1945 – Rassismus – Hilfe die Flüchtlinge kommen

Gestern gab es auf Facebook eine Diskussion ob man die Flüchtlinge mach dem ersten Weltkrieg mit denen von heute vergleichen könne. Eine Dame von der ich nicht sehr viel halte, weil sie ein sprudelnder Quell von rassistischem Unfug ist, argumentierte damit, dass das gar nicht zu vergleichen wäre, denn schließlich wären die Flüchtlinge damals doch auch Deutsche gewesen. Blöd wie ich bin habe ich mich eingemischt. 

Den Volksbegriff der Nazis, den die Dame da gedanklich benutzte, habe ich außen vor gelassen, nur sei hier noch mal erwähnt, dass es sich damals bei den Flüchtlingen oft eben nicht um Deutsche aus dem Reich wie die Ostpreußen, Schlesien oder Pommern handelt, sondern auch Wolgadeutsche, Donauschwaben, Rumäniendeutsche und Menschen aus dem Baltikum und Böhmen kamen, die nur schwer als Deutsche zu begreifen waren, auch wenn sie vor langer Zeit einmal deutsche Vorfahren hatten. 

Ich habe ja schon oft erwähnt, dass es diese ominöse deutsche Volk überhaupt nicht gibt. Es gibt Bayern, Preussen, Schwaben, Sauerländer, Rheinländer Hessen und Niedersachsen. Aber eben keine Deutschen.

Das witzige daran ist, dass Otto Kowalski, dessen Urgroßvater mit vielen anderen Polen als Wirtschaftsflüchtling in den deutschen Bergbau ins Ruhrgebiet  gekommen war, mir als die Gastarbeiter ins Sauerland kamen, beim Bier sagte, dass wir uns unser Sauerland doch nicht von den Fremden zerstören lassen würden. Genau wie schöne Leila (20) aus der Türkei  – Deutsche der zweiten Generation – mir heute mit wedelnden Händen erklärt, dass diese Flüchtlinge unser Land kaputt machen. 

Ich muss dann immer lächeln. Der irakische Arzt und die tiefschwarze Krankenschwester aus dem Senegal reden ähnlich. Genauso der aus aus Italien eingewanderte Ägypter. Nun schreien die nicht in Dresden dass sie das Volk seien, aber sie sind das Volk. Sie sind deutscher als deutsch. Aber wie kann das sein?

Menschen leben in Gemeinschaften. Ursprünglich Horde oder Stamm genannt. Alles außerhalb der eigenen Horde war fremd und damit gefährlich. Kamen Fremde in größeren Gruppen gab es Krieg um Unterkünfte und Jagdgebiete.

Einzelne männliche Fremde wurden meist erschlagen, weil sie ja Konkurrenz bei den Weibchen bedeutete. Einzelne Weibchen waren willkommene Beute, da sie für die Männchen Abwechslung boten. Gefahr bestand für sie vor allem durch die Weibchen der Horde. Der Stallgeruch der Horde, war entscheidend.

Tatsächlich sind wir bis heute noch nicht weit von der Horde weggekommen. Die Horde mutierte zwar irgendwann zur Großfamilie, aber in der Realität war sie das vorher auch gewesen. Erst ab den siebziger Jahren begann die Vereinzelung des Menschen, weil er so leichter auszubeuten ist.

Die Männchen wollen auch heute keine anderen Männchen in ihrem Beritt und gerade der Hass auf Farbige ist zutiefst mit der Angst vor viel längeren und dickeren Geschlechtsteilen verwachsen. Dazu kommt die Angst aller Hordenmitglieder, dass die Nahrung nicht für alle reichen könnte, wobei der Begriff Nahrung alle Aspekte wie wohnen mit einschließt. Oben drauf noch die Angst, die anderen könnten besser sein.

Selbstverständlich wurden auch immer wieder männliche Fremde in die Horde aufgenommen. Sei es weil sie bestimmte Fähigkeiten hatten oder einfach zusätzliche Arbeitskräfte nach dem Ende des nomadischen Lebens gebraucht wurden. Dabei war es egal ob sie als Freie oder Leibeigene, als Sklaven aufgenommen wurde. Durch Assimilation nahmen die einzelnen Fremden sehr schnell den Stallgeruch ihrer Gruppe auf und wurden irgendwann Mitglieder der Gruppe und bekämpften mit der Gruppe die anderen Gruppen. 

Es ist kein Witz, dass es im amerikanischen Bürgerkrieg vorgekommen sein soll, dass Sklaven ihre Befreier auf das härteste bekämpft haben, weil diese Befreier Fremde waren. Ein bekanntes Elend ist besser als die Gefahr die aus der Fremde kommen könnte. Menschen wollen keine Veränderung. 

Deshalb wurden nach 1945 auch die Flüchtlinge erbittert bekämpft. Gerade auf dem Lande, woher ich selbst ja ursprünglich komme, stellten die Fremden eine Gefahr dar, da sie die liebgewordenen Strukturen und Herrschaftsmodelle in Frage stellten. Die fast zwei Millionen Flüchtlinge die nach Bayern kamen, haben zunächst viel frischen Wind in das Land gebracht, fielen dann aber auch wieder in ein Bayernsein zurück, weil sie in der Gruppe verschwinden wollten. 

Über das gesamte Bundesgebiet gesehen und natürlich auch in der DDR wurden die Flüchtlinge genau so gehasst wie heute die Syrer oder andere Flüchtlinge. Dr. Jakob Fischbacher, Kreisdirektor des Bayrischen Bauernverbandes sagte Ostern 1947 wörtlich: 

Wenn ein Bauernsohn eine norddeutsche Blondine heiratet so ist dies in meinen Augen Blutschande. Die Preußen, dieses Zeugs, und die Flüchtlinge müssen hinausgeworfen werden, und die Bauern müssen dabei tatkräftig mithelfen. Am besten schickt man die Preußen gleich nach Sibirien

Bekannte Töne nicht wahr. Das ist der Ungeist der den Seehofer, den Söder und ihre Truppen auch heute noch speist.  Wenn auch nicht so offen, war dies aber in vielen Teilen Deutschlands die geistige Haltung und die Flüchtlinge mussten durch dieses Fegefeuer. Wer sich am schnellsten assimilierte war der Erfolgreichere.Andere haben sich umgebracht, weil sie ohne ihre Horde nicht leben konnten. 

Diese Angst vor dem Fremden ist ein Rassismus der ganz tief in uns steckt. Aber anstatt ihn zum Thema zu machen, verstecken wir ihn und wundern uns dann immer wenn er aus uns herausbricht. Es ist unsere Angst vor Veränderungen. Rassismus ist so gesehen eine Angstkrankheit. 

Deshalb wählen wir auch immer wieder die gleichen Ungeister, weil sie uns Beständigkeit versprechen. Die Flüchtlinge bekamen von der CDU und auch von der SPD versprochen, dass ihre Heimat niemals aufgegeben würde, was natürlich wie eigentlich jeder – natürlich auch die Flüchtlinge – wusste, eine Lüge war. Eine Lüge die immer neue Lügen geboren hat und gleichzeitig den Fremdenhass förderte. Steinbach und Posselt sind die Paradebeispiele was passiert, wenn man nicht den Anfängen gleich klaren Widerstand entgegen setzt. 

Flüchtlinge sind nämlich Flüchtlinge. Wer da einen Unterschied macht oder machen will ist ein Rassist. Denn alle Flüchtlinge sind Menschen. Versehen mit allen menschlichen Tugenden und Lastern. 

 

 

 

35 comments

  1. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

    Ich lege noch einen nach.
    Weil ich Sophie mag.

    https://www.youtube.com/watch?v=XrBHPsBE2z0&html5=1

    Grüße vom Nazi.

  2. Benninghausen says:

    Die ganze Debatte über Rassismus ist doch nur eine Nebelkerze.
    Am ehesten wurde den Flüchtlingen im ach so bösen Bayern geholfen.
    Auch in anderen Bundesländern gab es massenweise Hilfe.

    Der Staat tönte wie immer nur groß. Lebensmittel, Wasser, Kleidung
    kam teilweise von selber armen Leuten.

    Der Bürger hat reale und scheinbar auch die richtigen Ängste.
    Der kleine Mann zahlt die Zeche und nicht die Labertaschen aus der Politik.

    Jedem war klar, die Krankenkasse für die Flüchtlinge werden wir bezahlen.
    Gerade wurden mal kurz 2 Milliarden aus Rücklagen der Krankenkasse geklaut.
    Alten Leuten werden Medikament gekürzt oder billige Generika verschrieben
    weil das Geld ja so dringend an anderer “Stelle” gebraucht wird.

    Das hat mit Rassismus überhaupt nichts zu tun, das hat rein praktische Gründe.
    Die Wohnungen für die Flüchtlinge bezahlen wir alle, die Fahrten per Taxi
    von Behörde zu Behörde zahlen wir alle. Junge Hartz IVler werden bei
    kleinsten angeblichen Fehlverhalten gesperrt, ich betreue mehrere statt nur zu labern.

    Flüchtlinge mit mehreren Identitäten, Amri angeblich 14 kassieren munter weiter.
    Deutsche Schulen sind zum Teil verrottet, es fehlen Lehrer in Masse seit Jahren.
    Klar für die Flüchtlinge brauchen wir natürlich mehr Lehrer mehr Geld,
    mehr Wohungen da ja angeblich plötzlich auch gebaut werden.
    Wie sieht es denn bei der Wohnungsnot der Deutschen aus. Hat es jemanden
    interessiert? Tausend weitere Differenzen welche eben das Rechtsempfinden
    der Bürger stören erspare ich mir.

    Ich persönlich helfe Flüchtlingen weil es meine soziale und ethische Pflicht ist.
    Allerdings helfe ich auch Deutschen und verteile nicht alles auf Flüchtlinge um.
    weil es gerade mal in Mode ist.

    Die Masse der Flüchtlinge gehört in ihre Heimat zurück wenn die befriedet
    ist um diese wieder auf zu bauen und dort mit ihrer Kultur zu leben.

    Klar sehe ich hier wohl alles falsch und bin ein rechter Faschist.
    Mir gehen rechte und linke Faschisten gleichermaßen auf den Wecker.
    Wie wäre es denn mal mit helfend handeln statt Autos anzünden.
    Ach ja, Autos anzünden ist ja einfacher.

    Die ganze rechte Ecke ist eine stinkende Kloake, die linke Kloake
    riecht allerdings auch nicht besser.

    Ich bin für Multi-Kulti, viele andere Menschen nicht. Da wir angeblich
    in einer Demokratie leben sollte es einen Volksentscheid darüber geben.
    Wie Multi-Kulti funktioniert oder auch nicht zeigt uns das
    ach so liberale Vorzeigeland nämlich die USA.
    Der überwiegende Teil der Menschheit ist nicht reif für diese Sache
    ob man es wahrhaben will oder nicht ändert nichts.

    Pseudoliberales Geschwätz ändert nichts an der Welt.
    Viele Menschen können aber viele kleine Dinge bewirken.

    1. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

      Alles richtig Benninghausen,

      man hat ja sogar versucht die Flüchtlinge des Jugoslawienkriegs und den Umgang mit Ihnen als Vorbild für das heutige tun/ unterlassen heran zu ziehen.
      Was dabei ausgeblendet wird ist die wirtschaftliche Situation der Bevölkerung in diesen Jahren. Damals ging es Deutschland noch vergleichsweise gut.

      Und zum MultiKulti bzw. dem Scheitern dieser Idee, muss man ebenfalls die wirtschaftliche Entwicklung betrachten. Warum flippen denn zum Teil Menschen der dritten Generation aus, weil Sie wie viele andere von der wirtschaftlichen Entwicklung abgehängt wurden. In den 70, 80 und 90ziger Jahren war der Islamismus bzw. die islamische Orthodoxie kein Thema in Deutschland. Bildung war der akzeptierte Grundstein für persönliches Vorwärts kommen.
      Und heute jaulen Arbeitgeber herum weil Sie angeblich keine Auszubildende finden.
      Aber warum soll man drei Jahre lang einen Beruf lernen, dessen Gesellenlohn max. 3 € über dem Mindesthohns liegt. Warum soll sich jemand in der Schule anstrengen wenn er in seinem Umfeld sieht, wie wenig diese Bildung wert ist.
      Was nützt ein Berufsabschluss, der nach Bezug von Hartz IV keinen Anspruch mehr begründet?
      Was uns derzeit um die Ohren zu fliegen droht ist die soziale Schieflage des Staates.

      Und dieses ganze rechts, links oder die Auftritte der “Edelmoslems” in TV- Shows mit ihren unbegründeten Forderungen heizen die Verwirrung an.
      In wessen Interesse wohl?
      Machen wir uns nicht vor, alle Protagonisten die uns in den Medien angeboten werden, verfolgen ihre eigene finanzielle Agenda.

  3. He-Ka-Te ( User Karma: 0 ) says:

    Berlin wäre mir für ‘n Ründchen Bier auch etwas zu weit. Sagt an wann und wo es Euch passt und wir kommen zusammen; gern über E-Mail.

    @Bernd
    Gern können wir den Kreis etwas erweitern. In sofern gilt das oben natürlich auch für Dich.

    @Besnil norm
    Dich hätt ich auch gern auf ein Bier. Deine gedankliche Herangehensweise spricht mich an.

    —-
    Bin gespannt wie’n Flitzebogen.

    Grüsschen He-Ka-Te with
    He-Ka-Te@duckhome.net

    1. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

      Ich überlebe derzeit in Duisburg.
      Man könnte ja vielleicht eine Video- Konferenz mit ohne Bier über Youtube organisieren. Eine Kamera kostet wirklich nicht die Welt.
      Wie man ein derartiges Spektakel in andere “Soziale Netzwerke” einbindet weiß ich nicht.
      Ob man damit andere Menschen ansprechen kann auch nicht.
      Die revolutionischtischste Zelle war hier immer die Weißkaue.
      Vielleicht muss man ja die Agitation ja auch auf ein modernes Level heben?
      Ist nur so eine Idee.

      1. He-Ka-Te ( User Karma: 0 ) says:

        Hui, erwischt – auf dem falschen Fuss allerdings. Ich bin da eher der “altmodische Typ”. Kameras kommen mir nicht ins Haus – da würd’ ich mich ausklinken. Ich liebe und favorisiere die persönliche Kommunikation – von Angesicht zu Angesicht ;-)

        1. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

          Da hast Du ja auch recht.
          Aber hier geht es doch um etwas anderes, als ein persönlichen Austausch beim Schoppen.
          Wollen wir unsere “Wirkmöglichkeit” potenzieren, oder uns zu einem wirklosen Stammtisch treffen?
          Ich denke das wir da etwas anders heran gehen müssen.

          Grüße

          1. He-Ka-Te ( User Karma: 0 ) says:

            Und ich denke wir sollten uns erstmal beschnuppern, online gehen kann man immer noch.. mit anderen Mitteln

  4. besnil norm says:

    Ich bin einer der die identitäre Bewegung unterstützt obwohl für mich persönlich die Diskussion um die menschliche Rasse schlichter Mumpitz ist. Klar gib es für mich Unterschiede, aber die sind immer im Wesen zu finden was aus Kultur, Herkunft und Charakter besteht und rein gar nicht mit dem äußerem Erscheinungsbild zu identifizieren ist. Es gibt nur eine menschliche Rasse welche als homogene Masse jedoch in ihrer Vielfalt einzigartig ist. Jedoch wird gern die Ausrede mit der Rasse genommen wenn natürliche Rechte in Frage gestellt werden. Ach ja den Faden könnt ihr mal weiter spinnen, wenn ich per se behaupte das Rassismus eine schlichter Apparat der Bewusstseinskontrolle ist und keinen natürlichen Ursprung auf Grund gesellschaftlicher Dynamiken hat. Der Mensch kennt von Natur aus keinen Rassismus. Egal, fremdenfeindlichkeit grundsätzlich über Rassismus zu definieren ist mit Vorsicht zu genießen, man kann manches mal da neben liegen. ulele 2050minusX

    1. Thilo Triehl ( User Karma: 11 ) says:

      Zitat aus Wikipedia:
      “Fremdenfeindlichkeit (bildungssprachlich Xenophobie griechisch ξενοφοβία „Fremdenangst“, von ξένος xénos „Fremder“ und φοβία phobía „Angst“, „Furcht“) ist eine Einstellung, die Menschen aus einem anderen Kulturkreis, aus einem anderen Volk, aus einer anderen Region oder aus einer anderen Gemeinde aggressiv ablehnt. Begründet wird die Ablehnung mit sozialen, religiösen, ökonomischen, kulturellen oder sprachlichen Unterschieden. In diesen Unterschieden wird eine Bedrohung gesehen, etwas zu Bekämpfendes. Fremdenfeindlichkeit ist oft eine Erscheinungsform von Nationalismus, Rassismus oder Regionalismus. Sie fördert die Ungleichbehandlung und Benachteiligung von Fremden in der Gesellschaft.

      Nicht nur Ausländer gehören zu denen, die Fremdenfeindlichkeit ausgesetzt sind. Der Begriff Ausländerfeindlichkeit wird deswegen seltener benutzt.”

      Zitat aus Albert Memmi “Rassismus”, Hamburg 1982, S. 151:
      “Es macht Schwierigkeiten, eine Definition des Rassismus zu finden, die allgemein akzeptiert wäre. Das ist zumindest erstaunlich bei einem Gegenstand, der so häufig und auf so unterschiedliche Weise aufgegriffen worden ist. Die Gründe für diese Schwierigkeiten werden verständlicher, wenn man sich vor Augen hält, daß das Fundament des Rassismus, d.h. der auf den Menschen angewendete Begriff der reinen Rasse, unzureichend definiert ist und daß es praktisch unmöglich ist, ihm einen exakt abgegrenzten Gegenstandsbereich zuzuordnen. Andererseits ist der Rassismus keine wissenschaftliche Theorie, sondern ein Komplex von obendrein zumeist widersprüchlichen Meinungen, die sich keineswegs aus objektiven Feststellungen ableiten und dem, der sie von sich gibt äußerlich sind, zur Rechtfertigung von Handlungen, die ihrerseits der Angst vor dem anderen entspringen sowie dem Wunsch, diesen anderen anzugreifen, um die Angst zu bannen und sich selbst zum Schaden des anderen zu behaupten. Und schließlich erscheint der Rassismus als der Sonderfall eines allgemeineren Verhaltens: Die Verwendung tatsächlicher oder fiktiver biologischer Unterschiede, die aber auch psychologischer oder kultureller Art sein können. Der Rassismus erfüllt demnach eine bestimmte Funktion. Aus dem Gesagten ergibt sich, daß der Rassismus die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver biologischer Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers ist, mit der eine Aggression gerechtfertigt werden soll.”

  5. almabu says:

    “Gestern gab es auf Facebook eine Diskussion ob man die Flüchtlinge nach dem ersten Weltkrieg mit denen von heute vergleichen könne…”

    Ich denke, hier müsste es nach dem Zweiten Weltkrieg heissen?

  6. He-Ka-Te ( User Karma: 0 ) says:

    @Thilo, @flurdab
    Ich denke, wir sollten uns mal zusammen auf ein Bierchen treffen und wir würden ganz schnell feststellen, dass wir “ohne viel Gram in den Worten” doch erstaunlich gut “miteinander” kønnten. Bin ich sogar von überzeugt.

    Mein Angebot steht.

    1. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

      Berlin ist für eine Molle zwischendurch leider zu weit weg.
      Ansonsten gerne. Ich denke auch das Thilo und Ich eigentlich nicht weit auseinander sind.
      Fest steht das die Situation so nicht mehr haltbar ist.
      Fest steht auch dass dies absehbar war.

      Und seit September 2015 wird von Seiten der Medien und der Politik alles getan um das Versagen zu verbergen. Umsonst wird nichts Rechts hoch geschrieben und genau dadurch erst gestärkt.

      Der Umgang mit den Nicht- Kriegs- Flüchtlingen ist an Verachtung seitens der Politik nicht mehr zu überbieten. Da wird Schindluder mit Hoffnungen betrieben, die man alle von Anfang an als unrealistisch hätte benennen müssen.
      Das ist nicht erfolgt!
      Statt dessen duldet man es, dass junge Männer und ihre Familien sich verschulden um sich auf die “Flucht” zu begeben. Und wenn Sie unterwegs nicht verrecken, landen Sie in einem Land welches ihnen keine Möglichkeiten bietet, bieten will oder kann. Und in ihrer Heimat wartet die Familie darauf das endlich das Geld kommt um die Schulden zu begleichen, weil ansonsten die Gläubiger ihnen die Existenz rauben.

      Mich erinnert dies an die Geschichte von Pinocchio, in der alle Kinder auf dem Jahrmarkt wollen und kaum das Sie die erste Runde Karussell gefahren sind, sich in Esel verwandeln, die dann als Lastentiere verkauft werden.

      In diesem Zusammenhang ist es mir einfach müßig, ständig mit Flüchtlingen des II. WK konfrontiert zu werden. Das lenkt die Debatte über das Versagen der Politik und die notwendigen Schritte, um die Situation zum Besseren zu wenden, ab.

      Denn die heutigen Probleme müssen jetzt angegangen werden.
      Und ja, in diesem Zusammenhang müssen auch die Verursacher genannt und zur Verantwortung gezogen werden.
      Damit dies nicht geschieht, werden die Bürger in Pro- Flüchtling und rechter Hetzer aufgeteilt. Und das scheint erschreckend gut zu funktionieren.

      Grüße

      1. Jochen ( User Karma: 1 ) says:

        Es ging mir bei dem Artikel doch gar nicht um 1945. Es ging mir um den Rassismus an sich und dessen Wurzeln und was passiert wenn sie aufbrechen. Natürlich sind Thilo und du nicht weit voneinander entfernt. Aber wir alle mich eingeschlossen, arbeiten mit so festgefügten Bildern, dass ein Wort das vielleicht ganz anders gemeint ist, einen ganzen Film im Kopf auslöst, dessen Bilder und Text uns von dem Problem wegziehen und uns ineinander verbeißen lassen.

        Ich bin leider Spezialist für solche Aktionen und wer mir auf Facebook folgt, sieht wie oft ich mich da verbeiße und meine Diskussionsrituale abspule ohne wirklich zu diskutieren.

        1. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

          Du machst einen gewaltigen Fehler.
          Du sprichst von Rassismus und erlaubst gleichzeitig einer “Religion” ihren Wahn aus zu leben.
          Das kann nicht funktionieren.

        2. He-Ka-Te ( User Karma: 0 ) says:

          *ggg

          Da ist der Punkt. Gefestigt im Glauben und ungelernt im emphatischen Hinterfragen. Aber,.. es wird schon noch – immer ein bissle mehr. Je mehr man lernt, mit desto mehr Menschen kommt man plötzlich aus..wo man zuvor noch dachte “meine Fresse, was für ein Idiot”. B-)

           

    2. Thilo Triehl says:

      @He-Ka Te: ich gehe mal davon aus, dass dein Angebot ernst gemeint ist. Das nehme ich gerne an. Aber erst muss ich gegen meine Krankheiten kämpfen. Bis denne

    3. Bernd Engelking says:

      Es fehlt in beiden Argumentationen i.W. die Nennung der wirklichen Ursachen und der Verantwortlichen. Die sind nämlich jeweils gleich, früher und heute. Bei dem Bier wäre ich auch gern dabei.

      Ich bevorzuge eher den Begriff der Gruppe, Stamm oder Gemeinschaft, denn die gewalttätigen und kriegerischen Aktivitäten, die der Begriff Horde suggeriert, waren keinesfalls die Regel. Alles wurde gemacht, gehandelt, gefeiert, gehungert und gekämpft und das den größten Teil der Menschheitsgeschichte. Heute wird fast nur noch “gekämpft”, jeder gegen jeden.

  7. Thomas says:

    Der Autor hat genau den Punkt getroffen !!!
    Gut paßt dazu der Film “Wer hat Angst vorm weißen Mann”.
    Hier zeigt sich deutlich, daß die eigentlich nicht existierende “Persona”, mit dem sich der Geist im “normalen” Leben in der jetzigen Welt verwechselt, voller “logisch-materialistischen Glaubensmustern” steckt (so eben heute auch) und erst als der Geist den Körper abgegeben hat, kommt der göttliche Geist wieder zum Vorschein und es gibt keinen Rassismus mehr !!
    Denn wir sind alle aus einem Schoß !!!
    Die Menschen lassen sich gegeneinander aufhetzen: Das Spielchen klappt seit Äonen immer wieder wunderbar !!
    Der Mensch ist eben wie alles eine Illusion, ein Abklatsch vom wirklichen Geist und das ist der Fehler: Diese selbst im HIER und JETZT ausgedachten Menschen haben kein eigenes Bewußtsein…wie ein PC, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz, also entsprechenden Programmen. Das Programm hat auch keine Ahnung von seinem Schöpfer, so wie sogenannte Menschen, sie vergessen, wer sie wirklich sind…aber dieser Fehler/Virus ist schon längst ausgebügelt….allerdings dauert es noch

  8. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

    @ Thilo, dein Post vom 6. Januar 2017 um 10:05

    Mit dem Machwerk hast du dich für mich außerhalb des Diskussionsangebotes gestellt. Vielleicht trägst du zu enge Unterhosen, jedenfalls ist deine Geschichtsklitterung an Geschmacklosigkeit kaum zu ertragen. Vielleicht solltest du diese dir so verhasste Land einfach verlassen, dann musst du die Deutschen nicht mehr ertragen.
    Obdachlosigkeit gab es immer, zu jeder Zeit. Ich habe das Jahr 1990 mit Bedacht gewählt. Google mal nach Ansichten von deutschen Städten im Jahr 1945/ 46, da sieht Aleppo fast noch gut aus.
    Abgesehen davon das der geringste Teil der “Flüchtlinge” tatsächlich aus Syrien kommt, es sind nur ca. 20%. Ich wohne quasi neben einer Unterkunft, ich habe gelegentlich sogar Kontakt zu den Personen. Das dir die Menschen nicht auffallen könnte auch daran liegen dass der Ausländeranteil in Hannover eh ungesund hoch ist. Mit ungesund meine ich den Verlust der Majorität der Deutschen, aber da du die Kultur eh nicht magst, wirst du ja auch kein komisches Gefühl haben, wenn du die Menschen um dich herum nicht mehr verstehst. So unterschiedlich sind die Geschmäcker. Die “Flüchtlinge” die derzeit am meisten für die Negativstimmung im Land tun wirst du auch in Hannover am Bahnhof finden, das sind Kriegsflüchtlinge aus Syrisch- Marokko, Syrische- Tunesien, Syrisch- Algerien und natürlich Syrisch- Frankreich, Syrisch- Belgien und Syrisch- Niederlanden.
    Zur Bezahlung dieser unendlich von Humanität der Kanzlerin getragenen Farce, denn mehr ist es nicht, werden nach der BT- Wahl erstmal der ermäßigte Umsatzsteuersatz für Lebensmittel fallen, und die Umsatzsteuer auf generell 24% erhöht. Denn irgendwo müssen die 20 Mrd. € pro Jahr ja her kommen.
    Wir hätten übrigens deutlich weniger syrische Flüchtlinge wenn die schwarz- gelbe Regierung unter Merkel sich nicht 2011 an den US/ EU- Wirtschaftssanktionen gegen Syrien beteiligt hätte. Von ausbleiben der Unterstützungsgelder für die UNHCR ab 2014/ 15 schweigen wir mal.
    Und von den minderjährigen Mädchen in den unterfinanzierten Lagern, die von ihren Eltern gegen kleines Geld als 2, 3 oder 4 Ehefrau an die muslimischen Geldsäcke aus den umliegenden Ländern verhökert werden, schweigen wir auch.
    Ach ich vergaß, das importieren wir uns ja gerade. Und als nächstes Gimick kommt die Genitalverstümmelung bei Mädchen, ist ja eine große Mode in Afrika.
    Ist schon doof wenn man alles als “Kriegsflüchtling” bezeichnet was nicht bei drei auf dem Baum ist.
    Und das die 22,5 % Niedriglöhner + die Hartz- Opfer+ die 50 % der Bevölkerung die sich auf die Altersarmut freuen in den “Vorgarten ihres scheiß Fertighauses, furzen den Sitz ihrer Bonzenkarre voll und fahren den dreckigen Diesel durch die Gegend” kann ich mir so richtig auch nicht vorstellen.
    Aber Fühlen ist heute ja wichtiger als Wissen und subjektive Wahrnehmung liegt voll im Trend.
    Auch wenn damit schlussendlich niemandem geholfen wird.
    Weder den Obdachlosen, den Armen in dieser Gesellschaft noch den echten Flüchtlingen.

    1. Thilo ( User Karma: 11 ) says:

      @flurdab Jung(oder Mädel), ich lebe selbst von einer Rente knapp über dem Hartz4-Satz. Und dass das so ist, liegt daran, dass sich in Deutschland die KAPITALISTEN die Taschen voll machen, die Privilegierten, die Arschlöcher in CDU, SPD, Grünen und wie die Kaspertruppen des Kapitals alle heißen. Daran sind NICHT die Flüchtlinge schuld. Die müssen nur als SÜNDENBOCK herhalten, wie einst die Juden. Wenn solche Vereins wie eure geliebten Gidas und AFD hier von euch bald die Macht geschenkt bekommen, werdet ihr sehen, dass NICHT die Flüchtlinge angegangen werden, sondern wie bei den Primaten mit ihren Müllmannuniformen nach 33 die Gegner und Kritiker. Vielleicht bist du dann als Konformist, Deutschnationaler und Neidhammel dabei, und haust mir im SA Keller die Fresse ein. Für mich, angesichts der Tatsache, dass Leute, die sich als links bezeichnen hier einen auf National und Teutsch machen, vergessen, dass uns unsere hohen Herrschaften (und auch immer noch Teile des Adels) ausbeuten und NICHT die arme Wurst, der Flüchtling, hat sich die Diskussion, die Mitarbeit an dem Kampf für eine bessere sozial gerechte Gesellschaft erledigt. Ich wette, du bezeichnest dich als links. Und dann fängst du mit den zerbombten Städten in Deutschland an? Schau dir mal den Film “die Lüge vom Wirtschaftswunder an”. Die Innenstädte waren zerbombt, aber drum herum, wie ich auch in meiner Heimat sehen kann, ist doch viel stehen geblieben. Vor allem die Industrie wurde von SKLAVEN gerettet und außerhalb untergebracht. Außerdem: es haben doch fast alle bei Hitler mitgemacht, nicht weil sie mussten, sondern weil auf Grund der unmenschlichen Erziehung hierzulande etwas in fast jedem Deutschen ist, das pathologisch rassistisch ist. Für mich sind die Deutschen viel zu gut weggekommen. Allein meine Angehörigen haben so viel gemordet im Krieg und sind wieder in Amt und Würden gekommen bei dem reaktionären Dummkopf aus dem Rheinland, nach dem man eine Stiftung benannte. Nach einem, der einen Wortschatz von 100 Worten hatte.

      Ich bin leider so krank, dass ich mir so einen scheiß nicht mehr antue, ich bewundere Jochen, dass er all die Jahre tapfer kämpft, mit Wissen und Argumenten, aber ich kann das nicht. Leute, solche wie diejenigen, die hier die letzten Tage mit mir diskutiert haben, ihr könnt mich echt kreuzweise. Linke mutieren zu verkappten Faschisten. Zum Kotzen.

      Flurdab, du brauchst dich nicht mehr national aufzuregen. Von mir liest du ab sofort nichts mehr. Viel Spaß beim Tragen den Uniform. Schön mit dem rechten Arm üben, wenn er nicht hoch will, hol dir Viagra.

      1. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

        Tja, ist schon schlimm wenn man in seinem eigenen Weltbild gefangen ist und alle anderen böse böse Nazis sind.
        Deutschland verrecke ist bitte was?
        Das ist genauso ein faschistischer Dreck, wie der den du mir gerne unterstellen möchtest. Die Doku “Die Lüge vom Wirtschaftswunder” kenne ich, ich kenne aber auch die Luftbilder von Hamburg, Köln, Wesel, Schweinfurth etc.
        Und jetzt noch mal zum mitschreiben, das ist 70zig Jahre her. Es besteht überhaupt kein Zusammenhang zwischen der deutschen Geschichte und dem Krieg in Syrien.
        Genauso wenig wie es zwischen Flüchtlingen von damals und den Flüchtlingen aus Syrien irgendeinen Zusammenhang gibt.
        Ich habe weder im Sportpalast Goebbels applaudiert noch den US- Präsidenten für ihren Plan den Nahen Osten plätten.
        Ich habe mit der Scheiße nichts zu tun, aber ich bin es mittlerweile Leid mir meine Heimat von irgendwelchen Ziegenficker oder Bündnis 90/ Die Grünen- Nazis auf links drehen zu lassen. Vielleicht hätten die “syrischen” Flüchtlinge ja auch einfach mal ihren Arsch für ihr Land einsetzten sollen, anstatt in das Land von “Milch und Honig” zu fliehen. Es wäre denkbar dass der Bürgerkrieg wesentlich kürzer geworden wäre, aber klar, das ging nicht. Dann hätte man ja Assad unterstützt, da läuft man lieber weg und überlässt die Mitbürger den muslimischen Kopfabschneidern weil die viel humaner sind. Das ist doch mal Solidarität, was meinst du wie solidarisch die Vögel wohl mit den Deutschen sind, falls es mal zu Notsituationen kommt. Ich würde für die Merkel auch nicht in den Krieg ziehen, aber für meine Heimat sehr wohl. Und nur weil ihr zwischen Heimatverbundenheit und Rassismus nicht unterscheiden könnt oder wollt, sind Leute wie ich noch lange keine Nazis. Und noch ein kleines Zückerchen, die Leute die ihr hier als “Kriegsflüchtlinge” tituliert sind schlicht und ergreifend keine Europäer.
        Und den kulturellen Unterschied kann man, selbst wenn man die Augen ganz fest zumacht, nicht übersehen.

  9. Thilo ( User Karma: 11 ) says:

    Mein Vater war bei Kriegsende 15. Er erzählte mir erst Weihnachten dass auf dem elterlichen Hof in Mecklenburg nahe Hamburg bis zu 25 Personen, die geflüchtet waren, untergebracht wurden. Er berichtete, dass manche der Deutschen wasserpolnisch sprachen. Auf jeden Fall berichtete er auch, dass seine Eltern sowie Nachbarn (Erwachsene) diese Flüchtlinge hassten, sie schikanierten wo sie nur konnten (bei meiner Oma kann ich mir das sehr gut vorstellen), denn sie hatten auf der einen Seite Angst vor den Fremden, aber auf der anderen Seite ganz besonders davor, etwas TEILEN zu müssen. Ich war in vielen Ländern Europas, besonders Osteuropas, bereits zu Gast. Nirgends sind Menschen so wenig Gastfreundlich, geizig und egoistisch wie in Deutschland. Und je mehr jemand hat, um so ekelhafter verhält er sich.

    1. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

      Na klar. Die Menschen im Rest- Reich schwammen 1945 ja auch alle fett in der Sahne.
      War ja nur der der Osten vom Krieg betroffen, hier im Westen war alles tutti.
      Der Staat hat ja auch nur seine Nazi- Führer verloren, ansonsten funktionierte er ja noch prächtig.
      Man kann ja gerne einmal Äpfel mit Birnen vergleichen, aber diesen Vergleich über 18 Monate aufrecht erhalten zu wollen, zeugt von Faulheit bzw. Faktenresistenz.
      Teilen ist super, aber auch nur wenn etwas zum Teilen vorhanden ist.
      Und damit sah es nicht nur im Restreich, sondern auch in den angrenzenden Nachbarstaaten ziemlich schlecht aus. Umsonst wird ja auch nicht vom Hungerwinter 46/47 gesprochen, werden heute Krankheitsbilder an Nachfahren niederländischer Hungerkinder mit deren Unterernährung während des Krieges erklärt. In England wurde die Lebensmittelrationierung erst in den 50ziger Jahren wieder abgeschafft, Jahre nach ihrer Aufhebung in Deutschland.
      Die europaweite Situation nach Ende des II. WK ist mit der heutigen überhaupt nicht vergleichbar. In meiner Familie halten sich noch heute Gerüchte über das verschwinden junger Mädchen in Bremen. Es gab Kannibalismus, und das waren keine Einzelfälle. Wenn die staatliche Ordnung weg fällt ist dem Verbrechen Tür und Tor geöffnet, und in einer solchen Situation werden Menschen nunmal Misstrauisch.

      Mecklenburg ist alles, aber nicht nahe Hamburg.

      1. Thilo ( User Karma: 11 ) says:

        “Wenn die staatliche Ordnung weg fällt ist dem Verbrechen Tür und Tor geöffnet, und in einer solchen Situation werden Menschen nunmal Misstrauisch.”

        Schwachsinn! Biologismus. Der bürgerliche Staat, ob “demokratisch” oder faschistisch, begeht ständig Verbrechen gegen die Menschlichkeit, und wenn es nur die Tatsache ist, dass es in einem so reichen Land Obdachlose gibt, weil es niemanden interessiert, ob jemand auf der Straße erfriert oder nicht. Und komm mir jetzt bloß nicht mit “jeder ist seines Glückes….”, dann werde ich wirklich unflätig, dann kannste mich gerne wegen Beleidigung anzeigen.

        1. Mark Tempe says:

          Wohl, wohl,
          aber leider in der Analyse etwas kurz gedacht.
          Die “staatliche Ordnung” von der hier die Rede ist, war insoweit tatsächlich weg, da der Nazi-
          Repressions- Apparat keine Führung mehr hatte.
          Sie wurde jedoch umfassend durch die entsprechenden Organisationsstrukturen der Besatzungsmächte ersetzt.
          Im Osten kamen Stalinisten und “Fundamentalkommunisten” in Amt und Würden, im Westen Deutschlands blieben zig- tausende alte Nazis auf ihren Posten und passten sich den geänderten Bedingungen nach außen hin an, ohne ihre Grundhaltung zu ändern.
          Das Wesentliche dabei ist, dass weder im Osten noch im Westen eine umfassende und ehrliche Außeinandersetzung mit der Nazi- Ideologie erfolgte. Zwar wurden die entsprechenden Organisationen wie NSDAP, SS und Andere per Urteil verboten, das große “Aufräumen” in den Köpfen jedoch erfolgte weder hüben noch drüben.
          Ich hatte das “Vergnügen”, in den 80-igern längere Zeit als Nicht- Tourist in der UdSSR weilen, und mich dabei recht frei bewegen zu dürfen. Natürlich lernt man in so einer Situation auch etliche Einheimische kennen und führt die verschiedensten Gespräche. So begegnete ich in einem Cafè in Kiew einer betagten Dame, die mich ob meines nicht zu verleugnenden Akzentes fragte, wo ich her käme. Wir kamen in’s Gespräch, und es stellte sich heraus, dass sie als blutjunge Sanitäterin in der Uniform der Roten Armee am Sturm auf Berlin beteiligt gewesen, und danach noch einige Zeit an der SMAD (Sowjetische Militäradministration in Deutschland) beschäftigt war.
          Was sie mir erzählte, stimmte mich sehr nachdenklich. Ihrer Aussage zufolge hatten all diese Deutschen, denen sie damals in Berlin und Umgebung begegnete und mit denen sie sprach nichts, aber auch gar nichts mit den Nazis zu tun gehabt. Das deckt sich auch mit Berichten britischer, französischer und amerikanischer Soldaten und Zivilisten, die nach der Kapitulation genau in dieser Richtung Befragungen durchführten.
          Nach allen Aussagen gab es weder vor noch nach dem 8. Mai 1945 in Deutschland irgendwelche Nazis.
          (Lediglich Hitler, Göbbels, Göring, Himmler und noch paar Andere waren Nazis.)
          Wir wissen aber heute, dass ca. 90 Prozent der erwachsenen Deutschen bis “fünf Minuten nach Zwölf” der Nazi- Ideologie folgten.
          Im Osten wurde der “Untergang des Dritten Reiches” offiziell als “Befreiung von der Nazi- Diktatur” propagiert. Im Westen gab es die “Entnazifizierung”. Weder das Eine noch das Andere war geeignet, den von den Nazis zwar keineswegs erfundenen aber kräftig geschürten Rassenwahn mit all seinen perversen Erscheinungen zu beseitigen.
          Dazu taugten weder die Verdrängung in der BRD noch alle Phrasen in der sog. sozialistischen Gesellschaft der DDR.
          Er lebte und lebt bis heute in den Köpfen einer gar nicht so kleinen Menschengruppe weiter und ist als das zu werten, was er ist: Manifestation und Ausdruck einer zutiefst menschenverachtenden Idelogie, die dem kapitalistischen System wesenseigen ist.
          Rassenhass gehört zum Kapitalismus, ja eigentlich schon zum Feudalismus dazu.
          Um ihn zu beseitigen, müssen seine Grundlagen beseitigt werden.
          Das heißt aber in der Endkonsequenz, dass der Kapitalismus, dass die Ideologie, die dem kapitalistischen Gesellschaftsmodell zu Grunde liegt beseitigt werden muss.
          Und genau deren Protagonisten leugnen hier bei uns bis heute die Verantwortung des Deutschen Volkes für das bisher größte Verbrechen in der Menschheitsgeschichte.
          Zwar gibt es keine völkerrechtliche kollektive Schuld, aber
          ES GIBT EINE KOLLEKTIVE VERANTWORTUNG!!!
          In diesem Zusammenhang sei bitteschön auch daran erinnert, dass in den ehemaligen Ostblockländern, insbesondere der DDR, der Holocaust jahrzehntelang totgeschwiegen und seine geschichtliche Existenz damit geleugnet wurde.
          Mehr noch, gab es im Osten Deutschlands stets einen unterschwelligen, jedoch unüberhörbaren Antsemitismus als Ausdruck eines weit verbreiteten, vielfältigen Rassen- und Fremdenhasses, der jedoch von der “Partei- und Staatsführung” sowohl überhört als auch geduldet wurde.
          (Wer Witze über die SED, die UdSSR, Honecker, Breshnew, die Stasi oder Polizei usw. machte, konnte dafür durchaus in’s Gefängnis kommen. Dass Jemand wegen des Erzählens von Juden-, Neger- oder Ostfriesenwitzen zur Verantwortung gezogen wurde, ist mir unbekannt.
          Ich trau mich durchaus, hier mal ein paar Kostproben zu liefern, möchte mich jedoch vorsichtshalber ganz ausdrücklich von deren Aussage und Gehalt distanzieren.
          Sollen sie Allen, die Obiges nicht wahrhaben wollen als Spiegel vorgehalten sein:
          Lagerleiter zum Juden: “Jude, gute Nachricht, heute Tanzabend.”
          Jude fragt: “Wer spielt denn?”
          Lagerleiter: “MG 43”.
          oder:
          Unterhalten sich zwei Großwildjäger über ihre Safari- Abenteuer.
          Prahlt der Eine: “Ich hab haufenweise Nashörner, Elefanten, Löwen und Tiger erlegt.”
          Erwidert der Andere. “So viel Jagdglück hatte ich nicht. Aber ich hab paar hundert NONOS zur Strecke gebracht.”
          Fragt der Erste: “NONOS- was’n das?”
          Der Zweite: “Weiß nich. Bin durch’n Busch gestreift, hab’s rascheln gehört, Flinte hoch, kommen so’ne schwarzen Dinger aus’m Gehölz, eins brüllt ‘No, No, Sir!’, hab d’raufgehalten- erledigt.”
          oder zuletzt:
          “Wie lange ist ein Mädchen in Ostfriesland Jungfrau?
          So lange, wie sie schneller laufen kann als Vater und Bruder.”)
          Das ist unverblümter Rassismus, zigtausendfach erzählt und damit gelebt in der DDR, und genau da sind wir heute wieder mit “PE(…)GIDA”, AFD, Neo- Nazis und Anderen.
          Wie weit verbreitet dieses Denken (wieder) ist, belegen unzählige Beispiele aus aller Welt, vorneweg den USA, aus Russland, der Ukraine und Weißrussland, aus den Baltischen Staaten, aus Großbritannien und, und, und.
          Es ist unsere Verantwortung als Deutsche genau dagegen zu kämpfen.
          Die Mittel und Wege sind dabei mit Sicherheit nicht einfach zu erkennen. Und es kann auch ebenso sicher passieren, dass sie sich als untauglich und/ oder teilweise falsch und geradezu für die Sache schädlich erweisen. (Merkel mit ihrem “Wir schaffen das!”- Ausspruch)
          An der Sache an sich ändert dies aber gar nichts.

          1. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

            Es ist ja alles richtig was ihr schreibt.
            Aber ich beziehe mich mit der staatlichen Ordnung auf eine funktionierende Polizei und Justiz.
            Und die gab es nach 45 erstmal nicht mehr, da galt Faustrecht.
            Die Alliierten hatten ganz andere Probleme, als der Anzeige eines Ferkeldiebstahls nach zu gehen. Das Alte ist weggebrochen ohne das etwas Neues bereit stand.
            Es herrschte Anarchie.

        2. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

          Unter wieder Äpfel und Birnen.
          Ich sprach von 1945- 1949. Da existierte keine staatliche Ordnung.
          Da wurde geraubt, gestohlen, vergewaltigt und gemordet.
          Da sind ungezählt viele Menschen schlicht verhungert und erfroren, es hat niemanden interessiert und niemand hat Sie gezählt. Meine Mutter ist als 11 Jährige hamstern gefahren damit ihre Mutter und Schwester was zu fressen hatten, und sie waren keine Flüchtlinge. Es herrschte Anarchie, auch wenn Prof. Knopp noch nie im ZDF darüber berichtet hat.

          Gegen deine zweite Aussage habe ich nichts einzuwenden, sofern du diese auf das Jahr 2015/ 16/ 17 beziehst, bzw. auf die Jahre ab 1990 bis heute.

          Es ist unredlich die Situation am Ende des 2. Weltkriegs mit der heutigen “Wohlstand” zu vergleiche. Wobei der ja auch schon mal deutlich höher lag, also als es noch einen Sozialstaat gab. Oder kannst du mir erklären warum die heutigen “Flüchtlinge” zur Konkurrenz für deutsche Bedürftige bei den Tafeln werden?
          Wenn ich auf die Tafel angewiesen wäre, würde der “Flüchtling” für mich zur Konkurrenz, und das obwohl Deutschland soooo reich ist.
          Und jetzt könntest du ja anstelle von Biologismus und Schwachsinn zu schreiben, mal die Frage beantworten wem dies denn wohl nützt.
          Oder auch die Frage beantworten wer denn eure “Flüchtlings- Party” zahlt?
          Wessen Lebensverhältnisse verschlechtern sich und wer verdient sich eine güldene Nase?

          1. Thilo ( User Karma: 11 ) says:

            Tja, wieviel geht von den Steuern, die mir der Staat abzieht ohne dass ich mich verweigern kann, für Flüchtlinge drauf? 50 Cent? Wieviel geht denn wohl für Monopolkapitalisten drauf, die keine Steuern zahlen, für Bankenrettung weil sich deren Vorstände in Großmannsucht verzocken, für Autobahnen, die in erster Linie für die Kapitalisten gebaut werden, für Politiker, für Korruption die in Deutschland immer schön grassiert, für Schrott mit dem eine Angriffsarmee aufgerüstet wird? Und und und und.

            Du tust desweiteren so, also ob die Zustände zum Beispiel mit der Obdachlosigkeit in der BRD erst seit der Wiedervereinigung existiert. Also ich erinnere mich, dass in meiner Kindheit, in den 60er Jahren, ein Obdachloser einmal auf einer Parkbank in der Nähe eines Spielplatzes lebte. Den haben Vandalen eines Tages regelrecht totgeschlagen. Sein einziger Fehler war, dass er arm und schwach war.

            Übrigens: ich wohne mitten in Hannover. Eine Großstadt. Fast 600k Einwohner ohne um zu. Ich habe bewusst noch keine Flüchtlinge gesehen. Kann es sein, dass die im Alltag nicht existieren oder dass sie nicht weiter auffallen, weil das alles nur Blabla von den Hetzern ist, die die Wut der Menschen, die entsteht, weil die Existenz unsicher ist (materiell), ausnutzen und fördern, so dass man auf den Schwächsten herumhackt? Als Sündenbock?

            Und mal ganz ehrlich: ich meine das, was jetzt kommt, aufrichtig und aus ganzem Herzen:den deutschen ging es nach dem Krieg har nicht schlecht genug. Ich hätte die großen kleinen Hitler nicht so schön davon kommen lassen. Meinetwegen hätte man Deutschland komplett platt machen können. Und diejenigen, die geflüchtet sind damals, das waren all die Jasager, Weggucker, Denunzianten, Blockwarte, Gasmänner und anderes Gesindel, die ganz genau wussten, was sie den Polen, den Russen, den Tschechen und all den anderen Völkern Mittelosteuropas angetan haben, die aus Feigheit abgehauen sind und dann als Berufsvertriebene alles Geld und Macht in den Arsch geblasen bekamen. Solche widerlichen Kreaturen, unbelehrbar und verbrecherisch wir Hupka, Czaja und Steinbach.

            Sieh dir mal Bilder von Aleppo an, dann denk darüber nach, dass Menschen von dort hergeflüchtet sind. Hier sitzen doch die, die am lautesten schreien, im Vorgarten ihres scheiß Fertighauses, furzen den Sitz ihrer Bonzenkarre voll und fahren den dreckigen Diesel durch die Gegend, weil die Umwelt und die Gesundheit anderer egal sind, Hauptsache steuervergünstigt. Und – weil es deutsche Tradition ist. Immerhin wurden die ersten Vergasungen von Menschen mit KfZ gemacht, die einen Dieselmotor hatten. Der Deutsche Arsch gibt halt immer noch gerne Gas.

        1. flurdab ( User Karma: 1 ) says:

          Luftlinie 61,76 Km.
          Wir sprechen von 1945- 1949. Da war der öffentliche Nahverkehr eher dünn, Autos sowie Benzin auch kein Alltagsgut.
          Die meisten Menschen waren per Pedes unterwegs. Bei 60 Km ist das sicher nicht Nähe, sondern 2 Tage a 30 Km, oder ein sehr sehr langer Tag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.