Die Woche der leyenhaften Ursula – Teil I: Aus „gutem“ Hause

Früher war alles anders – früher war alles besser. Was die Hermann aussprach, ist der Ursula nur recht und billig, mausert sie sich doch allmählich zur Gehilfin gegen Staats- und Bürgerecht à la Wolfgang Schäuble. Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen, sie seien irgendwie miteinander verwandt oder verschwägert. Zumindest aber sind sie alle seelenverwandt, soviel steht fest. Es macht nur einen Unterschied, ob man etwas ausspricht und nichts tut, oder ob man etwas verschweigt und es aber zur Realität werden lässt.

Angesichts unseres verantwortungsvollen Umgangs in Sachen mediale Aufklärung – was wiederum dem Pressekodex und dem Grundrecht Artikel 5 entspricht und dadurch legitimiert ist – dokumentieren wir den leyen- und sagenhaften Weg der Ursula … der weniger verantwortungsvoll ist, denn er ist ausgerichtet auf die Fürsorge über das elterliche Recht auf Erziehung (GG Artikel 6: 2, 3). Ganz im Stil der, im Nationalsozialismus stattgefundenen, Fürsorgepflicht des Staates. Mit dem feinen Unterschied, dass nun auch Eltern und welche, die es vielleicht noch werden wollen, unter Obhut Schutzhaft des Staates stehen.


Wir beginnen aber zuvorderst mit ihrer Herkunft und verweisen auf die Quelle der Ausarbeitung.

Sie hat nicht nur selbst 7 Kinder, sondern ist auch in einer Familie mit 7 Kindern groß geworden. Ihr Vater ist Ernst Albrecht, er war von 1976 bis 1990 CDU-Ministerpräsident von Niedersachsen.

Am 15. Januar 1976 wurde Ernst Albrecht als Oppositionskandidat überraschend zum Ministerpräsidenten gewählt. Eigentlich sollte der damalige Finanzminister Helmut Kasimier (SPD) als Nachfolger des aus Altersgründen zurückgetretenen Ministerpräsidenten Alfred Kubel (SPD) gewählt werden. Doch einige Landtagsabgeordnete aus der Koalition von SPD und FDP verweigerten Kasimier die Stimme. Am Abend traf sich dann die Führung der CDU im Central-Hotel in Hannover, um gemeinsam mit dem langjährigen NPD-Vorsitzenden Adolf von Thadden Albrechts Wahl zu feiern.

1979 setzte die niedersächsische CDU zur ersten Europawahl auf ihren Kandidaten Hans Edgar Jahn. Dieser hatte sich durch ein 1943 erschienenes europapolitisches Buch für diesen Posten qualifiziert, mit dem Titel „Der Steppensturm – Der jüdisch-bolschewistische Imperialismus“. Darin prophezeit er die endgültige Zerschlagung des Judentums und die Sammlung der „germanischen Völker“ um einen Herd. „Noch nach Jahrtausenden aber wird die Menschheit und vor allem die Jugend mit Achtung und Ehrfurcht einen Namen nennen: Adolf Hitler.“

1976 machte Albrecht ein ähnliches Kaliber gar zum Justizminister: Hans Puvogel. Dieser trat in seiner Amtszeit vor allem gegen den Gedanken eines liberaleren Strafvollzugs und die Idee der Resozialisierung auf. In seiner Doktorarbeit von 1935/36 hatte Puvogel die Gründe für seine Haltung dargelegt. Er schrieb von „Vererbung krimineller Neigungen“, von „anlagebedingten Verbrechern“ und von „minderwertigen Menschen“, die „aus der Gemeinschaft ausgeschieden werden müssten“. „Nur ein rassisch wertvoller Mensch“ habe „innerhalb der Volksgemeinschaft eine Daseinsberechtigung“.

Wo immer sie konnte hofierte die Landesregierung unter Ernst Albrecht Alt-Nazis. Wilfried Hasselmann (CDU), stellvertretender Ministerpräsident, bescheinigte 1978 der „Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger“, einer Vereinigung von alten Wehrmachtsoffizieren und SS-Männern, in einem Grußwort, dass sie „Mut gezeigt und anderen ein Vorbild gegeben“ haben. Hasselmann sei „tief beeindruckt vom Zusammenhalt ihrer Ordensgemeinschaft. Sie haben in vorbildlicher Weise als Soldaten ihre Pflicht erfüllt. Das bleibt gültig für eine nachwachsende Generation.“

Da ist es nicht verwunderlich, dass die niedersächsische CDU unter Albrecht regelmäßig gegen die nach dem Zweiten Weltkrieg festgelegte Oder-Neiße-Grenze zwischen der DDR und Polen polemisierte. […]
(Anm.:DH: Was Schäuble heute noch tut.)

Ihr christliches Menschenbild hat die Bundesfamilienministerin auch in ihrem „Bündnis für Erziehung“ demonstriert, das sie Ende April 2006 ausrief. Gemeinsam mit der evangelischen und katholischen Kirche wolle sie „Werte in der Kindererziehung“ neu definieren. Muslimische, jüdische Verbände oder gar Wohlfahrtsverbände und kommunale Träger von Kindergärten, Schulen und Jugendzentren waren bei der ersten Sitzung des Bündnisses nicht geladen.

Über Hans Edgar Jahn hatten wir auf Duckhome schon einmal referiert – wir verzichten an dieser Stelle auf erneute Würdigung. Wir zitieren lediglich einen Abschnitt aus einem SPIEGEL-Artikel aus dem Jahre 1979:

Der unerwünschte Europa-Kandidat Jahn hatte sich einst über „die ganze Erbärmlichkeit der jüdischen Rassenseele“ ausgelassen, hatte Juden als „Bastardgestalten“ mit „bestialischen Instinkten“ bezeichnet und sich über „typisch jüdische Heuchelei“ mokiert.

Die Ironie der Geschichte:
Ursula von der Leyen ist also aus „vorzüglich gutem“ dunkelbraunem Hause und geradezu prädestiniert, neben Wolfgang Schäuble und seinen Freunden, die Menschen Aufgaben des Rechtstaates „fürsorglich“ zu lenken.

Fortsetzung folgt … morgen!

4 Kommentare

  1. tut das not, daß die Werbebanner quer in den Text laufen und nicht geschlossen oder wenigstens verschoben werden können?

    Wer gute Texte verfasst, sollte doch ein Interesse daran haben, das diese auch lesbar sind.

    Grüsse vom

    genervten

    1. Zitat #3: „tut das not, daß die Werbebanner quer in den Text laufen und nicht geschlossen oder wenigstens verschoben werden können?“

      Den Kritikpunkt kann ich nicht nachvollziehen. Hast du vielleicht andere Browsereinstellungen?
      Bei mir lief nix quer rüber und ging nicht aus.
      Was für einen nimmst du ehedem?

      Ich finde eh lustig, wie manche Westdeutsche sich gegen Werbung sträuben – solange wir in einer Gesellschaftsordnung leben, in welcher Werbung integrativer, ja bestimmender Teil ist, und gerade Westdeutche doch mit Werbung so richtig vertraut sein sollten. Ein bißchen Werbung, wie her, muß vorläufig sein, um ausgezeichnete Recherche-Arbeit ermöglichen zu können.

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