Das Geld ist nicht weg, es ist nur woanders

Das ist ungefähr der Kernsatz derjenigen, die an die dauerhafte Existenz des Geld glauben und lieber eine Verschwörungstheorie konstruieren, bevor sie den Fakten ins Auge sehen. Dabei ist die aktuelle Krise das beste Beispiel dafür, das dieser Satz nicht stimmt. Wir haben gar keinen Mangel an Geld. Dem Geld mangelt es einfach nur an Wert.

China hat rund 1.300 Milliarden US-Dollar in seiner Devisenreserve. Die Zahl kann aktuell 200 Milliarden höher oder niedriger sein, was aber für das Beispiel unerheblich ist. Würde China dieses Geld auf einen Schlag in Euro umtauschen, landet der Dollar bei 20 Eurocent und im Mittel des Umtausches bei 30 Eurocent. Nehmen wir an, sie hätten den Dollar mit 60 Eurocents in ihren Büchern, bedeutet das einen realen Verlust der Hälfte ihrer Devisenreserven.

Natürlich ist das nur ein rein buchhalterischer Wert, der aber unabsehbare Folgen für China hätte. China müsste die Preise gegenüber den USA verdoppeln, um nicht den Währungsverlust des Dollars zu finanzieren, was aber automatisch zu weniger Käufen führen würde und die chinesische Wirtschaft, die aufgrund der übernommenen Dollarverluste eh nicht besonders gesund da steht, würde vollständig ins Chaos gestürzt.

China sitzt also mit den USA in einem Boot, das ziemlich tief im Wasser liegt. Natürlich sitzen in dem Boot auch noch andere Länder. Sobald der Erste anfängt zu schaukeln oder aufstehen und das Boot verlassen will, könnte es das Ende aller sein. Sie sind also gefangen in den Schulden der USA. Unentrinnbar.

10.500 Milliarden Dollar sind so geparkt, können sich kaum bewegen und die Anleger können nur auf ein weiteres Wachstum hoffen. Denn refinanzieren lässt sich das Ganze nur durch immer neues Wachstum. Die ewige Wachstumsspirale ist ja eine Lieblingstheorie des Kapitalismus, mit der er sich selbst erklärt und begründet. Tatsächlich ist sie Humbug.

Wachstum braucht Konsum. Es müssen Güter und Dienstleistungen erzeugt und verkauft, aber auch verbraucht werden. Dahinter steckt die Annahme, dass die an der Produktion beteiligten Personen und das eingesetzte Kapital durch Löhne und Zinsen profitieren und deshalb in der nächsten Runde mehr konsumieren, und/oder mehr Geld in Produktion investieren könnten.

Dieser Ansatz ist richtig, wenn die Gewinne einigermaßen fair verwandt würden. In Deutschland sinken seit langem die Reallöhne, was noch durch den Mindestlohn Hartz IV verschärft wurde und sicher nach den nächsten Wahlen zu weiterem Lohndumping führt. Deshalb hat Deutschland als Exportweltmeister im Verhältnis kaum eine Binnenkonjunktur, weil die Menschen die in Deutschland arbeiten, nicht partizipieren. Die Wachstumsspirale kann in Deutschland nicht funktionieren.

Tatsächlich funktioniert sie nirgendwo. Natürlich verbesserte sich in Indien die Lebenssituation für viele Menschen. Gar keine Frage. Einige können jetzt sogar zweimal am Tag essen, was aber gleich die Nahrungspreise rasant erhöht hat. Im Verhältnis hat aber auch der indische Aufschwung nur ganz kleine Teile der Bevölkerung nach vorne gebracht, während das große Geld an Leute wie Lakshmi Mittal ging und damit deren tatsächlichen unternehmerischen Erfolg, doch sehr relativiert.

Was der Wirtschaft schon seit langem fehlt ist eine signifikante Steigerung der Kaufkraft der Menschen auf diesem Planeten. Nur wenn die gewährleistet werden könnte, würde es lang andauerndes Wachstum geben. Eine solche quasi automatisierte Kaufkraftsteigerung sollte aus den Verhandlungen von Gewerkschaften und Unternehmern in Tarifverträgen münden. Da sich die Gewerkschaften zunächst verunsichern und dann kaufen ließen, ist dieser Regelkreis faktisch zusammen gebrochen.

Die Politik hat auch weltweit alles getan um die Rechte von Arbeitnehmern eher zu schmälern, oder in fiktive Rechte umzuwandeln. Wenn Mercedes-Benz heute einen Mitarbeiter entlässt, weil er körperlich nicht mehr tauglich ist, stellen sie ihn hintenrum für weniger Geld als Leiharbeits- oder Teilzeitsklave wieder ein und haben ihn einer Situation, in der er rechtlos und billig ist, aber eben weniger konsumieren kann.

Politiker wie Wolfgang Clement haben alles getan um die Menschen in diese Rechtlosigkeit zu zwingen, aus der sie natürlich keine Lohnforderungen mehr stellen können, aber auch eben kein Wachstum mehr erzeugen. Damit hat Wolfgang Clement bewusst Wachstum verhindert um seinen eigentlichen Auftraggebern, für die er ja heute arbeitet, mehr Gewinne zukommen zu lassen. Niemand darf behaupten das Wolfgang Clement gekauft wurde, weil es keiner beweisen kann. Aber der Verdacht liegt sehr nahe.

Da dieser Verdacht bei vielen Politikerentscheidungen nahe liegt, dürfte auch ein gewisser, vermutlich hoher Anteil dieser Entscheidungen gekauft, oder doch zumindest von Lobbyisten beeinflusst sein. Dies ist nicht nur in Deutschland so, sondern überall auf der Welt. Politiker, Gewerkschaftler und begutachtende Wissenschaftler zu kaufen oder zu beeinflussen, erfordert Geld, das am leichtesten von Großunternehmen und dem Großkapital bereitgestellt werden kann.

Damit ist klar, welche Interessen verfolgt werden. Großunternehmen sind fast immer durch Manager gesteuert, die sich selbst über Berater rechtfertigen. Oft waren die Manager früher selbst Berater. Es ergibt sich also eine institutionelle Verantwortungslosigkeit, in der sich wirklich niemand mehr schuldig fühlt. Dazu ein paar Urteile in denen das Recht gebogen wird, bis es den Wünschen der Wirtschaft entspricht. Ackermann, Hartz und Pierer sind solche Fälle.

Mit dem Gedanken der ewigen Wachstumspirale im Kopf und auf der Suche nach der größten Rendite war schnell klar, dass sich Produktion nicht lohnt. Produktion bringt Renditen von 2 – 7 Prozent, kostet Geld für Produktentwicklung und Fertigungsmaschinen. Dazu das ewige Risiko, dass ein anderes Produkt besser ist. Das macht keinen Spass. Das geht auch nicht ohne Verantwortung zu übernehmen.

Also begann die erste Renditewelle mit Entlassungen. So wenig Personal wie möglich. Das tat der Produktion nicht gut, weil die Qualität sank und natürlich die teuren und erfahrenen Arbeitnehmer die ersten waren, die gehen mussten. Die zweite Renditewelle war die Zerschlagung von Unternehmen, die dritte die Übernahme. Immer mit Lohndumping und Verlust von Arbeitsplätzen, vor allem aber immer mit Kompetenzverlust verbunden.

Die Unternehmen wurden weltweit in ihren Grundfesten erschüttert und geschwächt. Sie brachten aber immer noch nicht die gewünschten Renditen. An dieser Stelle begann man auf diese ganze Produktion zu verzichten und schaffte Finanzprodukte, die nichts mehr, oder nur sehr wenig mit Produktion zu tun hatten. Man schaffte Derrivate und Zertifikate, Papier in Hülle und Fülle.

Um diese Papierchen handeln zu können machte man Schulden und ließ andere Schulden machen, um auch diese Schulden zu bündeln und zu verkaufen. Am Anfang gab es sogar noch einen theoretischen Wert hinter diesen Finanzoperationen, aber schon bald handelte man nur noch mit Luft und legte immer mehr Luft auf.

Es gibt heute niemanden, der den Wert dieser Luftgeschäfte wirklich bilanzieren könnten. Man kann nur spekulieren. Er dürfte weltweit zwischen 25.000 Milliarden und 70.000 Milliarden Dollar liegen. Die Summe ist auf jeden Fall nicht mehr ohne Pleiten abzufangen. Dabei ist nicht so sehr die Summe an sich das Problem, sondern dass die Papiere wirklich vollständig wertlos sind. Sie haben die Geldmenge erhöht und als Rettungsaktion haben die Notenbanken noch mehr Geld nachgeschoben.

Die Notenbanken haben also Geld ins Feuer gepumpt. Natürlich ist dieses Geld nicht weg. Es existiert irgendwo. jede Bank versucht sich dadurch zu retten, das sie die liquiden Mittel bei sich selbst zu halten versucht. Eine gute Idee. nur leider nicht ausreichend. Sie können nicht genug liquide Mittel sammeln um sich selbst zu retten, weil das System anders aufgebaut ist.

Das System kennt nur das Interbankengeschäft, bei dem sich eben ständig und praktisch ohne Sicherheiten, gegenseitig Geld geliehen wurde. Dieses Geschäft gibt es nicht mehr, weil das Vertrauen weg ist. Natürlich kaufen sich die Banken gegenseitig und auch ihren Kunden keine dieser wertlosen Papiere mehr ab.

Einen großen Teil des Giftmülls hat man in Deutschland bei staatlichen Banken und in Fonds geparkt. In den USA sind vor allem die Pensionskassen und auch wieder die Fonds zugemüllt worden. Natürlich wird man auch da früher oder später Bilanz ziehen müssen und diese Bilanz wird wohl oft einen Totalverlust oder doch zumindest auf sehr tiefe Einschnitte herauslaufen.

Tatsächlich ist das Geld nicht weg. Es ist noch vorhanden. Es steckt zum Beispiel in den Häusern in den USA die ihre ehemaligen Besitzer aufgeben mussten und die nun beginnen zu verfallen. Die Banken müssten diese Häuser nun erhalten, was aber aufgrund der großen Zahl und der oft billigen Bauweise nicht machbar ist. Hinzu kommt Vandalismus und Brandstiftung.

Das erhöhte Brandrisiko von verlassenen Gebäuden führt zu erhöhten Versicherungsbeiträgen und damit oft zur Abmeldung aus der Versicherung. Das Ende ist dann wirklich endgültig, weil der Grund und Boden kaum einen Wert darstellt. Er könnte an anderer Stelle genau so generiert werden. Mit jedem Tag der Immobilienkrise sinkt also der Wert der Häuser, die in der Krise stecken.

So wurden nicht nur die wertlosen Papiere sonder auch auch die Hypotheken wertlos. Schlimmer noch. Einzelne Häuser die in den Vororten verfallen, machen die gesamte Siedlung unattraktiver, was weitere Häuser, deren Hypotheken noch bedient werden, so wertlos macht, das die Hypothek nicht mehr gedeckt ist und „gesunde“ weil bezahlte Hypotheken in die Schieflage geraten. Das weitet den Verlust noch aus.

Das gleiche gilt für Aktien. Der Wert der hinter den Aktien stehenden Firmen ist natürlich durch den Wertverlust des Geldes gestiegen. Allerdings besteht die Gefahr, das Fonds, Pensionskassen und andere institutionelle Anleger Aktien verkaufen müssen, um liquide Mittel zu bekommen. Dies hat zur Folge das auch die Aktienkurse weltweit sinken werden.

Obwohl Unmengen von Geld im Markt sind, kann keiner welches in die Hand nehmen. Sobald einer damit anfängt, offenbart sich der geringe innere Wert des Geldes. Früher hat man diesen inneren Wertverlust meist durch Kriege, Reparationen und Währungsreformen ausgeglichen und dabei immer die kleinen Leute betrogen und das Großkapital subventioniert.

Das funktioniert heute nicht mehr ganz so einfach, weil man mehr Angst vor dem Volk haben muss und weil es um Summen geht, die so nicht mehr ausgeglichen werden können. Deshalb müsste eine neue Form von Aufarbeitung gefunden werden, die zum einen die Verantwortlichen bestraft und zum anderen die Realwirtschaft weitgehend unberührt lässt.

Dazu bedürfte es Gesetzesänderungen, die den Gläubigern verbieten, Kredite an Firmen aus Produktion, Handel und Dienstleistung, außer Finanzdienstleistungen, oder Hypotheken in Deutschland zu kündigen. Laufen derartige Vereinbarungen aus, tritt die KfW in Verbindung mit den Sparkassen für fünf Jahre zu gleichen Konditionen in einen neuen Vertrag ein, sofern sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nicht extrem verschlechtert hat.

Maßstab für eine extreme Verschlechterung ergeben sich aus dem Mittel der Branche. Dann können die Banken in Ruhe in Konkurs gehen oder eben überleben. In einigen Fällen werden die Hypotheken und Kredite noch bis zu 20 Jahre lang bedient, was den Konkursverwalter freut. Die Aktionäre gehen natürlich leer aus. Sie hätten halt den Verwaltern ihres Geldes besser auf die Finger sehen müssen.

Mit den Banken sterben auch die von ihnen auf die Märkte gebrachten Zertifikate und Derivate vermutlich ohne auch nur die Spur von Substanz zu hinterlassen. Deren Besitzer verlieren ebenfalls alles, was weitere Banken mit in den Strudel reißt, aber unvermeidbar ist. Natürlich geraten die Aktienmärkte weiter unter Druck, aber da die Liquidität gesichert ist, kann auch ein Pennystock noch lange leben.

Mit jeder Pleite verschwindet etwas mehr von diesem fiktiven Geld aus dem Markt. Jedes Papierchen das wertlos ist, weil es keinen mehr gibt der es einlöst, löst die Krise auf. Natürlich werden am Ende die Pensionskassen, die Fondanleger erheblich verloren haben. Einige vielleicht alles. Das ist ebenso im Kapitalismus. Da ist ein werden und vergehen. Damit müssen die Leute leben.

Deshalb sind ja solidarische Sicherungssysteme soviel besser, wenn man diese per Gesetz stark macht und nicht per Gesetz aushöhlt. Natürlich muss es für die verbleibenden Banken – es werden nicht wenige sein, die überleben – neue und klare Regeln geben. Ein Verstoß gegen diese Regeln muss Knast und Einzug des Privatvermögens für die Manager bedeuten.

Ein weiterer wichtiger Punkt wird die Managerhaftung in anderen Unternehmen sein. Die Verantwortungslosen werden Verantwortung lernen müssen. Notfalls über ein paar Jahre Gefängnis. Aber natürlich werden auch die Gläubiger US-amerikanischer Staatsanleihen bluten müssen. Mit etwas Glück ließe sich da die Hälfte retten, aber wahrscheinlich nur ein Drittel. Andere Länder mit hoher Staatsverschuldung werden sich anschließen.

Das wird das globale Vertrauen nicht stärken, ist aber unabwendbar um das Geld ohne Währungsreform aus dem Markt zu bekommen. Natürlich werden auch die 900 Milliarden die in deutschen Pfandbriefen stecken, genauer untersucht werden müssen. Auch hier dürfte sich ein Drittel bis zu Hälfte des Betrages in Rauch auflösen.

All das wird dazu führen, das man in Zukunft vorsichtiger mit Geld umgeht. Nicht als Banker sondern als Bankier.

Bankier (aus dem französischen Banquier) oder Privatbankier ist ein Unternehmer des privaten Bankgewerbes, der mit eigenem Kapital, unbeschränkter Haftung und alleiniger Entscheidungsbefugnis Bankgeschäfte betreibt.

Der Begriff Banker hingegen ist die Berufsbezeichnung eines Bankangestellten. Dieser ist im Gegensatz zum Bankier kein Unternehmer, sondern lediglich ein Organ, ein Direktions- oder ein Kadermitglied einer als Kapitalgesellschaft organisierten Bank.

Man könnte auch sagen ein Banker ist ein verantwortungsloser Neoliberaler der seine Handlungen nicht einmal soweit überblicken kann, dass man ihm erlauben könnte den Hosenstall mit dem Reißverschluss zu verschließen, weil nicht klar ist, ob er zum pinkeln auf die umgekehrte Lösung kommt. Es sind diese verantwortungslosen neoliberalen Banker, die das System vor die Wand gefahren haben und die jetzt bestraft werden müssen.

Wer übrigens glaubt, dass die deutschen Pfandbriefe besser werden, wenn man sie jetzt nicht hinterfragt, glaubt auch, das Brot nicht schimmelt, wenn man die Verpackung nicht öffnet. Es ist ein Irrglaube. In unseren Pfandbriefen sind bereits die Maden. Egal was auch immer Herr Steinbrück erklärt.

Natürlich wird man irgendwelche weiteren Rettungsversuche auch für die Hypo Real Estate unternehmen. Die aktuell gehandelten 30 Milliarden von den Banken sind natürlich nur ein Anfang. Mit den 28 Milliarden von Steinbrück ist aber dann die Stelle erreicht, wo man besser die Bank über die Klinge springen lassen sollte, und mit dem Geld lieber ein sinnvolles Konjunkturprogramm starten sollte.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Sofort raus auf die Straßen und demonstrieren oder staunend zuzusehen. Das mit dem raus auf die Straßen dürfte sich in Deutschland allerdings erledigt haben. Gestern Abend wurde beschlossen, dass sie das Grundgesetz ändern, damit Schäuble auf jeden der noch selber denkt schießen lassen kann. Sie haben sich schnell vor dem großen Knall noch ihr Ermächtigungsgesetz gebastelt. Schnell und ohne Aufsehen. Da mag jeder seine Schlüsse selber ziehen.

Ob die wohl vor jede Bank Panzer stellen werden. Dann müssen aber entweder ein Bankfilialen vorher schließen, so viele Panzer haben die ja gar nicht. Aber gegen die Rentner und Arbeiter reichen auch Maschinengewehre wenn die ihre paar Notgroschen abholen wollen. Wir gehen großen Zeiten entgegen.

10 Kommentare

  1. Das kam mir auch sofort merkwürdig vor. Im gleichen Atemzug mit dem „Rettungspaket“ der HRE, beschließen sie das Bundeswehrermächtigungs gesetz im eigenen Land, um das Volk kuschtig zu halten.
    Sie werden notfalls alles mit Gewalt umsetzen auch wenn sich ihre Maßnahmen im Nachhinein als absolut unvernünftig herausstellen.

    1. Und – gibts irgendeine Verlautbarung unserer Mitbürger in Uniform von der Hardthöhe? Oder berufen sich die Jungs im Fall des Falles wieder auf soldatische Tugenden, Kriegerehre und den sauberen Waffenrock? Zu Afganistan hört man bis auf eilfertige Zustimmung ja auch fast nix.
      Jaja, ich weiß schon, letztlich wird auch der Soldat verars***. Da ich aber selbst mal bei der Truppe war, weiß ich auch, dass man letztlich nur so lange zum Narren gehalten werden kann, wie man das selbst zulässt. Dazu brauchts allerdings, wie so oft, etwas Rückgrat…

  2. Ich hatte heute nach kurzer Unterbrechung den ersten Arbeitstag in einem neuem 1 Euro Job.
    Stimmungsmäßig fühlte ich, wie auf der eigenen Beerdigung (HRE Aktien fielen trotz „Rettungspaket“ um 48% und die Börse brennt lichterloh, den ganzen Tag).
    Nicht, dass ich selbst Aktien besitze, aber wie soll man bei solchen Aussichten die richtige Motivation finden, ich biss trotzdem in den sauren Apfel und es wurde überraschend ein sehr gelungener Tag, im Forum Stadttheater Düsseldorf. Nach kurzer Einweisung in die vorhandenen Räume, überprüfte ich zunächst die elektrische Anlage der Garderoben und wechselte verschiedene defekte Teile aus.
    Es lief doch alles besser, als ich vorher gedacht habe die 6 Stunden vergingen im Nu und ich freue mich auf den nächsten Tag.
    Trotzdem finde ich so eine Billigmaßnahme einfach zum Kotzen, denn:
    Ich erkenne hier wieder dieselbe Linie, die das Lohnniveau auf unterstes Existenzminimum drosselt, die Einstellung um jeden niedrigsten Preis, um die Statistik niedrigzuhalten und die Vollzeitbeschäftigung, um nicht über die Rente nachdenken zu können.
    Arbeitsmöglichkeiten zur Selbstversorgung gibt es einfach nicht, dabei mangelt es an Facharbeitern an allen Ecken und Kanten.
    Deshalb wünschte ich mir ebenso ein Finanzpaket von 50 Milliarden als Investitionsspritze für die deutsche Wirtschaft.Im Rummel und Trubel hat man die scheinbar ganz vergessen.
    Dann könnte ich wieder selbst von meiner Hände Arbeit leben.
    Entschuldigung-, aber Träumen wird man ja hoffentlich noch dürfen.
    Jedenfalls weiß ich jetzt; dank der immer gleichen erkennbaren Linie; wozu der Schäuble unsere Daten, und die Bundeswehr im Innern braucht.
    Hätte man ehrliche Absichten, dann brauchte man die nicht mit Gewalt durchzusetzen.
    Von wegen Demokratie- noch 3 Mal schlafen – dann vielleicht.
    Bis dahin wird noch einiges UNGLAUBLICHER und Unerträglicher.
    mit besten Grüßen
    Wolfgang

      1. Da kriege ich doch das kot..en wie ich heut in den nachrichten gehört habe das der hypo boss wenn er denn gehen muß ca 46000 euro „rente“ in seinen hals geschmissen bekommt.
        Unsereins bekommt gerade mal ein miniminimum davon und das soll auch noch reichen. Naja ich hab noch 42 jahre vormir mal schauen was noch aus meiner rente wird.

        Tja das ist schon komisch das für diese eine bank 50 milliarden da sind und für die konjunktur nichts. Aber diese korrupten Politiker, Banker und was weiß ich nicht noch wer alles versuchen alles um den knall zu verhindern und ihre macht die sie besitzen zu behalten und da passt natürlich gut dazu das die BW auch im inneren eingesetzt werden darf.
        Na mal schauen was noch alles passiert.

        ice

      2. Ja, ich habe Deinen wundertreffenden Beitrag gelesen, ganau so kann es gehen. Man will ja wirklich Keinem etwas Schlechtes und diese Zeit der letzten Erfahrungen wird umso schneller verarbeitet sein, je eher sie zu Geschichte gehört. Wie lange ist das inzwischen her, als in den Aufbaujahren jedes Kind noch stolz auf seinen Vater sein konnte. Heute stellt sich schon jedes Kind die Frage: Wozu hat man mich überhaupt gezeugt.
        Das ist ein gewaltiger Unterschied, soweit haben die es gebracht mit ihrer unendlichen Gier und Schmarotzertum.
        Dabei geht es denen garnicht um Geld, sonder nur um Macht und Gewinn. Das ist reinste Sucht und gehört in Therapie.
        Manchmal bin ich überrascht, wenn ich ich gerade 100Euro besitze, erscheint mir das als viel und kostbar und ich weiß den Wert zu schätzen. Sobald es aber 2000Euro übersteigt und durch Sparsamkeit langsam wächst, macht es keinen Unterschied mehr, ob es nun 2000Euro, oder 2300Euro beträgt. Der Unterschied scheint zu verschwinden, weil es im Überfluß vorhanden ist und den täglichen Bedarf übersteigt, und ich werde das Gefühl nicht los, dass so mancher Reiche genauso denkt. Meine Mutter würde sagen: Junge du bist ja verückt, aber ich empfinde es so. Als ich letztendlich 7500Euro besaß und ich mir eine Meerwasserentsalzungsanlage bestellte,weil auch schon die Finanzkrise drohte, war ich richtig erleichtert das Geld endlich wieder los zu sein.Wie mögen erst Menschen wie Bill Gates und Warren Buffett empfinden, die zu keinem Zeitpunkt wissen können, wieviel sie überhaupt besitzen. Natürlich haben gerade sie momentan gewaltige Verluste zu verarbeiten, aber dann schlafen die eine Nacht darüber und schon ist die Angelegenheit vergessen. Nur das Verlangen immer mehr besitzen zu wollen- vielleicht vergleichbar mit meinem, nie aufzugeben und immer wieder von vorn anzufangen behält seine konstante Größe bei, und steht beinahe wie ein Fluch über uns,um das rastlose wetteifern,dem Haschen nach Wind, bis endlich eine Gelegenheit zur guten Tat das Herz erweicht und ungeahnte Gefühle befriedigt. Das Selbstwertgefühl macht fast einen Quantensprung und eine sehnsüchtig vermisste, ehrliche Freude umfließt das Herz- ein unbezahlbarer Augenblick des Aufblühens, der Bestätigung, der endlich erlangten Selbstzufriedenheit, wie ein Bergsteiger nach dem Gipfelsturm.
        Welchen Wert verdient solches im Vergleich mit einem Verlust an Freiheit durch Erfordernis ständiger Anwesenheit schon alleine? Dazu kommen Termindruck, fordernde Angestellte, Konferenzverpflichtungen,das leidige Finanzamt und die ewige Angst vor Verlusten.
        Die kleineren Reize des ständigen Börsen- auf und ab tragen nicht viel zur Entspannung bei und selbst beim Golfspiel, wieder Geschäftsabsprachen und Terminabschlüsse.
        Da möchte ich wirklich mit keinem tauschen und wäre ich aus „reichem“ Elternhaus, dann hätte ich nie zu Gott gefunden. Das allein bedeutet mir wirklicher Reichtum. Mit dem einzig vernünftigen Ziel, einen bescheidenen, sinnvollen Beitrag zu Gunsten von Mensch und Natur im Leben geleistet zu haben, möchte ich mein Leben gern erfolgreich abschließen.
        Dann hat mir und hoffentlich den anderen mein Leben etwas gebracht.
        mit freundlichen Grüßen
        Wolfgang aus Düsseldorf

  3. Nach dem heutigen Bundeswehrermächtigungsgesetz, fehlt nur noch der Mauerbau.
    Das sind ja DDR Maßnahmen von Paranoikern.
    Wie soll das denn bitte in ein freies Europa passen ?

  4. *Frau Merkel hält wieder eine „glänzende“ Rede nach der anderen aus dem Lehrbuch für OBERMAYER.*
    *Man fragt sich warum handelt die dann nicht danach und warum nicht bevor es soweit kommt.*
    *Erst als die Spatzen es von allen Dächern pfiffen wurde sie wach, aber noch lange nicht tätig.*
    *Wenn jemals irgend jemand, ein normaler Handwerker, seinen Job so gewissenlos ausgeführt hätte, der würde mit Recht keine müde Mark verdienen.*
    *Heute krähr sie, der Markt müsse sich internationalisieren und Markt und Banken müssen international konkurenzfähig sein.*
    *Nichts geht mehr, alles crasht, die Weltwirtschaft steht vor dem größten Kollaps der Weltgeschichte und die Frau Merkel erzählt was von“im internationalen Handel konkurenzfähig sein“.*
    *Das hörte sich an wie ein Mix aus:“Blühende Landschaften“ und „Die Rente ist sicher“.*
    *Soll das etwa heißen noch so eine Aktion?*
    *Die erste ist ja nicht einmal überstanden.*
    *Wohl möglich noch mit den selben Leuten?*
    *Wer hat ihr denn solch einen Schmarn erzählt und erstmal vorgekaut?*
    *Wir können doch nur exportweltmeistern dahin, wo man auch die Knete hat um bezahlen zu können, sonst arbeiten wir hier für LULLU, für Nichts und wieder Nichts.*
    *Dann sind wir konkurenzlos die Deppen der Welt und haben neben konkurenzfähig, erstmal das Problem existensfähig zu bleiben am Hals und das im ganzen Land.*
    *Binnennachfrage brauchen wir nicht, der Markt reguliert sich von selbst und außerdem ist jeder zweite Deutsche übergewichtig.*
    *Warum sehen die sich nicht einmal selbst an
    Wenn man mit dem Finger auf andere zeigt zeigen automatisch die vier anderen wohin?*
    *Damit die Fettleibigkeit nicht so auffällt, tragen sie Schlips.*
    *Schlipsträger … Konnte ich noch nie leiden. Arme Kreaturen, die sich morgens nen Strick um den Hals binden müssen nur damit sie wichtig und seriös aussehen.*
    *Gut, mag jeder rumlaufen wie er will, meinetwegen auch mit ner Hundeleine um den Hals, aber verdammt noch Mal gebt mir mein Grundrecht auf Arbeit zurück und das so wie vor dreißig Jahren, mit allen Rechten und Pflichten*
    *Das Maß eurer Frechheiten ist nämlich übervoll-*
    *Jetzt wird es höchste Zeit für ehrliche Arbeit, wenn auch wieder nur für den Euro-Job.*
    Gruß Wolfgang

  5. Grüß Gott alle miteinander, ich sehe das ähnlich wie meine Vorredner .. Ich habe extrem die Nase voll von diesen finanzsystem, was in sich so bewusst instabil beschlossen worden ist (von wenigen einzelnen herren) das ich kotzen könnte. Wenn ich sowas schon höre wie von der FED in Amerika die Geld ohne stabile gegenlage produzieren darf oO , dank der Gold endkopplung von der EZB (war did glaub ich).. Und wenn man sich denn vor augen hällt das der „Dollar“ Weltwährung ist. Das tödliche im system ist ja auch wie schon erwähnt das dauerhaft wachstum erwartet wird „Explosions Prinzip“ .. das gleiche gilt auch für die Krankheit „Krebs“ und was lernen wir daraus .. Es werden soviel Krebs Zellen im Organismus produziet bist der Wirt … in dem Fall wir „Tod“ sind. Ums mal Krass auszudrücken. Bei uns sind die Krebszellen aus meiner sicht „Zins und Zinseszins“ das mag jeder anders sehen … herzlichste grüße aus rostock

  6. Bei dem ganzen Desaster muss ich immer an den ING-DiBa-Werbespot mit Dirk Nowitzki denken. Der wirkt rückblickend wie eine Prophezeiung. Die Bank (der große nette Dirk Nowitzki) hilft den kleinen Sparern (die kleinen, naiven Basketballspieler) den Ball (Geld) ins Körbchen zu werfen (ins Spartöpfchen). Doch es ist immer nur EIN Ball. Es werden nicht mehr Bälle, und der Ball wird auch nicht größer. Alle streiten sich um den EINEN Ball. Und er fällt unten immer wieder heraus, weil das Körbchen (Spartöpfchen) ein Loch hat. Wie unfreiwillig wahr Werbung manchmal sein kann.

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