2017 – Schwarze Wolken am Horizont

Wer einen positiven Text zum Jahresanfang erwartet oder erhofft hatte, der ist bei mir leider falsch. Für FakeNews sind auch weiterhin unsere Politiker und die Systemmedien zuständig. Aber auch ich muss an dieser Stelle ausdrücklich warnen. Mein Text beruht auf meinen Erkenntnissen, Erfahrungen, nachprüfbaren und nicht nachprüfbaren Fakten und leider eben auch auf Gerüchten. Deshalb bitte selber mitdenken und nicht einfach glauben.

Der ganze Januar ist brandgefährlich. Bis Donald Trump seinen Amtseid abgelegt hat, bleibt Obama der entscheidungsberechtigte Präsident. Zu den bereits jetzt offen zugegebenen rund 1.000 US-Panzern, sollen noch 2.000 weitere kommen. Die Bundeswehr will 650  Leopardpanzer in Litauen stationieren. Alles in allem bereiten Obama und seine Marionetten wie Merkel, einen Angriff auf Russland vor. 

Normalerweise wäre es sinnlos diese Panzer in Bewegung zu setzen, da ja Trump mit Putin bereits klar gestellt hat, dass es in seiner Präsidentschaft keinen militärischen Druck auf Russland geben soll. Das alle weitermachen kann zwei Gründe haben. Entweder wurde beschlossen  Trump zu beseitigen, was aber vermutlich zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen in den USA führen würde, oder es muss einen Kriegsgrund geben, der so stichhaltig ist, dass aufgrund der Nato-Verträge auch Trump in den Krieg ziehen müsste. 

Niemand würde einen Krieg wegen der Ukraine rechtfertigen können. Dazu wissen die Menschen einfach zu viel. Die Krim ist bereits Geschichte. Es muss also etwas neues her. Mit vielen Bildern und starker Überzeugungskraft. Natürlich kann man heute nicht mehr so einfach machen wie die Nazis beim Sender Gleiwitz. Heute muss eine große Show geboten werden, die die Menschen überzeugt. 

Ein Bild ist in den Köpfen vieler Menschen fest verankert. Das Bild zeigt russische Panzer, die durch die norddeutsche Tiefebene in Richtung Paris rollen. Dieses Bild lässt sich natürlich nicht glaubhaft faken. Aber man kann ein anderes Bild mit dem gleichen Inhalt leicht aufbauen. Im Baltikum. 

Die Polen haben noch knapp 600 T-72 und die Russen ungefähr 9.000 von denen aber nur noch knapp 2.000 im aktiven Dienst stehen und ausgerechnet auch an der Grenze des Baltikums eingesetzt werden. Dazu setzen die Polen auch die Schützenpanzer BMP1 und BMP2 ein, genau wie die Russen.   

Nun folgen böse Gerüchte – bitte nicht glauben – aber im Auge behalten.

Angeblich wurden rund 300 polnische Panzer und Schützenpanzer in russische Tarnung umgestrichen. Andere Quellen die genau so unüberprüfbar sind sprechen von insgesamt 600 Fahrzeugen. Für den gewünschten Zweck würde aber auch viel geringere Mengen reichen und außer von de Polen sind diese Fahrzeuge auch an vielen Orten leicht zu bekommen. 

Da Deutschlands Bürger sich am stärksten gegen einen Krieg wehren, soll ein Überfall auf ein Vorauskommando der Bundeswehr mit vielen Toten inszeniert werden, um den Volkszorn zu puschen und schöne Bilder von schießenden russischen Panzerkolonnen würden die Propaganda glaubhaft untermauern.

Ende der bösen Gerüchte. 

Die Nato wäre im Krieg, der Brexit würde auf den St. Nimmerleinstag verschoben und niemand würde Russland auch nur noch ein Wort glauben. Der Kapitalismus wäre für etliche Jahrzehnte gerettet und alles könnte weitergehen wie bisher. 

Ob ich an dieses Szenario glaube? Ich weiß es nicht. Aber ich befürchte es. Viele mächtige Leute überall auf der Welt wären aus der Gefahr vor Gericht gestellt und verurteilt zu werden, heraus und alleine dass könnte einigen so wichtig sein, dass sie Millionen von Toten in Kauf nehmen. 

Tatsächlich besteht bei der geplanten Truppenmaximierung ständig die Gefahr, dass es nur durch einen dummen Zufall zu einer Rangelei mit ernsthaften Folgen kommen kann. Egal wie sehr Putin sich selbst im Griff hat. Auch für ihn gibt es Punkte die er nicht hinnehmen kann, weil die Russen sie ihm nicht verzeihen würden. 

Erst wenn Trump die US-Truppen zurückzieht, kann es zur Entspannung kommen. Aber man darf nicht vergessen, das Angela Merkel und große Teile der Union sich genau so kriegsgeil gebärden, wie Obama. Hollande könnte sich mit einem solchen Krieg vielleicht retten. 

Verhindern kann man den Krieg am leichtesten, in dem man jedem erklärt wie so etwas gefakt wird. Lehrer in den Schulen sollten den Sender Gleiweitz im Unterricht behandeln, Journalisten sollten ständig über die eingesetzten und zum Einsatz geplanten Truppen berichten und den Müttern der Soldaten, klar machen, dass ihre Kinder in großer Gefahr sind. 

Selbst so Winzblogs wie Duckhome können ihren Teil tun, um immer wieder auf die Gefahr hinzuweisen. Wenn die Menschen achtsam sind und auch ihre Abgeordneten auf die Gefahr ansprechen, dann besteht eine gute Chance die Dinge zu bereinigen, ohne dass es zu großem Gesichtsverlust kommt. Auch Donald Trump könnte vor seinem Amtsantritt etwas tun, nämlich eine Amnestie für die Vorgängerregierung ankündigen, wenn die und ihre Helfer die Wahrheit sagen. 

Es ist besser wenn Killary und Obama ungestraft davon kommen, als einen dritten Weltkrieg am Hals zu haben, den, wenn es ganz hart kommt, kaum einer überleben wird. 

 

 

8 comments

  1. Werner says:

    Dr. Georg Jaeckel
    Der Überfall auf den Gleiwitzer Sender
    Eine Untersuchung dieses Vorfalls durch Gleiwitzer Zeitzeugen zeigt jedoch auf, daß:
    1. ein Überfall von deutscher Seite nicht stattfand,
    2. daß, falls von deutscher Seite aus einmal ein Überfall geplant gewesen sein sollte, er durch die militärische Entwicklung in Polen längst überholt war, weil Polen selbst durch eine von ihm betriebene und behandelte Provokationsstrategie eine deutsche militärische Reaktion laufend herausforderte.
    Geschichte des Gleiwitzer Senders bis zum Kriegsausbruch
    Auf einem der höchsten Punkte der Stadt Gleiwitz an der Raudener Straße errichtete die Stadtverwaltung im Jahre 1925 gemeinsam mit der Schlesischen Funkstunde AG in Breslau die oberschlesische Rundfunksendestation. Sie bestand aus einem Verwaltungs- und Sendegebäude und zwei 75 Meter hohen Antennenmasten. Im Jahre 1936 entstand im Nordosten (Tarnowitzer Landstraße) der neue Sender mit seinem rund 100 Meter hohen Holzturm. Die Sender standen rund 7 km von der Grenze entfernt. Der alte Sender war außer Betrieb, der neue war Nebensender des Reichssenders Breslau und strahlte dessen Programm aus, zeitweise auch regionale Wetter- und Landwirtschaftsnachrichten. Die meisten Hörer hörten das Breslauer Programm. Nur wenige Personen aus Gleiwitz und Umgebung bekundeten später, im Radio plötzlich polnische Stimmen gehört zu haben, die meisten erfuhren erst in den späteren Tagesnachrichten von dem angeblichen Überfall. [1]
    SS-Sturmbannführer Alfred Naujocks erzählt in der Gefangenschaft sein Gleiwitz Märchen
    Im Nürnberger Prozeß und in Massenmedien berichtete später der SS-Sturmbannführer Naujocks von einem Plan, wonach er von SD-Chef Heydrich ausersehen worden sei, mit fünf oder sechs ausgesuchten polnisch sprechenden Männern einen Überfall auf den Gleiwitzer Sender vorzutäuschen, weil man einen Kriegsgrund gegen Polen brauche. Doch sind die Widersprüche zwischen den einzelnen Berichten von Naujocks so zahlreich und schwerwiegend, daß diese nicht als wahrheitsgetreue, zuverlässige Unterlagen gelten können.
    Als Falschmeldung erweist sich auch, daß in den Berichten mehrfach von Schießereien gesprochen wird, die während des Überfalls geschehen sein sollen. Wegen der zunehmenden Kriegsgefahr baute im Sommer 1939 die Reichswehr die Grenzwacht auf, eine aus Freiwilligen bestehende paramilitärische Organisation, in der das Offizierskorps von Reserveoffizieren gestellt wurde. Im Raum Gleiwitz wurde mit ihrem Aufbau der Volksschullehrer Otto Radek beauftragt, Oberleutnant d.R., später Hauptmann d.R. des Weltkriegs 1914/18, und als verantwortlicher Kommandeur eingesetzt. Seit dem 24. August 1939 war die Grenzwacht voll im Einsatz, mit scharfer Munition ausgerüstet und mit dem Objektschutz beauftragt. Der Sender wurde von der 3. Kompanie, Grenzwachtbataillon 1/68 bewacht.
    Nach dem Bericht von Naujocks stürmte am 31. August 1939 um 20.30 Uhr angeblich sein Kommando in polnischer Uniform schießend in das Gebäude des Senders und überwältigte das Bedienerpersonal, wobei es im Senderaum zu einer “furchtbaren Schießerei ” gekommen sein soll, bei der Naujocks mehrfach mit der Pistole gegen die Decke geschossen habe. Dann hätten die Männer “lautlos, wie sie gekommen waren”, das Gelände des Senders verlassen. Nur ist dies ein reiner Phantasiebericht, weil das Haus durch eine Wachmannschaft geschützt war. Das Betreten Unbefugter wäre ein Vorkommnis und hätte gemeldet werden müssen.
    Eine ungeklärte Frage ist, wie der Rundfunk dazu kam, ein immerhin wichtiges Ereignis zu melden, das gar nicht stattgefunden hatte. Denn der Kommandeur erfuhr von dem Vorfall zu Hause aus den Radionachrichten. Darauf ließ er sich in seinem Dienstwagen zum Sender fahren. Die Wachmannschaft bis auf einen Posten, der seelenruhig auf und ab schritt, schlief und wußte von nichts. Als der Kommandeur der Wache vorhielt: “Hier ist doch geschossen worden, da müssen doch die Einschüsse feststellbar sein “, konnte er sich überzeugen, daß es im ganzen Hause keine Einschußspuren gab. Die Wachmannschaft berichtete allerdings, daß sie einige SS-Männer in Zivil, die sich ordnungsgemäß ausgewiesen hätten, in den Senderaum gelassen hätten, wo sie über ein Wettermikrophon Sprechübungen in Deutsch und Polnisch veranstaltet hätten. Nach wenigen Minuten hätten sie sich aber mit “Heil Hitler” wieder korrekt verabschiedet.
    Der Kommandeur rief daher vom Sender aus beim Armee-Kommando in Breslau an, das ihn beschied, daß alles in gewollter Ordnung sei. Doch wurde er zu absolutem Schweigen verpflichtet.
    Daß am neuen Sender Ruhe herrschte, wird durch einen Hitlerjungen und unabhängig davon auch von Bewohnern in der Nachbarschaft bestätigt. Diese waren von Breslauer Verwandten , durch die Rundfunkmeldung “ganz aufgeregt ” angerufen worden und staunten nun wegen der in ihrer Nähe herrschenden Ruhe darüber, daß dort ein Überfall mit Schießerei stattgefunden haben soll.
    Wie oben schon erwähnt ist es eine offene Frage, wie es im Breslauer Sender zu der falschen Radiomeldung über die Schießerei im Gleiwitzer Sender kam, die den Kommandanten zum Eingreifen im Sender Gleiwitz veranlaßten. Otto Radek, der als Kriegsteilnehmer in sechsjährige jugoslawische Kriegsgefangenschaft geriet, von wo er 1951 nach Marbach am Neckar kam, setzte sich 1962 mit seinem Gleiwitzer Landsmann Eberhard von Zalewski in Verbindung, um die Angelegenheit zu klären.
    Im Zuge der deutsch-polnischen Verständigung wäre es von großem geschichtlichen Wert, bei den zuständigen polnischen Stellen nachzuforschen, ob die damaligen Nachrichten des Reichssenders Breslau, die die falsche Meldung über die Schießereien im Gleiwitzer Sender brachten und den Kommandanten Otto Radek zum Eingreifen veranlaßten, amtlich gespeichert und vielleicht bis heute aufbewahrt werden.
    Dem Auftreten nach jener Männer, mit denen die Wache zu tun hatte, lag zweifellos ein Auftrag zugrunde. Sollte dieser aber dahin gegangen sein, für Hitler einen Kriegsgrund zu schaffen, dann war dies politisch-militärisch wirklichkeitsfremd.
    Auch Joachim Fest schrieb zu Gleiwitz in seinem Bestseller Hitler: »Ziemlich genau um die gleiche Zeit (am Abend des 31. 8. um 21 Uhr) drang der SS-Sturmbannführer Alfred Naujocks im Verlauf eines vorgetäuschten polnischen Angriffs in den deutschen Sender Gleiwitz ein, gab eine kurze Proklamation durch, feuerte eine Anzahl Pistolenschüsse ab und ließ die Leichen einiger dafür ausgesuchter Sträflinge zurück.« Dieser angeblich schon Anfang August vorbereitete Überfall wird auch als Beweis dafür angesehen, daß Hitler den Zweiten Weltkrieg gewollt, provoziert und verbrecherisch vorbereitet habe.
    Die genannte Darstellung von Fest, wie die aller anderen Historiker geht allein auf eine eidesstattliche Erklärung Naujocks’ vom 20.November 1945 vor dem US-Leutnant Martin zurück , die beim Nürnberger Prozeß mehrfach herangezogen wurde.
    Darin schildert Naujocks nach Angaben zur Person: er lief am 19. Oktober 1944 im Westen zu den Alliierten über, nachdem er – was er allerdings verschweigt – vorher strafversetzt, ab 1942/43 aus den Listen der SS gestrichen, zur Wehrmacht überstellt war und dann Frontbewährung erhalten hatte -, daß er »ungefähr am 10. August 1939« von Heydrich »persönlich« den Auftrag zu dem Überfall bekommen und sich von da an in Gleiwitz aufgehalten habe. Am Mittag des 31.08. habe er telefonisch von Heydrich das Schlüsselwort erhalten, daß der Uberfall um 20 Uhr abends auszuführen sei. Zu seinen fünf bis sechs SD-Männern habe er einen polnisch sprechenden Deutschen zur Verlesung einer polnischen Botschaft im Sender sowie einen bewußtlosen, noch lebenden, im Gesicht blutverschmierten »Verbrecher« in Zivilkleidung erhalten, den er nach dem wenige Minuten dauernden Überfall »am Eingang der Station« habe liegen lassen.
    Wenn Fest und andere von »mehreren Leichen« sprechen, zum Teil auch von solchen in polnischer Uniform, so ist das bezeichnend und stimmt mit der “Quelle” (Naujocks) nicht überein, somit stellt eine Fälschung dar.
    Entscheidend ist jedoch, daß offensichtlich die ganze Darstellung Naujocks in seiner eidesstattlichen Erklärung falsch und erfunden ist, wie bereits mehrere Untersuchungen nahegelegt haben. So ist auffällig und kaum verständlich,
    1. daß Naujocks in seiner Erklärung von 1945 seinen SS-Dienstgrad und seine Dienststellung nicht nennt, nicht einmal seine damalige Zugehörigkeit zum Amt VI des SD;
    2. daß Heydrich persönlich unter Ausschaltung des gesamten Dienstweges mit Naujocks verkehrt haben und alles nur mündlich und telefonisch erfolgt sein soll, so daß keinerlei Papier darüber existiert;
    3. daß für Naujocks Auswahl durch Heydrich persönliche Gründe entscheidend gewesen sein sollen, die Naujocks – auch später – nie angab;
    4. daß keiner von Naujocks Vorgesetzten oder von den örtlichen SD-Stellen etwas von dem Vorgang wußte;
    5. daß Naujocks keinerlei nähere Ortsbeschreibung je lieferte (liefern konnte?);
    6. daß Naujocks keinen seiner angeblichen Mittäter namentlich nannte;
    7. daß Naujocks später sagte, daß seine Mittäter keine SD-Leute der Ämter II und VI gewesen seien, sondern aus verschiedenen Abteilungen der Heydrich-Behörde stammen sollten;
    8. daß die damalige deutsche Propaganda den Fall “Gleiwitzer Sender” nicht auswertete, Hitler und Goebbels in ihren Reden darauf niemals einen Bezug nahmen, nicht einmal der “Völkische Beobachter” davon etwas erwähnte;
    9. daß im deutschen Weißbuch zur Vorgeschichte des Krieges Nr. 1 der Gleiwitzer Fall nur in einer Fußnote, im Weißbuch Nr.2 in nur vier Zeilen als einer von 44 Grenzzwischenfällen seitens der Polen erwähnt wird;
    10. daß die polnische Presse diesen Fall damals nicht behandelte und die deutsche Version nicht richtigstellte;
    11. daß ein rangniederiger Naujocks den Gestapo-Chef Heinrich Müller »anwies« – so Naujocks – »den Mann (den »Verbrecher«) in der Nähe der Radiostation an mich abzuliefern«;
    12. daß die Beschäftigten am Sender Gleiwitz vor und nach 1945 den »Überfall« nicht schildern konnten;
    13. daß der zuständige Gleiwitzer Polizeipräsident Schade beim Nürnberger Prozeß nicht gehört wurde, obwohl er von Russen und Amerikanern mehrfach verhört worden war; er wurde dann bald in einem polnischen KZ erschlagen;
    14. daß Naujocks zusätzliche Angabe der Erklärung von Müller, »er hätte ungefähr 12 oder 13 verurteilte Verbrecher, denen polnische Uniformen angezogen werden sollten und deren Leichen auf dem Schauplatz der Vorfälle liegen gelassen werden sollten, um zu zeigen, daß sie im Laufe der Anschläge getötet worden seien«, nie bestätigt werden konnte, aber als weitere, Deutschland belastende Behauptung durch die Literatur ging und geht;
    15. daß keiner der in Nürnberg 1945 Angeklagten Kenntnis von dem Überfall hatte;
    16. daß Naujocks in einem späteren Spiegel-Interview (13.11.1963, S.71) angab, daß der Text des vorzulesenden Aufrufes von seinen Leuten selbst verfaßt sei, er dafür keine Anweisung erhalten habe, was bei solcher Planung im damaligen Deutschland höchst unwahrscheinlich ist, zumal der Kriegsgrundwunsch von Hitler persönlich stammen soll;
    17. daß Tatzeugen die von Naujocks angeblich abgegebenen Schüsse nichts gehört haben,
    18. daß auch andere von Naujocks angegebenen Mordkommandos nie zu beweisen waren;
    19. daß Naujocks für diesen Fall von den Alliierten nie belangt wurde, sondern 1945 in die Freiheit entlassen wurde;
    20. daß auch bei Naujocks späterem Wiederauftauchen in der Bundesrepublik Deutschland er nie zur Rechenschaft gezogen wurde.
    Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß Naujocks 1945 mit anderen Gefangen im US-Intemierungslager Langwasser saß: » Seinen damals dort gleichfalls internierten Kameraden hat er nie eine Andeutung gemacht, daß er mit dem Überfall auf den Gleiwitzer Sender etwas zu tun gehabt habe… Im Lager Langwasser hatte Herr Naujocks eines Tages mit dem IMT-Pfarrer Pater Sixtus eine längere Unterredung. Anschließend erklärte er seinen Kameraden, er werde aus dem Lager herauskommen und nach Südamerika fliehen. Am nächsten Morgen war er verschwunden.«
    Als seine eidesstaatliche Erklärung vor dem Nürnberger IMT behandelt wurde, galt sein Aufenthalt als »unbekannt«. Er wurde beim IMT nicht vernommen. Als er später unter seinem richtigen Namen wieder in Deutschland auftauchte, wurde er nie verfolgt, nicht bestraft, sondern lebte in überraschend guten Verhältnissen bis zu seinem Tode. Er hat sich – wie Höttl – durch seine Falschaussage mit Belastung Deutschlands Vorteile verschafft.
    Gleiwitz in der Weimarer Zeit
    Seit 1991 liegt die Darstellung eines Tatzeugen vor, des Volksschullehrers Otto Radek, der als Hauptmann d. R. für die im Sommer 1939 in Oberschlesien aufgebaute Grenzwacht, eine aus Freiwilligen bestehende paramilitärische Organisation der Deutschen im Raum Gleiwitz, Kommandeur war.
    Den wohl endgültigen Beweis dafür, daß Naujocks den wesentlichen Inhalt der eidesstattlichen Erklärung erfunden oder gegen Zusicherung von Leben und Freiheit frei Erfundenes unterschrieben hat, liefert folgende, erst durch die Veröffentlichung eines Buches bekannt gewordene Tatsache:
    Ende der fünfziger Jahre lebte Naujocks in Hamburg als Besitzer mehrerer Häuser und Kiesgruben ziemlich wohlhabend. Der als Verfasser mehrerer Bücher hervorgetretene Hans Wemer Woltersdorf lernte ihn über einen seiner Mieter kennen und hatte dann ein Gespräch mit ihm: »Im Jahre 1959 besuchte er (Naujocks) mich. Wir aßen zu viert gemeinsam zu Mittag. Es stellte sich bald heraus, daß er der Alfred Naujocks war, der mit dem Gleiwitzer Sender zu tun hatte… Wir kamen auf die Sache mit dem Sender Gleiwitz zu sprechen. Er wartete zurückhaltend, was ich davon zu erzählen wußte. Ich kannte nur die Schulbuchgeschichte von dem fingierten Überfall auf den Sender Gleiwitz. Er widersprach nicht. Ich sagte ihm, daß in den Nürnberger Prozessen und unzähligen anderen Kriegsverbrecherprozessen Tausende von Menschen wegen viel geringerer Vergehen hingerichtet oder lebenslänglich eingesperrt worden seien. Er aber habe nach eigenem Eingeständnis eine Anzahl von KZ-Häftlingen ausgewählt und in polnische Uniformen gesteckt, wohl wissend, daß keiner von ihnen lebend davonkommen werde. Das sei heimtückisch vorbereiteter Mord. Trotzdem habe man ihm kein Haar gekrümmt. Wie das zu erklären sei, wollte ich wissen.
    “Sie sehen, daß ich noch lebe”, sagte er, “sogar gut lebe; und das ist für mich die Hauptsache.”« Für Woltersdorf und einen weiteren, jetzt noch lebenden Teilnehmer an diesem Gespräch, die der Verfasser (H.W.) beide deswegen besuchte und sprach, war damals eindeutig klar, daß Naujocks mit dieser erpreßten Unterschrift 1945 seine Freiheit erlangt und sein Leben gerettet hatte und daß nichts von seiner Schilderung in der eidesstattlichen Erklärung der Wahrheit entsprach.
    Das Interesse der Sieger an einem solchen Geständnis in der damaligen Zeit ist gut zu verstehen. Die Alliierten brauchten im Herbst 1945 solch eine Aussage, um belegen zu können, daß Hitler angeblich schon um den 10. August, also Wochen vor Kriegsbeginn und vor dem Deutsch-Sowjetisehen Pakt vom 23. 8. 1939, zum Kriege drängte und »polnische Provokationen« als Kriegsgrund suchte, daß also alle dokumentierten Friedensbemühungen der Reichsregierung nur Vorwand gewesen seien.
    Die übliche Darstellung, wonach Deutsche mit Schießereien und mindestens einem Toten den Sender Gleiwitz 1939 überfallen haben, darf damit wohl als eine weitere Geschichtsfälschung zu Lasten Deutschlands gelten. Ein solcher Überfall hat gar nicht stattgefunden. Warum der deutsche Sender Breslau eine diesbezügliche Meldung abgab, ist noch ungeklärt.
    Die Sache scheint sich so abgespielt zu haben: Einige SS-Männer haben unter Vorlage ihres Dienstausweises Eintritt in den Sender bekommen und dort am Mikrofon eine Botschaft in polnischer Sprache abgesetzt. Inhalt???
    Die ganze Gangstergeschichte mit den mitgebrachten Leichen von KZ-Häftlingen (”Konserven”) in polnischen Uniformen, die man angeblich am Tatort zurückgelassen habe, ist frei erfunden.
    Zu Naujocks ist zu sagen, daß dieser aufgrund von Aktionen wie der geplanten, aber gescheiterten Entführung des Rundfunkingenieurs Rudolf Formis, der in der Nähe von Prag einen schwarzen Rundfunksender für Otto Strasser betrieb und der bei der Aktion infolge eines Gerangels, bei dem er versuchte, eine Pistole zu ziehen, von Naujocks erschossen wurde – Heydrich “tobte über die Gangsterfilm-nahe Plumpheit, mit der Sicherheitsdienstler vom Schlage des Naujocks Geheimdienst spielten” (Heinz Höhne, Der Orden unter dem Totenkopf, Bindlach 1989, S. 211/212), sowie dem sog. Venlo-Zwischenfall vom 09.11.1939, wohl damit rechnen hätte müssen, im günstigsten Falle lange Jahre hinter Gitter zu verbringen, wahrscheinlich aber die Todesstrafe zu erwarten gehabt hätte und sich durch seine eidesstattliche Erklärung zu Lasten Deutschlands die Freiheit erkaufte.

    1. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

      Ich habe mir jetzt nicht ihren gesamten Text angetan, aber eine Frage habe ich dann doch.
      Wenn Polen einen Krieg mit Nazi- Deutschland provozieren wollte, warum konnte Nazi- Deutschland dann ein fast verteidigunsloses Land innerhalb von Tagen überrennen?
      Sollen die Polen damals so verrückt gewesen sein und ihre nicht vorhandene Militärmacht derartig überschätzt haben?

      Merken sie etwas?

    2. Thilo Triehl ( User Karma: 11 ) says:

      @Werner: Toll. Ihr Text ist ein Beispiel für rechten Geschichtsrevisionismus. Wozu das Ganze? Die deutsche Schuld, die ALLEINSCHULD, am unsagbaren Leid von Millionen und Abermillionen Polen*innen zwischen 39 und 45. Nichts, aber auch gar nichts wird es relativieren können, dass die Deutschen, unsere Väter, Großväter und unsere Mütter und Großmütter fast ganz Europa in Schutt und Asche gelegt haben. Angesichts dieser Barbarei ist es scheiß egal, ob das stimmt, was Sie schreiben oder nicht.

  2. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

    Es wargab ja nicht nur der Sender Gleiwitz, da gab es noch den Vorfall in der Tonkin- Bucht, die Brutkastenlüge vor dem 1. Irakkrieg, die Lüge über Massevernichtungswaffen vor dem 2. Irakkrieg, die erfundenen KZs vor dem Jugoslawienkrieg, die Lüge über das Atomprogramm des Iran, Assads Faßbomben, die Giftgaswaffen Assads, die glücklicherweise noch rechtzeitig von den Russen vernichtet wurden.
    Das sind zumindest die Fälle von Desinformation die mir gerade einfallen, die alle entweder zu einem Krieg führten oder führen sollten.

    Aber es gibt ja noch einen anderen “Krisenherd”, der bei uns fast nicht in den MSM auftaucht. Der Pazifik und der Machtanspruch einerseits der USA, andererseits von China.
    Dazu habe ich vorgestern eine Quelle gefunden, auch wenn ich nicht sagen kann ob sie vertrauenswürdig ist, macht sie einen glaubwürdigen Eindruck.

    http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP18216_231216.pdf

    Grüße

    1. Jochen ( User Karma: 0 ) says:

      Du hast natürlich recht. Aber es nützt nichts in den Kommentaren zu stehen und wichtige Dinge als PDF einzubringen. Du musst sie entweder hier oder auf der Denkfabrik-Deutschland als Link auf deinen Blog bringen. Wir müssen Menschen aktivieren. Bevor es zu spät ist.

  3. Thilo Triehl ( User Karma: 11 ) says:

    Hallo Jochen! Ich will es nicht glauben – dass die NATO einen Angriffskrieg auf Russland plant. Aber du hast in deinem Text, auch wenn es fiktiv gemeint war, in einem wichtigen Punkt besonders recht: das, was an Waffensystemen, Panzern usw. im Baltikum zusammen gezogen wird, macht mir wirklich Sorge. Niemand hier in Deutschland, außer vielleicht den Überbleibseln derer, die den zweiten WK erlebt haben, glaubt ernsthaft an einer Bedrohung durch Russland. Und diese alte Generation liegt hoffentlich bald komplett unterm Rasen. Die alten Nazis und Nazisympathisanten waren ja noch davon überzeugt, dass der “Iwan” gleich kommt. Interessanterweise glauben auch und besonders die rechten Kreise und selbst Neofaschisten das nicht mehr, im Gegenteil, während die Altnazis USA-hörig waren (klar, die USA haben ja zügig alte Nazis wieder in Amt und Würden gesetzt und pro Forma reingewaschen), tendieren weite Teile der Bevölkerung heute, zumal die Rechten, hin zu Russland, wobei das sehr wahrscheinlich mit der Sehnsucht vieler nach einem neuen Führer zu tun hat, den manche in Putin sehen.

    Also bleibt eigentlich, wenn Verteidigung nicht der Grund ist, denn es gibt definitiv keine Bedrohung durch Russland, keinerlei imperialistische Tendenzen, nur ein Überfall. Ich sehe das so: wenn das passiert, gibt es einen Atomkrieg. Auf jeden Fall werden uns die herrschenden Großkapitalisten und die Politiker, die ihnen dienen, in Tod und Elend stürzen.

    Weiter sehe ich es genauso, dass in den Schulen verstärkt gegen Krieg gearbeitet werden müsste. Leider ist das Bildungsniveau dank des Kapitalismus so weit unten wie nie. Besonders Fächer wie Geschichte sind vernachlässigt, man verwendet Ewigkeiten mit dem antiken Griechenland und Rom, den Sklavengesellschaften, dem Vorbild heutiger Eliten, die Weltkriege, Faschismus usw. werden vernachlässigt oder in Riesenschritten durchsprungen.

  4. Eulexa ( User Karma: 0 ) says:

    Ei, ei, ei, mein erster Gedanke, als ich das las: Die Boten schlechter Nachrichten wurden früher getötet. Aber das dunkle Zeitlalter des Despotismus haben wir wir ja schon lange verlassen (Scherz), deshalb will ich es friedfertig so formulieren: Ich hoffe für uns alle, dass Du, Jochen, nicht über seherische Fähigkeiten verfügst und die Zukunft noch nicht geschrieben ist.
    “Es kann nicht sein, was nicht sein darf” und das Jahr 2017 muss vordringlich mit dem unedingten Streben nach Frieden gestaltet werden.
    Deshalb mein Appell an Alle: denkt und schreibt und handelt auf Teufel komm raus für den Frieden, ich will es auch tun!

    1. Jochen ( User Karma: 0 ) says:

      Zum Glück habe ich keine seherischen Fähigkeiten. Das was ich an Fakten bekomme legt sich mir schon schwer genug auf den Magen. Tatsächlich hätte ich diesen Artikel lieber nicht geschrieben und gehofft, das nichts passiert. Aber der Versuch in den USA mit angeblich gehackten Kraftwerken Stimmung zu machen und die allgemeine Nachrichtenlage, haben für sich entschieden

      Meine stille Hoffnung dabei ist, dass sie sich nicht trauen uns solchen Scheiß zu verkaufen, wenn sie wissen, dass wir informiert sind. Aber leider sind Politiker doof.

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