Anis Amri ist tot – Das Gute hat wieder einmal gesiegt

Der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheitplatz in Berlin ist gerächt. Anis Amri ist tot und das Gute hat wieder einmal gesiegt. Noch schöner ist, dass die Italiener ihn erschossen haben, weil er bei einer Verkehrskontrolle auf einen Polizisten geschossen haben soll. So nun kann Weihnachten beginnen.

Aber ich bin eh kein Weihnachtsmensch und da nagt doch wieder einmal ein Wurm an meinem Herzen. Natürlich ist Anis Amri tot. Das habe ich seit der Name bekannt wurde ja schon vorausgesagt. Angebliche Terroristen überleben ja nie. Man stelle sich nur vor, so einer würde aussagen. Schrecklich. 

Zum einen stört mich das Richard Gutjahr vom Bayrischen Rundfunk nicht am Tatort war. Ich wusste gar nicht das Terrorangriffe ohne ihn stattfinden dürfen. Er hat so eine beruhigende und klare Art einem zu sagen, wen man hassen muss und so gute Beziehungen zum israelischen Geheimdienst. Aber dafür haben die Israelis ja diesmal Shlomo Shpiro, Geheimdienst- und Terrorexperte der Bar-Ilan-Universität Tel Aviv, zur Stelle, wenn auch nur bis auf wenige Minuten vor dem Anschlag. Das stärkt mein Vertrauen dann doch wieder. 

Selbstverständlich kann es passieren das man ein Personaldokument bei der Durchsuchung nach einer Waffe in dem Führerhaus eines Fahrzeuges übersieht. Zumal es ja einen Tatverdächtigen gab. Natürlich gab es auch keinen Grund zur Eile bei der Auswertung der Fingerabdrücke im Fahrzeug. Wozu auch? In meinen Krimis würde ich mich nie trauen eine so dämliche Spurensicherung zu erfinden, aus Angst, dass die Leser mir das Buch auf den Kopf hauen. Ich habe auch noch nie solch schlechte Leute in der Realität getroffen. Es sei denn es gab politische Gründe. 

Gut dann war es der erste Täter nicht. Ich habe damit gerechnet und dies auch mehrfach in den sozialen Medien erwähnt. Denn der mögliche Täter lebte und den hätte man nicht im Gefängnis an Herzinfarkt oder so sterben lassen können. Das hätte dann doch jeder gemerkt. 

Also gab es einen zweiten Tatverdächtigen und es wurden Fingerabdrücke und DNA Material von ihm gefunden. Nun gut kann passieren. Ich muss immer traurig lächeln wenn man mir erzählen will das nachträglich Beweise gefunden wurden. Das liegt daran, dass ich weiß wie man Beweise macht.

Aber man kann glauben, dass die sogenannten Terroristen immer ihre Papiere "verlieren" nie Handschuhe tragen und einen LKW durch die Stadt steuern können. Bevor jemand sagt dass der Täter das Fahrzeug um 15.44 Uhr, um 16.52 Uhr und um 17.37 Uhr den Motor gestartet hat, muss bemerkt werden das der Lastwagen nach den GPS Daten aber nicht weggefahren wurde. Vermutlich hat der Täter einen kalten Arsch bekommen, weil er das Heizsystem des Wagens nicht beherrschte. 

Das Fahrzeug wurde auch nicht an der idealen Stelle zwischen Gedächtniskirche und Straße auf den Platz gejagt, wie die Spurenbilder die ich gesehen habe, zeigen. Die Aufschlagstelle ist eher schlecht für eine noch schlimmere Wirkung. Entweder sollten nicht zu viele sterben, oder der Täter konnte den Wagen nicht wirklich steuern. Wie ist er aber an dann vom Friedrich-Krause-Ufer heil bist zum Breitscheitplatz gekommen?

Wie in Nizza wo brav um den Fahrer herumgeschossen wurde und der dann trotzdem tot war, bleibt vieles unerklärlich und mehr als zweifelhaft. Tote Attentäter sind übrigens sehr praktische Attentäter. Sie können keine Hintermänner, keine Auftraggeber mehr nennen und auch nichts zum Tathergang sagen. Wir werden nie erfahren warum er ausgerechnet ein Fahrzeug mit Fahrer gekapert hat, den er dann töten musste. Wir wissen nicht wann der Fahrer starb?

Wir wissen eigentlich gar nichts und das heißt, dass uns wie schon so oft nur Vermutungen bleiben. Die Wut in den sozialen Netzen ist groß. Diese Wut ist verständlich. Für mich ist es einfach. Ich lebe schon lange mit dem Wurm an meinem Herzen und traue unseren Diensten und der Politik wie den Systemmedien alles zu.  Ich brauche keine weitere Verschwörungstheorie. Aber sie wird entstehen und sich fortpflanzen und man kann sie nicht widerlegen, weil einfach zu vieles nicht stimmt. Nur eines steht fest: 

Anis Amri ist tot – Das Gute hat wieder einmal gesiegt

 

 

7 comments

  1. Wolle says:

    Es wird immer Besser………………

    Das Enscheidende steht im letzten Absatz…………………………..Amri wurde wie bei Google maps zu sehen ist
    nur 3-4 Km vom Ort erschossen an dem der LKW in Italien!!! (nicht Polen) beladen/losgefahren ist…………..

    http://www.rp-online.de/politik/ausland/anis-amri-erschossen-italien-feiert-die-helden-von-mailand-aid-1.6485297

  2. Mark Tempe says:

    Die Wahrheit “an sich” gibt es nicht.
    Erst durch verifizierbare Beweise wird ein angenommener Sachverhalt, eine Hypothese zur Wahrheit.
    Wie in dieser Gesellschaft sogenannte “Beweise” zur “Wahrheitsfindung” führen, dürfte
    hinlänglich bekannt sein.
    Dass einer ganzen Reihe Personen, deren Namen ich hier nicht nennen möchte, zuzutrauen ist,
    sich mittels “IHRER BEWEISE” “IHRE WAHRHEIT” zurechtzubasteln, ist eine Tatsache.
    Ob sie es tun ist DIE FRAGE.
    Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien und stelle mir stets als Allererstes die Frage, die sich
    jeder Kriminalist stellt: “WEM NUTZT ES?”
    Die Antwort ist nicht schwer zu finden.
    Die Schlussfolgerungen erzeugen eine Gänsehaut.
    Der Polizei- und Überwachungsstaat lässt schön grüßen.
    Stasi war gestern?- weit, meilenweit gefehlt! Stasi ist heute und morgen und übermorgen und…, heißt
    nur anders.
    – Prost Neujahr –

  3. upp says:

    Das hat mich neugierig auf deine Krimis gemacht. Ich schreibe lieber Thriller aber die Schnittmenge ist wohl offenbar Recherche.:) Beweise machen. Da gibt es so einiges. Inklusive Fingerabdrücke die kopiert werden zur weiteren Verwendung. So richtig geheimdienststuff eben. Interessant auch das er nicht Aluhut akbahr rief sondern schlicht Bastarde. Beides schlecht, aber schon ein Unterschied. Das eine geht nach oben, sozusagen als Ansage, er möge schonmal die Tür aufmachen, gleich kommt ein Supertyp. Wurde ja auch zuerst behauptet, dass er das gerufen hätte. Das wurde aber zurückgenommen. Warum lag sein Leichnam eigentlich mitten auf der Straße? Da war offenbar mehr Aktion als bisher bekannt. Aber vermutlich hab ich es einfach verpasst. In diesem Sinne.

    Viel Freude beim Schreiben wünsch ich.

  4. upp says:

    Das hat mich neugierig auf deine Krimis gemacht. Ich schreibe lieber Thriller aber die Schnittmenge ist wohl offenbar Recherche.:) Beweise machen. Da gibt es so einiges. Inklusive Fingerabdrücke die kopiert werden zur weiteren Verwendung. So richtig geheimdienststuff eben. Interessant auch das er nicht Aluhut akbahr rief sondern schlicht Bastarde. Beides schlecht, aber schon ein Unterschied. Das eine geht nach oben, sozusagen als Ansage, er möge schonmal die Tür aufmachen, gleich kommt ein Supertyp. Wurde ja auch zuerst behauptet, dass er das gerufen hätte. Das wurde aber zurückgenommen. Warum lag sein Leichnam eigentlich mitten auf der Straße? Da war offenbar mehr Aktion als bisher bekannt. Aber vermutlich hab ich es einfach verpasst. In diesem Sinne.

    Viel Freude beim Schreiben wünsch ich.

  5. Thilo Triehl ( User Karma: 11 ) says:

    Ich habe oft Zweifel, ob bestimmte Ereignisse wirklich Anschläge sind. Es können auch Amokläufe sein, die Taten von Gestörten. Oder eben inszenierte Handlungen unserer westlichen Geheimdienste. Außerdem behaupte ich, dass solche Leute wie Amri, die unter Beobachtung der Spezialisten vom VS usw. stehen, überhaupt keinen Schritt ohne Beobachtung machen können.

  6. He-Ka-Te ( User Karma: 0 ) says:

    *schmunzel…
    I.r.g.e.n.d.wie muss man dem Wort “Selbstmord”-Attentäter ja Rechnung tragen. Wäre dumm, wenn so einer noch überlebt, oder? Sorry, aber…neee, ich sag lieber nix. das einzig unfähige scheint hier der “Selbstmord” zu sein.

  7. Rainer Albinus says:

    9.11 ….Pass gefunden , Täter tot. Paris Bomber….Pass gefunden, Täter tot , Nizza….Pass gefunden, Täter tot , Charly Hebdo….Pass gefunden, Täter tot , Berlin….Pass gefunden, Täter tot……merkt ihr was ?

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