiel.

Robertson wollte das angebliche russische Doping sofort massiv bekämpfen und bekam den Widerstand von Wada-Präsident Craig Reedie zu spüren. der sich keinesfalls überhastet in einen Dopingkrieg zwischen USA und Russland ziehen lassen wollte, sondern darauf bestand, die Regularien einzuhalten: Robertson äußerte dazu vor kurzem in einem Interview das Reedie förmlich gezwungen werden musste, zu handeln.

Nun ja. Die NSA hört alles ab und der CIA weiß zu überzeugen. Es kam also wie es kommen musste. Am 16. September 2015 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2016 Meldonium von der Wada als Dopingsubstanz in der Gruppe S4 (Hormone und metabolische Modulatoren) an Position 5.3 gelistet. Das ganze geschah eher beiläufig und Ende Dezember wurden die Mitteilungen an die Sportler geschickt. In Form einer Liste die jetzt jeder hätte genauestens untersuchen müssen. Was natürlich keiner tat.

Als erstes rasselte Maria Scharapowa in die klug aufgestellte Falle die das Mittel seit 2006 nahm. Ich weiß nicht ob die Scharapowa dopen wollte, aber augenscheinlich besteht bei Serena Williams kein Dopingverdacht. Ein Spaßvogel hatte auf Facebook mal die beiden Tennisspielerinnen nebeneinander gestellt, so dass deutlich wurde wie sehr sie sich körperlich unterscheiden. Aber das spielt ja beim Doping keine Rolle.

Allerdings haben die USA auch in einem anderen Punkt mal wieder bewiesen, dass sie zwar mit Leuten wie Jack Robertson und dem nötigen Druck ein ganzes Land wie Russland an den Pranger stellen können, wobei ihnen ja auch noch der deutsche Fernsehjournalist Hajo Seppelt bei der Verbreitung ihrer Propaganda zur Seite stand. Dumm nur das die deutsche Bevölkerung diesen Herrn Seppelt und seine seltsamen Filmchen über Zwangsgebühren bezahlen muss. Aber das ist ja leider bei den öffentlich Unrechten immer so, dass die USA ihre Propaganda nicht einmal selbst bezahlen muss.

Wie toll Hajo Seppelt gearbeitet hat, zeigt seine Reaktion auf die Fragen einer russischen Journalistin bei denen er völlig ausrastet. Aber man darf natürlich nicht vergessen das Seppelt von dem was er tut leben muss und das auch bei ihm der alte Satz gilt: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!" und in Deutschland gehören die öffentlich rechtlichen über die us-bestimmten Politiker nun einmal den USA. Man nimmt solche Leute mit einem Lachen hin, weil man es eh nicht ändern kann.

Aber dass ganze entwickelt sich noch besser. Denn von den 172 bekanntgewordenen Meldonium-Dopingfällen von mindestens 40 russische Sportler waren werden wohl nur sehr wenige bestraft werden, wie die Taz zu berichten weiß, da nicht wirklich klar ist, wie lange das Mittel im Körper nachweisbar ist. Das war ja unter anderem auch ein Grund dafür, dass Wada-Präsident Craig Reedie so vorsichtig war. 

Einige Experten sprechen davon, dass Mittel bis zu mehreren Monaten im Körper nachweisbar ist, was bedeutet, das Leute die das Medikament noch im Dezember, erlaubterweise, genommen haben bis in den August hinein positiv getestet werden könne, obwohl sie sich nichts zu schulden kommen ließen.

Aber es ging den USA einfach darum Olympia als Hebel zu benutzen um ihre Propagandalügen gegen Russland in Stellung zu bringen. Jack Robertson hat ja noch mal gegen IOC-Präsident Thomas Bach gewettert, weil der die bösen Russen bei Olympia mitmachen ließ. Aber auch Bach hatte als alter Funktionär erkannt auf welch dünnem Eis sich die us-amerikanische Propaganda bewegte. Ach ja Jack Robertson ist ansonsten auf Tauchstation gegangen. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan.

Die Propaganda war natürlich erfolgreich. Weil ja niemand von den Systemmedien darüber berichten wird, was wirklich passiert ist und auch nur wenige Duckhome Leser bis zu dieser Stelle lesen werden.

Noch einmal. Die Russen dopen wie allen anderen auch dopen. Man kann Doping nicht verhindern, man kann mit Nachweisen und Kontrollen dem Geschehen nur mit heraushängender Zunge hinterherrasen und wird doch nichts erreichen. Es ist besser Doping komplett frei zu geben.

Tatsächlich dürften genau wie Philipp Lahm die meisten Sportler gar nicht genau wissen, was in den Spritzen und Tabletten die sie auf Anweisung ihrer Ärzte nehmen alles drin ist. Sie glauben halt.

Und wer aus Deutschland nun meint nur den Russen ein systematisches Doping vorwerfen zu können, der möge sich an den Radsport erinnern oder die Studie der Humboldtuniversität über systematisches Doping in der BRD.

 

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