Der Druck von unten

Als die Dame von ihren eigenen Leuten 2008 verraten wurde, geschah dies, weil sie sich mit den Linken einlassen wollte. Danach verschwand sie von der öffentlichen Bühne. Andrea Ypsilanti – eine Frau die noch Ideale hatte.

Hinrichtungen sind etwas feines. Selbstmorde, vor allem in der Politik, sind eine mehr als schmutzige Angelegenheit. Andrea Ypsilantis Strick war ihr nicht eingehaltenes Wahlversprechen "nicht" mit der Linken zu koalieren und es nach der Wahl dann doch zu wollen. Der Ideale wegen. Schliesslich gehört/e die hessische Dame dem SPD-linken Flügel an.

Natürlich ist Frau Ypsilanti nicht aus der Politik ausgetreten. Sie lebt noch und folgt noch immer ihren politischen Idealvorstellungen. Dazu gehört die Kritik an der Agenda 2010 sowie auch ihr vehementes einsetzten für einen Mindestlohn und ihre Kritik gegen Spardiktate gegenüber anderen Ländern wie zum Beispiel Griechenland. Sie gehört mit zu den Vorstandsmitgliedern der ISM"einem Gegenstück zur INSM", so Katja Kipping -, welche alternative Wege zum Neoliberalismus aufzeigen und in die Gesellschaft tragen. Dieses Projekt wurde selbstverständlich von der CDU, aber auch von der FDP, wieder denunziert, als "Versuchslabor für rot-rote Experimente" verschrieen.

Ypsilantis Einstellung weckt Symphatien: "Ein linker Neustart in Deutschland und Europa ist notwendig und möglich".
Dem möchte ich gern zustimmen; dem wäre dringend und in Eile geboten.


Verlinkungen:
Andrea Ypsilanti auf Facebook
Veränderung braucht Druck von unten (Rüsselsheimer Echo)
Solidarische Moderne (Webseiten der ISM)
Für eine Politik der Hoffnung (Frankfurter Rundschau)
Der geplante Sturz der Andrea Ypsilanti (Deutschlandfunk)
Sie tun es schon wieder – Andrea Ypsilantis Brief an Roland Koch (Duckhome)
Der Koch als Ratgeber der SPD (Duckhome)

Ein Kommentar

  1. Höherer Mindestlohn soll Brexit-Folgen mildern
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=35942#h05

    Wenn GB noch mehrmals geteilt und gevierteilt werden die Löhne noch weiter steigen.

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