Die Drogenkampagne gegen russische Sportler

Zum Abschluss der Spiele fassen wir noch ein letztes mal – in Kürze – zusammen wie gegen Russland "unsportlich" interveniert wurde.

Ereignisse im Vorfeld:
Aussagen des ehemaligen russischen Dopinglaborchefs Grigori Rodtschenkows über "Staatsdoping" , welche von der New York Times veröffentlicht wurden, lies der WADA (World Anti-Doping Agency)-Präsident, Sir Graig Reedie, als "unbewiesen" stehen. Dennoch hiess es, dass die WADA den Komplettausschluss fordere.

In Folge der unbewiesenen Behauptung, russische Sportler seien vom russischen Staatsdoping betroffen, versendete die "The Times" einen Brief. Empfänger: das IOC. Sie verlangten den Ausschluss des gesamten Team Russia. Die in Deutschland ansässige BILD sprach sogar von einem "verseuchtem Russland" und kündigte am 19.07.2016 an die Ergebnisse durch Ausschluss im Medaillenspiegel nicht anzuerkennen. Was das Medium auch konsequent umsetzte. Sie nahmen sich sogar heraus den IOC Präsidenten Thomas Bach als "Putins Pudel" zu bezeichnen.
Noch vor der Entscheidung des IOC beschloss "The Daily Mail", unter Berufung auf eine informierte Quelle, den Komplettausschluss zu verkünden.

"The Sun" schloss sich dem an.

Quelle
 

Am 24. Juli ging der Entscheid des IOC (Internationales Olympische Kommitee), die russische Olympiamannschaft nicht komplett auszuschliessen, in die Medien.
Es durften offiziell 271 Athleten, nach Entscheid der jeweiligen Weltverbände, starten. Ausgeschlossen wurden Sportler denen man in der Vergangenheit Doping nachweisen konnte.
Laut Rechtssprechung des CAS (Internationaler Sportgerichtshof) verstösst allerdings der Ausschluss von bekannten Dopingsündern gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Des weiteren kann keinem Athleten die Teilnahme präventiv verweigert werden. Die Nutzung von Doping muss belastbar nachgewiesen werden.

Gestern teilte der Chef der russischen Olympia-Delegation, Igor Kasikow, mit, dass sämtliche Doping-Proben negativ geprüft wurden.
 

Heute verkündete der Internationale Sportsgerichtshof, dass die russischen Paralympic-Athleten komplett ausgeschlossen bleiben.
 

Die ukrainische Olympionikin Jekaterina Derun zu der Doping-Kampagne gegen Russland:

An der Olympiade müssen alle Länder teilnehmen. Sport ist Sport und Politik ist Politik

 

 

2 Kommentare

  1. Nationalistische Exzesse bei WM’s und Olympiaden gehen mir auf den Keks. Sportliche Großveranstaltungen sind heutzutage generell politisiert und kommerzialisiert. Ich habe mir das früher alles “als Sport reingezogen” und bin nun geheilt. Gut so…

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