Tot oder lebendig

Wann ist eine Sache, ein Ding oder gar ein Mensch tot? Über die verschiedenen Definitionen kann man sich etwas heraus suchen. Das ein Mensch tot sein kann obwohl alle lebenserhaltenden Voraussetzungen gegeben sind, darüber machen sich jedoch die Wenigsten Gedanken. Und das der Tod selbst nicht gleichbedeutend mit dem Adjektiv ist.. noch viel Wenigere.

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Am Ende des Tages

Einmal im Jahr herrscht sehr großer Andrang im Jyllande. Abertausende Touristen treffen in Ringkøbing ein, strömen Richtung Fjord und verteilen sich nach und nach in die umliegenden Ortschaften. Grund: Diese dänische Region ist ein riesiges Freilichtmuseum und einmal im Jahr findet dort ein großer Wikingermarkt statt.

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Der erste Schritt

In meiner Autorenvorstellung „Aus dem Exil“ erzählte ich, dass sich mehr und immer mehr Menschen zu alten Anschauungen und Glaubensinhalten hingezogen fühlen. Heute will ich beschreiben, warum ich Eine von ihnen, Eine von vielen, gleichfalls aber auch „Ich“ bin.

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Warum Týr, Þór, Óðinn und Freyja nichts für Nazis ist

Die Wenigsten von uns wird man Anhand optischer Projektion auf der Straße erkennen können. Auch unser Verhalten in der Öffentlichkeit gibt keinen Anlass irgendwelche Gruppenzugehörigkeit festmachen zu können. Man kann auch sagen, dass die Meisten von uns ein Schattendasein fristen. Nur gedanklich sind wir unentwegt in anderen Sphären unterwegs.

Wir lieben die Menschen in ihrer Vielfalt. Wir lieben sie wie wir uns selbst lieben. Und genauso pflegen wir sie. So wie wir hin und wieder mit uns selbst auch mal unzufrieden sind, sind wir natürlich auch mal mit anderen unzufrieden. Diese Unzufriedenheit manifestiert sich anderen gegenüber aber nicht, weil wir sie von uns selbst ständig bemüht sind wieder abzuschütteln. Unzufriedenheit fühlt sich nicht gut an und macht krank.

Unser Hauptanliegen ist es das die Natur mit uns leben kann und wir somit von ihr lernen und überleben können, weil sie lebt und wir sie leben lassen. Dazu gehört nicht nur ein verantwortungsvoller Umgang mit der Fauna und Flora, sondern auch ein Verantwortungsbewusstsein dem Menschen gegenüber. Niemand ist allein nur für sich selbst verantwortlich. Jeder Einzelne hat auch die naturgegebene Pflicht allen Seins Respekt zu zollen.

 

Die Natur und alles was kreucht und fleucht zu respektieren und mit ihm verantwortungsvoll umzugehen heißt nicht zwangsläufig, das wir zum Lebenserhalt auf Fleisch verzichten. Das Gegenteil ist tatsächlich zumeist der Fall. Wir lieben Fleisch und ihre natürlichen Lieferanten, mit allem was dazu gehört. Ein Thema welches seit ein paar Jahren vermehrt Kontroversen aufwirft. Tierische Lebensmittel haben den höchsten Eisenanteil und unser menschliche Körper kann nun mal tierisches Eisen besser verwerten. Deswegen werden wir aber nicht zum „nur Fleischesser“, wir ernähren uns „konventionell“ und Fleisch ist nach unserem dafürhalten in Maßen, nicht in Mengen, zu verzehren. Ich liebe zum Beispiel Löwenzahn. Ein immens guter Eisenlieferant. Als Salat, Würzmittel oder als Aufgesetzten. Letzteres ist eine Explosion für die Geschmacksnerven. Nur zu empfehlen.

 

Eisen; damit komme ich zu einem anderen Thema. Weniger Hartgesottene sollten jetzt besser das Lesen einstellen. Es geht um Blut.

Bei jeder Schlachtung fließt auch Blut. Das lässt sich nun mal nicht vermeiden. Blut ist gleichbedeutend mit Leben. Deswegen hat Blut für uns auch einen besonderen Stellenwert. Auch hier steht der hohe Eisenanteil im Vordergrund. Blut als Lebensmittel ist bereits seit der Antike bekannt. Damals hat man sich noch bei Göttern dafür bedankt, dass das Tier und anderes einen ernährt. Heute ist das als Wort „Opferritual“ negativ besetzt. In der Frühzeit des Christentums war der Verzehr sogar untersagt und als „heidnisch“ verschrien. Wenn jemand, der vielleicht sogar getauft ist, heute noch zur Fleischtheke geht und Rotwurst kauft, sollte einen Augenblick darüber nachdenken.

Ein anderer Punkt wäre noch, das Blut einst auch als Farbe genutzt wurde. Rituelle oder Kriegsbemalung. Bekleidung wurde ebenfalls mit Blut eingefärbt. Und wer das alles zu eklig findet, der sollte beim nächsten Einkauf keinen Lippenstift ins Körbchen legen und peinlichst bei Lebensmitteln aller Art darauf achten, dass kein Lebensmittelfarbstoff E 120 enthalten ist. Das ist nichts anderes als Läuseblut.

Wo wir gerade kurz bei dem Wort „Ritual“ waren, sollte ich eine dringende Frage – die mir einst gestellt wurde – beantworten. Sie wurde auch anderen auf Island schon gestellt und taucht in regelmäßigen Abständen immer wieder auf: „Was ist mit Sex?“

Ich versuche mich kurz zu fassen. Strabo, Tacitus, Herodot hatten „gute“ Vorarbeit geliefert, als es um die Beschreibung von Keltenstämmen ging. Wobei „gut“ hier von mir eher ironisch gemeint ist. Diese Beschreibungen hielten sich auch noch, nachdem es „die“ Kelten in dieser Form schon gar nicht mehr gab. Die späteren, meist aus christlicher Feder stammenden, „Überfälle“ der „Nordmannen“ auf zum Beispiel das bekannte Lindisfarne, machten dieses Bild dann nochmal rund, ergänzten sozusagen die Projektion der „wilden“, der „Barbaren“. Alles was noch nicht „romanisiert“ und/oder „christianisiert“ war eingeschlossen. Dabei immer vergessend der eigenen blutigen „Feldzüge“. In dieses „wilde“ Bild fügte sich der „aufgeschlossene“ Sex gut mit ein. Wobei auch da die Römer lange Zeit zumindest „gleichbetrachtet“ werden müssten. Irgendwann ging es dann ins „stille“ Kämmerlein, es folgten Tabus – bis heute. In der Antike gab es so etwas wie Tabus nicht. Auch unter vielen Stämmen bis hin ins 10. Jahrhundert gab es sie nicht. Das begann tatsächlich erst mit der Christianisierung.

 

Alsdann, wir sehen und verstehen uns nicht als „Christen“. Gleichwohl folgen wir Regeln und Pflichten die dem Christentum nicht unähnlich sind. Oder, besser gesagt wäre es eigentlich anders herum: Christen folgen Regeln und Pflichten die den unseren mehr als sehr ähnlich sind – allerdings mit diversen Einschränkungen, manche richtig, wichtig und gut, andere wiederum für uns befremdlich.

 

Eingangs hatte ich beschrieben, das wir der Gesamtheit der Natur mit Respekt begegnen. Wir sind Dankbar für alles was es gibt und ja, wir bedanken uns auch dafür. Nicht indem wir andere oder anderes zerstören, weil wir unzufrieden sind – sondern weil wir ständig bemüht sind alles unter einen Hut zu bekommen, weil dadurch jeder profitiert. Jeder Baum, jeder Wurm, jeder Mensch. DAS unterscheidet uns von Nazis die sich mit Mjølnir, Raben und Götternamen auf der Haut schmücken. Denn sie wissen nicht was sie tun; sie folgen einem – meist von Christen – vorgefertigtem Bild. Ein Bild welches nichts anderes ist. So ist dieser Glaube nichts für sie und wird es auch nicht werden.

Wichtig zu erwähnen ist in diesem Punkt allerdings noch: Nicht jedes Tattoo dieser Art macht einen Menschen zum Nazi – und; nicht jeder Nazi hat ein solches Tattoo. Manche schmücken sich aus ästhetischen Gründen, andere haben keine eindeutige Erklärung dafür. Tief religiös-motivierte Anfertigungen sind eher eine Seltenheit. Und dennoch – auch wenn es vielen schwer fällt so stehen zu lassen – auch Nazis sind Menschen.

Mehr Informationen:

http://www.inreykjavik.is/asatruarfelagid-die-asenglaubensgemeinschaft-islands

Meinung:

http://www.manfrieds-trelleborg.de/articles.php?article_id=102

 

 

Ég heiti Tilda Braknør
Sjáumst síðar. Bless!

Luft nach oben: Das Lied der Deutschen

Hoffmann von Fallersleben ist "out" – es lebe Herbert Grönemeyer!

Alles bleibt, anders als man denkt. Im heutigen Bewusstsein des Menschen, scheinbar stark verankert, steht das Umweltbewusstsein hoch im Kurs. Solar- und Windenergie, sparsames Resourcen verbrauchen, Achtsamkeit gegenüber der "Verwertung" von Tieren… Fast alles macht der Bürger mit Begeisterung mit; den Blick von der daraus profitierenden Industrie mal abgewandt.

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Eine Lanze kotzen für Jutta von Ditfurth

Als ebenfalls schon älterer Mensch finde ich es gemein wie mit der Jutta vom Dienst umgegangen wird. Zwar ist sie sechs lange Jahre älter als ich, aber ich weiß, wie schwer das Altwerden ist. Da leiert man nun seit Jahren die gleichen alten Melodien herunter und hat gar nicht gemerkt, das die alten Platten längst auf dem Müll gelandet sind und die letzte auch nur noch Kratzer und einen mächtigen Riss hat. 

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Fidel ist tot

Uns allen war klar, dass diese Nachricht bald kommen würde. 90 Jahre ist ein stolzes Alter. Da braucht kein deutscher Arbeiter drüber nachzudenken. Aber der muss ja wegen der Ersparnis bei der Rente eh schneller sterben. Was bedeutet Castros Tod heute für uns. Hat er überhaupt noch eine Bedeutung? Mich macht er seltsam traurig.

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Wer für Frieden ist, ist ein Nazi

Erneut ist mir eine dieser platten Parolen bei Facebook über den Weg gelaufen. Und erneut wird diese sogar von mir sehr nahestehenden Personen verteilt und mit Zustimmung belohnt.

Es ist unfassbar, wie man bei gesundem Menschenverstand auch nur auf die Idee kommen kann, solch einem Text seine Zustimmung zu geben. Denn nehmen wir die Zeilen doch mal genauer unter die Lupe:

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Schicksalswahlen- oder die trügerische Illusion der Alternative

Ich mag den Begriff Nazi nicht.
Die Verwendung dieses Wortes in der jetzigen Situation ist für mich schwer erträglich.
Seine Verwendung verschmiert, deutet um und verharmlost die Verbrechen der damals als Täter beteiligten Menschen. Es lädt ein auf den Gräbern der 70 Millionen Toten dieses Wahns zu tanzen.
Er erklärt nichts, er hinterfragt nichts. Er dient mittlerweile nur noch zur Diffamierung des Andersdenkenden. Es werden hierbei die gleichen Strategien angewendet, wie sie von den Verbrechern des Dritten Reichs überliefert sind.
Nur diesmal von Allen gegen Alle.

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Integration?

In der veröffentlichten Meinung zur derzeitigen Fluchtbewegung herrscht ein scheinbarer Konsens, die verschiedenen Interessengruppen und ihre gesetzlich geregelten Ansprüche nicht klar trennen zu wollen.
Anspruch auf Asyl, subsidiärer Schutz und unerwünschte Migration werden von Politikern sowie Journalisten in einen Topf geworfen und zu einem ungenießbaren Brei vermengt.
Um diesem noch eine Spur Extrawürze zu geben, wird gerne auf den Geschmacksverstärker „Integration“ zurück gegriffen.

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Der Bund der Vertriebenen will sich umbenennen

Es gibt Dinge, die glaubt man kaum. Selbst der Chef des Bundes der Vertriebenen (BdV), Bernd Fabritius, hat festgestellt, dass ihm die Altfaschisten in seinem Verein, die man auch nur im entferntesten noch als Vertriebene bezeichnen konnte, so langsam aber sicher weggestorben sind und ihm nun nur noch die Neofaschisten, die angeheiratete Vertriebenen, Erbvertriebenen und Besatzertöchter oder Söhne übrig bleiben. Mit etwas Sinn und Verstand, wäre das der richtige Moment den Verein zuzumachen, und die Mittel des Vereins für die Flüchtlinge der heutigen Zeit zur Verfügung zu stellen.
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Isch hab nix gegen Neger, aber jeder sollte einen haben

Wumms. Da hat es mal wieder einen erwischt. Joachim Herrmann hat bei Plasbergs Propagandashow für Reiche und die Vermehrung ihres Reichtums, den Satz “Roberto Blanco war immer ein wunderbarer Neger, der den meisten Deutschen wunderbar gefallen hat” geprägt und damit einen Sturm im Wasserglas ausgelöst. Dabei kann der liebe Joachim wirklich nichts dafür. Es ist Politiker und Bayer, er kann sein Licht ruhig unter den Scheffel stellen, da brennt eh nix. Er kann wirklich nichts dafür. Allerdings muss man fair sein. Er ist mit dem Wort und der Klassifizierung Neger großgeworden.
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Linker Eurozentrismus und die Mär vom sterbenden Kapitalismus

Linke Blogger und ihr Kommentariat versuchen immer wieder, das Überleben des Kapitalis mus anhand aktueller Symptome in Frage zu stellen. Dabei wird aufgezeigt, dass einerseits Ressourcen begrenzt sind (Rohstoffe, seltene Erden, Öl) und damit die Expansionsmöglichkeiten in wenigen Jahren an ihre absoluten Grenzen stoßen würden. Das System kollabiere. Es würde auf Halde produziert und der Markt fände angesichts der zunehmenden Verarmung des Konsumentenheeres keine Absatzmöglichkeiten mehr (“Autos kaufen keine Autos”).

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