Die Nebelschiffchen der Großen.

Jetzt ist, – nennen wir es, unsereins ganz privater Kulturschock in Richtung Zeitgeist und auch bezüglich weiterhin zunehmender Verrohung der Sprache, sicher wenig geeignet, sich politisch zu äußern. Schon mal gar nicht mehr in gewohnten Formaten. Dies kann nur böse enden. Dass man mittlerweile auch High- und low-water mark der geistvollen Blüten weiser Staatenlenker, bzw. derer die es werden wollen, sogar noch oberhalb der sonnigen Temperaturen des hell lodernden Wahnsinns oder den argumentativen Minusgraden unterhalb der Bild-Zeitung betrachten muss, bereitet mir jedenfalls Schwierigkeiten. Da hilft auch die Comicseele nicht weiter, die mit dem Rudimentären eigentlich keine Probleme hat. Denn auch diese Seele hat ein Herz für Kinder, und es ist verwirrend, deren Verwirrung schon alleine bei den politischen Vorbildern im Vergleich zu den täglich pädagogischen Ansprüchen an sie selber zu betrachten.

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Von Experten, Gurus und Weisen.

ÄchsExperten kennt ja jeder, – oder? Also Leute, die sich mit irgendwas ganz besonders gut auskennen. Experten, gibt es für alles und jeden. Es gibt Experten für Politik, für Märkte, für Finanzen, für Versicherungen, für Ernährung, für Kunst, für Wissenschaft, – ja selbst Terrorexperten sind überhaupt keine Seltenheit mehr. Ich selber mag ja Experten für Astronomie, Teleskopbau, Bärtierchen, Comic, Märchen, Schleimpilze, Gemüse, Bier und Zwiebelkuchen. Wobei man ja nicht um die Erkenntnis herum kommt, dass das alles nur second hand, Dünnbrettbohrertum bzw. erbärmliche Mittelklasse ist, denn die wahren Weihen der Erkenntnis, fangen erst beim Guru an.

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Nur mal nebenbei gemault.

Bei diesem zur Zeit angesichts seiner Beschleunigung doch etwas frustierendem zeitgemäßem Zwangskraulen durch den politisch-gesellschaftlichen Dschungel der Meinungsvielfalt, kommt man unweigerlich an den Punkt, dass man die Themen nicht mehr wirklich sauber voneinander trennen kann, weil es hier vor Schnittmengen zwischen denen und jenen bzw. welchen und solchen, – nur noch so blüht, und natürlich keiner im falschen der vielen möglichen Lichter oder Mondscheinbekenntnisse stehen möchte. Was selbstverständlich nicht besonders einfach- aber ehrlicherweise ja auch etwas ist, was schon etwas länger währt. Zumindest hat es seinen bedenklichen Charme, wenn jetzt der eine oder andere Pirat weiß, was korrektes Linkssein ist, weil er gerade irgendwo eine Querfront sichtet. That's Comic. Aber gut, – sinnigerweise bemühe ich mich ja selbst mehr innerhalb eines gewissen Verhältnis zwischen den Extremen der ultimativ objektiv philosophischen, systemischen, ideologischen Sichten beim Überflug über die Menschen und eben dem ultimativ pragmatischem Bauchgefühl des kürzesten subjektiven Gedankens dieses oder jenen Bauches. Solcherlei Menschenliebe sollte allerdings nicht dazu führen, seine eigenen Überzeugungen zu verkaufen. Selbstverkauf ist eigentlich etwas für Neoliberale. Weshalb es mich dann doch schmerzt, wenn auch die eine oder andere linke Seele damit Schindluder treibt.

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Tot oder lebendig

Wann ist eine Sache, ein Ding oder gar ein Mensch tot? Über die verschiedenen Definitionen kann man sich etwas heraus suchen. Das ein Mensch tot sein kann obwohl alle lebenserhaltenden Voraussetzungen gegeben sind, darüber machen sich jedoch die Wenigsten Gedanken. Und das der Tod selbst nicht gleichbedeutend mit dem Adjektiv ist.. noch viel Wenigere.

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Trauriger Alltag

Das schlimmste an einem Sonntag ist, dass ihm ein Montag folgt. Aber es ist auch nicht der Montag, es ist der Alltag mit all seiner Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit. Ich bin ein alter Mann, aber wenn mir ein siebzehnjähriges Mädchen erzählt, das ja sowieso alles sinnlos sei, dann nimmt mich das mit. Es macht mich traurig. 

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1945 – Rassismus – Hilfe die Flüchtlinge kommen

Gestern gab es auf Facebook eine Diskussion ob man die Flüchtlinge mach dem ersten Weltkrieg mit denen von heute vergleichen könne. Eine Dame von der ich nicht sehr viel halte, weil sie ein sprudelnder Quell von rassistischem Unfug ist, argumentierte damit, dass das gar nicht zu vergleichen wäre, denn schließlich wären die Flüchtlinge damals doch auch Deutsche gewesen. Blöd wie ich bin habe ich mich eingemischt. 

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Die stets ignorierte Psychologie einer Zeit, die sie sich selber einbrockt.

Nachdem jüngst in Amerikaland zwischen politically korrektem Establishment und wenigstens ehrlicher Barbarei, die bisher eindeutig besten Karikaturen eines Elitenbewusstseins beweisen konnten, dass eine Leistungs- und Wettkampfideologie nicht zwingend zur Selektion des größeren Nutzens für alle führen muss, – ja, – sich stellenweise sogar Leute genötigt fühlten, der Verliererin eine Träne nach zu weinen, – scheint man sich auch hierzuländle plötzlich für Verlierer zu interessieren.

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Als jüngst das Stimmengewirr ……

Ihr seid verwirrt? Irritiert? Wisst nicht mehr, was richtig oder falsch ist? Habt vor lauter Gesellschaftsgestaltern den Faden verloren, was ihr selbst gestaltet? Ihr habt gar Angst, wisst aber nicht mehr so richtig wo vor? Ihr Bürger, …. Kulturbürger, Schildbürger, Stadtbürger, Landbürger, Reichsbürger, Volksbürger, Weltbürger, Spießbürger, Kleinbürger, Großbürger, Kirchenbürger, Wutbürger, Hassbürger, Politbürger, Bildungsbürger, Ökobürger, Hamburger, Cheeseburger, Bürgerwürger, Würgerbürger …….. wisst nicht mal mehr, welche Art von Bürgerlichkeit des Bürgers Bürgerlichkeit verbürgt?

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In der Stille des Boykott

Jahrzehnte lehrten uns Schulen und Medien Unrecht zu erkennen. Um eine eventuelle Wiederholung einer Diktatur erkennen und somit bekämpfen zu können. "Nie wieder.." fusste auf den Erkenntnissen des 2. Weltkrieges. Auf dessen grausige, menschenverachtenden Vorgänge. Nie wieder Krieg sollte auch bedeuten nie wieder Unrecht.

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Katzenfluch

Eigentlich würde ich lieber Katzencontent bringen. Ich hab nichts gegen Katzencontent. Er ist i.d.R. friedlich, schmusig, knuddelig und irgendwie, – einfach angenehm ruhig. Gut für die Seele. Manche sagen ja, – Katzencontent ist niveaulos. Heile Welt, – und so. Meine Güte, – was soll ich sagen? Das ist eigentlich erst dann schlimm, wenn nichts anderes mehr wie Katzencontent kommt. Dies ist aber mehr ein Problem der "Uns-geht-es-gut"-Fraktion hiesiger Marktfundamentalisten und von Arbeitgeberseite gecoachter Politfreaks, welche immer noch ihr agenduales Katzenfutter nicht ganz so offensichtlich aus der Dose verkaufen wollen. Das es "denen" gut geht, ist zudem nun wirklich nichts Neues.

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Intelligent, – verpennt.

Intelligenz, – ist ja eine feine Sache. Niemand weiß, wie man sie eigentlich tatsächlich fassen könnte, aber jeder hat eine Vorstellung davon, wie er sich selbst als intelligent- und alle anderen eben als blöde da stehen lassen könnte. Das ist für mich ein bisschen wie mit diesem; "erwachsen sein/werden, – usw. usf.". Fragt man zwanzig Menschen, was sie darunter verstehen, bekommt man diesbezüglich zwanzig verschiedene Erzählungen, deren Gemeinsamkeiten allenfalls darin bestehen, dass sie mit Sätzen wie; "Ich denke mal.." oder; "Ich vermute …" beginnen, um dann in erfrischend vielfältiger Mystik zu enden.

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Der amerikanische Traum

Nun sind Begriffe wie Wahlkampf und Schlammschlacht, ja nicht nur im großen Amerikaland Synonyme füreinander. Doch speziell für jene Variante von Filmfreunden, welche sowieso nicht mehr das Gefühl los werden können, ständig im falschen Film zu sitzen, hat dieses Spektakel im Kernland kapitaler Machtgefüge, schon angesichts seiner Größe, einen entsprechend großen-, wenn auch möglicherweise makaberen Reiz.

Was niemand so interpretieren muss, dass einem nicht bewusst wäre, dass es sich dabei tatsächlich um knallharte Realität handelt. Von irgend woher, muss dieses makabere Gefühl ja schließlich kommen. Und spätestens seit Ronald Reagan, – wissen wir, dass die Grenzen zwischen großem Kino und großer Realität mitunter genauso fließend werden können, – wie wir spätestens seit Sarah Palin wissen, dass es zwischen Alaska und Texas große kulturelle Erinnerungsklischees mit dem Hollywood-Charme von auf Pferden reitender bewaffneter Kühetreiber gibt, die sich irgendwie nicht klein kriegen lassen. (Womit die Klischees gemeint sind, nicht die Cowboys) Zugegeben, angesichts diffuser christianisierter Wikingergefühle hiesiger Kulturapostel im rechten Spektrum, muss man auch das nicht zwingend jenseits großer Gewässer fest machen, – und überhaupt, – angesichts der Dimensionalitäten von Größe, auch im Hinblick auf mittlerweile mit Atombomben bestückter Waffengurte und Kurzschwertscheiden solcherlei Kulturempfindlichkeiten, sollte man sich da sowieso deutlich zwischen globalen Änderungswünschen, Sarkasmus und Zynismus entscheiden können.

Ebenso will ich natürlich auf keinen Fall, alles an diesem Wahlkampf mit Filmklischees vergleichen. Das kann man gar nicht. Schon alleine deshalb nicht, weil auch trotz allerlei rührender Amerika-Polemik, einfach der große Held fehlt. Also das Klischee des edlen- für das Recht der Schwachen kämpfenden Cowboys, dessen Name niemand kennt, der aber mindestens so schnell schießt wie Lucky Luke, dessen moralische Integrität mit der von Superman selbst noch nach dem Genuss von Kryptonit vergleichbar wäre. Indianer, sehe ich auch gerade nirgends. Die hoch strategisch agierende Saloon-Chefin Hillary Clinton, die mit dem geistig zwar nicht besonders hellem-, aber Profit-orientiert fortschrittlicherem Erdnussfarmer immer noch genauso rum macht, und mittlerweile- wenn auch ein wenig arg spät-, aber doch taktisch klug, selbst noch Konzepte und Gedanken ihres doch eindeutig weiter ins Soziale hinein zu verortenden Widersachers im eigenen Lager, Bernie Sanders, – übernimmt, um dessen Klientel auf ihre Seite zu bringen, – kriegt man allenfalls ins Klischee authentisch nicht mehr glaubhafter Werbe-, ähhh, – Tschuldigung,  – Realpolitik unter. Donald Trump, – ja, – sicher. Der klassische-, sich Gott-gleich fühlende Großgrundbesitzer, dem selbst die einstigen eigenen Anhänger bereits gefährliche Skrupellosigkeit und mangelnde Distanz zur eigenen Egozentrik vorwerfen. Dem Klischee nach, wäre der in dieser Schlammschlacht eigentlich der Hauptfeind No. 1 des wackeren Revolverhelden im Kampf für das Recht der Schwächeren. Aber sinnigerweise, hatte selbst John Wayne im realen Leben bereits schon Schwierigkeiten damit, zwischen Waffenlobby und eigenem Image trennen zu können. Ein Widerspruch, der früher oder später  mit Sicherheit selbst zum amerikanischen Klischee werden wird, – wenn er es nicht schon längst ist.

Das Filmhafte dabei, entspricht einfach nur der mittlerweile etablierten Methodik einer durch und durch funktionalisierten Marketingdarbietung Millionenschwer-gepumpter Politprotagonisten, welche die Funktionalität zum eigenen Machterwerb benutzen, – und dabei eben mit Klischees spielen. Dabei ist der große amerikanische Traum, nur noch ein Dollartraum. Es gibt keinen armen Cowboy mehr, der ihn sich leisten könnte, – geschweige denn, dass seine Rechtschaffenheit ausreichen würde, sie über die Kuhherde hinaus tragen zu können. Will meinen, – der amerikanische Traum, – ist tot. Erstickt im Geld und einer Show, bei der man sich zwischen zwei ein-gehegten Pokemon-Monstern herrlich über die Hauptfiguren aufregen kann, – die Methodik und die Show selber, aber als gegeben betrachtet. In Amerikaland kann nicht jeder Präsident werden, – dafür braucht er einfach zu viel Money dafür. Das ist das Perfide am amerikanischen Traum. Du kannst alles werden, – aber erst mal musst du alle flach legen, die dir auf dem Weg zum ausreichenden Schotter dafür im Wege stehen. Danach, bist du ganz klar ein anderer Mensch. "Business as usual", – and "the Show must go on".

Ich wollte doch nur alles richtig machen.

Gemäß dem Grundsatz, dass es ohne den Film “Easy Rider” niemals Biker-Clubs mit Vorliebe für Harley-Davidson oder ähnlich gestylte hohe Lenker mit bequemer Sitzhaltung auf Motorrädern gegeben hätte, – darf man ruhig auch mal generell die subtile Wirkung als Vorbildfunktion in medialen Darbietungen betrachten. Gut, – dies Beispiel hat schon fast etwas Zeitloses an sich, aber könnt ihr euch noch an Fernsehserien wie “Miami Vice” erinnern? Plötzlich lief eine ganze Generation wie gestylte Don Johnsons in der Gegend herum und machte auf Sommerfeeling zwischen Erotik und Crime.

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Multiple Verdrossenheit.

Politisches und direkte Gesellschaftskritik, überlässt unsereiner ja unfairerweise schon länger den anderen. Nicht nur, weil die das besser können, – sondern wohl auch aus dem Grund, weil die offenkundig die dickere Elefantenhaut besitzen, um alleine schon den alltäglich und zunehmend krasser werdenden Widersprüchen des Metiers noch begegnen zu können, ohne darüber seelischen Schaden zu erleiden. Derweil schiebt die Nation weiter die Resultate ihrer eigenen agendualen Merkwürdigkeiten vor sich her und verfällt zusätzlich noch zusehends einem Rad der Geschichte, welchem nie was besseres eingefallen ist, als sich in Siegerposen zu drehen, Feindbilder zu basteln, und sich dem großen Spiel von geostrategischen Großmachtsträumen zu widmen. Anstatt geistige Weiterentwicklung zugunsten der Menschen zu betreiben, sackt die Rhetorik zunehmend weiter in Zeiten des kalten Krieges mit all seinen propagandistischen Zügen auf auch allen Seiten zurück. Ebenfalls im Land der Dichter und Denker, ist wieder die stolze Phrase der billigen Polarisation eingekehrt und fixiert sich auf die King-Käse-Glocken der starken Herrschertypen. Die Määächtigkeit der/des mächtigsten Frau/Mannes von was auch immer, berührt wieder die Herzen der Menschen, anstatt sich um die menschlichen Herzen selbst zu kümmern.

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Der zarte Lichtstreifen im Dämmerlicht der Jalousien.

Sinnigerweise, ist es auch schon wieder über zwei Monate her, dass sich die Granden der AFD auch noch dazu veranlasst fühlten, einem Metier auf die Finger klopfen zu wollen, von dem sie ganz besonders weit weg sind, – und glatt noch einen größeren Deutschland-Bezug der Kunst einforderten. Und das Ganze noch, nach dem gleichen Schema, wie aus dem der Familie Le Pen-, welche gerade nochmals zwei Monate davor, so ziemlich die gleichen ideologischen Kulturkampfabsichten an die “grande nation” nebenan < gerichtet hatte>.

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Der nicht erzählte Bruch, der Erzählung mit der Zeit.

Im letzten blöggle, sprach ich ja auch kurz von der Mystik futuristischer Orientierungen bzw. Erzählungen und auch diesem Satz; “Weil wir es können”, in Bezug auf die gedankenlose Entwicklung und Herstellung von irgendwas, nur weil es sich betreffs der Möglichkeiten anbietet. Ob man dem Science-Fiction, als literarischem Metier, dabei eine Art latenter Mitwirkung beim entsprechenden Trendsetting vorwerfen darf sehe ich sehr vorsichtig, ist aber auch nicht von der Hand zu weisen. Zumindest unterscheide ich deutlich zwischen Autoren, deren Anspruch nicht über das Erzählen einer Geschichte hinaus geht, – und marktrührigen Trendsettern, welche nicht nur dieses Metier dafür missbrauchen, sondern bewusst werbewirksam, auch noch die Grenzen zwischen Realität und Schein bei sich selber verwischen, indem sie sich mit Begriffen wie Zukunftsforschung schmücken, aber eine eindeutig nachvollziehbare Kundschaft mit Eigeninteressen bedienen. Auch diesbezüglich, bekommt der Satz; “Weil wir es können”, bereits schon einen makaberen Charme, den man gar nicht mal unbedingt immer an technischen Entwicklungen fest machen muss. Weshalb es dem Scherzkeks in mir ebenfalls darum geht, indirekt auch über etwas zu schreiben, was ich selber abstrahierend zusammenfassend, vielleicht in den Begriff “Traumhandel” pressen würde.

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Sinnlose Gedanken zur Modernität und sonstigen Schlagwörtern zum (Un)Wohlfühlen.

“Modern”, – ist wohl mit Abstand eines der effektivsten Begriffe, um pawlowsche Hunde zu konditionieren, die auch ansonsten, ihr Leben dem Nachleben von Klischees geopfert haben. Denn mit nichts, kann man ähnlich wirkungsvoll abfällige Stimmungen, hochmütige Einstellungen und abwertende Bemerkungen gegenüber anderen produzieren, als mit diesem kleinem Impulsschalter im zeitgemäßem Schaltschrank des Dazugehörens, – welcher das Gefühl des Unmodernen produziert. Eine Reflexion darüber, was als “modern” oder “unmodern” Sinn macht, findet der Mechanik eines Schaltschrankes gemäß, natürlich nicht statt.

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Die Erzählung

Unsereiner freut sich ja immer, wenn auch bei den einstigen Alphornbläsern von Bertelsmann-Studien durchsickert, dass das Ding mit den Erzählungen, so seine Schattenseiten hat, bzw. gar noch zu Reflexionen fähig sind, welche eigentlich auch zu Zeiten der aktivsten Geschichtenerfinder möglich gewesen wären. Jetzt hammer zwar den Salat, aber immerhin wird jeder Salat mal schimmelig und man darf sich über die aufmerksamen Köche einer medialen Küche freuen, die den Schimmel bemerken. Was auf keinen Fall Kritik am Autor des verlinkten Artikels, Georg Seeßlen, sein soll, denn der zeigt doch recht deutlich an vielen Orten, dass es sich auf jeden Fall lohnt, die Erzählung nicht zwingend immer nur aus ihrer Mitte heraus zu betrachten, bzw. man nicht mal politische Klischees benötigt, um trotzdem zum gleichen Schluss zu kommen. Aber mir geht es heute eigentlich genauso wenig um ihn, als wirklich konkret um den Neoliberalismus, noch um die Zwielichtigkeiten rechtlinksgrüner Werdegänge einer tazschen Zukunft, die ich noch nicht abschätzen kann, außer vielleicht halbgarer Hoffnungen. Nein, – mir geht es heute um die Erzählung selber, wenn vielleicht auch nicht so eindeutig verständlich.

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Von Kreisen, die sich in sich selbst bewegen.

Oder auch: ein bisschen Verwirrung noch oben drauf, bzw. das Leid des authentischen Selbstverkäufers.

Ja, – der Neoliberalismus hat schon eine Menge Schaden angerichtet. Weshalb es um so mehr Sinn macht, dies auch aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Würde ich es versuchen in einem Satz zusammenzufassen, würde der ungefähr so aussehen, dass dieser Schwachsinn nur möglich war, durch gleichzeitige Entfernung vom Menschlichen-, und damit eben auch vom unreflektiert menschlichem Schwachsinn. Will meinen, es war nur möglich, mit einem zusätzlichen Glauben ans technokratisch und vorwiegend profitabel perfekt Funktionale, bei gleichzeitiger Ignoranz von allem Subjektiven. Menschen = Sache, – und bei den Neoliberalen gleich noch als Leistungssache. Die oooobjektive Sicht auf die Sache an sich, – aus subjektiven Sichten aufs Objektive gesehen, – sozusagen. Das einzige Perfekte daran, ist allenfalls ein perfekter Kreis, der sich selbst-betrügerisch selbst erhält. Für Menschen, die nach eindeutigen Welterklärungen suchen, ist das allerdings schon wieder Nonsens. Was soll’s. Ist auch nicht so wichtig, – Hauptsache die objektive Show stimmte, und jeder konnte so tun, als wär das sein Ding. Kennen wir ja alle; “Das muss man objektiv sehen”, – oder; “Das muss man sachlich sehen”. So sachlich, dass die besonders Sachlichen, die menschlichen Ressourcen glatt noch in Excel-Tabellen pressten, dies Ranking nannten und dies dann gleich für alles und jeden zur schnellen Bestimmung des Schönsten, Größten, Tollsten empfahlen. Fanden auch alle ganz toll. Selbst Comic-Künstler, führten gleich an allen Ecken und Enden Wettbewerbe mit Ranking ein, – was einer in seiner unendlichen Weisheit gar noch so beschrieb; “Weil das ganze Leben eine Liste ist”. Den Begriff Künstler, und damit eigentlich auch Könner der Reflexion seiner Zeit, hat der dabei glatt in den Ofen gepustet und das nicht mal gemerkt. Der kürzeste Weg Schwachsinn zu optimieren, ist es, – ihn zu leben, und auch möglichst dann wieder zu vergessen, wenn er noch schlimmer wird. Gut, – Comic der lebt, hat’s da einfach, denn selbst als gelebte Realität, ist der noch Comic. Bleibt jetzt nur noch die Frage, in welchem bitteren Comic denn so die andere Seite des edlen Kunstweihrauchs gelandet ist. Besondere Komiker, könnten dabei evtl. auch bemerken, wo es so manch Naturwissenschaft hin verfrachtet hat.

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Ein paar Gedanken, – mal außerhalb der Statistik.

Das Gemeine an der humanen Ethik ist ja, dass es, ganz unabhängig von diesem zeitgemäß modischen Gefühl des Altmodischen, – beim Wort “human”, (außerhalb von so Beiwörtern wie Ressourcen), welches man leider des Öfteren trifft, – nichts ist, was sich irgendwelche Traumtänzer ausgedacht haben. Die Traumtänzer sind allenfalls jene, die glauben, dass dies keinen Sinn machen würde oder irgendeiner (westlichen?) Selbstverständlichkeit unterliegt. Humane Ethik hantiert weder mit dem “guten” noch dem “bösen” Menschen. Sie weiß einfach um beides, in auch allen Extremen, – und versucht dabei eine Richtung einzuhalten, bzw. überhaupt erst mal zu vermitteln, die den Sinn einer Entscheidung zugunsten des friedlichen Zusammenlebens einer ungeheuren Vielfalt-, aber trotzdem menschlichen Gleichwertigkeit mit auch gleichem menschlichem Recht zu leben begünstigen kann. Wer immer glaubt, dass man dies über ein vermeintlich perfektes System, eine vermeintlich perfekte Weltanschauung, einer vermeintlich perfekten Religion oder eine vermeintlich perfekte Ideologie vergessen darf bzw. mal eben so nebenbei erledigt bekommt, – hat sie mental bereits schon dorthin verfrachtet, wo sie nicht mehr wichtig erscheint, – und der menschlichen Basis seiner selbst, den Hut der abstrakten Entfremdung davon angezogen.

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Wenn der Fortschritt mit dem Rückschritt und der Rückschritt mit dem Fortschritt ….

…. entsteht ein Tänzchen, bei dem einem ganz schwummrig werden kann. Sinnigerweise, ging man bisher ja weitgehend davon aus, dass sich auch zwischen Menschen, bei denen sich die einen schneller bewegen-, wie die anderen daran denken wollen sich überhaupt zu bewegen, – das Band der Menschlichkeiten dazu führt, im wilden Schwung die Fliehkraft des Ersteren, zugunsten des Verweilens wenigstens noch in der Nähe, – genauso zu bremsen, wie letzteres vielleicht doch ein Stückchen mit zu reißen. Das ist ein bisschen wie Laptop und Lederhose; Der Laptop ist bereits ein Tablet oder Handy, und die Lederhose müffelt immer noch gleich. Die kleine Flimmerkiste ist aber mittlerweile überall dabei, – und kann auch der Lederhose zeigen, dass die Welt größer ist, als die übliche Wohlfühlumgebung zwischen Bollenhüten oder Dirndln.

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Unspektakuläre Feinheiten der Spekulation.

Eigentlich war als Überschrift eher; “Pulverfass Spekulationen” angedacht, aber dies wäre ob seiner Pauschalität einfach unfair gewesen. Denn gegen Spekulationen im Sinne von, dass sich Menschen Überlegungen über etwas gönnen, worüber sie gar nicht oder nur bruchstückhaft Bescheid wissen können, – ist ja eigentlich nichts zu sagen. Ganz im Gegenteil, – ohne solches, gäbe es weder science-fiction, noch hätte wahrscheinlich jemals ein menschliches Wesen den Drang verspürt, mehr im-, bzw. auch vom Kosmos sehen zu wollen, als ihm seine direkten Sinnesorgane an begrenztem Spielraum übrig lassen. Wer Spekulationen rund-weg ablehnt, darf sich überlegen, welche Restbestände an Automatismen oder deterministischen Algorithmen ihn eines Lebens befähigen könnte, in dem jede kreative Neubildung einfach fehlen würde. Auch wenn aus Spekulationen, Vermutungen im Sinne einer Hypothese werden, – will meinen, die Annahme von etwas eventuell Beweisbarem, wenn bereits erlangtes Umgebungswissen diese Annahme rechtfertigt,- ist wohl nichts, was man verteufeln sollte. Wenn dort wo Spekulation und/oder Hypothese drin ist, auch Spekulation und/oder Hypothese drauf steht, – verspekuliere ich diese- meine eigene Hypothese, mal voll in den grünen- und auch ausgesprochen menschlichen Bereich. Immer vorausgesetzt natürlich, dass genauso wie beim Glauben und Wissen, noch eine Trennschärfe zwischen Spekulation und Behauptung existiert.

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Integration?

In der veröffentlichten Meinung zur derzeitigen Fluchtbewegung herrscht ein scheinbarer Konsens, die verschiedenen Interessengruppen und ihre gesetzlich geregelten Ansprüche nicht klar trennen zu wollen.
Anspruch auf Asyl, subsidiärer Schutz und unerwünschte Migration werden von Politikern sowie Journalisten in einen Topf geworfen und zu einem ungenießbaren Brei vermengt.
Um diesem noch eine Spur Extrawürze zu geben, wird gerne auf den Geschmacksverstärker „Integration“ zurück gegriffen.

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