Berliner Anschlag nach bekanntem Drehbuch: Terroristen, vergessene Ausweise und Ungereimtheiten

Plötzliche Wendung im Falle des Lkw-Anschlages von Berlin: Zwei Tage nach der Tragödie gibt die Polizei bekannt, das Ausweisdokument eines Tunesiers im Tatfahrzeug gefunden haben. Der Anschlag reiht sich damit in eine Reihe sonderbarer Fälle ein. Ist das noch glaubwürdig?

 

Schon beim einschneidendsten Attentat der jüngsten Vergangenheit sorgte ein Detail für Erstaunen und Fragezeichen: Nachdem die in die Twin Towers eingeschlagenen Flugzeuge am 11. September 2001 Stahl zum Schmelzen brachten und drei monumentale Gebäude pulverisierten, wollen Ermittler in den Trümmern von Ground Zero fast unbeschädigte Ausweisdokumente der Verdächtigen gefunden haben. Für Zweifler und Konspirologen erschien dies wenig glaubwürdig. Theorien verbreiteten sich, die Ermittlungen seien gezielt in eine Richtung gelenkt worden, die mit dem eigentlichen Tathergang wenig gemein hatte. Das Motiv: möglichst großen politischen Profit aus der Katastrophe ziehen.

Im Januar 2015 dann das Attentat auf die Redaktion der Pariser Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo. Videoaufnahmen des grausamen Anschlags zeigen mit automatischen Waffen ausgestattete Killer, die mit der Präzision eines SWAT-Teams agieren und ihre Opfer niederstrecken. Keine Frage: Hier sind trainierte Profis am Werk.

Doch obwohl den vermeintlichen Tätern zunächst die Flucht gelingt, vergessen auch sie ihre Ausweispapiere im Fluchtfahrzeug. Verantwortlich für das Blutbad sollen zwei Brüder, Söhne algerischer Einwanderer, sein. Saïd und Chérif Kouachi werden aufgrund der Ausweisfunde als Attentäter identifiziert, für Zweifel ist in der emotional aufgeladenen Stimmung kein Raum. Es folgt eine landesweite Verfolgungsjagd, die ihr Ende mit der Erschießung der Verdächtigen durch französische Spezialeinheiten endet. Tote können keine Aussage mehr machen und die „Je suis Charlie“-Welle schwappt über den Globus

Juli 2016: „Nizza“, möglicherweise die Vorlage für „Berlin“: Ein Lkw rast am französischen Nationalfeiertag auf der Strandpromenade in die flanierende Menschenmenge. 86 Menschen überleben den Anschlag nicht. Der mutmaßliche Täter: ein 31-jähriger Franko-Tunesier namens Mohamed Salmene Lahouaiej Bouhlel. Auch er vergisst laut den Ermittlungsbehörden und Medien, welche diese Information unkritisch verbreiteten, seine Ausweispapiere im Tatfahrzeug. Auch hier kommt der angebliche Fund einem Richterspruch nach einem langwierigen Gerichtsprozess gleich. Es folgt die obligatorische Verfolgungsjagd und der Verdächtige wird von der Polizei erschossen. Weitere Fragen an den Verdächtigen nicht möglich, Zweifel an der offiziellen Theorie, nicht nötig.

Am 13. November 2015 trifft es wieder Paris. Während eines Fußball-Länderspiels zwischen Deutschland und Frankreich explodieren vor dem Stadion sechs Bomben, an insgesamt fünf Orten der Stadt schießen Amokschützen auf Zivilisten. Insgesamt kosten die Anschläge 130 Menschen das Leben, mehrere Hundert weitere werden verletzt. Und zwischen einigen der Leichen vor dem Fußballtempel wird ein syrischer Pass gefunden, mutmaßlich von einem der Attentäter wie Ermittlungsbehörden und Medien verkünden. Es folgen zahlreiche sich widersprechende Geschichten über die Echtheit des Dokuments, doch im Ergebnis bombardiert Frankreich als Akt der Vergeltung vermeintliche IS-Stellungen in Syrien.

19. Dezember 2016: Auch die deutsche Hauptstadt wird von einem Anschlag getroffen. Während politisch korrekte Meinungsmacher sich anfangs noch bemühen, die Tragödie als Unfall zu deklarieren, sind die Parallelen zum Lkw-Anschlag von Nizza mehr als offensichtlich. Auch die Ermittlungsbehörden verkünden noch in der Nacht der Todesfahrt am Breitscheidplatz, man ginge von einem vorsätzlichen Anschlag und einem terroristischen Hintergrund aus. Ein pakistanischer Flüchtling wird mehrere Stunden als Verdächtiger festgehalten, das SEK stürmt dessen Unterkunft am Tempelhofer Feld. “Wir haben den falschen Mann”, heißt es dann am nächsten Tag, der 23-jährige Navid B. wird wieder freigelassen.

Am Mittwochvormittag dann die mittlerweile bekannte Wendung: Spiegel Online meldet, die Polizei habe die Ausweispapiere des vorgeblich tatsächlichen Täters im Anschlags-Fahrzeug gefunden. Gesucht werde ein Tunesier, bewaffnet und auf der Flucht.

Folgt man den bisherigen Terrordrehbüchern, so müsste der mutmaßlich echte Täter in Kürze von Spezialeinheiten aufgespürt und erschossen werden. Auch im Falle des Anschlags von Berlin würden dann viele Fragen offen bleiben. Denn absehbar ist auch, dass eine unkritische Öffentlichkeit und der Gleichklang ebenso unkritisch arbeitender Mainstreammedien daran nichts Ungewöhnliches erkennen mag. Doch die eigentlichen Hintermänner der Verbrechen bleiben im Dunkeln, die Deutungshoheit über Ursachen und Folgen terroristischer Anschläge liegt in den Händen des politischen und medialen Mainstreams. Auch aus Leichen lässt sich politischer Profit ziehen, doch natürlich nur als stiller Nutznießer. Denn wer für die Blutbäder verantwortlich ist, ist dank am Tatort zurückgelassener Ausweispapiere stets eindeutig belegt.

Quelle: RT

3 comments

  1. quantux says:

    Ich verfolge für mich andere Gedanken.
    Es erinnert mich fatal an eine Mischung aus NSU und Celler Loch.

    Auch beim NSU hatte man Leute auf dem Radar, gefährliche Leute, die plötzlich aus dem Fokus geraten sind.
    Bei dem sogenannten Celler Loch wurden Kleinganoven zu Superverbrecher aufgebaut- mit einem Sprengstoffattentat auf ein Celler Gefängnis- um Glaubwürdigkeit gegenüber dem Linksterrorismus zu erreichen.

    Jetzt hat der mutmassliche Täter wie durch Zauberhand mal knapp 12/Std. Vorsprung. Und was der so alles auf dem Kerbholz hat- ich finde es ziemlich auffällig wie praktisch die komplette Vita dieses Verdächtigen veröffentlicht wird.

    Sry. Leute. Auch wenn es nur meinen kruden Hirnwendungen entspringen mag- _ich_ wäre keineswegs überrascht, wenn in Folge noch irgendein Geheim-, Sicherheits- oder sonstiger -dienst auftauchen würde.

  2. Mark Tempe says:

    Ja, ja es ist schon traurig.
    Selbst Terroristen sind nicht mehr das, was sie mal waren.
    Vergisst doch auch dieser Vollidiot in Berlin seinen Ausweis.
    Es ist eine direkte Foge der allgemeinen Verblödung
    der menschlichen Gesellschaft.
    Und anstatt bei der “Asylierung der Asylanten” auf Qualität zu setzen, wird jeder Schund eingekauft.
    Auf Niemanden ist mehr Verlass.
    Rockerbanden und Ganoven knallen sich gegenseitig über’n Haufen.
    Polizisten mutieren aus lauter Schwachsinn zu Botschafter- Mördern.
    Und dann der ganze Dreck und Schund aus China.
    Wo bekommt man denn noch qualitativ wirklich Hochwertiges geboten.
    Und auf die ganze Scheisse gibt’s noch nicht mal die gesetzliche
    Mindestnachhaltigkeitsgarantie.
    Gott oder wie immer Du Dich nennst, Hilfe!
    Ist doch am nächsten Tag oder nächste Woche eh wieder vergessen.
    Ist es da noch ein Wunder, wenn unsere ach so klugen, studierten, graduierten (???)
    Politiker- Innen der Meinung sind, sie könnten uns, dem verblödeten und
    degenerierten Pöbel Alles andrehen.
    Herrschaften, Herrschaften, nehmt um Himmels Willen immer Eure Ausweise mit
    und lasst sie um Gottes Wilen niemals irgendwo liegen, sonst hält man Euch
    am Ende auch für so einen gehirnamputierten Ersatzmoslem mit terroristischem
    Hintergrund, und wenn Ihr nach Hause kommt, steht und liegt schon eine Hundertschaft
    schießwütiger ?????, was weiß ich was, auf der Lauer.

    1. He-Ka-Te ( User Karma: 0 ) says:

      Das jene Attentäter ihre Identitäten zurücklassen, ist erklärbar indem man weiss, dass es sich hier um “furchtbar stolze” Menschen handelt die als “Märtyrer” auch “Ruhm” unter ihresgleichen erlangen wollen. Sie wollen damit unvergesslich werden und gehen damit in die “Geschichte” ein. 

      Übrigens haben dieses Verhalten alle “westlichen” Attentäter. 9/11; London; Paris und Nizza. Überall haben sie ihre Identitäten hinterlassen. Nix was mehr ungewöhnlich sein sollte und nix, was man als “Dummheit” oder “Fahrlässigkeit” bezeichnen könnte – das ist es nämlich so gar nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.